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Magnesit-Tagebau Weißenstein

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Österreich / Tirol / Kitzbühel, Bezirk / Hochfilzen / Magnesitwerk / Tagebau Weißenstein

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Kitzbühler Alpen, Hochfilzen, Sankt Johann in Tirol, Fieberbrunn, Pfaffenschwendt, Rotache, Hafenberg, Schwarzache, Wirtshaus Eiserne Hand, Ofenbergalm (900 m), Schreiende Brunnen, Fritzalm (1050m), Orkopf, Magnesittagebau-Weißenstein (1500-1700 m)

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

180m hoher Magnesitsteinbruch, im Abbau seit Anfang 1990

Fund­s­tel­len­typ

Tagebau/Steinbruch (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

Magnesitsteinbruch: Der Magnesit liegt in einer großen Störungszone in altpaläozoische karbonatische Gesteinseinheiten der Grauwackenzone.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Nicht bekannt!

GPS-Ko­or­di­na­ten

Magnesit-Tagebau Weißenstein (N 47° 25' 35.77", E 12° 33' 59.71")



Magnesit-Tagebau Weißenstein

WGS 84: 
Lat.: 47,42660278° N, 
Long: 12,56658611° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 25' 35,77" N,
   Long: 12° 33' 59,71" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

Blattnummer 5.000: 4026-5002; Blattnummer 10.000: 4026-102;

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1024
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Verkürzte Pfadangabe

Tagebau Weißenstein, Magnesitwerk, Hochfilzen, Kitzbühel, Tirol, AT
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (10 Bilder gesamt)

Weissenstein-Tagebau
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Weissenstein-Tagebau

1 = Dolomit, 2 = Dolomit graphitführend (grau), 3 = Magnesit, 4 = Magnesit/Dolomit, 5 = Dolomit graphitführend (grau), 6 = Dolomit, 7 = Porphyroid, 8 = Südfazies

Copyright: Stefan
Beitrag: Stefan 2007-06-09
Weissenstein-Tagebau
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Weissenstein-Tagebau

(1) Porphyroid, (2) Magnesit, (3) Graphitführender Dolomit, (4) Dolomit

Copyright: Stefan
Beitrag: Stefan 2007-06-09
Weissenstein-Tagebau
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Weissenstein-Tagebau

Weissenstein-Tagebau

Copyright: Stefan
Beitrag: Stefan 2007-06-09

Ausführliche Beschreibung

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte unbedingt eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.


Profil des Tagebaus
BILD:1181415413


1 = Dolomit
2 = Dolomit graphitführend (grau)
3 = Magnesit
4 = Magnesit/Dolomit


5 = Dolomit graphitführend (grau)
6 = Dolomit
7 = Porphyroid
8 = Südfazies

Ausführliche Beschreibung

Magnesit-Tagebau mit ausgezeichneten Fundaussichten für Dolomit bis mehrere Zentimeter, Magnesit, transparente Aragonite bis cm Größe, Pseudomorphosen, Kupfer- und Eisenmineralien.

Der Abbau des Magnesits erfolgt nur im Sommer. Der Tagebau liegt in einer Höhe von ca. 1.500 Meter (Sohle) und geht bis ca. 1.700 in den Berg. Es handelt sich um den höchst gelegenen Bergau. Der Abbau erfolgt durch Sprengungen. Die Fördermenge beträgt ca. 100.000 t Rohmagnesit und die selbe Menge an taubem Gestein. Das taube Gestein wird neben dem Bruch auf Halde gekippt und begrünt, um wieder als Alm nutzbar zu sein. Der Rohmagnesit wird per SLKW (geländegängiger LKW) zu der ca. 100 m tiefer liegenden Brechanlage gebracht und von dort aus per Seilbahn ca. 1000 Meter freischwebend zum benachbarten Revier Brügl verfrachtet. Über eine ca. 1,5 km lange unterirdische Förderbandstrecke (man kann den Stolleneingang aus dem Bruch heraus und bei der Anfahrt sehen) wird das Rohmaterial über einen Sturzschacht zu einer weiteren Seilbahn verfrachtet die das Material auf einer Strecke von ca. 4 km zur Hütte Hochfilzen transportiert. Pro Stunde können so bis ca. 300 t Gestein transportiert werden.


Gesteine

Weissenstein-Tagebau
Weissenstein-Tagebau

(1) Porphyroid, (2) Magnesit, (3) Graphitführender Dolomit, (4) Dolomit

Stefan

Porphyroid

Der Porphyroid ist die Basis der Lagerstätte und tritt im Nordosten an der oberen Flanke der Lagerstätte als hellgrünes bis graugrünes, massiges Gestein zu Tage (siehe Profil des Tagebaus und Steinbruchbilder). Im Norden unterlagern Dolomitgesteine der Spielbergfazies den Porphyroid. Im Bergbau Weißenstein ist der Porphyroid in den oberen Etagen zu finden und steht in steilem Kontakt zum Magnesit/Dolomit an dessen Kontaktflächen er erst verschiefert, dann mylonitisiert auftritt. Ist das Gestein unbeeinträchtigt, treten Einsprenglinge von Quarz und Feldspat auf.

Magnesit und Dolomit

Magnesit tritt vorwiegend gelb, gelbrau bis braun auf. Seltener treten durch Eisen rötlich gefärbter Magnesit und im Kontaktbereich zum Hangdolomit silikatreicher Magnesit dunkelgrauer bis schwarzer Farbe auf. Der Magnesit ist im Gegensatz zum Dolomit weich, locker und porös und feinkörnig. 

Mineralbestand

Hauptsächlich treten Carbonate (Magnesit, Dolomit, Calcit sowie deutlich seltener Muskovit (Serizit) auf. Der Eisengehalt resultiert vorwiegend aus dem im Magnesitgitter gebundenem Eisen. Pyrit und daraus entstandener Limonit sind nur in Spuren vorhanden, Fahlerz und daraus entstandene Sekundärminerale sind extrem selten anzutreffen.

Mineralien (Anzahl: 21)

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ZurücksetzenBaCCaCoCuFeHMgMnNiOPbSSbSrZn
Aragoniti
Aragonit kommt in Drusen im gelblich-braunen [Magnesit] vor und bildet bis mehrere Zentimeter große, oft doppelendige Kristalle.
(Tirol/Kitzbühel, Bezirk/Hochfilzen/Magnesitwerk/Tagebau Weißenstein)
BM
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
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 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
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Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 24. Oct 2021 - 20:31:55

Mineralbilder (5 Bilder gesamt)

Magnesit
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Magnesit

Größe: 10 x 9,5 x 6 cm; Fundort: Magnesitabbau Hochfilzen, Bezirk Kitzbühel, Tirol, Österreich

Copyright: highgrader
Beitrag: highgrader 2011-10-25
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Pyrit xx auf Magnesit xx
Aufrufe (Bild: 1334742585): 1714
Pyrit xx auf Magnesit xx

Stbr.Weißenstein Hochfilzen Tirol Österreich. BB=15mm.

Sammlung: pilzpirat
Copyright: pilzpirat
Beitrag: pilzpirat 2012-04-18
Mehr   MF 
Aragonit-Weissenstein
Aufrufe (Bild: 1181592453): 1059
Aragonit-Weissenstein

Aragonit Wießenstein Foto: Stefan Schorn

Copyright: Stefan
Beitrag: Stefan 2007-06-11
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 2)

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Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
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Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Referenzen:

  • Technische Universität München
  • R. Exel: Die Mineralien und Erzlagerstätten Österreichs (1993).
  • Hajek, W., M. Bogner & M. Hepp (2011). Neufunde am Weißenstein, Nordtirol (Österreich). Min.-Welt, Jg.22, H.4, S.13-15.
  • Kolitsch, U. (2014): 1866) Boulangerit, intermediäre Cerussit-Strontianit-Mischkristalle und Posnjakit vom Magnesitbergbau Weißenstein bei Hochfilzen. Neue Mineralfunde aus Österreich, LX. Carinthia II, 204./124: 105-06. Klagenfurt.
  • Besuch und Beschreibung: Stefan

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