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Vilsalpsee

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Österreich / Tirol / Reutte, Bezirk / Tannheim / Vilsalpsee

Fund­s­tel­len­typ

Natürlicher Aufschluss

Geo­lo­gie

Trias, Jura

GPS-Ko­or­di­na­ten

Vilsalpsee



Vilsalpsee

WGS 84: 
Lat.: 47,4664853° N, 
Long: 10,5049182° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 27' 59,347" N,
   Long: 10° 30' 17,706" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=52367
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Verkürzte Pfadangabe

Vilsalpsee, Tannheim, Reutte, Tirol, AT
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Vilsalpsee bei Tannheim, Tirol, Österreich
Aufrufe (Bild: 1599033994): 124
Vilsalpsee bei Tannheim, Tirol, Österreich

Im hinteren Teil des Vilsalpsees drohen weitere Felsstürze, weswegen der östliche Zugang zur Vilsalpe weiterhin gesperrt bleibt.

Copyright: prospector56
Beitrag: prospector56 2020-09-02
Vilsalpsee, Westflanke des Berges "Blässe", Schutzdamm
Aufrufe (Bild: 1599033908): 113
Vilsalpsee, Westflanke des Berges "Blässe", Schutzdamm

Die Schutzdämme aus insgesamt 50.000 m³ Felsmaterial und Geokunststoff wurden 2016 fertiggestellt.

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Beitrag: prospector56 2020-09-02
Vilsalpsee bei Tannheim, Tirol, Österreich
Aufrufe (Bild: 1599033739): 116
Vilsalpsee bei Tannheim, Tirol, Österreich

Das Foto zeigt einen Felsblock, der sich in den Bäumen verkeilt hat.

Copyright: prospector56
Beitrag: prospector56 2020-09-02

Ausführliche Beschreibung


Vilsalpsee

Der von Bergen umrahmte Vilsalpsee liegt vier Kilometer südlich von Tannheim in einer durch einen Moränenwall aufgestauten Gletscherwanne. Er befindet sich an der Grenze zweier tektonischer Einheiten: Schroffe Bergabstürze aus Hauptdolomit treffen mit blumenreichen Hängen aus Fleckenmergel und Aptychenkalk zusammen. Hinter dem Vilsalpsee bildet der Talschluss des Bergaicht senkrechte Felswände, bis zu 400 m hoch, mit Wasserfall und Schutthalden. [1]

Im Bereich des Berges „Blässe“ bestehen Überschiebungen von älteren, festen Schichten der Trias (Hauptdolomit) über jüngeres, relativ lockeres jurassisches Material (Fleckenmergel). Hierdurch kommt es insbesondere an der offenen Westflanke des Berges „Blässe“ zu erosionsbedingten Instabilitäten und in der Folge zu Fels- und Bergstürzen.

Vilsalpsee bei Tannheim, Tirol, Österreich
Vilsalpsee bei Tannheim, Tirol, Österreich

Blick auf den Vilsalpsee

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Chronik des Bergsturzes am Vilsalpsee

Im Mai 2010 kam es zu einem ersten größeren Felssturz am Westgrat des Berges „Blässe“ in Richtung der östlichen Uferstraße am Vilsalpsee.

Von November 2011 bis Juli 2012 folgten mehrere kleine und mittlere Felsstürze in diesem Bereich.

Im September 2012 wurde die östliche Uferstraße am Vilsalpsee gesperrt.

Am 7. November 2012 kam es zu einem Bergsturz vom Berg „Blässe“ mit einem geschätzten Volumen von 142.000 m³. Dadurch wurde der Zugang zu einigen Almen und Hütten abgeschnitten. Nach weiteren Felsstürzen wurde die gesamte östliche Uferzone gesperrt.

Im Juni 2014 hatte sich der Berg beruhigt und die Planungen zur Errichtung von Schutzdämmen begannen.

Im Juni 2016 wurden die Schutzdämme fertiggestellt. Es wurden ca. 50.000 m³ Material aufgeschüttet und ca. 90.000 m² Geokunststoff verbaut. 550 m Wanderweg wurden neu erbaut. Die Kosten betrugen ca. 1,2 Mio €.

Im Oktober 2016 wurde der neue Wanderweg mit Zugang zur Traualpe, zur Landsberger Hütte sowie zum Elektrizitätswerk freigegeben.

Da im südöstlichen Bereich des Vilsalpsees weitere Felsstürze befürchtet werden, bleibt der östliche Zugang zur Vilsalpe weiterhin gesperrt.

Quelle: Land Tirol; Schautafel am Vilsalpsee

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Einzelnachweise

  • 1. http://www.tirolmultimedial.at/tmm/themen/0401.html (abgerufen am 02.09.2020)