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Martinstollen

Steckbrief

Land

Österreich

Re­gi­on

Tirol / Schwaz, Bezirk / Rotholz-Maurach / Weißer Schrofen / Martinstollen

An­fahrts­be­sch­rei­bung

In der Ortschaft Rotholz im Inntal führt beim Gasthof "Esterhammer" ein Fahrsträßchen zur Kapelle "Maria Brettfall", welches nach kurzem Weg für den Verkehr gesperrt ist. Von diesem Fahrweg zweigt nach 2 km links ein Weg zur obigen Kapelle und dann rechts ein Forstweg zu den Rafflhöfen und zum Larchkopf ab. Man folgt dem Weg in Richtung Larchkopf. Schließlich erreicht man die Norburgaquelle bei einer Forsthütte, wo der links abzweigende Weg nach kurzer Strecke zu der frisch angeschnittenen Halde führt.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halden eines alten Bergbaus mit guten Fundmöglichkeiten.

Geo­lo­gie

Phyllite der silurischen Wildschönauer Schiefer, die devonischen Dolomitstein unterlagern. Alpiner Buntsandstein.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

keine bekannt

Letz­ter Be­such

2009

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=1037
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Hoch über dem Inntal, gegenüber des Achensee liegt die Lagerstätte Weißer Schrofen des Schwazer Reviers im Rotholz.

Es sollte nicht so schwer sein, die Fahrstraße hinauf zum Weißen Schrofen zu finden. Notfalls kann man ja fragen. Leider ist die Straße bald für den öffentlichen Verkehr gesperrt und dadurch ist ein längerer Fußweg notwendig, den man aber durchaus mit normalen Schuhwerk begehen kann.

Die Zeugen des Altbergbaues häufen sich und bald sieht man rechts der Straße den Rest einer am steilen Hang liegenden Halde, die zum Glück nicht verwachsen ist.

Das quecksilberhaltige Fahlerz Schwazit findet man sehr häufig, allerdings meist schon recht zersetzt, wodurch sich aber andere interessante Minerale wie Zinnober oder lockenförmiger Malachit (leider im Mikrobereich) gebildet haben. Auch größere Flächen Azurit sind auf dem Haldenmaterial nicht selten.

Interessanter wird es allerdings, wenn man die Straße, die bald in einen Waldweg übergeht, weiter aufsteigt. Man sieht rechts den steilen Fels des Weißen Schrofen und daneben eine ältere Halde, das dazugehörende Mundloch ist weiter oben am Hang und durchaus sehenswert.

Das Beste aber ist die Rückseite eines Felszackens am oberen Ende der Halde. Hier ist eine Felspartie aufgeschlossen, in der es eine interessante Kupfer/Zink-Vererzung gibt. Die auffälligen blauen, blaugrünen und grünen Einschlüsse kann man hier direkt aus dem Fels schlagen.

Unter dem Mikroskop sieht man deutlich die verschiedenartigen Minerale. Mit der Bestimmung ist das aber so eine Sache. Man erkennt den Azurit. Aber die übrigen Minerale sehen nicht nur ähnlich aus, sondern haben auch eine ähnliche Zusammensetzung. Ohne die Hilfe eines Kenners dieser Lokalität kommt man ohne Röntgenanalyse nicht weiter.

Bei einem Besuch wurde Gestein mit folgende Minerale aus dem Fels gebrochen:

Schulenbergit, Clarait, Devillin, Theisit, Tirolit.

Im ganzen eine besuchenswerte und lohnende Fundstelle, die auch ohne alpine Ausrüstung zu erreichen ist.

Mineralien (Anzahl: 55)

Mineralbilder (12 Bilder gesamt)

Sabelliit
Aufrufe (Bild: 1224780815): 2046
Sabelliit

Bildbreite: 1 mm; Fundort: Weißer Schrofen, Schwaz, Schwaz-Brixlegg, Tirol, Österreich

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2008-10-23
Azurit xx auf Dolomit
Aufrufe (Bild: 1144067756): 494
Azurit xx auf Dolomit

Fundort: Weißer Schrofen, Schwaz, Tirol, Österreich; Bildbreite: 8 mm

Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2006-04-03
Bergkristall xx auf Dolomit xx
Aufrufe (Bild: 1144317124): 889
Bergkristall xx auf Dolomit xx

Fundort: Weißer Schrofen, Schwaz, Tirol, Österreich; Bildbreite: 10 mm

Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2006-04-06

Gesteine (Anzahl: 5)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Blass, G. & H.-W. Graf (1993). Neufunde von bekannten Fundstellen VIII. Min.-Welt, Jg.4, H.5, S.41-48.
  • Grundmann, G. & Martinek, K.P. (1994). Erzminerale und Gangarten des Bergbaugebietes Schwaz-Brixlegg in Tirol. Lapis, Jg.19, Nr.7, S.28-40.
  • Schnorrer, G. (1994). Die Sekundärminerale des Bergbaugebietes Schwaz-Brixlegg in Tirol. Lapis, Jg.19, Nr.7, S.41-69.
  • Schnorrer, G. (2000). Mineralogische Notizen VII. Aufschluss, Jg.51, Nr.5, S.281-93.
  • Schnorrer, G & Poeverlein, R. (2007). Schwaz-Brixlegger Fundstellen: 5. Die Minerale des Martinstollen am Weißen Schrofen bei Schwaz in Tirol - sowie Leogangit, eine neue Verbindung aus dem Tiroler Bergbaugebiet. Aufschluss, Jg.58, Nr.1, S.27-40.
  • Wagenplast, P. (2013). Die Bergbaureviere der Fahlerz-Lagerstätten von Schwaz und Brixlegg. Aufschluss, Jg.64, H.3, S.145-52.

Quellangaben

  • Verfasser: uwe

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