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Othenio Abel

Othenio Abel, mit vollem Namen Othenio Lothar Franz Anton Louis Abel (* 20. Juni 1875 in Wien; † 4. Juli 1946 in Pichlhof / OÖ) war ein österreichischer Paläontologe und Evolutionsbiologe.

Er gilt als Begründer der Paläobiologie innerhalb des - zumindest im deutschsprachigen Raum - vordem rein geologisch orientierten Faches Paläontologie.

1907 wurde Othenio Abel außerordentlicher Professor in Wien, von 1917 bis 1934 bekleidete er als ordentlicher Professor den Lehrstuhl für Paläontologie der Universität Wien. 1927/28 war er Dekan der philosophischen Fakultät, 1932/33 sogar Rektor der Universität Wien. Von 1935 bis 1940 war Abel Ordinarius an der Universität Göttingen.

Abels wesentlichstes Verdienst war die Schaffung einer Paläobiologie unter Einbeziehung aktualistischer Ansätze sowie phylogenetischer, ökologischer und ethologischer Sichtweisen aus der Biologie. Sein hauptsächliches Arbeitsgebiet waren fossile Wirbeltiere, wobei er die Stammesgeschichte stark nach dem Vorbild von Lamarck interpretierte (Lamarckismus).
Als sein Hauptwerk gilt „Grundzüge der Palaeobiologie der Wirbeltiere“ (1911), er war Autor von insgesamt 22 Monographien. Ab 1928 war er Herausgeber der Zeitschrift Paläobiologica.

Aufgrund Abels nationalsozialistischer Einstellung und antisemitischer Aktivitäten wurde 2012 (!) der seit 1985 von der ÖAW für besondere Leistungen in der Paläontologie vergebene „Othenio-Abel-Preis“ in „Preis für Paläobiologie“ umbenannt.


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