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Abraumhalde / Bergehalde

Herkunft: vom althochdeutschen halda = Abhang

Abraum- oder Bergehalden sind über Tage angelegte Aufschüttungen von Abraum. Diese Halden prägen in Bergbauregionen oft das Erscheinungsbild der Landschaft und sind auch nach vielen Jahren noch Zeugen vergangener Bergbauaktivitäten.

Noch heute lassen sich die Halden der neueren Zeit deutlich im Gelände nachvollziehen. Mit der Einstellung des Bergbaues werden die Resthalden derzeit einer Begrünung bzw. Renaturierung und natürlichen Einbindung in ihr umgebenes Gelände umgestaltet. Ihr Einbeziehen in den Tourismus gestattet eine nutzbringende Alternative.


Typologie von Halden im Laufe der industriellen Entwicklung und ihre Deutung in älterem Kartenmaterial

Die eigentliche Geburt der Halde begann damit, dass man vom Obertageabbau zum Tiefbau überging. Die Menge an Bergmaterial, die beim Stollenvortrieb anfiel, wurde grob sortiert und direkt vor dem Mundloch abgekippt. Diese Form wurde als Stollen mit vorgelagerter Plattform benannt. War vor dem Stollenmundloch ein Gefälle zu verzeichnen, ging man von einer Zungenhalde aus.

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Die Hangböschungshalden entstanden lokal bedingt durch das Abschütten großer Mengen der sogenannten Grubenberge oder auch Schachtberge. Der Abraum wurde einfach hangabwärts, der natürlichen Geländeform angepasst, entsorgt, und schob sich dadurch immer weiter zur Talsohle hin.


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Vor der automatisierten Aufbereitung gab es den Typus der Fischgrätenhalde. Dabei wurde ein Hauptwall aufgeschüttet, der nur wenige Meter Höhe hatte. Von diesem Wall aus legte man Seitenarme nach allen Richtungen an, die dann mit Gleisen versorgt, von Handkarren bedient wurden. Das Gestein wurde beidseitig entleert und von Hand aussortiert. Diese Form brauchte jedoch einen erheblichen Flächenbedarf.


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Durch die modernisierten Aufbereitungen, sprich Kohlenwäsche und Siebereien, wurde das Schüttgut feinkörniger. Dieses Material wurde dann zu Bergen gehäuft, die eine Böschung nach allen Seiten hin erhielt und an ihre Spitze ein Plateau bekam. Die Tafelberghalde zeichnete sich zum ersten Mal deutlich aus ihrem umgebenden Gelände ab. Es kam vor, dass mehrere Halden dieses Typen aufeinandergesetzt wurden (Stufenpyramide).


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Mit der Einführung des Schrägaufzuges entstanden die weithin sichtbaren Spitzkegel- bzw. Kegelsturzhalden. Bedingt durch den großen Böschungswinkel (bis 38 Grad) verringerte sich der Platzbedarf der Grundfläche erheblich. Später setzte man auch Transportseilbahnen oder Transportbänder ein.



Bilder

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Halde Grühlingstrasse

Halde Grühlingstrasse mit Erosionsrillen; relative Höhe etwa 100 Meter

Sammlung: Berthold Stein
Copyright: rtbstone
Beitrag: rtbstone 2007-11-24
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Die stark überwachsene Halde Weißenberg in Stolberg
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Beitrag: bardenoki 2006-05-30
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 Anna Halden
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Anna Halden

Die Halden Anna-Noppenberg, Anna 2 und Anna 1 in Alsdorf Zeugen des ehemaligen Steinkohlebergbaus im Aachener Revier

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Beitrag: bardenoki 2006-04-27
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Bergehalde Emil-Mayrisch in Aldenhoven

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Beitrag: bardenoki 2006-04-25
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