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Papachacra

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Argentinien / Catamarca, Provinz / Belen, Departamento / Papachacra

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Ertreckt sich über 75 km in der Länge von N (Stadt "Belén" in der Provinz Catamarca bis zum "Corral Quemado".

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Lagerstättenbezirk mit Bergwerken.

Geo­lo­gie

Granit-Stock, Pegmatit.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

nicht bekannt

To­po­gra­phi­sche Kar­te

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=20
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Verkürzte Pfadangabe

Papachacra, Belen, Catamarca, AR
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Grobe Karte der Provinz Catamarca
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Grobe Karte der Provinz Catamarca
Copyright: Collector
Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-24
Der aktuelle Abbau der Granitpegmatite in Papachacra (2004)
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Der aktuelle Abbau der Granitpegmatite in Papachacra (2004)
Copyright: Papachacra Minerals
Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-24

Ausführliche Beschreibung

Lage

Provinz Catamarca, Gebiet Belén, Sierra de Hualfin, Anden. (Sierras Pampaneas) Der Pegmatitstock der Papachacra-Formation, in welchem sich die wichtigsten Vorkommen befinden, liegt etwa 75 km N von Belén. Um dahinzugelangen, fährt man von Belén 47 km auf der RN Nr. 40 bis zum Dorf El Eje; danach 19km die RN 53 bis Puerta de Corral Quemado, weiter auf der RN 36 nochmal 17 km bis Corral Quemado und von dort aus anschließend ca. 20 km bis zum Dorf Papachacra. Der größte Teil der Strecke ist nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahrbar.


Lagerstätten und Bergbau

Ein historisches Bergbaugebiet mit Abbauaktivitäten seit Mitte des 19. bis Anfang des 20.Jh.. Die mineralreichsten Lagerstätten befinden sich bei Culampajá (Gold), Papachacra und Cerro Alto de las Minas mit seit langem bekannten Vorkommen von Wolframit, Scheelit, Columbit, Kassiterit, silberhaltigem Galenit, Fluorit, Topas, Quarz, Feldspäte u.a. Mineralien, welche jedoch, obwohl es zahlreiche Gruben und Steinbrüche gibt, nur in sehr kleinem Maßstab von einzelnen Betreibern bis in die 7oer Jahre des 20. Jh. wesentlich auf die metallischen Mineralien abgebaut wurden.
Seit Anfang der 1980er Jahre werden unter Zuhilfenahme älterer geologischer Studien und einiger Probeschürfe wichtige Erz- und nichtmetallische Minerallagerstätten gezielt auf Sammlermineralien, Stufen für Museen sowie Gesteine für die Bauindustrie und für Inneneinrichtungen abgebaut.
Wichtige Fundstellen sind: Rumi Tucú (5km von Papachacra im extremen S des Granitmassivs) La Tipa und Huaira Huasi (E von Papachacra, im N des Massivs).

Im Gebiet und der näheren Umgebung des Dorfes Papachacra befinden sich die Mina Bajo La Alumbrera (Argentiniens größte Kupfermine), im N gibt es Prospektionsarbeiten sowie eine aktive Goldmine (Farrellon Negro); ca. 80km von Papachacra, getrennt durch den Salar de Pipanaco, befindet sich die weltbekannte Rhodochrosit-Mine Capillitas.


Geologie

Der Pegmatitstock der Papachacra-Formation hat eine ovale Ausdehnung und ist Teil des ca. 3.100 m hohen Sierra-Pampeana-Systems. Er wurde ca. vor 117MA (+/-20 MA) in der Mittleren Kreide im Zusammenhang mit der Anden-Orogenese gebildet. Die Gesteine sind weiß-rosafarbene Monzogranite mit mittelkörniger Textur, tw. porphyrisch oder aplitisch. Die wichtigsten gesteinsbildenden Mineralien sind Quarz, Plagioklas, Orthoklas, Biotit, Muskovit, Mikroklin, Albit (Cleavelandit), Turmalin, Topas und Opal. Durch hydrothermale Alterung bedingt, haben sich im Gestein Klüfte, Geoden und Miarolen gebildet, welche häufig mit idiomorphen Kristallen (Mikroklin (tw. epitaktsich mit hellblauem Albit), Rauchquarz, Citrin, Amethyst, Muskovit, Topas, Turmalin, Fluorit, Florencit-(Ce), Siderit u.a. ausgekleidet sind. Die Kristalle kommen nicht nur reichlich vor, sondern zeichnen sich auch durch ihre Größe, Farbe und perfekten Formen aus. Mikrokline und Quarze bis 20 cm Kantenlänge sind keine Seltenheit; die Topase sind meist transparent und rein, mit einem Farbspektrum von farblos über gelb, orange, braun bis blau. Die attraktivsten Stufen bestehen aus Kombinationen von Mikroklin, Rauchqaurz, Fluorit, Topas und Muskovit.
Aus dem Vorkommen Portezuelo, nahe Papachacra, stammen hervorragende grüne Fluoritoktaeder auf Mikroklin.

Mineralien (Anzahl: 45)

Mineralbilder (33 Bilder gesamt)

Fluorit, Mikroklin
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Fluorit, Mikroklin

Größe: 47x31x30 mm; Fundort: Papachacra, Departamento Belen, Provinz Catamarca, Argentinien

Copyright: slugslayer
Beitrag: slugslayer 2012-12-28
Mehr   MF 
Fluorit mit Hämatit und Quarz
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Fluorit mit Hämatit und Quarz

Papachacra, Catamarca; Größe: 5 x 4,8 cm

Copyright: Fabre Minerals
Beitrag: Collector 2007-07-31
Mehr   MF 
Mikroklin
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Mikroklin

Mikroklin mit grünlichblauem Albit und Rauchquarzkristallen. Typische Pegmatitstufe (8x12 cm); Fundort: Papachacra, Belén, Anden, Argentinien

Sammlung: Collector
Copyright: Collector
Beitrag: Collector 2006-03-05
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 2)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Garcia, H.H.; Rosselo, E.A. (1984). Geologia y yacimientos minerales de Papachacra, Dept. Belén, Prov. de Catamarca. 9. Congr. Geol. Argentino, Acta VII, 245-259
  • Kuck, A.N., Saadi, J. (1992). La mina Rumi Tucu-Catamarca; Bol. Asoc. de Geologia, Mineral. y Paleontol.; Buenos Aires, 68, 69 und 70.
  • Kuck, A.N., Saadi, J. (1998). Les Mineraux des Pegmatites de la Region de Papachacra; Province de Catamarca-Argentine; 'Règne Minéral: 22, 5-13.

Quellenangaben:

  • Artikel, Mineralienliste, Literatur: Collector

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