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Arsenide

Arsen ist Element, das in verschiedenen Wertigkeiten vorkommt. Deshalb kann es verschiedene Salze bilden:

  • Arsenate mit der Gruppe AsO4 sind Salze der Arsensäure H3AsO4
  • Arsenite mit der Gruppe AsO3 sind Salze der Arsenigen Säure H3AsO3
  • Arsenide sind Salze des hochgiftigen Arsenwasserstoffs, AsH3

Beispiele dafür sind Löllingit oder das technisch wichtige (synthetische) Galliumarsenid, GaAs, ein Basismaterial für viele optoelektronische Bauteile.

Hinweis zum Umgang mit Arseniden

Arsenide neigen mit der Zeit dazu, sich vor allem oberflächlich in Sekundärminerale wie Annabergit (aus Nickelarseniden) oder Erythrin (aus Cobaltarseniden) umzuwandeln. Zudem sind oft bläuliche Aggregate (z. B. Symplesit oder Skorodit) auf den Primärerzen zu beobachten. In diesen Arsenaten liegt Arsen in der Oxidationsstufe +5 vor, das nicht ganz so toxisch wie Arsen der Oxidationsstufe +3 ist. Dennoch ist hier Vorsicht geboten, denn hochtoxische dreiwertige Arsenverbindungen wie Arsenolith selbst können sich auch auf den Sekundärmineralen bilden.

Manchmal verwittern primäre Arseniderze auch direkt zu Krusten und winzigen Oktaedern von Arsenolith.

Beispiele für Arsenolithbildungen auf Arseniden:

Nickelin mit Arsenolith
Nickelin mit Arsenolith

Schwarz angelaufene, gut ausgebildete Nickelin-Tafeln. Mit winzigen Arsenolith-Oktaedern. Pöhla, Erzgebirge. Maßstab im Bild.

Alcest
Nickelin mit blauem Sekundärmineral und Arsenolith
Nickelin mit blauem Sekundärmineral und Arsenolith

Nickelin (Kristallfläche unter dem blauen Sekundärmineral) und winzigen Arsenolith-Oktaedern. Pöhla, Erzgebirge. Maßstab im Bild.

Alcest
Arsenolith auf Sekundärbildung auf Nickelin
Arsenolith auf Sekundärbildung auf Nickelin

Farblose kleine Arsenolith-Oktaeder auf einer unbestimmten blauen Sekundärbildung auf Nickelin (und Maucherit, hier nicht zu sehen). Eisleben, Mansfeld-Südharz. Maßstab im Bild.

Alcest
Arsenolith mit Chloanthit
Arsenolith mit Chloanthit

Winzige Arsenolith-Oktaeder (rechte Bildhälfte) auf einer blauen Sekundärbildung nebst zoniertem Chloanthit. Vom Schacht 250, Schlema. Maßstab im Bild

Alcest

Quelle

Krizu, Alcest


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