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Authigene Quarze

Als authigene Quarze bezeichnet man Quarze, die während der Verfestigung von salinar beeinflussten Sedimenten (Diagenese) entstanden sind. Daher findet man sie meist eingeschlossen in Anhydrit, Gips, Kalk (Riffkalke), oder Mergel. Die Bildungstemperatur liegt dabei recht tief, zwischen Normaltemperatur (Umgebungstemperatur) und 200°C.

Ausgebildet sind diese i.d.R. idiomorphen Quarze meist als Doppelender, aber auch als Aggregate, wobei sie meist nur wenige cm groß werden. Die Farben können sehr unterschiedlich ausfallen von weiß bis morionartig schwarz (durch einschluss von Bitumen) bis hin zu rot oder gelb.

Berühmte Vorkommen gibt es unter anderem bei Pforzheim („Stinkquarze“) oder in Spanien (als rote Eisenkiesel; berühmt als „Hyacinthen von Compostela (Jacintos de Compostela)“). Weitere wichtige Fundstellen in Deutschland befinden sich im Rheinischen Schiefergebirge und im Sauerland. Hier sind vor allem die Quarze aus Suttrop (Rykart schreibt hierzu, dass das Wachstum dieser Quarzkristalle manchmal von einem authigenen Quarzkristall ausging) und das massenhafte Vorkommen von Bleiwäsche bei Brilon zu nennen. Auch von Pforzheim und von Kallenhardt.

Bilder

Quarz
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Quarz (SNr: 52F)

Doppelender vom Typ Suttrop; Größe: ca. 2,5 cm; Fundort: Suttrop, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Sammlung: Goldi85
Copyright: Goldi85
Beitrag: Goldi85 2008-11-22
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Aggregat authigener Quarze
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Aggregat authigener Quarze

Radiales authigenes Quarzaggregat;
Chella bei Valencia (Spanien);
Größe: 4,5 cm

Sammlung: Goldi85
Copyright: Goldi85
Beitrag: Goldi85 2007-08-23
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Literatur

  • Behr,H., Hess,H., Oehlschenkel,G., Lindenberg, H.G., 1979; Die Quarzmineralisation vom Typ Suttrop am N-Rand des rechtsrheinischen Schiefergebirges in: P. Meiburg (ed.), Geologie und Mineralogie des Warsteiner Raumes Aufschluss, Sonderband 29
  • Rykart, R., 1995; Quarz-Monographie, 2. Auflage, Ott-Verlag Thun
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