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Becher, Johann Philipp

Dr. Johann Philipp Becher (* 26.12.1752 Kupferhütte bei Dillenburg; † 26. April 1831 Wiesbaden) war ein deutscher Berg- und Hüttentechniker sowie Mineraloge.

Er war der Sohn eines Hüttenmannes und bekam einigen Unterricht in Herborn. Er widmete sich 1771 der Erlernung der für einen Hüttenmann notwendigen Kenntnisse durch praktische Arbeiten und durch Selbststudien. Dann bekam er die Gelegenheit, in der Bergakademie in Freiberg 1774 einen Abschluss zu machen.

Er kam von Freiberg zurück und erhielt eine Anstellung in Dillenburg. Durch seine Kenntnisse stieg er ab 1793 zur Stellung eines Bergrats und 1800 eines Oberbergrats auf. Zur Zeit der französischen Okkupation wurde er zum Generalinspektor der Berg- und Hüttenwerke und 1816 bei der Gründung des Oberbergamtes in Bonn wurde er als Oberbergrat und Oberbergmeister in dieses Kollegium berufen.

Zu seinem 50-jährigen Dienstjubiläums wurde er zum Doktor ernannt, erhielt zugleich auch den roten Adlerorden 3. Klasse.

Er war wissenschaftlich rege tätig, was er 1786 in Berlin durch seine "Mineralogische Beschreibung des Westerwaldes" krönte, eine sehr gründliche Arbeit. Schon 1789 folgte die Mineralogische Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande, eine Bereicherung der Literatur durch die Fülle der darin enthaltenen genauen Angaben über das Vorkommen und die Verbreitung von Mineralien.

Außerdem betätigte Becher sein wissenschaftliches Streben durch zahlreiche kleinere Aufsätze, vorherrschend über Gegenstände des Hüttenwesens.


Literatur:

  • Becher, Johann Philipp. Mineralogische Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande nebst einer Geschichte des Siegenschen Hütten- und Hammerwesens. Kreuztal: Verlag die Wielandschmiede, 1980, Nachdr. d. Ausg. Marburg 1789.
  • Wilhelm von Gümbel: Becher, Johann Philipp. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Bd.2, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S.203 f.

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