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Bergbau Werkzeuge des Bergmanns

Werkzeuge, Ausrüstung, Fördermittel, Ausbaumaterialien

Der allgemeine Begriff für alle Werkzeuge ist Gezähe. Das Symbol für den Bergbau sind Schlägel und Eisen

  • Abbauhammer - Pressluftgetriebener Hammer
  • Anker - Metallstab zur Absicherung lockerer Gesteinsschichten in der Firste
  • Arschleder - Lederschutz zum Umbinden, Schutz beim Rutschen
  • Bergverwandte - Handwerks- und Zulieferbetriebe, welche die für den Bergbau wichtigen Werkzeuge hestellten
  • Besatz - Mit Wasser oder einer nicht brennbaren Paste gefüllte Plastikhülsen, die nach den Sprengpatronen zum Abdichten in die Bohrlöcher eingeführt werden
  • Bergeisen -Kleine Keile, mit denen das Gestein mittels Hammerschläge auseinander getrieben wurde
  • Bohrhammer - Hammer zum Bohren der Sprenglöcher. Bohrhämmer wurden mit Pressluft betrieben. Neuere Bohrer hatten eine Wasserzufuhr zur Verhinderung von Staub.
  • Eisen - anderes Wort für Bergeisen
  • Erztrog -Flacher Metallkasten, welcher mit der Kratze gefüllt wurde um das Haufwerk in den Hunt zu laden
  • Fäustel (Feustel) - Bergmannshammer mit zwei Schlagbahnen
  • Feldgestänge - Vorrichtung zur Kraftübertragung vom Kunstrad zum Kunstschacht
  • Fimmel - Bergbaumeißel
  • Förderkorb - Korb an einem Seil und in Schächten zum Transport von Menschen, Wagen, Erz und Kohle dient
  • Förderkübel - Offenes Holzgefäß, was im frühen bergbau zur Beförderung des Materials an die Oberfläche benutzt wurde
  • Frosch- ein Geleucht
  • Geleucht - Bergmannslampen, Grubenlampe. (Kienspan, Kerzen, Öl, Benzin, Karbid, elektrische Lampen)
  • Gezähe - Werkzeug des Bergmanns, welches er in der Gezähekiste aufbewahrt.
  • Gezähekiste - auch Gezähekiste, in welcher der Bergmann sein Werkzeug aufbewahrt
  • Göpel - Vorrichtung oder Maschine, deren Welle durch lange Hebel bewegt wird. Früher durch Pferde betrieben.
  • Haspel - Früher durch menschliche Kraft, heute durch Pressluft oder elektrisch angetriebene Seilwinde
  • Heinzenkunst - Wasserhebungsmaschine zum Heben des Wassers mittels in Holzröhren bewegten Lederbällen
  • Hobel - Abbauvorrichtung im Steinkohenbergbau. Der maschinell betriebene Kohlenhobel wird am Fördermittel geführt und im Streb an Ketten hin und her gezogen. Dabei lösts sich die Kohle aus dem Flöz, fällt ins Fördermittel und wird abstransportiert.
  • Hunt - (Hund) gleisgebundener Förderwagen; früher meist Holzwagen, welche vom Huntestößer gezogen oder geschoben wurden. Alter Begriff für Lore
  • Karre - Schubkarre
  • Keilhaue - Einseitige Spitzhacke
  • Kratze -Metallener Krätzer in dreieckiger Form zur Hereinbringung des Haufwerks
  • Kunst - Bergmännischer Ausdruck für Maschine
  • Kunstgestänge
  • Kunstgezeug - Durch Wasserkraft mechanisch bewegte Hebemaschine zur Wasserhaltung, Fahrung und Förderung
  • Kunstgraben - Künstlich angelegter Wasserlauf
  • Kunstrad - Wasserrad zum Antrieb der Pumpenkunst, Fahrkunst, Fördermaschine oder eines Wettersatzes, Pochwerkes oder Hüttengebläses
  • Lokomobile -eine Dampfmaschine zur Erzeugung von Energie. Lokomobile waren Mehrzweckmaschinen. Erzeugt wurde Pressluft und Strom. Über seitliche Schwungscheiben konnten aber auch Seile geführt werden zur Hereingewinnung des Haufwerks. Befeuert wurden die Lokomobile mit Kohlen.
  • Lore - schienen- oder gleisgebundener Förderwagen. > Hunt
  • Lutte - Blech-, Holz- oder Plastikröhre zur Frischluftzuführung (s.a. > Wetter)
  • Kübel - Gefäß, in welches beim Teufen Berge geladen werden
  • Meterlatte - Ein 1 m langer Stab, welcher als Meßlatte benutzt wird
  • Pochwerk od. Pocher - Kunstgezeug zum Zerkleinern des Erzes; Brecher
  • Quetschholz - Wird zwischen Stempel und Gestein eingebracht, um den ersten Gebirgsdruck aufzunehmen und somit den Bruch des Stempels zu verhindern oder zu verzögern.
  • Rutsche - geformte Bleche (Blechbahnen), auf welchen das abgebaute Material zur tieferliegenden Strecke rutscht
  • Schlägel - Hammer
  • Schüttelrutsche - Rutschen, welche durch maschinellen Antrieb hin und her bewegt werden.
  • Seil -ein über einen Haspel oder eine Seilscheibe betriebenes Seil zur Förderung der Erze mittels Kübel.
  • Skip - Schachtförderbehälter, in welchem das Haufwerk im Schacht lose gefördert wird und die Übergabe im Skipbunker meist automatisiert erfolgt
  • Stempel - Holz (Balken) für den Grubenausbau
  • Trog
  • Türstock - Abstützung der Firste mittels zweier Holzstützen mit einem darüber liegenden Balken (Stempel und Kappe). Die häufigste Form war der s. g. "polnische Türstock".
  • Wasserhaltungsmaschine - Maschinelle Einrichtung zum Heben von Waser bis auf ein Niveau mit natürlichem Abfluß; (Typen u.a. Cornische W., Kleysche W.); s.a. > Kunstgezeug; > Heinzenkunst
  • Wasserrad - Ähnlich einem Mühlrad, welches zum Antrieb von Maschinen zur Wasserhebung, Fahrung oder Förderung diente
  • Wassersäulenmaschine - In Schächten eingebaute, mit Kolben und Zylindern ausgestattete Maschine, die den Druck einer Wassersäule asnutzte; zum Betrieb der Pumpen eingesetzt.
  • Wasserseige - Mit eingelegten Halbschalen befestigte Rinnen zum Ableiten des Wassers zum Pumpensumpf

Quellangaben


Einordnung


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