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Oberfränkisches Revier


Geroldsgrün




Geroldsgrün

  • 1791 ist Geroldsgrün ein Pfarrdorf des Lichtenberger Amtes mit einer Kirche, Pfarr und Schulgebäude und von 55 Häusern, wo ein besonderer Oberförster angestellt ist, wurde 1323 in einer Urkunde erstmalig erwähnt. Im Stadtwappen ist unten ein goldener Pochhammer auf grünem Hintergrund dargestellt, der auf das alte Gewerbe der Eisenerzgewinnung hinweisen soll.

  • Friedens–Glück X / (auch genannt: Friedensglück)

    • 1804/05 war die Grube Friedens–Glück eine gemeinschaftliche Grube die auf Eisenstein im Geroldsgrüner Walde baute, war mit 3 Mann belegt, und förderte 250 Seidel Eisenstein zu 28 Kreuzer, welche im Lande abgesetzt wurden. Die Ausbeute betrug demnach 4 Gulden, die Abgabe an die Bergamts-Kassen (Staatskasse-an den Staat) aber 15 Gulden 55 Kreuzer.
    • 1829 vermutlich noch in Betrieb oder in Fristen gehalten.
  • Kayser Glück

    • 1795/96 in Betrieb. Ortsteil nicht bekannt. Wird lediglich wie folgt angegeben: "Bergwerke in der Geroldsgrüner Gegend".
  • Grün belaubte Wald

    • vor 1782 "bey Geroldsgrün" in Betrieb.
  • Hoffnungsvolle Anweisung Gottes X (Fe-Roteisenerz) / (auch genannt: Hoffnungsvolle Anwesenheit Gottes)

    • vor 1782, 1782, 1795/96 in Betrieb. Als Betriebsort wird u.a. der "Schädliche Waid" und Jahre später wird davon gesprochen, dass die Grube im "Waldrevier Schlächtige Weide" gelegen hat.
    • vor 1803 "hatte eine Gewerkschaft hieselbst gebauet, konnte aber bloß unter der Dammerde den oberen Theil der Lagerstätte bebauen, weil der starken Wasser wegen in Teufe nicht zu kommen war, und der angefangene Stolln zu kostspielig nicht fortgesetzt wurde, wodurch das Werk ins Freye verfiel."
    • 1803 wurde die Grube auf herrschaftliche Kosten wieder in Betrieb gesetzt. Gefördert wurde "Sumpf- und Morasterz".
    • 1804/05 lag die Eisensteingrube Hoffnungsvolle Anweisung Gottes südwestlich, ungefähr eine Viertelstunde von Geroldsgrün, in den herrschaftlichen Waldungen. Der o.g. Stolln wurde auf herrschaftliche Kosten an die Hauptlager oder an die Nester von Eisenstein, welche im aufgelößten Thongebirge (dessen Lager ungefähr 170 Lachter lang und 30 bis 40 breit auf Grünstein gelagert und als Kesselausfüllung betrachtet sein Dach hat) sehr unregelmäßig vorkommen, vorgetrieben. Die Grube war mit 12 Mann belegt, und förderte mit 1,661 Gulden 15 Kreuzer Aufwand 376 Seidel Eisenstein zu 1 Gulden 15 Kreuzer, wodurch 233 Seidel im Lande abgesetzt wurden, und bauete demanch mit 1,370 Gulden Zubuße. Ihre Abgaben an die Bergamts-Kassen (Staatskasse-an den Staat) betrugen 5 Gulden.
    • 1806 war es erst möglich ordentliche Eisenstein-Abbaue auf dieser Grube vorzurichten, daher dieses Werk noch sehr wenig Ausbeute abwerfen konnte, nun aber (wenn der Absatz nicht mangeln sollte) dann die Grube eben nach Verhältnis des Absatzes jährlich einige hundert Gulden Ueberschuß machen wird. Im gleichen Jahr wird die Reparatur der schadhaften Zimmerung erwähnt.

      • Hinweis dazu: Das Lager soll nach alten Überlieferungen auf eine Länge von 600 Meter fortstreichen, 40 Meter breit und 24 m tief gewesen sein. Ein fast 500 Meter langer Stollen schloß die Lagerstätte auf. Die Lagerstätte bestand wie die Lagerstätte von Grube Friedlicher Vertrag ebenfalls aus Brauneisen-Verwitterungserze (Hunsrücktypus), diese lag an der Grenze Schalstein/Tonschiefer.
    • 1815 wird aus dem Nachlass vom ersten Director der vormaligen Kriegs- und Domänen-Kammer zu Bayreuth, Herrn Otto Heinrich Tornesi, aus der Gesamtveräußerung seiner Sammlung, folgende Stufe "v.d. Hoffnungsvollen Anweisung Gottes im Geroldsgrüner Forst im Bayreut." angeboten: "unter Anhang. 6) Eisengeschlecht: Schwefelkies:", Seite 110, Nr. 922, Eisenpecherz.
    • 1816 in Betrieb. Steiger Johann Georg Degel wird genannt.
    • 1822 wird über die Versteigerung des Grubenmaterials der aufgelassenen Eisensteinzeche berichtet.
    • 1857 Belehnung des Fabrikanten Hermann Paetzel zu Geroldsgrün mit der Eisensteinzeche "Hoffnungsvolle Anweisung Gottes" im Geroldsgrüner Wald.

Geroldsgrün-Hirschberglein

  • Der Sachse

    • 1529 "im Seifengrund" im Betrieb
  • Drei Schochsen (Fe- Roteisenerz) / (auch genannt: Drei Sachsen, Drey Sachsen, Die Grube Drey Sachsen, 3 Sachesen Fundgrube)

    • 1721 bis 1725 in Betrieb. Als Betriebsort wird auch "bey Obersteben", "im Seifengründlein" und "im Seifengrund" angegeben.
    • 1735 wird die Grube "nicht gebauet und liegt in Herrschaffts-Freien". Als Betriebsort wird unter "Bergamts-Revier Naila hinter Steben" genannt.
    • nach 1741, 1782 bis 1788 in Betrieb.
    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Rother hornigter Eisenstein mit eingesprengten weissen Quarz.
    • 1829 genannt, ansonsten keine weiteren Angaben.

Geroldsgrün-Hertwegsgrün

  • unbekannte Grube (Fe-Mn)
Gruben bei Geroldsgrün und Umgebung
Gruben bei Geroldsgrün und Umgebung

Übersichtskarte zu einigen Gruben bei Geroldsgrün und Umgebung. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

woelsendorfer

Geroldsgrün-Silberstein

  • Friedlicher Vertrag X (Fe-Mn)/ (auch genannt: Friedliche Vertrag Fund Grube, Friedliche Vertrag, Der friedliche Vertrag, Freundlicher Vertrag)

    • 1756 in Betrieb.
    • 1761 baute laut Zehendner und Berg Meister Christian Ernst Tromler die Friedliche Vertrag, Fund Grube, mit Zubuße, auf Eisen.
    • vor 1782, 1782 in Betrieb.
    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Braunrother Eisenstein auf dessen beyden Seiten glasköpfigter Eisenstein anstehet.
    • 1795/96 in Betrieb.
    • 1804 wird Brauneisenstein gefördert. Die Belegschaft besteht aus einem Angestellten und 9 Arbeiter.
    • 1804/05 baute die gewerkschaftliche Grube Friedlicher Vertrag auf Eisenstein mit wenig pechigen und glaskopfigen Theilen im Geroldsgrüner Walde, war mit 8 Mann belegt, förderte mit 700 Gulden 40 Kreuzer Aufwand 2,000 Seidel Eisenstein zu 28 Kreuzer, die alle im Lande abgesetzt wurden, hatte 566 Gulden Ausbeute und zahlte zu den Bergamts-Kassen (Staatskasse-an den Staat) 78 1/4 Gulden.
    • 1809 wurden nach Bergmeister Grund 1405 Seidel = 370 t gefördert. Der Abbau in der Grube erfolgte nach alten Grubenrissen durch 2 Schächte auf 2 insgesamt 230 m langen Sohlen. Die Lagerstätte bestand aus Brauneisen-Verwitterungserze (Hunsrücktypus), wobei das Grubenfeld der Grube Friedlicher Vertrag das größte Vorkommen dieses Typus gewesen sein dürfte. Im Schiefer sind bis 4 Meter dicke Lagen mit Sphärosiderit und ockriger Limonit enthalten, der "auch als Farberde Verwendung gefunden" hat.
    • 1815 wird aus dem Nachlass vom ersten Director der vormaligen Kriegs- und Domänen-Kammer zu Bayreuth, Herrn Otto Heinrich Tornesi, aus der Gesamtveräußerung seiner Sammlung, folgende Stufen "vom friedlichen Vertrag bey Langenbach." angeboten: unter "II. Sammlung der in dem Fürstenthum Bayreuth vorkommenden Fossilien., D.) Metallische Fossilien.", 1., Seite 42, Nr. 163, Jaspisartiger Thoneisenstein mit Muschelabdrücken und 2., Seite 42, Nr. 164, Jaspisartiger Thoneisenstein mit Schrauben-Abdrücken.
    • 1817 wird wie folgt berichtet: "Der Gebirgsarm, der zwischen der Langenaue und dem Oelnitzthale bis zur Rodach hinabläuft, ist durchaus bewaldet. Das häufig mit Grünstein bedeckte Thonschiefergebirge hat einige untergeordnete Kalksteinlager, und an einigen Stellen sind kleine Vertiefungen mit Thon und Letten angefüllt, welche Thoneisenstein in schmalen Zwischenlagen oder Nestern enthalten. Jetzt bauen nur noch 2 Gruben auf solchen Kesselausfüllungen. Die eine, der Friedliche Vertrag, liegt am Wege von der Goldmühle nach der Langenaue, und gibt viele Ausbeute. Man betreibt sie nur den Winter hindurch bergmännisch, den Sommer aber wie einen Steinbruch, zu Tage, und findet in den obern Teufen viele Abdrücke und Versteinerungen von Terebratuliten, Pectiniten u. dgl."
    • 1820 werden a Kux, der Friedlichen Vertrag Eisensteinzeche, Drei Gulden rheinl. als Ausbeute vertheilet (Gesamt 126 Kuxe):

      • 206 Gulden 15 Kreuzer auf 68 ¾ Kuxe an weiland Herrn Commerzienraths Ernst Abraham Löwelschen Relicten zu Unterklingensporn,
      • 48 Gulden 45 Kreuzer auf 16 ¼ Kuxe an Herr Commerzienrath Heinrich David Theodor Löwel zu Marxgrün,
      • 27 Gulden auf 9 Kuxe an Herr Keyßer, Hammerbesitzer zu Geroldsgrün,
      • 17 Gulden 15 Kreuzer auf 5 ¾ Kuxe an Herr Kaufmann Pückert zu Lichtenberg,
      • 24 Gulden auf 8 Kuxe an Herr Berggeschworner Georg Heinrich Spörl zu Untersteben,
      • 24 Gulden auf 8 Kuxe an Herr Schichtmeister Drechsel zu Steinbach,
      • 13 Gulden 30 Kreuzer auf 4 ½ Kuxe an Gastwirth Spörl zu Untersteben,
      • 10 Gulden 30 Kreuzer auf 3 ½ Kuxe an Steiger Degel zu Steinbach,
      • 6 Gulden 45 Kreuzer auf 2 ¼ Kuxe an Johann Stöcker zu Geroldsgrün.
    • 1924 wird die Lagerstätte wie folgt beschrieben: "Hier sind die oberdevonischen, blaugrauen, manchmal etwas tuffigen Schiefer streifen- und lagenweise zu einem ockerigen, gelben Ton zersetzt, in dem bis 1 Meter mächtige Brauneisennester liegen. Das lettig ockerige Erz, oft bis 4 Meter mächtig, mußte verwaschen werden".

Geroldsgrün-Dürrenwaid

  • Schwarzer Mohr (Pb-Cu-Zn-Ag) / (auch genannt: Bergwerk/Grube Dürrenwaid/Dürrenweide, Mohren Fundgrube, Schwarze Mohrenzeche, Dörnweyd)

    • 1324 soll hier bereits silberhaltiger Bleiglanz abgebaut worden sein, in diesem Zusammenhang wird der Nürnberger Burggraf Friedrich IV. genannt, der einige Gold-, Silber- und Kupferbergwerke zwischen Plassenburg, Schorgast und Münchberg in Lehen nahm.
    • 1477 wird "Das Bergwerk zu Dürrenwaid an der Oelschnitz" genannt.
    • 1537 ließ man durch 2 Berggesellen aus Joachimsthal nach Erzgängen suchen. "Unter glänzenden Hofnungen öfnete man auf der Dürrenwaide bey Lichtenberg am Silberberg Erzbergwerk und fieng bereits zu schmelzen an; allein da man das Erzt nur wenig silber- und bleyhaltig fand, so ließ man das angefangene Werk im Jahre 1538. schon wieder liegen."
    • 1562 Briefwechsel wegen "Subvention zur Fortführung des Bergwerks".
    • 1565 Nennung als "Die Schwarze Mohrenzeche auf Silber und Blei bei Dürrrenwaid". Im gleichen Jahr besichtigen Joachimsthaler Bergleute das Bergwerk auf der Dürrenweide im Amte Schauenstein.
    • Die schon "1564. entstandene Gewerkschaft zu St. Martin auf dem Birkbühl, Rautenfranz, silberne Rose, Schmuzler, Namen Gottes und der heiligen Dreifaltigkeit tiefstem Stollen, wovon nur beide letzern fortbetrieben wurden, empfiengen 1570. neu das Lehen. 350 Gulden, die Siegmund von Feiltrsch zu Fortsetzung des Bergwerks auf der Dürrenweide bargelehnt erhalten, wurde, weil nichts mehr dabei herausgekommen, niedergeschlagen."
    • 1571 schreibt der Bürger Leonhard Prettlers, Augsburg, an Bergmeister Jörg Mann, wegen seines Bergwerks auf der Dürrenwaid.
    • 1572 wird ein Mitgewerke des Bergwerks zu Dürrenwaid, der Bürger Jörg Zorns, Augsburg, erwähnt.
    • 1579 Nennung der Grube.
    • 1586 besichtigten der Bergmeister von der Thüringischen Steinenheide, der Bergbereiter Hans Vischer von Heidelberg mit dem Schmelzer Hain von Freyberg die Gebäu zu Goldkronach und anderer Orten. Es wurde damals gebaut: … , der schwarze Mohr auf der Dürrenweide.
    • 1587 werden bei dem zwischenzeitlich gänzlich eingegangen Gebäu auf der Dürrenweide neue Versuche unternommen und die Grube wird systematisch ausgebaut.
    • 1588 wird ein "Erztkaufhaus und Pochwerk errichtet." Auf der Dürrenweide arbeiteten 8 Hauer, 2 Haspelknechte, 2 Jungen, 1 Steiger und 1 Schichtmeister, ohne Zubuße.

      • Hinweis dazu: Das Erztkaufhaus (Wäsche) und Pocherwerk wurde vermutlich bei der alten Goldmühle errichtet.
    • 1589/90 waren 6 Hauer, 2 Jungen, 1 Hundelaufer, 3 Knechte, 1 Schichtmeister, 1 Steiger, 1 Schmidt und 1 Schmidejunge beschäftigt. Der "tiefste Stollen und Lichtschacht zur heiligen Dreifaltigkeit lieferte Silber und bleihaltiges Erzt und zwar ohne das Blei 2 Loth Silber vom Zentner. Auch fieng nun auf der Dürrenweide die Schmelze an."
    • 1591 wurden jetzt fünf Zechen gebaut. Auf der Dürrenweide waren 9 Hauer, 6 Haspelknechte, 4 Jungen, 4 Hundelaufer, 1 Kunststeiger, 1 Kunstjunge, 1 Hüttenwächter, 1 Wäschsteiger, 6 Wäscherjungen, 1 Zimmersteiger, 1 Bergschmidt und 1 Schmidtknecht tätig.

      • Hinweis dazu: Das zu diesem Zeitpunkt 1 Kunststeiger und 1 Kunstjunge beschäftigt waren, bedeutet das es zu dieser Zeit bereits eine maschinelle Wassergewältigung gegeben hat.
    • Eine Kohlenbrennerei wurde auf der Goldmühle angerichtet, und weil die "Ungeschicklichkeit der Schmelzer den Vortheil der Dürrenweider Werke immer wieder vernichtete, ein Schmelzer aus Goslar verschrieben. Auch kam Otto Mann, Sohn des ehemaligen Bergmeister Georg Mann, als neu bestellter Schichtmeister zur Dürrenweide an."
    • 1593 sollte eine neue Art des Betriebes stattfinden, denn der Fürst behielt nur den Bergbau auf der Dürrenweide, weil diese Grube die einzige war die Gewinn abgeworfen hatte. Im gleichen Jahr gab der Zentner Erzt 1 Quintchen Silber.

      • Hinweis dazu: Der Fürst betrieb die Grube in Alleinherrschaft ohne Gewerken.
    • 1586-1600 "liegen Probierzettel und Gehalt der gewonnenen Erze" vor.
    • 1607 Wasserschwierigkeiten in der Tiefe und Aufgabe der Grube.
    • um 1630 wältigt der Bergwerks- und Hüttenbesitzer Valentin Pfretzschner die Grube auf um diese nach Erzen zu durchforsten.
    • nach 1656 in Betrieb.
    • 1694/95 wurden die Grube "schwartze Mohr" und dem "Dreyfaltigkeits-Stolln" an Berghauptmann Johann von Kempfer verliehen.

      • Hinweis zu Johann von Kempfer: Laut schriftlicher Aufzeichnungen von 1683 war Johann von Kempfer (gestorben 1703) zu dieser Zeit Berghauptmann und Oberamtmann in Goldkronach und legte für die ins Freie gefallene Grube "Der schwartze Mohr nebst dem Dreyfaltigkeits-Stolln", weiterhin für die Grube "Der wilde Mann und reiche König Salomon/ am Lindenberg über Nayla" und für "St. Georgen-Thal/ mit dem St. Georgen-Stolln/ aufn Büchig bey Gotzmannsgrün/ in der Landes-Hauptmannschafft Hof", im Namen des regierenden Markgrafen Christian Ernst (27. Juli 1644 in Bayreuth - 10. Mai 1712 in Erlangen), "auf hohen Befehl", Mutungen ein. Danach werden die o.g. Gruben "landesherrlich" geführt, die in der Vergangenheit durch ihre Silber- Kupfer- und Zinnförderung aufgefallen, berühmt geworden sind und für das Land entsprechende Einnahmen sicherten.
    • 1695 baute die Grube "Dörenweyd" laut vorliegender "Gruben-Zettel" im "Quartal Crucis" (Pfingsten bis Kreuzerhöhung (14. September)) mit Zubuße und war demnach zu dieser Zeit in Betrieb.

      • Hinweis zu dem Namen der Grube "Dörenweyd": Die Grube wird 1716 in der Literatur, nach einer Abschrift, "Dörenweyd" geschrieben, im Ursprungs- Originaltext des damals Hochfürstlich Brandenburg-Bayreutischen Pfarrers M.J.M. Großen, von 1703, "Dörnweyd".
    • 1718 in Betrieb, wird wie folgt erwähnt: "Dererjenigen Bergwercks-Zechen und Stollen/ welche vor die/ von Ihro Hochfl. Durchl. unserem gnädigsten Fürsten und Herrn/ nebst Dero Ministern, Räthen/ Hohen und Niedern/ Geist- und Weltlichen Bedienten und andern Dero Unterthanen A. 1718. errichteten Berg-Gesellschafft/ in denen Brandenburg-Bayreutischen Gebürgen/ auf hohen Befehl aufgenommenen und gebauet worden." Danach werden vier Gruben und zwei Stollen "Unter dem Berg-Ambt zu Neyla" aufgelistet, wozu die Grube "Der schwartze Mohr nebst dem Dreyfaltigkeits-Stolln/ am Silber-Hügel in der dirren Weyde/ unterm Amt Lichtenberg" gehören.
    • 1723 wird ein Silber-Bergwerk bei Dürrenwaid im Amt Lichtenberg (Schwarzer Mohr, Dreifaltigkeitsstollen) genannt.
    • 1727, am 13. Martii (März), berichtet der Bergmeister Johann Abraham Löwel wie folgt:"Schwarze Mohr/ zu Dirrenweyd am Silberhügel/ Bricht ein Bley-Ertz/ so öfters zu 3. und 4. Loth/ auch etliche Marck Silber gehalten/ dann eine Gilbe/ mit dicht eingesprengeten Bley-Ertz".
    • 1730 wird wie folgt von der Grube "Schwarzen Mohr in der dirren Weyd" unter "befindlichen Ertze" berichtet: Pos. 2: "Silber/ ist am Gehalt zu 3. und 4. Löhtig/ auch etliche Marcken/ in Bley-Ertz/ so eine Gilbe und Schwärze mit führet/ aufn Schwarzen Mohr in der dirren Weyde", Pos. 3: "Silberhaltiger Bley-Glanz in weissen Quarz", Pos. 4: "Silberhaltiger Bley-Glanz mit braunen Eisenstein vermengt", Pos. 5: "Mild Gänsekötiges Ertz", Pos. 22: "Bley/ derber und eingesprengter Bleyglanz" und Pos. 25: "Derber Bley-Glanz". Unter "Eigentliche Beschreibung" wird weiterhin aufgeführt: Pos. 12: "Braun und schwarz drusig sehr guter Eisenstein aufn Schwarzen Mohr zu dirren Weyd" und Pos. 13: "Braun und schwarz drusig sehr guter Eisenstein von dem Neben-Trum/ so durch und durch mit dem schönsten Bleyglanz eingesprengt/ davon sonst noch nirgends wo angetroffen worden. Ibid".
    • 1730-1733 wird eine Wasserkunst von der ins Bergfreie gefallenen Grube Wilder Mann (Naila) demontiert und auf Grube Schwarzer Mohr in Geroldsgrün-Dürrenwaid wieder aufgebaut.
    • 1733 neue Mutung, danach Betriebsaufnahme.
    • 1735 Bau einer großen Wasserkunst. Durch fehlendes Antriebswasser kommt die Grube zum Erliegen und "liegt in Herrschaffts-Freien".
    • 1756, vor 1782 in Betrieb.
    • 1772 wird in einem "Vollständigen Catalogus einer Suiten Mineralien-Sammlung", der von dem deutschen Ratsherr und Juristen Christian Ludwig Stieglitz aus Leipzig ist, unter "Fränkischer Creys", folgende Mineralstufe aufgeführt: unter "Silber Erze, No. 1. Kleinschimmernder Bleyglanz und brauner Eisenstein mit etwas Steinmark in Quarz, von Mohren Fundgrube zu der türren Weyde, bey Naylar, B. A. R.", Gewicht der Stufe "7 Loth".
    • 1789 wurden drei Mineralstufen in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: 1. Brauner knospigter Eisenstein mit innliegenden grünl. Ocker und weissen Gebürg. 2. Brauner drußiger Eisenstein mit Eisenocker, welcher innwendig mit schwarzen Glaskopf Schaale überzogen. 3. Silberhaltiger Bleyglanz, mit braunen Eisenstein und lichtbraunen Letten, so nierenweis in braunen Eisenstein bricht.
    • 1804 in Betrieb. Gefördert wird Brauneisenstein. Die Belegschaft besteht aus 3 Arbeiter, die zeitweise auch auf den Gruben deutsche Kaiser (Selbitz-Weidesgrün) und Lamm Gottes (Geroldsgrün-Langenau) eingesetzt werden, wobei alle drei Gruben nur zum Theil und dann und wann im Betriebe sind, angeblich weil der Absatz des inländischen Eisensteins im Amte Steben durch die Einfuhr ausländischen Eisensteins, wovon im Amte Steben über 4000 Seideln verhüttet werden, beschränkt ist.
    • 1815 wird aus dem Nachlass vom ersten Director der vormaligen Kriegs- und Domänen-Kammer zu Bayreuth, Herrn Otto Heinrich Tornesi, aus der Gesamtveräußerung seiner Sammlung, folgende Stufen "von der schwarzen Mohr Fdgr. in der dürren Weyde." angeboten: unter "I. Nachtrag. C. Metallische Fossilien.", 1., Seite 18, Nr. 221, Silberhaltiger Bleyglanz und unter "II. Sammlung der in dem Fürstenthum Bayreuth vorkommenden Fossilien., D.) Metallische Fossilien.", 2., Seite 43, Nr. 167, Bleyglanz grobkörniger mit rothem Eisenkiesel.
    • 1817 wird wie folgt berichtet: Noch verdienet ein verfallenes Werk angeführt zu werden, welches vor alten Zeiten viel Aufsehen machte. Wenn man von der Goldmühle zur Dürrenweide hinabgeht, so bemerkt man an der linken Seite des Baches Spuren eines Kunstgrabens, den man bis zu den ersten Häusern verfolgen kann. Dort sieht man noch Merkmahle von dem Mundloche des Dreyfaltigkeitsstollens, der das berühmte Silberbergwerk zum Schwarzen Mohren am Silberhüglein löste. Auch in den alten Rechnungen vom 16ten Jahrhundert, die im Landesarchiv auf der Plassenburg verwahret werden, geschieht dieses Bergwerkes Erwähnung. Die großen und zahlreichen Bingen und Halden lassen auf einen lebhaften Betrieb desselben schließen, und noch vor 80 Jahren hieng ein Kunstgezeuge im Oelsnitzbache bey Dürrenweid, welches in den dortigen Stollen hineinschob, da man in der Teufe noch reiche Anbrüche hatte. Eine vor 50 Jahren versuchte Aufgewältigung jenes Stollens lehrte, daß er das Kalklager überfuhr und dann im Thonschiefer betrieben war. Auf den Halden findet man bloß ein aufgelöstes, eisenschüssiges, thonartiges Gestein, aus welchem sich die wahrscheinliche Beschaffenheit des Ganges nicht abnehmen läßt. Wahrscheinlich aber gewann man silberhaltigen Bleyglanz. Ob die häufigen Wasser oder Mangel an Ausbeute das Werk zum Erliegen brachten, läßt sich nicht bestimmen.“
    • Das vorgenannte Stollenmundloch "des Dreyfaltigkeitsstollens" lag im Ortszentrum an der Sensenschmiede. Der Stollen führte nach Südwesten, an dessen Ende sich der Kunstschacht befunden hatte. In alten Grubenplänen sind mehrere kurze Erztrümer zu finden die nach Nordwest verfolgt wurden. "Der gesamte Gang hat örtlich 2 Lachter (4,20 m) erreicht. Die Hauptmasse bestand aus Quarz, dem der Bleiglanz in Form von Nestern und Trümern (Teilgängen) eingeschaltet war. Als weitere Erze werden Kupferkies und Kupferglanz genannt, als Nebengesteine Diabas, Diabasbrekzie, Diabastuff und Tonschiefer. Der Silbergehalt des Bleiglanzes betrug nach Carl Wilhelm von Gümbel (1823 - 1898) 6,6-16,6 g/t besseres Erz."
    • 1823 Wiedereröffnung, Vergewerkschaftung und Betrieb der Grube "Schwarzer Mohr" im sogenannten Silberhügel bei der Dürrenweide im Forstrevier Geroldsgrün.
    • 1880 neue Mutung des Dr. Otto Dieffenbach aus Gießen für die Bleierzgrube "Schwarzer Mohr" bei Dürrenwaid.
    • 2008 wird wie folgt berichtet: Aktuell ist hinter der Kirche in Dürrenwaid, die am Hang steht, noch der Kunstgraben erhalten geblieben.
    • 2015, am 11.07., ist von dem Kunstgraben, aufgrund der stark wuchernden Vegetation, nichts aufzufinden gewesen.
  • Neidhard

    • 1586 baute die Grube "oberhalb dem schwarzen Mohren am Silberberg".

Geroldsgrün-Langenau

  • Der Weiler Langenau gehört zu Geroldsgrün und somit zum Landkreis Hof, die Grube Lamm Gottes in der Rauhberghöhle nördlich vom Rauheberg und die Grube Kaiser Friedrich im Stollengrund liegen im gemeindefreien Gebiet im Geroldsgrüner Forst.
Lamm Gottes - Alexander von Humboldt Höhle
Lamm Gottes - Alexander von Humboldt Höhle

Karte zur Grube Lamm Gottes - Rauhberghöhle / Alexander von Humboldt Höhle bei Geroldsgrün-Langenau

woelsendorfer
  • Lamm Gottes (Fe-Mn) - Rauhberghöhle / Alexander von Humboldt Höhle / (auch genannt: Lamm Gottes Fund Grube)

    • Wichtig !!: Die Höhle ist gesperrt und für Besucher nicht zugänglich !!
    • Eine Höhle in der eine Grube Erz abgebaut hat, dürfte in Deutschland schon eine Besonderheit darstellen.
    • 1761 baute laut Zehendner und Berg Meister Christian Ernst Tromler die Lamm Gottes, Fund Grube, mit Zubuße, auf Eisen.

      • Entstehung der Höhle: "Die starke Bildung von tonigem Brauneisen (Eisenocker) belegt eine Entstehung der Höhle im Schwankungsbereich des Grundwasserspiegels. An der Obergrenze des Flaserkalkes dürfte sich ein gewisser Grundwasserstau, verbunden mit erhöhter Fließgeschwindigkeit, ergeben haben. Wie heute noch gut zu beobachten ist, haben sich zuerst die Kalkknollen herausgelöst, während die von dem Brauneisen-Rückstand durchtränkten Tonflasern stehenblieben. Diese besitzen jedoch nur eine geringe Standfestigkeit und wurden deshalb vom Grundwasserstrom allmählich zum Zerfall gebracht. So entstanden zunächst zahlreiche kleine Höhlungen, die sich im Laufe der Zeit zur heutigen Höhle erweiterten und zusammenschlossen. Das sich auf dem Boden der Höhle ansammelnde Brauneisen wurde im 18. Jahrhundert durch die Grube Lamm Gottes abgebaut."
    • 1794, am 15. October, wie folgt beschrieben:

      • "Auf dem Rücken dieses Kalkgebirges, in welchem bemeldete Quelle entspringt, befindet sich ein Kalksteinbruch, in welchem man vor einigen Jahren eine weitläuftige Höle mit sehr merkwürdigen Tropsteinen entdeckte. Dieselben finden sich nemlich als 2 bis 6 Zoll lange weiße Stalaktiten, die etwas durchscheinend sind, und wie Chalcedon aussehen, dabei aber noch das Besondere haben, daß sie auf der Spitze mit drei auf einem Punkte zusammenlaufenden Flächen krystallisirt sind; und welche Krystallisation bisweilen so schön ist, daß man glauben sollte, sie wäre mit Fleiß zugeschliffen worden. Auch fanden sich hierbei cylindersche Röhrchen in der Dicke eines Federkiels, die zuweilen die Länge eines Schuhes hatten, und welche, da sie dem Zerbrechen leicht ausgesetzt waren, einen schiefen Bruch bekamen, der so scharf ausfiel, als wenn er ebenfalls zugeschliffen worden wäre. Ich hätte diese Höle sehr gerne befahren, allein Herr Bergmeister Ullmann sagte mir, daß dieselbe, so weit man kommen könnte, von einigen Mineralienhändlern dieser eben beschriebenen Seltenheiten ganz beraubt worden sey, und weiter hinein sey nicht vor Wasser zu kommen. Gegen den Fuß des Berges sind noch einige Hölen vorhanden, die aber aus Besorgniß ihrer gefährlichen Befahrung noch nicht untersucht worden sind, und wozu sich nicht einmal die Bergleute bereitwillig finden lassen.“
    • 1795/96 in Betrieb.
    • 1797 wie folgt erwähnt:

      • "Eine Stunde weit von Geroldsgrün, nicht weit von der Straße nach Kronach, entdeckte man eine Höhle, worinnen man lange Zacken von Tropfstein (Stalaktiten) findet. Man kann auf fünfzig Schritte, meistens gebückt, in diese Höhle hinein kommen."
      • "Die Geroldsgrüner Höhle ist in der That eine merkwürdige Sache. Sie kommt zwar weder an Größe, noch durch das, was sie liefert, mit den Muggendörfer Höhlen (Muggendorf gehört aktuell zur Marktgemeinde Wiesenttal. Liegt in der Fränkischen Schweiz, die zur Fränkischen Alb gehört) in Vergleichung, welche sich durch ihre häufigen Versteinerungen so sehr auszeichnen; doch ist sie ohne Zweifel die größte unterirdische Höhle, die wir von dieser Art im Bayreuthischen Oberlande haben. Was man auf dem Fichtelgebirge Höhlen nennt, sind meistens nur Felsenklüfte und Schluchten, aber seine tief in die Erde hineingehenden natürlichen Gewölber. Hier hat man eigentlich drey kleine Höhlen. Nahe bey dem Marmorbruch hinter Geroldsgrün kommt man zu dem Eingange, welcher etwas eng ist, und nur gebückt in dieses innere Heiligthum der Natur zu gehen verstattet. Dieser führt in die größte ziemlich geräumige Haupthöhle. Sie ist etwan auf 10 – 12 Fuß weit und ohngefähr eben so hoch. Aus dieser tritt man in zwey andere Höhlen zur Rechten und Linken, welche weder so viele Breite noch Höhe haben; der engere Gang setzt sich aber hernach noch weit fort. Man kann ohngefähr 50 Schritte in die Erde hinein kommen. Die weißen oder gelblichten glänzenden Tropfsteine, welche nicht nur von oben in kleinen und großen Zacken herein hängen, sondern auch von unten, wie Eis, empor starren, geben bey der Beleuchtung einen schönen Anblick. Man fand hier sonst Stalaktiten, welche von oben herab bis an den Boden reichten, und mit dem untern Kalksinter zusammenhiengen. Dann traf man vielen dünnen cylindrischen und pfeifenartigen Tropfstein zu vier Fuß Länge darinnen an, unter stärkern und dicken Zacken, welche zuweilen 2 – 3 Fuß Länge hatten. Jetzt sollen die Stalaktiten dieser Höhlen von den vielen Naturalien Liebhabern, die sie besuchten, ziemlich ausgeräumt seyn, und nicht mehr den ehemaligen prächtigen Anblick geben, doch aber immer noch verdienen, von Naturforschern besucht zu werden.“
    • 1804 in Betrieb. Gefördert wird Brauneisenstein. Die Belegschaft besteht aus 3 Arbeiter, die zeitweise auch auf den Gruben Schwarzer Mohr (Geroldsgrün-Dürrenwaid) und deutsche Kaiser (Selbitz-Weidesgrün) eingesetzt werden, wobei alle drei Gruben nur zum Theil und dann und wann im Betriebe sind, angeblich weil der Absatz des inländischen Eisensteins im Amte Steben durch die Einfuhr ausländischen Eisensteins, wovon im Amte Steben über 4000 Seideln verhüttet werden, beschränkt ist.
    • 1816 Beschreibung der Höhle im Zuge einer Wanderung durch den Frankenwald:

      • "Besteigt man vom Brunnen" (damit ist der Langenauer Gesundbrunnen mit gemeint) "aus die linke Berghöhe, so steht man bald vor dem Eingang einer herrlichen Tropfsteinhöhle. Sie theilt sich gleich hinter der ersten Oeffnung in zwei Arme, die sich beyde von Westen gegen Osten hinziehen. Der nördliche ist 39' lang, 15' hoch und 1' bis 10' weit; der südliche zieht sich 364 Schritte fort, hat eine Höhe von 4' – 15', eine Breite von 3' – 10' und 26 schmale Nebenklüfte. Alle Wände dieser Gewölbe sind mit einem glänzenden, weißen und gelben Tropfstein überzogen, der in großen und kleinen Zapfen herabhängt. Oefters sind diese Stalactiten ganz hohl, und bey einer Länge von 5' – 6' kaum 1/4" stark. Röhrchen von der Dünne eines Federkiels hängen überall umher, und geben, wenn sie abbrechen und herabfallen, einen Klang von sich. Beynahe am Ende der Höhle läuft ein 2' – 3' breiter Wasserstrohm über den Boden hinweg, ohne daß man sehen kann, wo er hin fließt. Das herrlichste Schauspiel gewähret eine Beleuchtung der Höhle. Die nassen Tropfsteinwände werfen, gleich Spiegelflächen, jeden Lichtstrahl tausendfach zurück, und glänzen wie ein diamantener Feenpalast. Es ist schade, daß man dieser Naturmerkwürdigkeit nicht die Aufmerksamkeit schenkt, welche sie verdient, da sie dazu beytragen könnte, den Aufenthalt der Brunnengäste in Steben interessant zu machen."

        • Hinweis dazu: 1(') bis 10(') bedeutet vermutlich 1 Fuß bis 10 Fuß (1 Fuß = 0,292 Meter) und 1/4" bedeutet vermutlich 1/4 Zoll (1 Zoll = 2,615 oder 3,7662 cm (Preußen))
      • "Das Thonschiefergebirge hat auf diesem Striche, besonders da, wo es sich gegen das Rodachtal und gegen das Thüringische Gebirge neigt, viele untergeordnete Lager von Grauwackeschiefer, so wie auch einige Lager von Alaunschiefer und Dichtem Kalk. In einem der Kalklager, auf dem Waldrevier Kalkofen, befindet sich die erwähnte Tropfsteinhöhle."

        • Hinweis: In der Literatur wird als Betriebsort auch "Ockerkalkgrube" genannt. Dabei handelt es sich um einen Übertragungsfehler, denn im Ursprungstext heißt es "neben der Langenauer Ockerkalkhöhle".
    • Derzeitige Situation:

      • Das Höhlensystem hat eine Gesamtlänge von 424 Meter und wurde zum Schutz mit einem Eisengitter (nach anderen Quellen mit einer Stahltür) verschlossen. Die Höhle wird durch die Geroldsgrüner Ortsgruppe des Frankenwaldvereins betreut die auch Pflegemaßnahmen und die Erhaltung durchführt.
      • Von der großen Höhle / Halle führen insgesamt fünf Gänge in fünf verschiedene Richtungen. Den ersten brauchbaren Plan von der Rauhberghöhle zeichnete der Heimatforscher Hans Leheis (27.04.1904 – 17.12.1982) aus Geroldsgrün, dem die Rauhberghöhle sehr am Herzen lag und auf seinen Vorschlag hin bekam die Rauhberghöhle den „Namen Alexander von Humboldt Höhle“, die als die einzige Tropfsteinhöhle des Frankenwaldes gilt. Ab den 60iger Jahren wurden für Besucher „Höhlentage“ mit Führungen eingerichtet die im September 1982 endgültig eingestellt wurden. Das Totholz für Geländer und Stufen, die für die „Höhlentage“ verbaut wurden, wurden und werden je nach Bedarf aus der Höhle geschafft.
      • Die Höhle wurde "Alexander von Humboldt Höhle" genannt, weil der Naturforscher Alexander von Humboldt während seiner Zeit in Bad Steben, von 1792 bis 1796 (mit Unterbrechung), als Bergassessor im preußischen Staatsdienst den Auftrag hatte, die neuen Provinzen, die durch Abdankung des Bayreuther Markgrafen Karl Alexander an Preußen gefallen sind, bergmännisch und geologisch zu untersuchen und eine Abhandlung zu der obengenannten Höhle zu Papier gebracht hat.
    • 2015, am 11.07., war der Kalksteinbruch nur noch mit sehr viel Mühe, wegen der stark wuchernden Vegetation, zu begehen. Den verschlossenen Höhleneingang konnte ich in dem "Urwald" nicht ausfindig machen. Derartige Beispiele sind immer ein sehr schlechtes Beispiel um Touristen anzulocken und zu vergraulen, zumal der Steinbruch und die Höhle zum "Geopfad Geroldsgrün", zu der "Rauhbergrunde", gehören.
Alexander von Humboldt Höhle (Rauhberghöhle)
Alexander von Humboldt Höhle (Rauhberghöhle)

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Langenau/Alexander von Humboldt Höhle (Rauhberghöhle). Kalksteinbruch, in dem der Zugang zu der Alexander von Humboldt ...

woelsendorfer
Alexander von Humboldt Höhle (Rauhberghöhle)
Alexander von Humboldt Höhle (Rauhberghöhle)

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Langenau/Alexander von Humboldt Höhle (Rauhberghöhle). Kalksteinbruch, in dem der Zugang zu der Alexander von Humboldt ...

woelsendorfer
Alexander von Humboldt Höhle (Rauhberghöhle)
Alexander von Humboldt Höhle (Rauhberghöhle)

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Langenau/Alexander von Humboldt Höhle (Rauhberghöhle). Kalksteinbruch, in dem der Zugang zu der Alexander von Humboldt ...

woelsendorfer
  • Kaiserhöhle

    • Hierbei handelt es sich vermutlich um die Rauhberghöhle / Alexander von Humboldt Höhle, zumal in der "Ankündigung" zur Veräußerung der "Mineralien-Sammlung", unter Punkt "9.)", von "kristallisirte Tropfsteine" die Rede ist, die bei der Sammlungsveräußerung mit angeboten werden.
    • 1815 wird aus dem Nachlass vom ersten Director der vormaligen Kriegs- und Domänen-Kammer zu Bayreuth, Herrn Otto Heinrich Tornesi, aus der Gesamtveräußerung seiner Sammlung, folgende Stufen "aus der Kaiserhöhle bey Geroldsgrün." angeboten: unter "II. Sammlung der in dem Fürstenthum Bayreuth vorkommenden Fossilien., A.) Erdige Fossilien", 1., Seite 39, Nr. 99, Grobstengelicher Kalkspath; 2., Seite 39, Nr. 100, Grobstengelicher Kalkspath concentrisch auseinander laufender und 3., Seite 39, Nr. 101, Gesinterter Kalkspath.
  • Kaiser Friedrich

    • 1735 wird die Grube "nicht gebauet und liegt in Herrschaffts-Freien". Als Betriebsort wird unter "Bergamts-Revier Naila im Geroldsgrüner Wald, im Stollengrund" genannt.
    • vor 1782 in Betrieb. Als Betriebsort wird "im Geroldsgrüner Forst" angegeben.

Geroldsgrün-Steinbach

  • Vogel Strauß X (Fe-Roteisenerz) / (auch genannt: Vogelstrauss, Vogelstrauß)

    • 1737 erneute Betriebsaufnahme. Wird in der Literatur auch unter Bad Steben-Obersteben genannt. Der Betriebsort lag 1 Kilometer östlich von Steinbach, am Rande der großen Talmulde des Seifenbaches. Eine Grube die mehr als 100 Jahre mit Überschuß gearbeitet hat. Das bis zu 3 Meter mächtige Lager, wurde über längere Phasen nur von über Tage, mittels kleiner Schächte, abgebaut.
    • nach 1741, 1756 in Betrieb.
    • 1755 bis 1760 förderte die Grube 1,250 Seidel Eisenstein.
    • 1761 baute laut Zehendner und Berg Meister Christian Ernst Tromler die Vogel Strauß, Fund Grube, mit Zubuße, auf Eisen.
    • vor 1782, 1782 in Betrieb.
    • 1782 wird die Grube im Neilaer Revier als "abgestürzt" erwähnt, die lediglich "503. Seidel rothen Eisenstein." gefördert hat.
    • 1790 Anlegung eines neuen Stollens.
    • 1796, am 26. April, wurde von Berggeschworner Georg Heinrich Spörl ein Grund- und Saigerriß angefertigt.
    • 1800 berichtet der berühmte Johann Carl Freiesleben über den rothen Eisenstein mit rothem Jaspis und Quarz, der in der Gegend von Steben, besonders zwischen Steben und Geroldsgrün auf dem Vogel Strauß mehrmals als Lager vorkömmt.
    • 1804/05 war der Vogel Strauß zwischen Obersteben und Steinbach eine gewerkschaftliche Eisensteingrube, hat ganz jaspidäischen rothen Eisenstein, war mit 4 Mann belegt, förderte mit 200 2/3 Gulden Aufwand 400 Seidel Eisenstein zu 30 Kreuzer, die im Lande abgesetzt wurden und hatte 40 Kreuzer Zubuße. Die Abgaben an die Bergamts-Kassen (Staatskasse-an den Staat) betrugen 30 Gulden.
    • 1807 wurde der neue Stollen wegen Geldmangel aufgegeben. Eine zahlungskräftige Gewerkschaft führte diesen Stollen bis zum erreichen der Lagerstätte fort, der eine Länge von 120 Meter erreichte. Über einen Förderschacht wurde dann ein 1 Meter breites Eisensteinflöz abgebaut.
    • 1809 Betriebseinstellung. Die Lagerstätte wurde auf 46 Meter im Fallen und 60 Meter im Streichen aufgeschlossen und war 60 bis 90 cm mächtig. Auf den Halden wurde roter Eisenkiesel gefunden.
    • 1815 wird aus dem Nachlass vom ersten Director der vormaligen Kriegs- und Domänen-Kammer zu Bayreuth, Herrn Otto Heinrich Tornesi, aus der Gesamtveräußerung seiner Sammlung, folgende Stufe "von der VogelStrauß-Fdgr." angeboten: unter "II. Sammlung der in dem Fürstenthum Bayreuth vorkommenden Fossilien., D.) Metallische Fossilien.", Seite 41, Nr. 145, Grobstengelicher Rotheisenstein.
    • 1829 genannt, ansonsten keine Angaben.
    • 1872 letzte Mutung. Besitzer Johann Mördel, Steiger im Schieferbruch "Fröhliches Thal" bei Lehesten.
    • 1874 endgültig aufgegeben.
  • Vogel Straußer Maaßen (Fe- Roteisenerz)

    • 1795/96 in Betrieb.
  • Glück halt an (Fe- Roteisenerz)

    • 1780 bis 1786, 1790 in "bey Steinbach" Betrieb. Gefördert wurde rötlich-gelber Eisenstein.
    • 1797 endgültige Stillegung.
  • Glückauf (Fe- Roteisenerz)

    • 1772 wird in einem "Vollständigen Catalogus einer Suiten Mineralien-Sammlung", der von dem deutschen Ratsherr und Juristen Christian Ludwig Stieglitz aus Leipzig ist, unter "Fränkischer Creys", folgende Mineralstufe aufgeführt: unter "Kupfer-Erze, 33. Grünlicht, gelber, klarspeißigter, zum Theil pfauenschweifigt angelaufener Kupferkieß; vom Glückauf, Fundgrube zu Nayla", Gewicht der Stufe "7 1/2 Loth".
    • 1785 wird ein Katalog als Büchlein von dem Markgräflich Brandenburgischen Kammerherrn und Berghauptmann zu Bayreuth, Carl Freyherr von Bothmer, gedruckt, um Mineralien anzubieten und um den Ablauf des Handels zu vereinfachen und in diesem Büchlein wird unter "II. Abtheilung. die Bergrevier Nayla" die Grube "Glückauf / bey Steinbach" mit folgenden Text aufgeführt: "E) rother eisenstein. ich begreife hierunter, nebst den auffallend rothen arten, auch solche, die aus ihren fahlen, oft schimmernden farbe, ins rothe nur schielen oder doch rothe lasur und ocker zeigen. f) mit kalkart vermengt -253" ... und die Nr. 253 ist laut dem Büchlein, Seite 38, die Grube Glückauf.

      • Hinweis dazu: Die hier aufgeführte Grube Glückauf ist NICHT mit der Grube Bergmännisch Glückauf (siehe unten) identische. Beide Gruben sind eigenständige Betreibsanlagen gewesen.
  • Bergmännisch Glückauf X (Fe- Roteisenerz) / (auch genannt: Bergmännisch Glück auf, Das bergmännische Glück auf, Bergmännischen Glückauf, Bergmännische Glück)

    • seit 1732 baute die Grube "auf einem nur wenige Lachter (1 Lachter=2 m) unter Tag und zu Tag ausstreichenden Eisensteinlager". Betriebsort war der Langes Bühl auf "Conrad Sell´s Wiesen".
    • 1735 wird die Grube Bergmännische Glück, in Steinbach, von Hanns Heinrich Völkel auf Eisen gebaut.
    • 1740 war der Schacht nur 3 Lachter tief. 4 Eigenlöhner waren tätig.
    • 1780 "baute man das Lager von einem Stollen aus nach oben hin ab."
    • vor 1782, 1782 in Betrieb.
    • 1782 wird die Grube im Neilaer Revier als "abgestürzt" erwähnt, die lediglich "200. Seidel rothen Eisenstein, a 8 gr." gefördert hat, wobei der "Groschen zu 3 Kreuzer Fränkisch" gerechnet wird.
    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Rother eisenhaltiger Jaspis mit durchsetzenden weissen Quarz.
    • 1790 wurden mit 9 Mann 219 Seidlein Roteisenstein gefördert.
    • 1795/96, 1797, 1799 bis 1808/09 in Betrieb.
    • 1804 in Betrieb. Gefördert wird Brauneisenstein. Die Belegschaft besteht aus einem Angestellten und 2 Arbeiter. Im gleichen Jahr wird berichtet, dass die Grube nur zum Theil und dann und wann im Betriebe ist, angeblich weil der Absatz des inländischen Eisensteins im Amte Steben durch die Einfuhr ausländischen Eisensteins, wovon im Amte Steben über 4000 Seideln verhüttet werden, beschränkt ist.
    • 1804/05 war die Grube Bergmännisches Glückauf eine gewerkschaftliche Eisensteingrube, in der man rothen Eisenstein mit Kalkart vermengt findet, war mit 5 Mann belegt, förderte mit 182 Gulden 18 Kreuzer Aufwand 561 Seidel Eisenstein zu 28 Gulden, setzte dieselben im Lande ab, hatte 79 Gulden Ausbeute und 34 3/4 Gulden Abgaben an die Bergamts-Kassen (Staatskasse-an den Staat) zu zahlen.
    • 1806 wurde vermutlich ein weiterer Stollen angelegt, der weiter unten am Hang gelegen hatte.
    • 1810-15 in Betrieb.
    • 1816 wird die Lagerstätte beschrieben: "Auf jenem Hügel, welchen die Pyramide" ( ... liegen die Dörfchen Steinbach und Hirschberg, und zwischen beyden bezeichnet eine, zum Behuf der Landesvermessung errichtete, Pyramide einen Standpunkt, auf welchem man eine weitumfassende, herrliche Aussicht genießt) "bezeichnet, findet sich auch der eben so merkwürdige, Thonige Grünstein mit dem ausgezeichneten Basaltförmigen Eisenstein. Man hat diese Lagerstätte durch die Grube: Bergmännisch Glück auf, eröffnet, und benützt den etwas strengflüssigen Eisenstein auf den Hochöfen. Die Eisenlagerstätte ist 1/2 – 7' mächtig, und der Eisenstein bricht in 1 – 5" dicken, drey bis siebenflächigen, 1 – 14" langen, dicht aneinander stehenden Säulen, die in der Tiefe allmählig in Thoningen Grünstein von gleicher Säulenform übergehen. Man findet solche Säulen, an welchen sich der Uebergang des Grünsteins in Eisenstein bemerken läßt, gar nicht selten auf der Halde; auch setzen an den Grenzen des Eisensteinlagers die Grünsteinsäulen noch weiter fort, ohne diesen Uebergang in Eisenstein zu zeigen.

      • Hinweis dazu: 1/2 – 7(') bedeutet vermutlich 1/2 – 7 Fuß (1 Fuß = 0,292 Meter) und 1 – 5" bedeutet vermutlich 1 – 5 Zoll (1 Zoll = 2,615 oder 3,7662 cm (Preußen))
    • 1827 in Betrieb.
    • 1852/53 war die Grube mit 6 - 8 Mann belegt, welche 779 Seidel Rotheisenstein in 3 Quartalen förderten, wobei im 2. Quartal die Grube nicht belegt war. Die Grube wurde auf einem bis zu 4 Fuß mächtigen, sehr ergiebigen Lager eines guten Rotheisensteinlagers eröffnet und verspricht, wenn der Absatz sich günstig gestaltet, langdauernde Überschüsse (Ausbeuthe) zu geben. Die geförderten 779 Seidel Rotheisenstein sind an das Eisenwerk Heinrichshütte bei Wurzbach abgesetzt worden.
    • 1857 werden auf Befehl der Bergwerksdirektion München, wegen des schlechten Absatzes und der schlechten Betriebsergebnisse, sämtliche noch gangbare landesherrliche Gruben des Bergamtes Steben zum Verkauf angeboten, nachdem eine Vergewerkschaftung nicht gelingen wollte. Aufgrund der Verkaufsabsichten durch die Regierung wurde eine neue Gewerkschaft, durch Initiative von Bergleute und Steiger, die noch auf den umliegenden Bergwerken tätig waren, gegründet und die Grube Bergmännisch Glückauf aufgekauft.
    • 1858 wurde die Gesamtanlage, aufgrund verschiedener Umstände, siehe dazu oben unter dem Punkt "Beginn der 5. Periode", in Fristen geführt.
    • 1867 wird die Roteisensteingrube Bergmännisch Glückauf bei Steinbach, im Bezirksamt Naila, im Regierungsbezirk Oberfranken, Bergrevier Steben, I Revier-Abteilung Steben, genannt, die gegenwärtig auflässig, in Fristen (Grube die zeitweise außer Betrieb war) gehalten oder auf geringe Erzgewinnung beschränkt ist, weil fast jeder Absatz des Erzes fehlt. Danach wird die Grube als fördernde Anlage nicht mehr erwähnt.
    • 1879 wird eine Mächtigkeit des Ganges von 1,00 bis 2,80 Meter genannt. Das Fördergut war ein chloritisch-magnetitisches Roteisenerz und ein buntes Scheckenerz mit viel weißem Kalkspat.
  • Richard (Roteisenerz)

    • Betriebsort war circa 500 NÖ vom Langes Bühl. Das Grubenfeld umfaßte auch die alten Gruben Bergmännisch Glückauf, Bau auf Gott und Johanna Christiana.
    • 1872 Mutung.
    • 1884 Schacht 20 Meter tief, ein ein Meter mächtiges Eisensteinlager, Belegung 3 Mann, Förderung 50 Zentner Roteisenstein
    • 1885 Stillegung.

Geroldsgrün-Langenbach

Roteisen
Roteisen

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Naila. Roteisen stalaktitisch, Stufenbreite circa 7 cm.

Kh. Gerl
  • Bau auf Gott (Fe- Roteisenerz)

    • 1764-1826 mit Unterbrechungen in Betrieb. Betriebsort war NÖ von Steinbach auf der Gemeinreuth. Grube wird in der Literatur auch unter Geroldsgrün-Steinbach erwähnt.

      • Hinweis dazu: Im Amt Lauenstein gab es ebenfalls eine Grube Bau auf Gott, die z.B. 1761 von dem Zehendner und Berg Meister Chr. Er. Tromler "in der Nailauer Berg Amts Refier" genannt wird. Diese Grube baute auf Vitriol und besaß auch eine Alaun-Hütte. An Betriebszeiten werden genannt: 1740, 1742-46, 1761. Derartige Doppelnennungen von Grubennamen in dem von mir betrachteten Gebiet tauchen immer wieder in der historischen Literatur auf, obwohl die Gruben in unterschiedlichen Bergrevieren gebaut haben.
    • 1804 wird Rotheisenstein gefördert. Die Belegschaft besteht aus einem Angestellten und 5 Arbeiter.
    • 1826 Zehntbefreiungsgesuch und dessen Bewilligung.
    • 1867 wird die Eisensteingrube Bau auf Gott bei Steinbach, im Bezirksamt Teuschnitz, im Regierungsbezirk Oberfranken, Bergrevier Steben, I Revier-Abteilung Steben, genannt, die gegenwärtig auflässig, in Fristen (Grube die zeitweise außer Betrieb war) gehalten oder auf geringe Erzgewinnung beschränkt ist, weil fast jeder Absatz des Erzes fehlt.
  • Johanna Christiana (Fe- Roteisenerz) / (auch genannt: Christiane, Johanna Christina)

    • 1764-1827 mit Unterbrechungen in Betrieb. Betriebsort war NÖ von Steinbach auf der Gemeinreuth.
  • Bau auf Gott Johanna Christiana / (auch genannt: Bau auf Gott Johanna Christina, Bau mit Gott Johanna Christina)

    • beide o.g. Gruben werden aufgrund ihrer Nähe zueinander oft zusammen genannt.
    • 1809 wird zu beiden Gruben (Bau auf Gott und Johanna Christiana) geschrieben, dass "ein flach einfallendes Lager von höchstens 30 cm Mächtigkeit abgebaut wurde. Ein altes Handstück besteht aus schwach magnetithaltigem Roteisen von bröckeliger Struktur. Teilweise mit Brauneisen gefüllte Poren verraten den ausgelaugten Kalk."
    • 1815 wird aus dem Nachlass vom ersten Director der vormaligen Kriegs- und Domänen-Kammer zu Bayreuth, Herrn Otto Heinrich Tornesi, aus der Gesamtveräußerung seiner Sammlung, folgende Stufe "von der Bau auf Gott Johanna Christianna Fdgr. bey Steinbach." angeboten: unter "II. Sammlung der in dem Fürstenthum Bayreuth vorkommenden Fossilien., D.) Metallische Fossilien.", Seite 42, Nr. 146, Körniger Rotheisenstein.
    • 1817, 30.06-27.12., Rechnungen über Einnahmen und Ausgaben werden genannt.
Roteisenerz
Roteisenerz

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Langenbach. Roteisenerz, Stufenbreite circa 11 cm.

Kh.Gerl
  • Frisch Glück (Fe-Roteisenerz) / (auch genannt: Frische Glück Fund Grube, Frisches Glück, Das frische Glück, Frische glück, Frischen Glück)

    • 1718 wie folgt erwähnt und in Betrieb: Nachfolgende Bergwerks-Zechen wurden "/ von Privatis und dergleichen Gewerkschaftern gebauet worden/ worüber zu merken/ daß diejenigen Zechen/ welche mit + signiret/ noch Ertrag erfordern/ wo $ (Zeichen hier durch mich geändert) zu finden/ sich selbst verlegen/ und wo # stehet/ Überschuß geben" – "In der Naylauer Berg-Amtes Refier": + Frisches Glück/ bey Langenbach.
    • 1727, am 13. Martii (März), berichtet der Bergmeister Johann Abraham Löwel wie folgt: "Frische Glück/ beym Dorff Langenbach/ Bricht auch ein Feuer rother Eisenstein/ worbey sich öffters Jaspis-Arten mit spühren lassen/ und dann und wann einiger Bley-Glantz sich zeiget.
    • 1730 wird wie folgt von der Grube "Frisches Glück, Langenbach" unter "befindlichen Eisenstein-Sorten" berichtet: Pos. 19: "Rot und grau vermengter mit weissen Quarz-Adern durchflossener horniger Eisenstein aufn Frischen Glück bey Langenbach.", Pos. 22: "Jaspis, schön roth", Pos. 23: "Rothfleckiger Jaspis" und Pos. 24: "Rother Jaspis fast einem Cinnober gleich."
    • 1756 in Betrieb.
    • 1761 baute laut Zehendner und Berg Meister Christian Ernst Tromler die Frische Glück, Fund Grube samt Stolln auf Eisen.
    • vor 1782, 1782 "bey Langenbach" Betrieb.
    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Rother Eisenstein.
    • 1795/96 in Betrieb.
  • Glück auf mit Freuden (Fe)

    • nach 1741 in Betrieb.
    • 1761 baute laut Zehendner und Berg Meister Christian Ernst Tromler die Glück auf mit Freuden, Fund Grube auf Eisen.
    • vor 1782 "bey Langenbach" in Betrieb.
  • Gottes Geschick (Fe-Roteisenerz) / (auch genannt: Gottes Geschick Fund Grube, Gottes Geschicke)

    • 1756 "bey Langenbach" in Betrieb.
    • 1761 baute laut Zehendner und Berg Meister Christian Ernst Tromler die Gottes Geschick, Fund Grube samt Stolln, mit Zubuße, auf Eisen.
    • vor 1782, 1782 in Betrieb.
    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Brauner und rother Eisenstein.
  • Hanns wags fort / (auch genannt: Hanns wags fort Fund Grube, Hans wags fort)

    • 1756 in Betrieb.
    • 1761 baute laut Zehendner und Berg Meister Christian Ernst Tromler die Hanns wags fort, Fund Grube, mit Zubuße, auf Eisen.
    • vor 1782 "bey Langenbach" in Betrieb.
  • Rothe Schwan

    • vor 1782 in Betrieb. Als Betriebsort wird "bey Langenbach" angegeben.
  • flachen Geschick Fundgrube

    • Als Betriebsort wird "bey Langenbach" angegeben.
    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Rother hornigter Eisenstein.
  • Langenbach (Fe- Roteisenerz)

    • 1913 bis 1922 circa 175 m nördlich der Grube Frisch Glück in Betrieb.
    • 1914 bis 1918, während des I. Weltkrieges, wurde die Förderung forciert betrieben.
    • Der Aufschluss geschah mittels eines 83 Meter tiefen tonnlägiger Schachtes, der "Flachschacht" genannt wurde, an dem eine 30 und 60 m Sohle, die sowohl nach Norden, als auch nach Süden vorgetrieben wurden, angeschlossen war.
    • Das Fördergut wurde mit einer Feldbahn zum Bahnhof nach Bad Steben transportiert.
    • Die abgebaute Liegendbank bestand aus mm-großen Roteisen- und Tonschiefer-Bröckchen mit einem Zement und Kluftbelägen aus weißem Kalkspat. Die durchschnittliche Mächtigkeit betrug 1,00 Meter, maximal 1,60 Meter. Die Hangendbank dagegen bestand aus blaugrauem, magnetitreichem Roteisenstein (chloritischmagnetitischer Erztyp) und roteisenhaltigem Tonschiefer in Millimeter- bis Zentimeter starken Wechsellagen oder Flasern. Die durchschnittliche Mächtigkeit betrug 1,20 Meter. Häufig traten Ubergänge in hochroten Eisenkiesel auf (hämatitisch-kieseliger Erztyp).
    • Im Streichen war das Lager nur auf 60 Meter Länge bauwürdig, wobei die Gehalte in der Durchschnittsförderung 28 bis 38 Prozent Eisen und 1,5 bis 12,6 Prozent Kalk enthielten.
    • Neben Roteisenerz kommt im Liegenden vielfach Pyrit, auch in Würfeln, seltener etwas Kupferkies vor.

Geroldsgrün-Mühlleithen-Gevattergraben

  • Güte Gottes (Pb-Zn-Ag) / (auch genannt: Die Güthe Gottes)

    • 1735 wird die Grube "nicht gebauet und liegt in Herrschaffts-Freien".
    • vor 1736 in Betrieb.
    • 1789 wurde eine Mineralstufe in einem Verzeichnis wie folgt erwähnt: Ein reicher rother Eisenstein, mit eingesprengten weissen Quarz.
    • 1792 wird über dem Gevattergraben ein Roteisensteinlager erwähnt.
    • 1817 wie folgt beschrieben: Im Gevattergraben, eine kleine Schlucht, baute ehemals die Grube Güte Gottes auf einem Gang, "welcher silberhaltig gewesen seyn soll".
    • 1879 ist von Zinkblende die Rede die hier auftreten soll.
Waschgold
Waschgold

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Mühlleithen/Gevattergraben. Waschgold. Teilausbeute von 4 Waschtage.

woelsendorfer
  • Gevattergraben (Au)

    • 1324 soll hier bereits ein Seifenwerk betrieben worden sein. In diesem Zusammenhang wird der Nürnberger Burggraf Friedrich IV. genannt, der einige Gold-, Silber- und Kupferbergwerke zwischen Plassenburg, Schorgast und Münchberg in Lehen nahm. In späteren Jahren werden dann zwei Gruben genannt, nämlich:

      • St. Johannes (Au)

        • 1477 empfängt H. Knoch von Gera die Fundtgrube St. Johannes mit einem Lehen, ein Erbstollen, auf dem Gevatterbach bey Steinbach am Waldt.
      • St. Lambert (Au)

        • 1562 wird eine Gewerkschaften auf St. Lambert mit Erbstollen genannt.
    • 1681 ließ man auch wieder, wie bereits in früheren Jahren geschehen, dass Bayreutische von einem Ruthengänger durchstreichen wie im folgenden zu lesen ist: "Bergwerksuntersuchung des bayreutischen Gebürges durch die Wünschelruthe 1681. Durch Johann Lipferten, Richter zu Euba," (heute Stadtteil von Chemnitz) "abgegangen" (am 3. und 4. Juni im Amte Thierbach) "und durch den Amts-Substitutum zu Thierbach sogleich beschrieben und aufgezeichnet."

      • unter Punkt 2) wird wir folgt berichtet: "ein halb Morgen und Mittag streichender Silber-Gang auf Hans Hüttners Geräume, welcher 43 Zoll mächtig und mit Steinen bezeichnet, hält 1 Centner Ertz 33 Mark Silber, und 6 Loth Gold, ist ehedessen ein Wäschwerk, so der Gevattersgraben genannt wird, gewesen, kann mit großem Nutzen gebauet, und eine Kunst, wozu das Wasser schon vorhanden ist, gehenget werden."
    • 1727, am 13. Martii (März), berichtet der Bergmeister Johann Abraham Löwel wie folgt: "Dirrenweyd/ unter Langenbach/ bey der sogenannten Mühl-Leiten/ sind am Gehäng verschiedene Gräben/ wie Seiffen-Wercke zu sehen/ findet sich eine gilbliche Talck-Arth/ aus welcher vor langen Zeiten soll seyn Gold gemachet worden/ da noch eine Mühle den Nahmen davon her hat/ Gold-Mühle genannt/ am Bach die Oelschnitz/ gelegen."
    • 1770 wird das ehemals "von Steinbach herbey geführte Aufschlagwasser" in einem Befahrungsbericht von dem "Markgräflich Brandenburgischen Kammerherrn und Berghauptmann zu Bayreuth, Carl Freyherr von Bothmer" erwähnt.
    • 1777 vermutlich Goldseife in Betrieb.
    • 1792 erwähnt Alexander von Humboldt einen kleinen Bach im Gevattergraben der kaum 2 Fuß breit und wenige Zoll tief ist. "Er dient wohl nur bloß zur Wäsche selbst, denn man leitete (ein Zeichen, dass der Gewinnst beträchtlich war) von Steinbach um Großenreuth die Wasser in Spundstücken hinzu."
    • 1799 Anlegung eines Schürfbetriebes auf Gold.
    • 1815 wird aus dem Nachlass vom ersten Director der vormaligen Kriegs- und Domänen-Kammer zu Bayreuth, Herrn Otto Heinrich Tornesi, aus der Gesamtveräußerung seiner Sammlung, folgende Stufen "von dem Gevatters-Graben bey Langenbach unweit Steben." angeboten: unter "II. Sammlung der in dem Fürstenthum Bayreuth vorkommenden Fossilien., D.) Metallische Fossilien.", 1., Seite 40, Nr. 120, Zerreibliches Ziegelerz und 2., Seite 43, Nr. 174, Gelbe Blende in Quarz.
    • 1817 berichtet Georg August Goldfuß, teils wie vor schon erwähnt, wie folgt: "Unterhalb des Hügels liegt der Gevattersgraben, eine kleine Schlucht, in welcher ehemals die Grube: Güte Gottes auf einem Gang baute, welcher silberhaltig gewesen seyn soll. Sicher ist es, daß eine Gold- und Silberwäsche hier betrieben wurde: denn man sieht noch an beyden Seiten eines Wassergrabens, zu welchen man das Wasser von Großenreuth in Spundstücken herleitete, Haldenstürze und Spuren von Seifenarbeiten und Schmelzöfen. Noch vor 40 Jahren sollen fremde Bergleute, die, wie man glaubt, Venetianer waren, wirklich Gold gewonnen haben."
    • 1984 Untersuchungen des Grabens, ob Goldführend, durch eine Mineralogiestudentin von der Universität Kiel. Gefunden wurden Flitter bis 1 mm Größe.
Gevattergraben
Gevattergraben

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Mühlleithen/Gevattergraben. Im Gevattergraben, links Waldzugangsweg, am 11.07.2015.

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Gevattergraben
Gevattergraben

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Mühlleithen/Gevattergraben. Bächlein, unterer Zugangsbereich, im Gevattergraben am 11.07.2015.

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Gevattergraben
Gevattergraben

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Mühlleithen/Gevattergraben. Bächlein, unterer Zugangsbereich, im Gevattergraben am 11.07.2015.

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Gevattergraben
Gevattergraben

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Mühlleithen/Gevattergraben. Bächlein, mittlerer Zugangsbereich, im Gevattergraben am 11.07.2015. Ab dem mittleren Berei...

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Übersichtskarte Gevattergraben
Übersichtskarte Gevattergraben

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Mühlleithen/Gevattergraben. Übersichtskarte, Stand am 11.07.2015.

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Gevattergraben
Gevattergraben

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Mühlleithen/Gevattergraben. Bächlein, mittlerer Zugangsbereich, im Gevattergraben am 11.07.2015. Ab dem mittleren Berei...

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Seiffenwerke

  • Zu den Seiffenwerken, St. Lambert und der Goldgrube in Bad Steben-Obersteben wird wie folgt berichtet: "Bey Steinbach im Lichtenbergischen hat noch eine Einzel den Namen Goldmühle. Wahrscheinlich war diese der Ort, wo man ehedem das Gold zum Schmelzen zubereitete, wie bey Goldkronach ein Dorf eben diesen Nahmen trägt, wo man sich ebenfalls mit dem gewonnenen Golderzt beschäftigte. Vermuthlich kannten die Alten eine sehr vortheilhafte Amalgamation, die sie die Quickarbeit nannten, welche ihnen bey geringen Kosten viele Ausbeute lieferte, die wir jezt vielleicht nicht mehr wissen."

    • Erklärung Quickarbeit von 1704: Gold und Silber aus dem Ertzen durchs mahlen oder reiben mit Quecksilber zu bringen.
  • 1568 musste Issak Puttner aus Sachsen die Pochwerke verbessern, welche das Erz zu sehr zerstampften und weglösten.
  • 1569 wird mit 93 Gulden das abgebrannte Haus des Probierers und Schichtmeisters Poninger auf der Goldmühle wieder aufgebaut. Ein eigener Wardein wird eingestellt.

    • Erklärung-Wardein: Beamter, der im Mittelalter die Erze untersuchte, auch Probierer genannt.
    • Hinweis zu Goldmühle: Die Goldmühle wurde vermutlich ab 1588 für die Grube Schwarzer Mohr (Dürrenweide) zur Erzaufbereitung umgebaut.
  • Die heutige Neumühle, die gegenüber dem 1921 entstanden Ort Silberstein liegt, wurde früher Goldmühle genannt.

Goldgewinnung
Goldgewinnung

Goldgewinnung - Seiffenwerke nach Georgius Agricola.

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  • Einige Erklärungen zu Seifenwerke (Seiffenwerke) aus der historischen Literatur:

    • Seifenwerke, (Bergwerk) eine am Fuße des Gebirges befindliche Erdlage, die aus nicht zusammenhängenden Erz- Berg- und Gangarten zusammengehäuft ist.
    • Bergwerk bedeutet eine Grube, oder auch über Tage ein Seifenwerk, das mit Bergarbeit betrieben wird.
    • Seifenwerk, das Feld, welches zur Seifenarbeit aufgenommen und mit Arbeit belegt worden.
    • Seiffenwerk, ein Ort wo die mit der Erde oder dem Sande vermischten Metallkörner gewaschen, vermittelst des Wassers geschieden werden.
    • Seifenwerke führen gediegen Gold, Zinngraupen, Zinnobererz, Eisenkörner, Wolfram, Schörl, Schwefelkies, Granaten, Aquamarin, Krystalle und andere mehr bey sich, und sind bald in einer größern, bald in einer kleinern Menge vorhanden. Alle diese Erze sind selten größer, als der grobe Sand, Linsen, Erbsen und Bohnen. Die ansehnlichsten Seifenwerke bestehen mehrentheils in den Zinnseifen.
    • Seiffen, (Bergbau) heißt soviel als waschen, oder im Wasser handthieren, wo die Metallkörner vermittelst des Wassers von dem damit vermischten Sande oder Gesteine geschieden werden. Daher Goldseiffen, Zinnseiffen u.s.w. genannt.
    • Seiffner, 1) derjenige, so ein Seiffen im Lehn hat, und darin arbeiten läßt. 2) der Bergmann, der in Seiffen arbeitet, vom Aufgang bis zum Niedergang der Sonne, und Sonnabends bis Vormittags 10 Uhr stehen muß.


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