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Oberfränkisches Revier


Lagerstätte, Mineralogie und Sammlungen



Lagerstätte


  • 1792 berichtet Alexander von Humboldt über die Gangmassen in dem von mir betrachteten Gebiet wie folgt:
  • "Bey Befahrung der wichtigsten Grubengebäude glaubte ich hier in den Gangmassen 4 sehr ausgezeichnet verschiedene Formationen zu bemerken:

    • a) ungemein viel dichter Brauneisenstein, weniger Spateisenstein, fasriger Malachit in derben Flußspathe. Friedensgang. Beschertglücker Gang.
    • b) Dichter und fasriger Brauneisenstein, viel Spatheisenstein, wenig Kupferkies mit Quarz und Lydischem-Steine. Morlauer Gang. Rebekka.
    • c) Dichter Brauneisenstein mit vielem Kalzedon und Bergkristall. Arme Hülfe Fdgr. zu Berg.
    • d) Dichten Brauneisenstein, Rotheisenstein und gemeiner Strahlstein. Rother Hirsch Fdgr.
  • Ich nenne Ihnen hier nur die Fossilien, welche jede dieser Formationen karakterisiren, nicht die, als z.B. braune Eisenokker, welche allen gemein sind.
  • Auf den Gängen der ersten Formation bricht nie Lydischer-Stein, auf denen der zweyten nie Flußspath, auf denen der dritten nie Spatheisenstein (obgleich der nahe dabey ebenfalls im Thonschiefer aufsetzende Spathgang auf Eisenknoten Fdgr. denselben in Menge führt) ein.
  • Das Fossil, welches ich hier Lydischer-Stein nenne, ist nicht etwa ein verunstalteter Thon- oder Glimmerschiefer, wie in dem räthselhaften Trümmersteine auf dem Brüderschachter Trumme (unfern dem Verlornen Hofnung Steh. auf der 3. Gezeugstrecke zu Bräunsdorf) sondern unverkennbar die erste Art der Gattung Kieselschiefer – ein Gestein, welches Herr Werner in einem eigenen Lager anstehend entdeckte, von dem aber einige Mineralogen noch immer behaupten, daß es nur als Geschiebe existire. Diesen Lydischen-Stein fand ich auf Oberen Mordlau Fdgr. in einer Teufe von 30 Lr. (Lachter) mitten in dem, dort gegen den Abend aufgefahrnen Spatgange. Er zeigt sich theils als scharfeckiges Bruchstück von 4 – 5 Zoll Länge, theils in kleinen Massen, die durch dichten Brauneisenstein gleichsam zusammengeküttet sind. Er ist von der gewöhnlichen graulichschwarzen Farbe mit Quarzadern durchdrümmert und von einem flachmuschlichen ins ebene übergehenden Bruche. Aehnliche Stücke finden sich als geschiebe im Muschwitzthale. – Der derbe, nie krystallisirte, Flußspath auf der Friedensgrube sammt Rückertsberg ist oft 3/8 Lr. (Lachter) mächtig, bricht zwar mit dem Eisenstein auf einem Gange, ist aber immer durch eine mit Letten ausgefüllte Kluft von ihm getrennt. – Wir sprachen oft mit einander von dem Verhalten des Joseph Stehenden und Amalia Flachen auf Krieg und Frieden Fdgr. bey Freyberg, wo jeder Gang nur so lange verschiedene Erze führt, bis beyde sich mit einander schleppen, wo dann edle und große Geschicke sich beysammen befinden. Hier bemerkte ich ein ähnliches Verhalten auf einem Gange. Die Gabe Gottes sammt Treue Freundschaft Fdgr. im Kemlas baut auf zwey Trümmern, von denen auf dem einen blos gelblichgrauer, grob- fast großkörniger Spatheisenstein, auf dem andern bloß nelkenbrauner, im Bruch ziemlich vollkommen ebener dichter Brauneisenstein zugleich. – Fälle, wo in einer geringen Entfernung dieselben Fossilien sich als Gangmasse und Lager finden, sind selten, aber sehr aufklärend. Hier bricht derselbe Rotheisenstein auf dem Spathgange des Rothen Hirsch Fdgr. der zwischen Steben und Geroldsgrün auf einem 1 – 5/4 Lr. (Lachter) hohen, mit dem Gestein gegen Abend einschließenden Lager vorkommt.
  • 1800 berichtet der berühmte Johann Carl Freiesleben wie folgt: "Von ungewöhnlichen weit erstreckten Gängen könnte ich eine Menge Beweise aus den sächsischen und anderen Erzgebirgen aufführen. Um aber nicht zu weitläufig zu werden, gedenke ich statt einzelner Beispiele lieber einer noch bey weitem nicht genug bekannten Revier vom fränkischen Fichtelgebirge, in welcher eine ungewöhnliche Erstrekung der Gänge zum Caracter der Gegend gehört; ich meyne das Gebirge um Lichtenberg und Steben unweit Naila, das in vielfacher Hinsicht dem Mineralogen interessant ist. In diesem Gebirge sezen mehrere größtentheils ganz parallele Hauptgänge auf, welche ihr Streichen und Fallen beynahe ohne Veränderung ihre ganze Erstrekung hindurch beybehalten." ... "Die Gänge streken sich fast stäts gegen Mittagabend; selbst durch alle Hauptthäler, die diese Streichungslinie kreuzen, sezen die Stebener Gänge ohne Veränderung durch.

    • Von diesen Hauptzügen ist unter andern

      • der zufällig Glüker Stehende Gang bei 1/4 bis 1/2 Lr. Mächtigkeit, gegen 1200 Lr. (1200 Lachter, circa 2400 Meter) lang
      • der Mordlauer flache Gang bei 6 – 10 Lr. (42 – 70 Fuß) Mächtigkeit (vom Stebner Grunde an bis Naila) gegen 9000 Lr.
      • der grau Wolfer Spat bei 1/4 Lr. Mächtigkeit ebenfalls gegen 9000 Lr. lang (vom Scheibengrunde bis Naila)
      • der Friedensgrubner flache Gang, bei 1 – 3 Lr. Mächtigkeit, an 5000 Lr. Lang
      • der Gabe Gottes flache Gang zu Kemmlas an der sächsischen Gränze bei 2 1/2 Lr. Mächtigkeit wenigstens 1200 Lr. lang
    • ausgeschürft und bekannt."
    • Hinweis zu Dr. Johann Carl Freiesleben: Johann Carl Freiesleben (14. Juni 1774, Freiberg - 20. März 1846, Niederauerbach) kam aus einer Freiberger Bergmannsfamilie und war dadurch dem Bergbau als Kind schon sehr verschrieben. Als Gymnasiast absolvierte er seine ersten Schichten als Hauer in Freiberg unter Tage, besuchte von 1790 bis 1792 die Bergakademie in Freiberg, wo er von dem deutschen Mineralogen Abraham Gottlob Werner (25. September 1749, Wehrau - 30. Juni 1817, Dresden) gefördert wurde. An der Freiberger Bergakademie lernte er Alexander von Humboldt kennen, mit dem er mehrere Bildungsreisen unternahm und bis zu seinem Tod im Jahre 1846 befreundet war. Der engagierte Mineraliensammler Johann Carl Freiesleben bekam 1817 seinen Doktortitel. Nach ihm wurden benannt: Das Mineral "Freieslebenit", der fossile Fisch "Palaeoniscus freieslebeni" und 1815 entdeckte er das von ihm als blaues Kupferglas bezeichnete Mineral "Covellin".
  • 1865 werden die vorkommenden Erzlagerstätten an sich als nicht bedeutend und großartig beschrieben.



Mineralogie


Blei

  • Die Bleierzgänge des Frankenwaldes liegen im Lamitzgrund, im Krötengrund, bei Bernstein, unterhalb Wallenfels, dann im Remschlitzgrund und bei Tschirn (die beiden letztgenannten, Kreis Kronach). Die meist silberhaltigen Bleiglanze sitzen in kulmischen Schichten auf und sind begleitet von Kupferkies, Schwefelkies und Zinkblende. Als Gangart kommt Quarz- und Schwerspat vor. Diese Erze brechen nur putzenförmig und absatzweise ein.
  • Die Bergwerke bei Wallenfels und Steinwiesen sind schon seit 1400 im Hochstift Bamberg nachweisbar.
  • Im Markgraftum wurde Silber und Blei ab 1477 bei Geroldsgrün-Dürrenwaid, Grube Schwarzer Mohr, gewonnen.

Kupfer

  • Im Silur des Frankenwaldes setzen die Gänge der späteren Kupfererzformation auf, welche insbesondere bei Kemlas, Steben, Lichtenberg und Issigau ausgebildet sind. Die Gänge sind hauptsächlich durch Kupferkies, Bundkupfererz, Kupferglanz und Kupferfahlerz vertreten, und führen Spateisenerz, Quarz und Schwerspat als Gangart. Lokal kommen auch Nickelerze (Mordlauer und Hirschberger Gangzug) und Kobalterze (Nailaer Gangzug) vor.

Schwefel, Alaun und Vitriolerze

  • Von dem Stebener und Kemlaser Revier vorkommenden Schwefelkieslagern ist der in den obersilurischen Chloropitschiefern aufsetzende Gang der Grube Gabe Gottes zu nennen, auf welchem große Mengen Vitriolschiefer gewonnen wurden, die nebst den Gangpartien nach dem Alaun- und Vitriolwerk Hölle gebracht wurden.

Eisenerz

  • Die Stebener und Nailaer Gruben gelten neben den Golderzzechen bei Goldkronach im Fichtelgebirge als die ältesten Bergbaue des Frankenwaldes. Bis 1580 wurden sie von Goldkronach aus verwaltet, bis ein Bergamt in Naila, später in Steben errichtet wurde. Die bedeutenste Grube, welche im Laufe der Zeit viel Erz geliefert hat, war die Friedensgrube. Bis 1760 wurden hauptsächlich Kupfererze gefördert; erst nach dieser Zeit trat Eisenerzgewinnung in den Vordergrund. Neben dem Bergbau in der Friedensgrube bestanden im Stebener Revier noch eine ganze Reihe von Betrieben, welche, soweit heute noch bekannt, hauptsächlich auf dem Mordlauer Gangzug, nördlich von Steben bauten. In der Nailaer Gegend waren die wichtigsten Zechen der Wilde Mann und Reiche König Salomo. Der Zug der Baue ist heute noch aus den Pingen ersichtlich. Auch dieser Bergbau geriet allmählich in Verfall.

Über Kniffe der Mineralien-Händler


Ueber Kniffe der Mineralien-Händler
Ueber Kniffe der Mineralien-Händler

1826, im December, schreibt Hr. Wilh. Maclure, Präsident der American Geological Society, "ueber Kniffe der Mineralien-Händler", an Prof. Silliman, American Journal of Science and Arts.

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Mineraliensammlungen, Mineralienangebote, Sammlungsveräußerungen, Auktionen


  • 1751 wird folgende Sammlung in Dresden, von dem Königlichen Amts Auktionator Johann Christian Crellio, in einer Auktion angeboten:
  • Katalog zur Auktion am 15. Nov. 1751:

    • Der Text der ersten Doppelseite lautet:
    • "Vollständiger Catalogus über eine so schöne als Zahlreiche Ertz-Stuffen-Collection, Bestehende in aus- und inländischen gediegenen Gold- und Silberstuffen, Glaß-Roth- und Weißgülden, auch andern reichhaltigen Ertzen Kupfer-Zinn- und Bley-Stuffen, Eisensteinen, Glaß-Köpffen, mancherley Sorten Zinnober, Kobald, Wißmuth, Kieß, Antimonial- und andere Ertzen, nebst einigen geschliffenen sowohl als ungeschliffenen Steinen, Marmor, Petrefactis, Drusen, gekünstelten Dingen und andern Miscellaneis, Welche auf der See-Gaße in dem Wagnerischen Hause in der ersten Etage zu Dreßden, Denen Meistbiethenden gegen baare Bezahlung zugeschlagen, und jeden Liebhaber frühe von 10. biß 12. Uhr täglich zum Ansehen vorgeleget werden sollen. Es wird damit auf den 15. Nov. 1751. In denen gewöhnlichen Nachmittags- Stunden um die 3. Uhr der Anfang gemachet, und in denen im Vorbericht angezeigten Tagen, mit Verauctionirung besagter Mineralien-Collection continuiret. Der Catalogus ist bey dem verpflichteten Königl. Ambts-Auctionatori, Johann Christian Crellio am Auctions-Ort zu bekommen."

      • Hinweis dazu: Aus dem 200 Seiten umfassenden Katalog habe ich die Stufen die das Bayreutische, von mir betrachtete, Gebiet betreffen, rausgesucht und einige davon im Bild, im Original, dargestellt. Die erste Doppelseite wurde von mir dabei fein säuberlich mit einem PC-Programm zusammengefügt und anschließend aufbereitet, um ein zusammenhängendes Bild zu bekommen.
      • Die Masse der Stufen die in dieser Auktion angeboten wurden waren überwiegend aus Freyberg, weiterhin Johann Georgenstadt, Marienberg, Annaberg, Schne berg, Ehrenfriedersdorff, Schwarzenberg, Scharffenberg bey Meißen, wenige vom Harz und Lothringen, etc. und rund 20 Stufen aus dem von mir betrachteten Gebiet die ich mit dem Jahr 1751 zum Teil in Volltextversion bei den oben aufgeführten Gruben, bei den einzelnen Orten, hinzugefügt habe.
      • Hinweis zu Johann Christian Crellio: Bei seinem Vor- und Nachnamen gibt es mehrere abweichende Schreibweisen, z.B. Crell, Johannes Christian; Crell, Johann Christoph; Crellius, Johann Christian; Crellius; Johannes Christian; Crellius, Johannes Christianus. 1730 und 1751 lautet die Schreibeweise Johann Christian Crellio. Crellio wurde am 07. Juli 1689 in Dresden geboren und verstarb am 05. September 1762 in Dresden. Er war tätig als sächsischer "Amts- wie auch Raths- Auctionatori und Texatori".
Autionskatalog
Autionskatalog

Auktionskatalog von Johann Christian Crellio, Dresden, 1751. Aus dem 200seitigen Auktionskatalog habe ich die Stufen die das Bayreutische, von mir betrachtete, Gebiet betreffen, rausgesucht und ein...

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  • 1768 wird von einer Sammlung in einem Gymnasium in Hof wie folgt berichtet:
  • Eine beträchtliche Sammlung unterirdischen Schätze, die bis daher seit vielen Jaren nicht ohne Mühe und Kosten zusammen gebracht worden, haben vor kurzem viele ädle und unädle, beiderlei Geschlechts, welche die in dem hochfürstl. Gymnasia zum Hof unterthänigst angestelte Feier des erwünschten Geburtsfestes ihres gnädigsten Landesvaters gelokket, mit ihren Händen betastet, dazu sie eine gedrukte Abhandlung, von denen um Hof und dessen Nachbarschaft entdekten schönen Dendriten rege gemachet.

    • Hinweis dazu: Von den aufgeführten 133 Stufen wurden 130 Stufen, die alle das von mir betrachtete Gebiet betreffen, vollständig aus dieser Auflistung abgetippt und mit dem Jahre 1768 in Volltextversion bei den oben aufgeführten Gruben, bei den einzelnen Orten, hinzugefügt.
    • Die 133 Stufen bestehen aus Kupfer oder es handelt sich um Stufen in denen Kupfer zu finden ist und wurde aufgeführt im Zusammenhang mit der Herausgabe der Friedensgrubener Ausbeutemünze von 1758.
    • Der Vollständigkeit halber führe ich hier 3 Kupfermünzen auf, die im gleichen Zusammenhang aus Brandenburg-Culmbach beschrieben werden und vermutlich der guten Ausbeute wegen, aus dem Kupfer der Friedensgrube geschlagen worden sind. Der Jahrgang 1752 wird von Johan Jakob Spies 1768 als Bergbaugepräge wie folgt beschrieben:
Bergbaugepräge Brandenburg-Culmbach
Bergbaugepräge Brandenburg-Culmbach

Bergbaugepräge Brandenburg-Culmbach von 1752. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken

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  • Jean-Paul-Gymnasium in Hof
  • Die o.g. Sammlung hat sich 1768 vermutlich in dem Jean-Paul-Gymnasium in Hof befunden, welche nach seinem ehemaligen Schüler, dem Schriftsteller Jean Paul (sein ursprünglicher Name war Johann Paul Friedrich Richter (21. März 1763, Wunsiedel – 14. November 1825, Bayreuth)), benannt wurde.
  • 1546 wurde das Hofer Gymnasium von Albrecht Alcibiades (28. März 1522, Ansbach - 8. Januar 1557, Pforzheim) der von 1527 bis 1554 Markgraf von Brandenburg-Kulmbach war, in der Zeit von 1527 bis 1541 allerdings durch seinen Onkel Georg von Brandenburg-Ansbach, der nach dem Tod von Kasimir, der Vater von Albrecht, die Vormundschaft übernahm, gegründet und zählt damit zu den ältesten Schulen im deutschsprachigen Raum.
  • Ein bekannter Mineraliensammler dieses Gymnasiums war:
  • Paul Daniel Longolius (1. November 1704 in Kesselsdorf; 24. Februar 1779 in Hof), ein deutscher Enzyklopädist, Philologe, Historiker, Lehrer und Rektor.

    • abweichende Schreibweisen seines Namens lauten wie folgt: Paullus Daniel Longueil, Paul Daniel Longueil, Paullus Daniel Longolius, Paulo D. Longlol.
  • 1719 Besuch der Kreuzschule in Dresden.
  • 1724 ließ er sich an die Leipziger Universität immatrikulieren.
  • 1728 schloss er sein Studium als Magister der Philosophie ab.
  • 1729 Promotion in Philosophie.
  • 1733 bis 1739 bekannt als Mitarbeiter und Redakteur des Zedlerschen Universallexikons.
  • 1735 nahm er eine Stelle als Rektor des Gymnasiums Albertinum in Hof (später Jean-Paul-Gymnasium) an, vorher Heirat mit Erdmuthe Dorothea Baumgartenn in Leipzig.
  • 1737 nach dem frühen Tode seiner ersten Frau Heirat mit Elisabeth Susanne Herold.
  • 1757 erschien von dem unermüdlichen Schreiber Paul Daniel Longolius, der viele Werke und Schriften verfasste, eine Beschreibung "Von den Arten des Marmors, die um die Stadt Hof, in Brandenburg-Kulmbachischen, brechen".
  • 1778 hörte er auf eigenen Wunsch, wegen gesundheitlicher Gründe, als Rektor des Hofer Gymnasiums auf.
  • 1778, am 24. Dezember, verfasste er ein Testament über seine Sammlung von Bücher, Mineralien und Münzen, die zum öffentlichen Gebrauch der Stadt Hof und deren Schule verbleiben möge.
  • 1784 wurde die Münzsammlung von Christian Friedrich Karl Alexander (24. Februar 1736, Ansbach - 5. Januar 1806, Speen/England), der letzte Markgraf bis 1791 von Brandenburg zu Ansbach-Bayreuth, angekauft.
  • 2006 befindet sich seine in den Jahren von 1735 bis 1778 zusammen getragene Mineraliensammlung in einem prachtvollen Barock-Schrank, mit zahlreichen Schubfächern, im Jean-Paul-Gymnasium in Hof.
Barock-Schrank, Paul Daniel Longolius
Barock-Schrank, Paul Daniel Longolius

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, kreisfreie Stadt/Frankenwald. Barock Sammlungsschrank von Paul Daniel Longolius, mit zahlreichen Schubfächern, mit gemalten Intarsien, im Jean-Paul-Gymna...

Kh.Gerl
Barock-Schrank, Paul Daniel Longolius
Barock-Schrank, Paul Daniel Longolius

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, kreisfreie Stadt/Frankenwald. Barock Sammlungsschrank von Paul Daniel Longolius, mit zahlreichen Schubfächern, mit gemalten Intarsien, im Jean-Paul-Gymna...

Kh.Gerl

  • 1772 wird in Leipzig ein vollständiger Mineralien-Sammlungs Katalog, der aus 4263 Nummern, aus allen europäischen Ländern und den übrigen Weltteilen besteht, von dem deutschen Ratsherr und Juristen Christian Ludwig Stieglitz aus Leipzig gedruckt.

    • Hinweis dazu: Aus dem 301 Seiten umfassenden Katalog, betreffen 14 Seiten den "Fränkischen Creys“, davon habe ich interessante Stufen oder mit einem seltenen Fundort und das von mir betrachtete Gebiet betreffen, rausgesucht und mit dem Jahr 1772, bei den oben aufgeführten einzelnen Orten, in Volltextversion hinzugefügt.
    • Die sehr genauen Beschreibungen der einzelnen Stufen, die zum Teil mit weiteren Informationen versehen worden sind, machen aus diesem Katalog ein interessantes, historisches Werk für die Mineralogie, auch wenn dazu entsprechende Bilder fehlen.
Katalogausschnitte, Christian Ludwig Stieglitz
Katalogausschnitte, Christian Ludwig Stieglitz

Katalogausschnitte von 1772 zu der Sammlung von Christian Ludwig Stieglitz.

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  • Hinweis zu Christian Ludwig Stieglitz: Christian Ludwig Stieglitz wurde am 16. Februar 1724 in Leipzig geboren und verstarb am 4. Mai 1772, ebenda.
  • Christian Ludwig Stieglitz studierte an der Universität in Leipzig Rechtwissenschaften und machte in Leipzig auch seinen "Doktor der Rechte". Er war Magistrat, "Beisitzer des Oberhofgerichts" und Proconsul (stellv.Bürgermeister) in Leipzig.
  • 1754 heiratete er Christiane Richter, Tochter von dem bekannten Händler, Ratsherr und Sammler Johann Christoph Richter (29. Oktober 1689, Leipzig - 27. Februar 1751, ebenda), dem Gründer des "Museum Richterianum" in Leipzig.

    • Hinweis zu Johann Christoph Richter: 1743 verfasste Johann Ernst Hebenstreit (15. Januar 1703, Neustadt an der Orla – 5. Dezember 1757, Leipzig) einen sehr umfangreichen Katalog, mit einer entsprechenden Anzahl von Kupferstichen, einschließlich der Ansicht eines Raumes im Museum, zu der Sammlung von Richter.
  • Dr. Christian Ludwig Stieglitz war ein leidenschaftlicher Mineraliensammler und weit über die Grenzen seines Heimatortes bekannt für seine geologisch und mineralogisch zusammengetragene Sammlung. Er war darüber hinaus Mitglied der Naturkunde von der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin.
  • 1769 ließ Dr. Christian Ludwig Stieglitz einen prächtigen Band bei dem Leipziger Verlagshaus, des deutschen Buchdruckers und Verlegers Bernhard Christoph Breitkopf (2. März 1695, Clausthal - 26. März 1777, Leipzig), mit 65 Stücke seiner Mineraliensammlung, die auf 21 Kupferstiche zu finden sind und durch den Maler Morino handkoloriert wurden, in einer kleinen Druckauflage, mit entsprechend kurzen beschreibenden Texten der dargestellten Stufen, anfertigen und veröffentlichen.
  • 1772 folgte dann noch über die Sammlung von Dr. Christian Ludwig Stieglitz ein "Vollständiger Catalogus einer Suiten Mineralien-Sammlung, welche aus 4263 Numern bestehet".
  • 1772, am 4. Mai, nach dem Tode von Dr. Christian Ludwig Stieglitz, konnte sein Sohn die Sammlung an das Theresianische Kollegium in Wien verkaufen.
  • 1773 wurde der Titel der Anstalt von Theresianische Kollegium in "k. k. adelige Akademie" geändert.
  • 1778 berichtet der Inspektor und Mineraloge Abraham Gottlob Werner (25. September 1749, Wehrau – 30. Juni 1817, Dresden), Lehrer der Mineralogie an der Bergakademie in Freiberg, der auch Alexander von Humboldt gelehrt hatte, in seinem Werk "Sammlungen zur Physik und Naturgeschichte" wie folgt über die Sammlung von Stieglitz: "In der Stieglitzischen Suiten-Mineraliensammlung lagen die Foßilien nach den verschiedenen Ländern, welche jedoch nicht in der besten geographischen Ordnung auf einander folgten; es lagen keine Gebirgsarten dabey, und die Foßilien von einem jeden Lande, Provinz oder Bergort waren methodisch, d. i. nach Erd- und Steinarten, Metallarten u.s.w. geordnet. Diese Sammlung konnte also weder zu dem Studio der mineralogischen Geographie, noch zu dem Studio der Oryktognosie (Mineralogie) recht gebraucht werden."
  • 1815 berichtet der deutsche Physiker Ludwig Wilhelm Gilbert (12. August 1769, Berlin - 7. März 1824, Leipzig), der hauptsächlich Mathematik und Geografie studierte und 1794 zum Doktor der Philosophie promovierte, in den "Annalen der Pysik" über ein "Gediegeneisen voll Olivin" aus dem kaiserlich königlichen Naturalienkabinet Wien wie folgt zu dem Band von 1769: Die 21 Kupfertafeln wurden von dem Miniaturmaler, Namens Morino, der sich in Leipzig aufhielt, ausgemalt, "so treu und gut, als sich das durch Farben nur immer thun läßt." Weiterhin berichtet er, dass von diesem "Prachtwerk höchstens 10 Exemplare vorhanden sind".
  • 1828 berichtet Dr. Johann Carl Freiesleben (14. Juni 1774, Freiberg - 20. März 1846, Niederauerbach) in seine "Erste Beylage" über sächsische Mineralien zu dem Band von 1769 wie folgt: "Theilt einige, wenn auch nicht sehr zahlreiche, interessante Notizen mit. Der Besitzer dieser Sammlung, D. Christ. Ludw. Stieglitz, in Leipzig, hatte aus seiner Sammlung nur 65 der merkwürdigsten Stücke auf 21 Kupfertafeln in ihrer natürlichen Größe, in Umrissen, darstellen und von einem Miniaturmaler, Morino, ausmalen lassen; da diese Abbildungen zugleich mit 24 Seiten lateinischer und deutscher Erklärung begleitet sind, so ist hieraus dieß seltne Prachtwerk entstanden" ... und zu dem Band des "Vollständigen Catalogus" von 1772: "Das von Duckwitz sehr gut gefertigte Verzeichnis ist geographisch geordnet, und die sehr zahlreiche sächsische Suite von S. 180. bis 290. ziemlich richtig und zuverlässig beschrieben."
  • In der jünsten Vergangenheit konnten im Naturhistorischen Museum von Wien einzelne Stufen aus der Sammlung von Dr. Christian Ludwig Stieglitz wieder identifiziert werden, bedeutet das große Teile der Sammlung vermutlich nicht mehr auffindbar sind.
Kupfertafeln Christian Ludwig Stieglitz
Kupfertafeln Christian Ludwig Stieglitz

Kupfertafeln zu der Sammlung von Christian Ludwig Stieglitz, 1769. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

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Kupfertafel Christian Ludwig Stieglitz
Kupfertafel Christian Ludwig Stieglitz

Kupfertafel zu der Sammlung von Christian Ludwig Stieglitz, 1769.

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  • Hinweis zu den Bildern: Im oberen Bild sind zwei Original Kupferstiche von 1769 mit den entsprechenden Beschreibungen zu sehen, die von mir in ihrer Größe entsprechend angepasst und leicht aufgehellt worden sind. Im unteren Bild wurde von mir eine Stufe von 1769 für den Mineralienatlas aufbereitet, wobei die Originalfarben dabei erhalten geblieben sind und im Wesentlichen nur der Kontrast angepasst wurde. Aus dem von mir betrachteten Gebiet des Frankenwaldes wurden leider keine Stufen abgebildet, um aber entsprechendes Material von den 21 Kupferstichen vorzustellen habe ich mich für die oben im Bild zu sehenden Kupferstiche entschieden.
  • 1786 wird ein Verzeichnis als Büchlein von dem Markgräflich Brandenburgischen Kammerherrn und Berghauptmann zu Bayreuth, Carl Freyherr von Bothmer, gedruckt.
  • Der Text des Büchleins lautet wie folgt: "auszug des verzeichnisses der fossiliensammlung des Marggraeflich Brandenburgischen Cammerherrns und Berghauptmanns zu Bayreuth Carl Freyherr von Bothmer behuf der anschaffung und versendung Bayreuthischer fossiliensammlungen. 1786".

    • Hinweis dazu: Bei dem Verzeichnis in dem Büchlein geht es um die Vereinfachung Sammlungsmaterial interessierten Sammlern / Käufern zukommen zu lassen, wobei in der Gesamtliste die Nummern unterstrichen sind die Carl Freyherr von Bothmer geliefert hat. Im Anhang des Büchleins befindet sich eine weitere Liste mit Nummern von den Bergwerken / Gruben in der ersichtlich ist, woher die Stücke stammen. Das kleine Büchlein wurde gedruckt und herausgegeben, um Übertragungsfehler zu vermeiden und den gesamten Ablauf zu vereinfachen. Wurde eine Stufe dem abzugebenden Gesamtbestand entnommen, so bat Carl Freyherr von Bothmer die Herren Bergbeamten, unter Einbeziehung des Büchleins, ihm solch fehlenden Stücke dann wieder zukommen zu lassen. Diesem gedruckten Gesamtverzeichnis ist eine Danksagung, "Bayreuth, im Quartal Luciae 1785“, an Herrn Hochfürstlichen Bergrath und Bergmeister zu Nayla Herrn Christian Ernst Trommler beigefügt, weil dieser ein Lieferant mit größter Sorgfalt war.
    • Aus der Gesamtliste in dem Büchlein ist unten ein abgetippter und aufbereiteter Teilauszug zu sehen, wobei ich zum Teil andere Vorzeichen nehmen musste, weil diese im Original "html Befehle" gewesen wären.
    • II. Abtheilung. die Bergrevier Nayla,
    • A) eisenspath.

      • a) schwarz oder höchst dunkelbraun - 277. 29. 161. 345. 8. 365. 392.
      • b) hellbräunlich und dunkelbraun - 278. 275. 44. 141. 305.
      • c) hellbraungelb - 28. 9. 14. 92. 123. 90. 401.
      • d) braungelbrostig - 145. 37. 143. 7. 56. 306.
      • e) braunrothrostig - 45.
      • f) dunkelbraun, doch heller als (a) - 75.
      • ;;) würflich drusig von unterschiedenen der vorigen arten. - 65. 117. 105.
    • B) gemeiner Eisentuf.

      • a) mit glaskopftheilen -238. 48. 162. 125. 356. 357. 400. 328. 139. 184. 279.
      • ;) in schaalen meistens mit quarz wechselnd - 114.
      • Nro. 366. kann zwar als eine aehnliche Art angesehen werden, sie hebt aber, in ihren abaendrungen, mit blossen eisenschüssigen quarzschaalen an.
      • ;1) die arten von der Armen hülfe mit quarzübersinterungen
      • a) mit krystallischen. - 41. 154. 157. 158.
      • ß) mit unkrystallischen. -340. 156.
      • ;;;) mit kleinknospigen- und zackendrusen. - 17. 19. 324.
      • a) mit bunten farben. -369. 355. 368. 60.
      • ß) mit uncrystallischer kupferocker. - 281. 22.
      • y) mit eisenfaerbig schimmernden theilen. - 64.
      • ;') "") mit krystallischem quarze; doch nicht so wie ("") - 153. 362.
      • "") ";") die art (";") in schönen zackendrusen, wird gegen die aehnliche, II. C a", gerechnet.
      • b) mit pechigen theilen - 6. 31. 276. 282. 132. 147. 93. 382. 186. 338. 372.
      • ;) stahlblau angelaufen, -182. 185.
      • ;;) auf den klüften wie plüsch aussehend. - 181. 183.
    • C) mit glasköpfigen und pechigen theilen - 280. 38. 39. 325. 302. 391. 307.

      • d) ohne oder mit nur einzelnen und wenigen pechigen und glasköpfigen theilen - 74. 364. 21. 170. 57. 177. 190. 393. 189. 188. 191. 346. 375.
      • ;) hornig - 187. 62.
      • c) glaskopf; in die maasse zu verstehen wie, bey I B, bemerkt worden. -
      • a) mit zacken - 132. 350. 149. 50. 327. 128. 130.
      • ;) vorzügliche stücke - 390. 20.
      • b) gemein eisnetuf ganz umgebend. - 140.
      • c) unbestimmte abaenderungen - 40. 148. 150. 151. 152. 341. 344. 30. 10. 352. 63. 59. 347. 348.
      • d) mit gemeinem eisentufe und quarze, zu mörtelsteinartiger masse verbunden. 49.
      • e) von sonderlich verfalteter schaalen. - 121.
      • f) besonders dünnschiefrig -119.
      • g) so kleinknospig und glaenzend dass man ihn für eisenfaerbig schimmernd ansieht. -32.
    • D) einige hier, zum theile auch überhaupt nicht gar gewöhnliche arten von eisenstein.

      • a) fahl, matt, auch wol mit eisenfaerbig schimmernden - 27.
      • b) besondre würflich schiefrige art - 159. 18.
      • c) andre, so aus inniger mischung der glaskopftheile mit eisentuf entsteht, von fahler, matt glaenzender oberflaeche. -394.
      • d) schimmernd und russig - 122. 367.
      • e) pechig, aber matt, grau oder fahl - 361.
      • f) pechig, schwarz, schaalig -146. 353. 363.
      • g) von gefüge und bruche den rothen aehnlich; aber von farbe dem einsentufe -176.
    • E) rother eisenstein. ich begreife hierunter, nebst den auffallend rothen arten, auch solche, die aus ihren fahlen, oft schimmernden farbe, ins rothe nur schielen oder doch rothe lasur und ocker zeigen.

      • a) schwammig - 2. 301. 342.
      • b) mehr roth als fahl; hornartig, doch gewissermaassen schiefrig - 1. 43.
      • c) ganz jaspidaeisch; theils dicht, theils dichschiefrig. 386. 24. 26. 25. 166. 172.
      • d) dickschaalig, theils schwammig. -251. 404. 87.
      • e) quaerzig. -163. 167. 171.
      • f) mit kalkart vermengt -253. 343.
      • g) wenig roth zeigend - 254. 252. 52. 168.
      • h) sehr schwer, schiefriger anlage im fahlen schimmernd - 51. 178.
      • i) in dem vorigen nahe, aber nicht gleichkommend. - 164. 169. 165.
      • k) dunkelroth mit fahlen schimmernden flitschen. - 174.
      • l) braunrot und fahlschimmernd mit rother ocher in den klüften. -373.
      • m) schieftig; doch in einem stücke deutlicher als im andern. - 284. 285. 286.
      • n) Lauensteiner -383.
    • F) gemische von kupfer- und eisenarten

      • a) kupferkies, schwarzer pechiger und brauner eisenstein mit strahliger grüner kupferocher - 370. 142. 144. 310. 12. 309. 303.
      • ) minder schöne stücke - 293. 377. 110. 126.
    • G) kupferkies

      • a) in eisenspathe - 376. 47. 15. 131. 118.
      • b) ganz stufrein oder doch sehr derb. - 115. 385. 351.
      • ;bey eisentuf - 116. 354.
    • H) fedrig strahlige grüne kupferocher

      • a) in gemischen Siehe F.
      • b) bleichgrün - 34. 359.
      • c) hochgrün - 308.
    • I) kiese

      • a) stufrein - 33. 360.
      • b) in gestein - 180.
      • ) graupig - 4.
      • c) in eisentufe 83. 371. 179.
      • ;) wenig feuerschlagend - 358.
      • d) in rothem eisensteine - 374.
    • K) flusspath

      • a) schiefrig - 36.
      • b) meergrün und weiss. -46. 294. 35. 403.
      • c) hochmeergrün - 13.
      • d) voll kupferocher - 42.
      • e) sonderlich dicht. - 311.
    • L) kobalt - 349. 173.
    • M) kalkspath - 23. 11. 124.
    • N) grüner schirl. - 3.
    • O) steinflachs. - 53.
    • P) vermischtes gestein

      • a) aus der schirlmasse N und quarze - 5.
      • b) in ihren abaenderungen sonderbarer kalkart. - 175.
    • Q) quarz

      • a) mit spuhr gehemmeter crystallisation - 16.
      • b) klein krystallisch. -120. 58.
      • c) der Conradsreuther - 339.
    • R) bleyglanz - 409.
    • S) jaspis.

      • a) roth. - 55.
      • b) grün - 61.
    • T) glimmer asbest (sonst grüner schirl genannt) S. auch I. H. - 379.
    • Grubenverzeichnis:

      • Hinweis dazu: Die Auflistung der Gruben in dem Büchlein geschah fortlaufend mittels Nummern. Die Originalliste hier einzustellen hätte den Rahmen gesprengt und so habe ich die entsprechenden Nummern, in dem von mir betrachteten Gebiet, aufbereitet, um den interessierten Leser zu den o.g. Stufen, mit den entsprechenden Nummern, die Gruben anzugeben.

        • 41, 147, 148, 149, 150, 151, 152, 153, 154, 156, 157, 158, 159, 340, 341, 394: Armen hülfe / bey Schnarchenreuth
        • 55, 61: auf dem felde / bey Weydesgrün
        • 404: Bau mit Gott Johanna Christina / bey Langenbach
        • 351, 352, 377, 385: Bauer / Lichtenberg
        • 252: Bergmaennische Glückauf / bey Steinbach
        • 293, 294, 403: Beschehrt Glück / bey Lichtenberg
        • 386: Blaue Löwe / bey Lichtenberg
        • 339: - / Conradsreuth zwischen Mönchberg und Hof (gehört nicht zu meinem betrachteten Gebiet)
        • 37, 38, 39, 40, 44, 45, 47, 141, 142, 143, 144, 145, 146, 349, 350, 376: Eisenknoten / bey Schnarchenreuth
        • 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 30, 31, 32, 34, 35, 42, 46, 115, 119, 305, 306, 307, 308, 309, 310, 311: Friedensgrube / Lichtenberg
        • 375: Friedliche Vertrag / in der Dürrenweyde
        • 87: Frische glück / bey Langenbach
        • 277: Fröhliche Wiederkunft /bey Nayla
        • 51, 52, 163, 164, 165: Fusspühl / bey Weydesgrün
        • 27, 28, 29, 33, 36, 130, 132, 139, 140, 238, 370, 371: Gabe Gottes und Treue freundschaft / im Kemlass
        • 383: Gegentrum des Frischenglücks / im Amte Lauenstein (gehört nicht zu meinem betrachteten Gebiet)
        • 254: Glück halt an /bey Steinbach
        • 253: Glückauf / bey Steinbach
        • 400, 401: Gott hat geholfen /bey Steben
        • 284, 286: Gott sorgt / bey Windischengrün (gehört nicht zu meinem betrachteten Gebiet)
        • 251: Gottes Geschick / bey Langenbach
        • 21, 23, 117, 118, 120, 123, 124, 131: Graue Wolf / Steben
        • 125, 126, 128: Grosse Chistof / im Hohen Rade
        • 175, 176, 177, 178, 179, 180, 374: Gumpelmann / bey Weydesgrün
        • 161: Heilige drey Könige / bey Berg
        • 62, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187: Hoff auf Gottes segen / im Stehgenholze
        • 48, 49, 50, 121, 162: Hofnung Gottes / bey Berg
        • 18, 19, 20, 22, 56, 58, 59, 60, 63, 64, 65, 116, 353, 354, 355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366, 367, 368, 369, 390: Hülfe Gottes oder Vntre Mordlau / Steben
        • 327, 328: Johann Georgenzeche / bey Steben
        • 188, 189, 190, 393: Klockenklang / bey Schwarzenbach am Walde
        • 382: Komm Glück mit Freuden / bey Steben
        • 344, 345: Kupferbühl / bey Issigau
        • 114, 275, 276, 278, 279, 280, 281, 282: Naylaer hauptzug / Nayla
        • 14, 15, 16, 17, 74, 75, 83, 90, 92, 93, 105, 110, 122: Obre Mordlau /Steben
        • 346, 347: Rebecka / im Eichelsteiner Walde
        • 1, 2, 3, 4, 5, 43, 53: Rothe hirsch / Lichtenberg
        • 172, 173, 174: Rothe mann / bey Weydesgrün
        • 342, 343: Rothe Rose /bey Issigau
        • 324, 325, 392: Schafleithe / bey Steben
        • 379: - / Schwaerzenbach an der Saal (gehört nicht zu meinem betrachteten Gebiet)
        • 409: Schwarze Mohr und Dreyfaltigkeitsstolln / in der Dürrenweyde
        • 348: Sibylla / im Eichelsteiner Walde
        • 191: Tennig / bey Schwarzenbach am Walde
        • 57, 170, 171: Teutsche Kayser / bey Weydesgrün
        • 338: Treue Brüder / bey Weydesgrün
        • 24, 25, 26, 301: Vogel Strauss / bey Langenbach
        • 302, 303, 391: Zufaellige Glück / bey Steben
        • 166, 167, 168, 169: Zufriedenheit / bey Weydesgrün
        • 372, 373: Zweifelhafte Glück /bey Weydesgrün
      • Hinweis dazu: Keine dieser aufgeführten Stufen wurde von mir bei den o.g. einzelnen Orten, unter den Gruben, hinzugefügt.
    • Gymnasium illustre Collegium Christian-Ernestinum in Bayreuth
    • Das heutige Gymnasium Christian-Ernestinum wurde 1664 unter dem Namen Gymnasium illustre Collegium Christian-Ernestinum vom Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth gegründet.
    • 1789 berichtet der öffentliche Lehrer der Weltweisheit und Mathematik, M. Johann Georg Friedrich Krafft, von einer kleinen Sammlung im illustre Collegium Christian-Ernestinum, die er ohne Inventarverzeichnis übernommen hat, in welcher sich mathematische und physikalische Instrumente, Maschinen und Modelle befunden haben. Da die Sammlung aus wenigen zum Teil zerbrochenen oder sonst beschädigten Stücken bestanden hat machte Johann Georg Friedrich Krafft dieses mittels eines Druckes öffentlich, um "dadurch sowohl mich selbst gegen jeden, künftig auch nur möglichen Verdacht schlechter Aufsicht über das Empfangene vollkommen zu sichern." Weiterhin äußerte er den Wunsch, "daß diese geringe und mangelhafte Sammlung durch Beyträge von wohlthätigen Gönnern und Freunden unsrer Schulanstalt nach und nach eine Vermehrung erhalten möge." Die Sammlung konnte im Laufe der Zeit durch Schenkungen schließlich aufgestockt werden. Zum Dank beschreibt Herr Kraft einige Schenkungen in seinem Druck und dabei befindet sich folgende Position: "1787, Nov. - Herr Kammerherr und Berghauptmann Carl Freyherr von Bothmer, allhier: eine ansehnliche Sammlung von Fossilien des Bayreuthischen Fürstenthums, nebst dem 1786 in Druck erschienenen dazu gehörigen Büchlein: Auszug des Verzeichnisses der Fossilien-Sammlung, behuf der Anschaffung und Versendung Bayreuthischer Fossilien- Sammlungen. 1786. 8."
    • Ob mit dieser Schenkung Carl Freyherr von Bothmer sein Handel aufgegeben hat, konnte ich bisher nicht ermitteln.
    • Hinweis zu Carl Freyherr von Bothmer:
    • Carl (Ludwig) Freiherr von Bothmer wurde am 1. November 1736 in Wolfenbüttel geboren.

      • abweichende Schreibweisen seines Namens lauten wie folgt: Carl von Bodmer, F. C. von Bodmer, D. F. von Bodmer, Karl von Bothmer, Carl Freyherr von Bothmar.
      • Seine Eltern: Karl Ludwig Freiherr von Bothmer (12. Februar 1699 - 15. Mai 1749) und Henriette Friedrike von der Schulenburg (8. September 1717 - 6. Juni 1763). Heirat im Jahre 1736.
    • 1753 am 10. Mai an der Universität Leipzig immatrikuliert.
    • Heirat am 13. Oktoner 1763 in Wolfenbüttel.

      • Seine Frau: Sophie Charlotte von Bülow, aus dem Hause Zurow (28. Januar 1735 in Stralsund - 7. April 1786 in Bayreuth).
    • 1762 lebte er als herzoglich braunschweigischer Jagdjunker in Blankenburg/Harz.
    • 1770 ging er als Berghauptmann nach Goldkronach, wurde später Kammerherr in Bayreuth und bekam den Titel Hochfürstlicher Brandenburgischer Kammerherr und Berghauptmann im Fürstentum Bayreuth.
    • 1779 schrieb er das Werk "Betrachtungen und Einfälle über die Bauart der Privatgebäude in Teutschland".
    • 1786 folgte ein weiteres Werk über "die geschichte des Goldcronacher goldbergwerks".
    • 1805, am 2. November, verstarb er im Alter von 69 Jahren in Bayreuth.
  • 1789 wird eine Sammlung in Erlangen angeboten:

    • 1789 wird ein Verzeichnis einer ansehnlichen Sammlung von seltenen Natur- und Kunstprodukten in welcher sich ausser einer beträchtlichen Menge Erzstufen und Versteinerungen eine starke Anzahl angeschnittener und polirter Steinarten besonders auszeichnet erstellt, die parthienweiß um beygesetzte billige Preise an Liebhaber abgegeben werden soll.
    • Wo sich die Sammlung befindet ist aus der Liste nicht zu entnehmen, lediglich auf folgenden Hinweis möchte ich hier hinweisen: "Herr Professor Esper zu Erlang hat sich auf Antrag erbothen, für auswärtige Liebhaber auf jede aus diesem Verzeichnis zuwählende Stücke, Commissionen zu übernehmen ... zumal diese Sammlung in einer von Erlangen einige Meilen entlegenen Stadt aufbewahret wird".

      • Hinweis zum ehemaligen Besitzer: Nach den jetzt mir vorliegenden Unterlagen handelt es sich um die ehemalige Sammlung von Herrn Kammerrath Meermann aus Bayreuth die nach seinem Tode aus der "Tobacks Fabrike gegenüber beim Poststall" unweit von Bayreuth ausgelagert worden ist. Erwähnung seiner Sammlung siehe weiter unten unter dem Kapitel Bayreuth – Sammlungen; 6) Herr Meermann.
      • Hinweis zu Professor Esper: Eugen Johann Christoph Esper wurde am 02. Juni 1742 in Wunsiedel geboren und verstarb am 27. Juli 1810 in Erlangen. 1781 Privatdozent und promovierte im gleichen Jahr in Philosophie an der Universität Erlangen mit der Doktorarbeit. 1782 außerordentlicher Professor, 1799 ordentlicher Professor der Naturgeschichte, 1805 Direktor des Naturalien-Kabinetts in Erlangen.
      • Hinweis dazu: Die Erzstufen die in der Liste das von mir betrachtete Gebiet betreffen wurden sorgfältig ausgewählt, abgetippt und mit dem Jahr 1789 in aufbereiteter Form den oben aufgeführten Gruben, bei den einzelnen Orten, hinzugefügt.

  • Die Mineralien Sammlung von dem Bergrat Christian Ernst Tromler zu Naila.
  • 1719 wurde Christian Ernst Tromler in Schneeberg geboren und war der Sohn von dem bekannten Bergmeister Christian Friedrich Tromler, der von Bergdirektor Georg Gottfried Rücker in das Bergrevier Goldkronach geholt wurde.
  • 1748 wurde Christian Ernst Tromler als Bergmeister für das Bergrevier Naila eingestellt.
  • 1749 Besichtigung der markgräflichen Bergwerke durch Bergrat Trommler aus Sachsen-Weimar und erstellen eines Gutachtens über den Zustand der Bergwerke im Fürstentum Bayreuth.

    • Hinweis dazu: Nach den jetzt vorliegenden Unterlagen war sein Vater der gebürtige Schneeberger Christian Friedrich Tromler und als Bergmeister im Bergbau in Goldkronach beschäftigt. Ein weiterer Tromler, vermutlich der Bruder des Vaters, war Bergrat in Sachsen-Weimar. In Rodersdorf/Plauen hatte Christian Ernst Tromler einen weiteren Verwandten Karl Heinrich, der am 2. März 1753 von Schneeberg als Pastor nach Rodersdorf unter der Inspektion Plauen versetzt und 1759 in Verbindung mit der Bergparade in Hof genannt wird und der 1762 eine Ehe zwischen Tromler und Irmisch vollzogen hat, wobei der neuvermählte Tromler einen einzigen Bruder Christian Ernst mit dessen Ehegattin Katharine Marie hatte. Vermutlich ist dieser Pastor Karl Heinrich dann 1789 in Schneeberg als Oberpfarrer M. Carl. Heinr. Tromler tätig, dessen Vater M. Joh. Ernst Tromler war und am 28. Sept. 1724 in Verbindung mit die "Erneuerte Stadt- und Berg-Chronica der Bergstadt Schneeberg", 1716 herausgegeben, genannt wird.
    • In der alten Literatur wird Tromler sowohl mit einem "m" als auch mit doppel "mm" geschrieben. Obwohl die Familie Tromler sich in verschiedenen Bergbaugegenden auszeichnete und dadurch bekannt wurde, sind im "World Wide Web" fast keine Informationen zu finden. In diesem Sinne ein Wunsch an die Professoren an den deutschen Universitäten diesbezüglich eine Studien- oder Doktorarbeit zu der Familie Tromler aus Schneeberg schreiben zu lassen.
  • ab 1762 leitete Bergmeister Tromler auch das Wunsiedler Bergamt.

    • Hinweis dazu: Das Wunsiedler Bergamt leitete Bergmeister Christian Ernst Tromler vermutlich bis 1766. 1765 wird er dort noch genannt und stellt 1766 ein Gesuch wegen besserer Aufsicht des Wunsiedler Reviers.
  • 1763 war Bergmeister Christian Ernst Tromler in der "gelährten Welt schon bestens bekannt".
Gutachten durch Christian Ernst Trommler
Gutachten durch Christian Ernst Trommler

Gutachten durch Herrn Bergmeister Christian Ernst Trommler, Naila, zu einem "besondern phosphorescirenden und faserichten Steins", der ihm von dem Nürnberger Naturforscher Martin Frobenius Ledermül...

woelsendorfer
  • 1765/66 gesuch des Bergmeisters Tromler zu Naila wegen Beförderung.
  • 1766 nach dem Tode von Johann Abraham Löwel wurde er dann Bergrat in dem "Hoch-Fürstl. Ober-Berg-Departement" für das "Berg-Amt Nayla".
  • 1771 Anweisung für Bergrat Tromler in Naila zur Einsendung der Kretschmannschen Bergwerkssammlungen und Unterlagen.

    • Hinweis zu Johann Wilhelm Kretschmann: Johann Wilhelm Kretschmann (1702-1758) schrieb 1741 die "Berg Historia Brandenburg Bayreuth", die vor 200 Jahre schon kritisiert wurde und "fast keinen wissenschaftlichen Werth" hatte. Mit diesem Werk steht Kretschmann nicht allein, auch Werke von Bergmeister Carl Wilhelm von Gümbel (1823 - 1898) und Pfarrer Dr. Johann Georg Adam Hübsch, hier von 1863, sind mit entsprechender Vorsicht zu genießen.
  • 1783 ist folgender Hinweis zu der Sammlung zu finden: "... findet man bey ihm einen mühsamen zusammengebrachten Vorrath alles desjenigen, was das Land an Erzten, Marmor, Farberden, und andern Seltenheiten aufzuweisen hat ..."
  • Weiterhin wird wie folgt berichtet: "Beyde obigen Reviere (Bergamtsrevier Naila und Lauensteiner Revier) stehen unter dem würdigen und der gelehrten Welt hinlänglich bekannten Bergrath und Bergmeister Herrn Christian Ernst Tromler, einen Bergmann von Leder, aus Schneeberg in Sachsen gebürtig, der es sich zur Ehre rechnen kann, daß er in seiner Jugend in Norwegen, Rußland und andern Ländern, sowohl in der Grube, als Hütte, Faustsarbeit gethan hat, welches ihm bey seinem 35jährigen Dienst gewiß machen Nutzen geschaft haben wird; ... und, da er der dienstfertigste Mann von der Welt ist, so kann man jedem Fremden ihn empfehlen."
  • 1788, nach seinem Tod, wurde der Nachlass der verwitweten Bergrätin Tromler zu Naila durch die Amtshauptmannschaft Wunsiedel eröffnet.
  • 1795 wird in Hof ein Verzeichniß des Berg-Rath Tromlerischen Mineralien-Cabinets zu Naila in Baireuthischen gedruckt und wie folgt beschrieben:

    • "Dieses Verzeichniß wurde zwar nur um deshalb gedruckt, um Liebhaber, da die Erben dieses Kabinet zu verkaufen wünschten, mit dem Inhalte deßelben bekannt zu machen, allein es verdient auch noch hier bey erfüllter Absicht einen Platz, da es von machen Mineralien unsers Landes bestimmt die Geburtsörter angiebt. Uebrigens hatte diese Sammlung leider ! wie es so oft der Fall zu seyn pflegt, nicht das glückliche Schicksaal, indem es in die Hände eines Mannes fiel, der, wie es mehrere Umstände bewießen haben, nicht sonderlich für das Studium der Mineralogie eingenommen seyn mußte."
    • Das Verzeichniß wurde durch Johann Ernst Tromler, vermutlich der/ein Erbe von Christian Ernst Tromler, geschrieben und zum Druck gegeben.
  • 1797 wird über die Sammlung wie folgt berichtet: Ein ansehnliches Naturalien Cabinet stehet noch in 8 Schränken zu Nayla, und kann von seinen Erben zu Hof einem Liebhaber käuflich überlassen werden.
  • Es enthält nicht nur alle fast alle Mineralien des Landes, sondern auch die merkwürdigsten aus den vornehmsten Berggegenden anderer Länder.
  • An Mineralien finden sich aus der Naylaer Gegend in dem Tromlerischen Cabinete unter anderem:

    • a.) derber spiegelichter Bleyglanz mit etwas anstehendem Kalkspathe
    • b.) Bleyglanz in Quarz
    • c.) Bleyglanz mit etwas Kupferkies, Kalkspath und Quarz, imgleichen
    • d.) mit aufliegendem Eisenocker und etwas späthigem Eisenstein. Ferner
    • e.) von der Hoffnung zu Gott auf der Lochwiese: gediegenes Kupfer, mit Silber- Kupfer- und Eisenhaltigen Ocher
    • f.) vom weißen Hirsch gediegenes Kupfer mit vielem Ocher
    • g.) gediegenes Kupfer mit rothem Kupferglas, Kupfergrün und braunem Ocker von Rückersberg. Eben daher
    • h.) schwarzer Glaskopf mit aufliegender Magnesia, und
    • i.) derber Kupferlies, der durch spathigem Eisenstein setzt
    • k.) Von der Grube: Haus Brandenburg, Kupferkies mit Kupfergrün und Flußspath
    • Hinweis dazu: Keine dieser aufgeführten Stufen wurde von mir bei den o.g. einzelnen Orten, unter den Gruben, hinzugefügt.
Kupferstiche Christian Ernst Trommler
Kupferstiche Christian Ernst Trommler

Kupferstiche von drei Mineralstufen aus der Sammlung von Christian Ernst Trommler aus dem Jahre 1763. Der genaue Fundort der Stufen, die in dem Naylaer Revier von Christian Ernst Trommler gefunden ...

woelsendorfer
  • 1808 wird der Bologneser Stein, Bononischer Stein oder Bologneser Spath, siehe dazu unter 1763 Martin Frobenius Ledermüller, in der historischen Literatur wie folgt beschrieben:

    • Ist ein phosphoresirender Stein, welchen ein Schuster in Bologna, Vincenzo Casciorolo, der sich mit der Alchemie beschäftigte, am Fuße des Berges Paterno bey Bologna fand, und, als er diesen Stein zum Goldmachen brauchen wollte, im Jahr 1630 die leuchtende Eigenschaft desselben entdeckte.
    • Man findet diesen Stein, der aus Schwerspath und etwas wenigem Thon besteht, als Geschiebe auf der Oberfläche mehrere Gypsberg in Italien, besonders aber um Bologna, und außerdem nur noch in der Schweiz. Er ist meistens von länglich runder Gestalt und platt geformt, fast so wie eine trockene Feige. Seine Farbe ist weißgrau oder gelblich, dünne Stücke desselben sind auf einen gewissen Grad durchsichtig, und aus dem Mittelpunkt desselben laufen schwache Strahlen. Legt man ihn an die freye Luft und setzt man ihn 4 Minuten lang dem Sonnen- und Tageslichte aus, so leuchtet er 18 Minuten und noch länger im Dunkeln, und sammelt, so oft man ihn dann wieder der Luft und dem Lichte aussetzt, von neuem immer Lichtstoff ein. Wenn ihm der Zugang der Luft verschlossen wird, leichtet er wenig oder gar nicht. FORTUNIO LICETI (1577-1657), Professor zu Bologna, schrieb über diesen Stein im Jahre 1640 zuerst eine Abhandlung. Nach diesem stellte ATHANASIUS KIRCHER (1601-1680) über die Natur dieses im Finstern leuchtenden Steins Untersuchungen an, und entdeckte, daß er auch in einigen Alaunminen bey Tolpha (Italien) gefunden wurde und berichtet 1646 darüber.
Bologneser Spath
Bologneser Spath

Bologneser Spath, Kupferstich des Farbspectrums, 1764.

woelsendorfer

  • 1805 wird die Sammlung von dem Markgräflich Brandenburgischen Geheimen Hofrat und Leibarzt zu Ansbach, Professor Doktor Casimir Christoph Schmidel, angeboten:
  • Verzeichniß einer auserlesenen ganz vollständigen Mineraliensammlung, wobei sich auch eine vollständige Sammlung Conchilien, Petrefacten und Zoophyten befindet, welche weil Herr Doctor Casimir Christoph Schmidel, Markgräflich Brandenb. Geheime Hofrath und Leibarzt zu Ansbach in Franken hinterlassen und die nunmehr denen Liebhabern gegen baare Bezahlung zum Kauf angeboten wird." Dieses Verzeichnis ist bey dem Doktor Medicinae Seufferheld zu Ansbach zu haben, und jeder Liebhaber kann diesen Katalog auf Verlangen und portofreyen Briefen sogleich erhalten." Es wird darauf hingewiesen: "Bley- und Zinnstuffen, deren ebenfalls eine, der übrigen Sammlung entsprechende Anzahl vorhanden sind, konnten aus Mangel an Zeit diesem Verzeichnis nicht beygefügt werden.

    • Hinweis dazu: Interessante Stufen aus dieser Auflistung habe ich mit dem Jahre 1805 in Volltextversion bei den oben aufgeführten Gruben, bei den einzelnen Orten, hinzugefügt.
    • Hinweis zu Professor Doktor Casimir Christoph Schmidel: Casimir Christoph Schmidel wurde am 21. November 1718 in Bayreuth geboren und verstarb am 18. Dezember 1792 in Ansbach.
    • Nach dem frühen Tode seines Vaters, dem fürstlichen Leibarzt und Kammerrath Georg Cornelius Schmiedel und seiner Mutter Elisabeth Dorothee Höselinn, Tochter eines Superintendenten zu Hof, verbrachte Casimir Christoph Schmiedel nur die Jahre seiner Kindheit in Bayreuth. 1728 wohnte er in Arnstadt und 1733 in Gera. Beide Schulen, in Arnstadt und in Gera, legten den Grundstein für seine Lehrsamkeit und als sein letzter Schullehrer Goldner ihn für tüchtig hielt eine Universität zu besuchen, wählte er 1735 die zu Jena aus. Auf die Universität blieb er nicht lange und wechselte bereits 1736 nach Halle, wo er sich mit allem Ernst der Erlernung der medizinischen Wissenschaften beschäftigte. Sellius, Kassenbohm, Baß und Friedrich Hofmann (1660-1742), die ihm in der Naturlehre, in der Zergliederungskunst, in der Chirurgie und in den übrigen sämtlichen Theilen der Arzneykunst ihre Kenntnisse mitteilten. Da er es aber für nötig hielt, auch den Vortrag anderer Lehrer über Wissenschaften, die er gründlich zu erlenen Willens war, zu nützen, so kehrte er 1739 wieder nach Jena zurück, besuchte die Hörsäle von Georg Erhard Hamberger (1697-1755), Wiedeburg, Wedel, Hilscher, Hermann Friedrich Teichmeyer (1685-1746) und Karl Friedrich Kaltschmid (1706-1769) und wohnte ihren Vorlesungen über die Physik, Chemie und über verschiedene Teile der Arzneiwissenschaft mit vielem Fleiß bei. In den Fächern Naturhistorie und Kräuterkunde konnten die Männer in Jena ihn mit seinen Wünschen nicht befriedigen und so wählte er in seiner Freizeit die Gegend um Halle aus um die Pflanzen- und Kräuterwelt zu studieren und zu untersuchen. Am 17. Februar 1742 bekam Schmiedel seinen Doktortitel. Nach dem Abschluss eröffnete er in Bayreuth eine Praxis als praktischer Arzt und erhielt zur gleichen Zeit von Markgraf Friedrich in der soeben errichteten Universität Bayreuth das Lehramt eines Professors der Medizin. 1743 wurde die Universität von Bayreuth nach Erlangen verlegt und Schmiedel bekam das Pensum der Anatomie und Botanik. Durch seine Arbeit und Publikationstätigkeit errang er schnell Ansehen und wurde im Jahre 1745 vom Markgraf Friedrich, zum Zeichen seiner Zufriedenheit, zum Hofrat ernannt. In den folgenden Jahren folgten weitere Ehrungen und Mitgliedschaften. 1751 heiratete Schmiedel. 1756 und 1758 führte Schmiedel mehrere Studienreisen durch und widmete diese Reisen seinem Interesse der Mineralogie und Botanik. 1763 folgte er den Ruf von dem Markgrafen Alexander von Brandenburg-Ansbach und wurde dessen Leibarzt und bat Markgraf Friedrich Christian von Brandburg-Bayreuth um seine Entlassung. 1766 wurde er aufgrund von Unstimmigkeiten, unter vollen Bezügen, vom Markgraf Alexander entlassen, empfand diesen Umstand als Glücksgriff, da er sich jetzt seinen Sammlungen widmen konnte, machte in Ansbach eine Arztpraxis auf, wurde in späteren Jahren von Markgraf Alexander wieder für verschiedene Dienst herangezogen und stieg durch Fürsprache der Mätresse vom Markgrafen in der Gunst des Markgrafen 1771 zum Geheimen Hofrat auf. 1788 wurde Schmiedel krank und verstarb im Jahre 1792.
Sammlungsstücke Prof. Dr. Casimir Christoph Schmidel
Sammlungsstücke Prof. Dr. Casimir Christoph Schmidel

Kupferstiche zu Mineralstufen aus der Sammlung von Prof. Dr. Casimir Christoph Schmidel, circa 1762-1765. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

woelsendorfer
  • Hinweis zu den Kupferstichen: Bei den oben abgebildeten Kupferstichen zu Mineralstufen aus der Sammlung von Prof. Dr. Casimir Christoph Schmidel handelt es sich nicht um Stufen aus dem von mir betrachteten Gebiet, aber aufgrund der sehr guten bis doch überragenden Kupferstecherarbeit möchte ich diese Arbeit der Kunst dem interessierten Mineraliensammler nicht vorenthalten und diese in entsprechend aufbereiteter, aber nicht überzogener Form, hier im Mineralienatlas zur Verfügung stellen. Es handelt sich dabei um Mineralstufen die alle in Deutschland gefunden und von Prof. Dr. Casimir Christoph Schmidel entsprechend beschriftet und beschrieben worden sind. Das Alter der Kupferstiche lässt sich schwer festlegen, liegt aber in den Jahren um circa 1762 und 1765.
  • Hinweis zu den Kupferstechern: Ein Hinweis zu den Kupferstechern muss an dieser Stelle einfach erlaubt sein, denn sie waren unsere "Fotographen", insbesondere zwischen dem 16. bis 18. Jahrhundert, die u. a. in Verlagshäuser arbeiteten, um wissenschaftlichen Werken entsprechende Illustrationen, die in Kupfer gestochen wurden, beizugeben. Die Kupferstecherei war eine Kunst, ein Handwerk, die den damaligen Sammler bei dem betrachten des Ergebnisses besondere Freude bereitete, wie die heutigen Sammler über gute Fotos.
  • Zu den Kupferstechern ließe sich eine Menge berichten, nur so viel, Nürnberg entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer Hochburg der Kupferstecherei und Prof. Dr. Casimir Christoph Schmidel konnte auf einen guten Fundus dieser elitären Handwerkerschaft zugreifen. Seine Kupferstiche wurden u. a. von dem Nürnberger Zeichner, Kupferstecher, Kunsthändler und Verleger Johann Michael Seligmann, dem Kupferstecher und Fossiliensammler Georg Wolfgang Knorr angefertigt und nach dem Tode beider, im Jahre 1762 und 1761, übernahm ein "Keller" die Arbeit von Prof. Dr. Casimir Christoph Schmidel und den Verlag von Johann Michael Seligmann. Die oben im Bild gezeigten Kupferstiche wurden von Prof. Dr. Casimir Christoph Schmidel, mit Hilfe des Zechners Johann Michael Seligmann, selbst angefertigt und nur zum Teil von Georg Wolfgang Knorr, vor seinem Tode am 17. September 1761, in Kupfer gestochen. Die Daten hierzu, wann, wer gestochen hat und wann die fertigen Arbeiten verlegt worden sind differieren zum Teil sehr massiv. 1753 gab es zu dem unten im nächsten Abschnitt genannten Werk bereits einen fertigen Entwurf, der nachweislich 1777 immer noch nicht vollständig herausgegeben war. An dem Werk war auch der berühmte Erlanger Maler und Radierer Christian Leinberger (17. Juli 1706, Erlangen - 2. August 1770, Erlangen) beteiligt, aber wie schon an den Daten zu erkennen ist, verstarben die Künstler bevor das Werk endgültig fertig war und dadurch geriet es immer wieder ins stocken. Das Gesamtwerk umfasste zum Schluss, also um 1777, 46 farbige Tafeln, wobei entsprechende Gesamtwerke extrem selten sind, denn viele Tafeln bzw. Beschreibungen wurden in unvollständigen Werken gebunden.
  • In diesem Zusammenhang ein erklärender Hinweis zu den abgebildeten Kupferstichen von dem Nürnberger Verleger und Kupferstecher Johann Michael Seligmann vom 10. März 1753: "Obgleich zu unseren Zeiten das weitläufige Pflanzenreich, die vierfüßigen, fliegenden und andere Thiere, nebst den Muschelarten und Insecten einen herrlichen Vorrath von Wercken aufzuweisen hat, wo sie so wohl in Kupferstichen abgebildet, als genau beschrieben werden, es auch in ein und anderem Theile des Steinreiches nicht an Proben der Geschicklichkeit und des Fleißes fehlet: so haben sich doch noch gar wenige wagen wollen, die Erzstuffen und die mit ihnen verwande Steine gehörig auszubilden, weil nicht geringe Schwierigkeiten vorhanden sind, sie lebhaft vorzustellen, und mit Farben kenntlich zu machen. Eine Stuffe oder Bergart, wenn sie auch noch so fleißig in Kupfer ausgearbeitet ist, erhält ohne ihre natürliche Farbe zugleich zu haben, gar selten den Endzweck, den sie erlangen soll; nämlich einem Anschauer einen zulänglichen Begriff von ihrer Schönheit und Art mitzutheilen. Dagegen eine mit ihren gehörigen Farben versehene nicht nur Kenner vergnügen, sondern auch Anfänger unterrichten kann, sich aus manchen Schwierigkeiten herauszuhelffen, die von einer bloßen Beschreibung fast unumgänglich übrig bleiben. Um deßwillen habe ich mich entschlossen, ein Werck zu unternehmen, welches folgenden Titel führen soll: Fossilium, metalla & res metallicas concernentium glebae, suis coloribus expressae, quas descripsit & digessit D. CASIMIRUS CHRISTOPHORUS SCHMIEDEL, d. i. Erzstuffen und Bergarten mit Farben genau abgebildet, beschrieben durch D. Casimir Christoph Schmiedel. Es sollen darinnen Stücke von allen Geschlechten mit größtem Fleiße und auf eine der Natur auf das möglichste gleichende Art vorgestellet, und mit einer nöthigen Beschreibung zum Unterrichte versehen werden. Es werden also nicht nur leicht zuerkennende Stufen, oder so genannte Bauernerze, sondern auch schwer zu unterscheidende, hierinnen Platz finden, welche leztere einem Liebhaber eben so viel und mehr Vergnügen machen können, als die schönste und gediegenste der kostbaren Metallen, davon jedoch in alle Wege hinlängliche Genüge auch soll verschaffet werden; denn wir werden, so viel möglich, lauter ausgesuchte und ansehnliche Stücke einzuführen trachten. Um der angenehmen Veränderung willen, und damit die Liebhaber sehen mögen, in wie ferne die Mannigfaltigkeit der Arten von uns durch die Kunst erreichet werden könne, so werden wir uns an keine gewiße Ordnung in Ausfertigung der Platten binden, sondern ohne Unterschied und nach Gutfinden die Figuren und zwar alle 2. Monate 3. Platten herausgeben. Bey Schließung aber entweder eines Bandes oder des ganzen Werkes soll alles in eine gehörige Ordnung gesezet, und die nöthigen Eintheilungen gemacht werden. Um den Liebhabern eines theils die Kosten zu erleichtern, andern theils in der Ausfertigung zuverläßiger und geschwinder zu seyn, so habe ich den Quartformat erwählet, und sollen alle Exemplarien auf Holländisch Medianpapier auf das sauberste ausgefertiget werden, und jede Kupferplatte nebst der Beschreibung auf 24 kr. Rhein. zu stehen kommen. Die Beschreibung wird in Lateinischer Sprache, und auch in der Deutschen Mundart das bergmännische von der gemeinen Art zu reden nicht wenig unterschieden ist, auch zugleich in Deutscher Sprache verfasset werden. Damit aber denen, so entweder der Deutschen Sprache wenig achten, oder die der Lateinischen nicht mächtig sind, auf gehörige Art gedienet werde, so wird sie also eingerichtet werden, daß entweder mit einem ganz Lateinischen oder ganz Deutschen Exemplar, oder aber denen, die beydes verlangen, auch mit beydes an Handen gegangen werden könne."

  • 1815 findet die Veräußerung der Sammlung von dem ersten Kammerdirektor und vormaligen Oberbergrat, Otto Heinrich Tornesi, statt:
  • Ankündigung.
  • Die zu dem Nachlasse des verstorbenen ersten Kammerdirectors und vormaligen Oberberg-Raths Otto Heinrich Tornesi zu Bayreuth gehörige Mineralien-Sammlung, welche

    • 1.) aus einem größern Cabinet von ungefähr 1200 Nummern,
    • 2.) aus einem kleinern Cabinet von 454 Nummern,
    • 3.) aus einem Cabinet von den Fossilien des vormaligen Fürstenthums Bayreuth von ungefähr 300 Nummern,
    • 4.) aus einer Sammlung der sämtlichen Gebirgs-Arten des Könisreichs Sachsen von 101 Nummern,
    • 5.) aus einer Sammlung von mehr als 500 Stück geschnitten und polirten Steinen, als Marmor, Iaspis, Granit, Porphyr und fast allen eine Politur annehmenden Steinarten,
    • 6.) aus ungefähr 40 Stück Sollenhofer Kalkschiefer mit Petrefacten und Dendriten,
    • 7.) aus ungefähr 700 Stück Zoolithen, als Thierköpfen, Knochen, Zähnen, Ichtyolthen, Entomolithen, Echiniten, Helmintholithen, Tupiporiten, Madreporiten, fossilen und andern Conchylien,
    • 8.) aus ungefähr 150 Cabinet oder Prachtstücken als einigen sehr hübschen beschlagenen und unbeschlagenen Dosen, mehreren Vasen, Pyramiden, Figuren, Schreibzeugen und Fossilien von seltener Größe und Schönheit und
    • 9.) aus ungefähr 2000 Stück zu keiner der vorgenannten besondern Sammlungen gehörigen Fossilien, worunter sich sehr viele Kupfer-Kobalt-Wißmuth, Spiesglanz, Arsenik, Zinnober – Bley – und Eisen – Stufen, zwey einige Schuh lange Basalt – Säulen, kristallisirte Tropfsteine und mehrere mineralogische Seltenheiten befinden,
  • besteht, wird hiedurch gegen baare Bezahlung zum Kauf, entweder im Ganzen oder nach den angegebenen einzelnen Rubriken mit der Bemerkung ausgeboten, daß der über einen Theil der Sammlung vorhandene gedruckte Catalog nebst dem Nachtrage zu demselben bey den Unterzeichneten gegen frankirte Briefe gratis zu erhalten ist.
  • Bayreuth, den I. Novemb. 1815.
  • Sartorius Kanzley-Inspector.
  • H. Nr. 465.
  • Heerwagen Stadtgerichts-Protocollist
  • H. Nr. 193.

    • Hinweis dazu: Interessante Stufen aus dieser Auflistung habe ich mit dem Jahre 1815 in Volltextversion bei den oben aufgeführten Gruben, bei den einzelnen Orten, hinzugefügt.
    • Hinweis zu Otto Heinrich Tornesi: Otto Heinrich Tornesi wurde am 07. April 1748 in Goldkronach geboren und verstarb am 5. Mai 1814 in Bayreuth - St. Georgen. Ab 1754 wuchs Otto Heinrich Tornesi in Bayreuth - St. Georgen auf, wohin sein Vater Christian Ernst mit der Familie übersiedelte.
    • Nach der Militärzeit und Berufsausbildung leitete Otto Heinrich Tornesi als Verwalter das Zucht- und Arbeitshaus in Bayreuth - St. Georgen.
    • Otto Heinrich Tornesi war ab dem 21. Juli 1792 ein ständiger Begleiter von dem berühmten Alexander von Humboldt, um die Bergbaugebiete im "Fürstenthum Baireuth" zu besichtigen und zu erkunden.
    • Alexander von Humboldt, der am 01. Mai 1795 zum Oberbergrat ernannt wurde, schied auf eigenen Wunsch Ende Dezember 1796, nach dem Tod (am 19.11.1796) seiner Mutter Marie Elisabeth von Humboldt, aus dem Staatsdienst aus, weil er durch den Tod zum vermögenden Erben geworden war und sich so seinen Plänen als Naturforscher widmen konnte.
    • Nach dem 16. Februar 1797 wurde der "bisherige Kriegs- und Domainen- Berg-Rath" Otto Heinrich Tornesi zum "Oberbergrathe" bestellt. 1798 bekommt Otto Heinrich Tornesi dann das Amt des "königlich Preussischen ersten Direktors der Kriegs- und Domainen-Kammer zu Baireuth" und übernahm die Stelle des Herrn "Georg Adolph Gottlieb Freyherrn von Hardenberg, der zum Landjägermeister ernannt wurde". Tornesi sollte als erster Kammer-Director "mit seinen ausgebreiteten und gründlichen Kenntnissen und Einsichten, dem Lande in einem weiteren Wirkungs-Kreise nützlich werden".
    • Otto Heinrich Tornesi beschäftigte sich mit der Geologie und Mineralogie, trug eine Sammlung von vielen aufschlussreichen, wissenswert informativ vermittelnd und lehrreiche Mineraliensammlung aus den berühmtesten Bergwerken zusammen und war Mitglied der Naturkunde von der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin.

  • 1843/44 ist im Jahresbericht über die Königliche Landwirthschafts- und Gewerbsschule und die damit verbundene Handwerks- Feiertagsschule zu Erlangen
  • folgender Eintrag zu finden: unter "V. Statistische und historische Notizen." auf Seite 21 unter dem Punkt "An Geschenken erhielt die Anstalt":
  • "c) von dem k. Bergamt Wunsiedel eine Sammlung dortiger Revier-Mineralien, wofür hiermit im Namen der Schule der gebührende Dank erstattet wird."

    • Hinweis dazu: Dieser Eintrag betrifft zwar nicht das von mir betrachtete Gebiet, aber damit derartige Hinweise eines Sammlungsbestandes nicht verloren gehen führe ich diesen hier mit auf.
    • Hinweis zu o.g. Schule: 1833 wurde aus der privaten Bürgerschule des Österreichers Dr. Carl Leopold Liederer eine städtische Landwirtschafts- und Gewerbeschule, die 1939 den Namen des Physikers Georg Simon Ohm - Ohm-Gymnasium erhalten hat.

  • ab 1846 legt Regierungs-Direktor v. Hornberg eine Mineralien Sammlung an.
  • Hornberg arbeitete in der Kammer des Innern für die Königliche Regierung von Mittelfranken, verfasste einige Artiekl zur Mineralogie und Geologie im "Correspondenzblatt des zoologisch mineralogischen Vereines in Regensburg", genauso wie er in diesem Blatt viele seiner Sammlungsstücke, weiterhin Stücke "von verlässigen mineralogischen Freunden" beschrieben hat.
  • 1857 beschreibt Carl Wilhelm von Gümbel (1823 - 1898), königlicher Bergmeister in München im "Correspondenzblatt des zoologisch-mineralogischen Vereines in Regensburg", ab Seite 142 bis Seite 163, in einem "Verzeichnis der im Fichtelgebirge, Frankenwald und den anstossenden Gebirgstheilen vorkommenden Mineralien".
  • 1858 macht v. Hornberg im "Correspondenzblatt des zoologisch-mineralogischen Vereines in Regensburg", ab Seite 99 bis Seite 112, eine sehr umfassende Berichtigung zu dem Verzeichnis von Carl Wilhelm von Gümbel und schreibt dazu u.a. vorab wie folgt:

    • "Der Aufforderung des Herrn Bergmeister Gümbel in unserem Correspondenzblatte von 1857 S. 142 Folge gebend, will ich nachstehend zu dem mitgetheilten Verzeichniss der Mineralien des Fichtelgebirges, Frankenwalds und der anstossenden nicht bayerischen Gebiete jene Ergänzungen und Berichtigungen geben, welche für Mineralien-Sammler von Belang mir zu seyn scheinen."
    • Weiterhin berichtet er wie folgt dazu:

      • "Voraus muss ich jedoch schicken, dass:
      • a) ich mich hier auf das Fichtelgebirge und den Frankenwald umfassenden Landgerichtsbezirke Oberfrankens, das anstossende Amt Ziegenrück des preussischen Regierungsbezirkes Erfurt und das Fürstenthum Reuss-Lobenstein desshalb beschränken will, weil, wenn ich jenem Verzeichnisse folgen wollte, diese Andeutungen eine zu grosse Ausdehnung erlangten"
    • Hinweis dazu: Mit anderen Worten hätte sich v. Hornberg auch wie folgt ausdrücken können, nämlich dass das Verzeichnis von Carl Wilhelm von Gümbel was für die "Tonne" war. Aus beiden Verzeichnissen habe ich keine Stufen bei den oben aufgeführten Gruben, bei den einzelnen Orten, hinzugefügt, da man beide Verzeichnisse hätte aufarbeiten und abgleichen müssen.

Bayreuth - Sammlungen

  • 1) Fürstliche Naturalien- und Kunstkabinet im alten Fürstlichen Schlosse

    • Die Hauptanlage dieses berühmten Kabinets war das bis 1741. gesammelte, und alsdann nach Bayreuth verkaufte Naturalienkabinet des berühmten Naturforschers Jacob Theodor Klein (15.8.1685, Königsberg (Preußen) - 27.2.1759 Danzig) zu Danzig.
    • Wer nur einigermassen die den Künsten und Wissenschaften so holde Epoche des Markgrafen Friedrich’s kennt, in welcher nichts, was zur nützlichen Ergötzung und Belehrung dienen konnte, verabsäumt wurde; wer die Größe des Geistes seiner königlichen Gemahlin und ihre übrigen ausnehmenden Talente bedenkt, die sie auch so glücklich machten, die Liebe zu den Künsten und Wissenschaften nach Bayreuth zuerst gebracht zu haben: der wird schon aus diesen seltenen Eigenschaften auf Schätze schließen können, welche auf den Anblick der Kenner mit Recht Anspruch machen. Markgraf Friedrich also – der Vielgeliebte, dessen Andenken für Bayreuth zu verehrungsvoll ist, als daß es sich schon in diesem Jahrhunderte vermindern sollte – ließ daselbst ein vollständiges Kunst- und Naturalienkabinet anlegen, welches vornehmlich eine große Sammlung von allerley Sorten Marmor, Steinen und Stufen aus dem Lande, Sämereyen, Kunstwerken, versteinerten Sachen, ausgestopften menschlichen- und Thierkörpern und Naturstücken enthielt. Da im Jahr 1743. die Universität von Bayreuth nach Erlangen verlegt wurde: so gehörte die ganze dasige Naturalien-Kammer, nach dem, in der Historia Acad. Frider. Erlangens. befindlichen Stiftungsbriefe vom 13. April 1743. der Erlanger Universität.
    • Dieses Naturalienkabinett befand sich bis zum Jahr 1773. in dem vollkommensten und glänzendsten Zustande, in einigen großen Sälen unten im rechten Flügel des alten Schlosses, da wo jetzt das geheime Landesarchiv eingerichtet ist, als Hr. Hofrath Schreber in Erlangen bey dem jeztregierenden Herrn Markgraf zu Ansbach ansuchte, daß ihm, zum Behuf bey Edirung seines Säugthierwerkes, die bey gedachtem Kabinete befindlichen naturhistorischen Bücher, nebst den seltesten Stücken in Weingeist, aus der Classe der Säugthiere, mitgetheilet werden möchten. Hiedurch gieng nun in Bayreuth die Zerstörung dieser Sammlung an. Was für Stücke nun mitgetheilet wurden, die blieben auch gleich abschläglich bei der hochfürstl. Akademie, als welche ihr auch eigentlich nach dem Stiftungsbriefe gehörten, und die nur wegen Mangel an Raum und Unterhaltungs-Fond, seit dem Tode des Herrn Markgraf Friedrichs noch zu Bayreuth gelassen wurden.
    • Ob nun gleich sehr viele Merkwürdigkeiten aus dem Hochfürstlichen Naturalienkabinete auf immediaten (in Zuständigkeit einer höheren Instanz) fürstlichen Befehl an die Universität Erlangen mußten abgeliefert werden, wie ich bey der Beschreibung des akademischen Naturalienkabinets weiter zeigen werde: so kann dem ohngeachtet der Rest noch immer für eine ansehnliche und schöne Naturaliensammlung gehalten werden. Der Aufseher derselben, der würdige Hr. Kammerregistrator Friedrich Wilhelm Wunder, arbeitet unermüdet daran, die mit Genehmigung des geheimen Ministeriums zur Zeit behaltenen Naturalien-Reste und Kunstsachen zu vermehren und ihnen den bestmöglichsten Glanz zu verschaffen. Es wird auch nicht nur auf landesherrliche Kosten unterhalten, sondern auch mit verschiedenen, im Lande vorkommenden Seltenheiten vermehret, daher es sich, ausser vielen artigen Kunstsachen, über die drey Reiche der Natur verbreitet, und aus jedem derselben eine Menge vortreflicher Producte enthält, die sehr gut erhalten, und auch in systematischer Ordnung aufgestellt sind. Besonders aber ist dieses Kabinet, in Absicht auf das Mineralreich, um deswillen vorzüglich reichhaltig und bemerkungswerth, weil dem jetzigen Inspector, Herrn Kammerregistrator Wunder, auf sein Ansuchen, zugleich die aus vielen tausend Numern bestehende Mineralien-Sammlung des hochfürstlich Oberberg-Departements, die vormalen der Bergrath Kretschmann zu Naila in der Landeshauptmannschaft Hof gesammelt hatte, und die noch beständig durch vaterländische Bergproducte vermehret wird, zur Aufsicht unter Separater Behandlung übergeben wurde. Diese auserlesene und zahlreiche Stufen und Fossilien-Sammlung ist daher auch an dem nemlichen Orte aufgestellt. Auch ward schon seit einigen Jahren den Bergämtern der Befehl ertheilt, für die erwähnte Oberberg-Departements-Sammlung von Zeit zu Zeit alle zum Vorschein kommende merkwürdige und besondere Stufen einzuliefern, wodurch sie nach und nach zu einer sehr kostbaren und vollständigen mineralischen Land-Producten-Sammlung anwachsen muß.
    • Das Hochfürstliche-Kammer-Collegium überließ vor einiger Zeit an dieses Kabinet eine Anzahl Serpentinsteinerne Geschirre; schafte Espers Zoolithen Werk an, und ertheilte dem Aufseher der Muggendorfer Höhlen den Befehl, von Zeit zu Zeit das Merkwürdigste von dasigen Tropfstein Concreten, und incrustirten Thier-Knochen aus der Gailenreuther Höhle, zu liefern. Auch mußte das Zuchthaus zu St. Georgen eine große Marmor-Charte dahin abgeben;

      • Diese Tafeln von inländischem Marmor sind wahre Prachtstücke, ausserordentlich groß und ausgezeichnet schön polirt. Mir sind in den fränkischen Kabineten, bis jezt, keine so herrlichen und großen Bayreuther Marmor-Sorten vorgekommen, als in dem Fürstl. zu Bayreuth.
    • es wurden allerhand artige Kunstsachen aus dem Fürstlichen Schloß Inventario überlassen; kurz, der unermüdete Herr Wunder stellte nach und nach diese Sammlung in einen solchen Stand, daß sie kein Reisender übergehen sollte. Es ist zu bedauern, daß sie nicht mehr so allgemein bekannt ist, als sie es verdient.
Bayreuth altes Schloß
Bayreuth altes Schloß

Bayreuth altes Schloß

woelsendorfer
  • 2) Herrn Cammercommissionsrath Otto Heinrich Tornesi

    • An dem Zuchthausverwalter Herrn Cammercommissionsrath Tornesi lernte ich einen Mann von ausgebreiteten Kenntnissen, grosem Forschungsgeiste und der besten Denkungsart kennen, dessen vorzüglichste Stärke sich besonders in der allgemeinen Physik und der Mechanik zeigt. Die Arbeiten der Marmorfabrik zu St. Georgen am See verdanken seinem eisernen Fleiße und nützlichen Bestreben fast ganz allein den hohen Grad der Schönheit und Vollkommenheit, den sie unter der Aufsicht eines andern Vorstehers, nicht leicht würden erlangt haben. Sein Mineralien-Kabinet ist sehr ansehnlich, und prangt mit vielen instructiven Stücken aus den berühmtesten Bergwerken. Da für ihn in seiner jetzigen Lage die Kenntniß des Steinreichs von dem größten Nutzen ist: so sammelt er auch vorzüglich in diesem Fache, jedoch nicht zur Pracht, sondern zweckmäßig zur Belehrung.

      • Hinweis dazu: Siehe auch unter "Mineraliensammlungen, Mineralienangebote, Sammlungsveräußerungen, Auktionen", ein Kapitel vorher, unter 1815 findet die Veräußerung der Sammlung von dem ersten Kammerdirektor und vormaligen Oberbergrat, Otto Heinrich Tornesi, statt.
  • 3) Herr Landschaftregistrator Zehelein

    • Herr Landschaftregistrator (Kammerregistrator) Zehelein besizt eine besonders schöne Stufensammlung. Er war ein "vortreflichster Zeichner" der auch "Radierungen" und "Tuschezeichnungen" anfertigte.

      • Hinweis dazu: Sein Bruder, auch genannt Zehelein der Ältere, war der geheime Hofkammerrat Michael Gottlieb Zehelein (02.11.1720 in Dachsbach bei Neustadt an der Aisch - 10.04.1796). Vom Landschaftregistrator Zehelein sind keine weiteren Angaben zu finden.
  • 4) Herr Superintendenten Künneth

    • Johann Theodor Künneth wurde am 22. September 1735 in Creußen (Stadt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth) geboren. Verstorben am 22. August 1800 in Bayreuth.

      • Hinweis dazu: Um 1760 baute sich Johann Theodor Künneth in Creußen, in seinem Garten, ein Eremitenhäuschen, welches als die einzige erhaltene bürgerliche Eremitage (Einsiedelei) Deutschlands gilt, worin er u.a. auch Naturalien und Antiquitäten aufbewahrte. Erwähnung seiner Sammlung siehe weiter unten unter 1784, Frühjahr, Reisebeschreibung.
Johann Theodor Künneth
Johann Theodor Künneth

Johann Theodor Künneth

woelsendorfer
  • 5) Consistorial-Rath Professor Lang

    • Lorenz Johann Jakob Lang wurde am 10. Mai 1731 in Selb geboren. 1755 Erlangung der philosophischen Doktorwürde zu Erlangen. 1757 Rector am Collegium illustre Christiano-Ernestinum zu Bayreuth. 1758 wurde er Professor der morgenländischen Sprachen und schönen Wissenschaften an dem Gymnasium zu Baireuth. 1761, am 08. Dezember, Consistorialrath. 1784 erster Professor und Inspektor der Alumnen. 1795 erhielt er den Charakter als erster geistlicher Rath, der 1798 bestätigt wurde. Verstorben am 18. September 1801 in Bayreuth.

      • Hinweis dazu: Erwähnung seiner Sammlung siehe weiter unten unter 1784, Frühjahr, Reisebeschreibung.
  • 6) Herr Meermann

    • Herr Kammerrath Meermann, ein großer und geschickter Freund der Natur und Kunst, wohnhaft in der Toback’s Fabrike beim Poststall gegenüber, besizt eine ansehnliche Sammlung von seltenen Natur- und Kunstproducten, in welcher sich ausser einer beträchtlichen Menge Erzstufen und Versteinerungen, eine starke Anzahl angeschnittener und polirter Steinarten, besonders auszeichnet.

      • Aus seiner Sammlung werden u.a. besonders erwähnt:

        • C) Aus dem Mineralreiche.

          • Angeschliffene, zum theil zugeschnittene und polirte weichere Steinarten.
          • Eine ovalnierenförmige auf der einen Seite polirte Platte von Altdorfer Muschel Marmor, gegen 2. Schuh in der Länge und 1. Schuh 1. Zoll breit, auf deren äussern oder rauhen Seite Ammoniten mit dendritischer Oberfläche und versteinerte Fischzähne und dergleichen Knochen, auf der polirten Seite aber ebenfalls Fischzähne und Knochen sich zeigen.
          • Noch zween andere große auf der einen Seite polirte Tafeln von Altdorfer Muschelmarmor, mit Conchylien und andern Versteinerungen.
          • Eine auf der einen Seite zugeschnittene und polirte, 1. Schuh, 10. Zoll hohe und 1. Schuh 6. Zoll breite Platte von einer besonders schönen Art dunkelgrauen Marmors, mit Corallenförmigen dunkelbraunen spatigen Adern, Ludus Helmontii genannt, so ohnweit Schreez im Bayreuthischen gefunden wird.
          • Ein der Fläche nach durchschnittener Ammonit, 8. Zoll im Durchschnitt, beide Anschnitte polirt und von besonderer Schönheit, von Ermreuth im Bayreutischen.
          • Ein Stück angeschliffener Muschelmarmor von ungemein zierlicher Zeichnung über 8. Zoll breit und eben so lang, auf dessen rauher Seite sich unter einer Menge anderer petrisicirter Conchylien, auch ein ziemlich vollständiger Trochit befindet, von Hetzliz im Bambergischen.
          • Ein durchschnittener Pectinit auf einem polirten Marmortäfelein, 2 1/2 Zoll hoch und fast 2. Zoll breit, auf dessen unterre Seite die natürlichen Versteinerung noch hervorstehet, von Ramsenthal ohnweit Bayreuth.
          • Eine Tischplatte von geschweifter Fazon über 2. Schuh lang und 1 Schuh 4. Zoll breit, von Altdorfer Marmor, durch und durch sehr dicht mit den zierlichsten Ammoniten von allerhand Größe und Verschiedenheit besezt. Ein überaus seltenes, schönes und in solcher Art nicht mehr zu erhaltenes Stück.

            • Hinweis zu Altdorfer Ammoniten und Belemniten Marmor: Herr Kommerzienrath Bauder hat hier zuerst den berühmten Altdorfischen Ammoniten und Belemniten Marmor entdeckt, der bey Liebhabern von natürlichen Seltenheiten im hohen Werthe steht. Naturforschern ist diese merkwürdige Entdeckung hinlänglich bekannt. Herr Bauder besitzt noch manches instruktive Stück. Mehreres findet man in seiner Beschreibung des kostbaren Altdorfischen Ammoniten und Belemniten Marmors, mit einem Anhang.
        • Harte Steinarten:

          • Schöne Sorten von Granit. Vortrefliche Jaspis-Arten, besonders aus dem Bayreuthischen. Angeschliffene Hornsteine.
        • Fossilien:

          • Ein Cranium von einem See-Bären 1. Schuh 5. Zoll lang, und 7. Zoll im größten Durchschnitt, aus der bekannten unterirdischen Höhle bey Gaylenreuth im Bambergischen. Nebst vielen Fang und Backenzähnen, Maxillis u.s.w. welche in ESPERS Nachrichten von neu entdeckten Zoolithen abgebildet sind.
  • 7) Herr Hofmann

    • Herr Kanzellist (Landschaftskanzelist) Hofmann.

      • Hinweis dazu: Keine weiteren Angaben bekannt. Erwähnung seiner Sammlung siehe weiter unten unter 1784, Frühjahr, Reisebeschreibung.
  • 8) Herr Kammerregistrator Friedrich Wilhelm Wunder

    • Herr Kammerregistrator Friedrich Wilhelm Wunder besitzt ein schätzbares Naturalienkabinet worinnen sich u.a. schöne Stufen befinden.
  • 1784, Frühjahr, Reisebeschreibung, 7. und 8. Tag in Baireuth, Naturaliensammlungen
Reisebeschreibung
Reisebeschreibung

Reisebeschreibung, 7. und 8. Tag in Baireuth im Frühjahr 1784 - Naturaliensammlungen. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

woelsendorfer

Marmor-Fabrik des königlichen Straf-Arbeitshauses zu St. Georgen am See / Baireuth

  • St. Georgen am (Brandenburger) See
  • Um 1500 wurde ein Weiher zwischen Bayreuth und Bindlach ausgehoben, der ab 1695 auf Wunsch des damaligen Erbprinzen und späteren Markgrafen Georg Wilhelm (16.11.1678 – 18.12.1726), Markgraf (1712 – 1726)) beträchtlich vergrößert und schiffbar gemacht wurde und eine Größe von circa 20 Quadratkilometer, dadurch einen neuen Stellenwert, erreichte.
  • Nach Fertigstellung erhielt er den Namen Brandenburger See der als Austragungsort von Seeschlachten und als Theaterkulisse diente. Zur Flotte des Markgrafen gehörten die Schiffe "Löwe" und "Bacchus" und die Galeeren "Neptunus" und "St. Georg", letztere 30 Meter lang. Am Ufer entstanden die barocke Planstadt St. Georgen mit Kirche, das Schloß und das Straf-Arbeitshaus. 1775 wurde der Brandenburger See (Weiher) abgelassen und die Fläche zunächst landwirtschaftlich genutzt.
  • Straf-Arbeitshaus
  • Der erste Entwurf zu dieser, von den Markgrafen Georg Wilhelm und Georg Friedrich Karl von Brandenburg-Kulmbach gegründeten Anstalt, wurde vom erstgenannten schon im Jahre 1713, den Landständen seines Fürstenthums vorgelegt, und von diesen genehmigt. Wenn gleich der spanische Erbfolgekrieg, in welchen der Markgraf zog, Hindernisse in den Weg legte, so wurde dennoch aus Bewilligungen der Landstände, und aus lange schon angesammelten Geldern der Gottes- und Krankenhäuser, deren Benutzung zu diesem Zweck, die Universität Wittenberg durch ein ihr abgefordertes Gutachten, für erlaubt erklärt hatte, im Jahre 1724 der Bau begonnen. Theilweise in dem nämlichen Jahre vollendet, wurden sogleich Sträflinge in demselben untergebracht, die mit zur Erbauung des noch übrigen Theils der Anstalt verwendet wurden, und wie es in den Akten heisst, "zur Herstellung der ihnen so unbeliebten Wohnung, das ihrige auf Hand und Achseln beitragen" mussten. Endlich im Jahre 1730, nach der Throngelangung des letzterwähnten Markgrafen, war das aus Geviertsteinen erbaute, 208 Fuß lange, 133 Fuß breite und 850 Fuß im Umkreise habende Zucht- und Arbeitshaus vollendet, bestehend aus einem Vorder-, einem Hinterhause, und zwei, einen 115 Fuß langen 84 Fuß breiten Hofraum einschliessenden Flügeln, deren äußere Mauern sieben Fuß dick sind.
  • Seit 1732 wurde zur nützlichen Beschäftigung der Sträflinge, eine Sägerei und Schleiferei der schönen, im Fürstenthume Baireuth brechenden Marmore, angelegt, welche sich seitdem stets vervollkommnet, und in der neuesten Zeit, auch schöne Granit- und Porphyrarbeiten geliefert hat. Desgleichen besteht seit 1788, statt der sehr zweckmäßig aus dem Hause ganz entfernten Irrenanstalt, in diesem Hause eine Brillenglasschleiferei und eine Spielkartenfabrik, von deren Erzeugnisse, sich wol schwerlich eine Einwirkung auf die Besserung der Sträflinge hoffen, weit eher aber eine Vermehrung ihrer Anzahl erwarten lässt.
  • Seit der Baierschen Besitznehmung, steht diese Anstalt als Strafarbeitshaus der Provinz Franken, zwischen dem Zwangs-Arbeitshause auf der Plassenburg bei Kulmbach, und der Festung Lichtenau für schwere Zuchthaussträflinge, in der Mitte.
  • Marmor
  • Die Marmorsteine dieses Landes kommen den ausländischen z.B. denen Italiens und der Schweiz, nicht nur an Härte, Feinheit und Lebhaftigkeit der Farben gleich, sondern sie übertreffen solche noch an Seltenheit wegen der manchfaltigen Figuren von Fischen, Insekten, Früchten etc. welche sich oft auf der polirten Fläche zeigen. Es sind 54 Arten von Marmor welche sämmtlich, No. 54 ausgenommen, im ehemaligen Fürstenthume Baireuth gebrochen, und in der Marmor-Fabrik des königlichen Straf-Arbeitshauses zu St. Georgen am See bei Baireuth verarbeitet werden.

    • Hinweis dazu: Die 54 Arten die gesägt und poliert wurden waren zu diesem Zeitpunkt eine Momentaufnahme, da in vielen Fällen einfach nicht genügend Material vorhanden war um die verschiedenen Arten über einen längeren Zeitraum zur Verfügung zu stellen. Hinzu kam weiteres Material auch aus anderen Landesteilen Deutschlands, die aufgrund der sehr guten Verarbeitung und Qualität, bearbeitet worden sind. Diese Qualität, der Name und das Preis- Leistungsverhältnis hat die Marmormühle in Naila, nicht nur empor kommen lassen, sondern besiegelte auch ihre endgültige Stilllegung.
  • Aus diesen verschiedenen Marmorarten werden verfertiget:

    • Altäre, Epitaphien, Vasen, Fußböden, Tischplatten, Camine, Crucifixe, Leichensteine, Särge, künstlich eingelegte Wappen, Rauchtabakbüchsen, Mörser und Reibschaalen, nebst Pistillen, Farbreibstein nebst Laufern, Briefpreßsteine, Schreibzeuche, Theezeuge, Leuchter, Schach- und Brettspiele, Glätt- und Plättsteine, Fußwärmsteine, Wärmteller, Tabatieren, Spiegel- und Bilderrahmen, Uhrgehäuse und Gewichtsteine, und viele andere künstliche Arbeiten nach jeder Zeichnung vorzüglich en mosaique und alles, selbst Bildhauerarbeiten, so fein und geschmackvoll und dabei so billig im Preise, daß diese Fabrique den vorzüglichsten in Europa mit Recht an die Seite gesetzt werden darf.

      • Hinweis zu Epitaphien: Ist ein Grabdenkmal für einen Verstorbenen z. B. an einer Kirchenwand oder –mauer.
      • Hinweis zu Pistillen: Ist ein Werkzeug womit in einem starkwandigen Mörser oder Reibschale Kräuter zerkleinert werden, wobei hier die Arbeitsfläche, das kugelförmige Ende, glatt ist oder dient der Herstellung von Salben und Cremes, wobei hier die Arbeitsfläche angeraut ist.
      • Hinweis: 1787 wurde von dem Cammercommissionsrath Otto Heinrich Tornesi ueber die Marmor-Arbeiten zu Bedürfnißen des Luxus; und insbesondere über die Arbeiten der Marmor-Fabrike zu St. Georgen am See bey Bayreuth ein Verzeichnis der verschiedenen Marmorarten sowie deren Preise erstellt.
      • Bereits 1744 hat man zur "Polirung dieses Marmors daselbst eine Maschine, wodurch von selbigem 18 bis 20 Gefässe von verschiedenen Formen auf einmal poliret werden. … auch ganze Särge daraus so künstlich verfertiget, daß selbige nur durch eine Rahmen zusammengehalten werden".
  • Ausserdem verdient diese Anstalt, die im Jahre 1724 unter dem Namen Zuchthauß errichtet, 1811 aber in ein Straf- Arbeitshauß verwandelt wurde, nicht allein die Aufmerksamkeit des In- sondern auch die des Auslandes. Denn außer den gewöhnlichen Arbeiten welche man zur Beschäftigung der Büßer in Anstalten dieser Art wählt, nämlich Spinnerei, Lein und Baumwollen Zeugweberei, Tuch- Manufactur und Glasschleife ist es besonders die privilegirte Kartenfabrick die sie auszeichnet. Sie liefert alle Sorten deutsche französische und TaroccSpielkarten, sowohl im Holzschnitt als Kupferstich und man findet bei diesen Karten vorzüglich Glätte und Dauer mit Geschmack und Wohlfeilheit vereiniget.
Marmorarten aus dem Bayreutischen u. Burggrafenthum Nürnberg
Marmorarten aus dem Bayreutischen u. Burggrafenthum Nürnberg

25 Marmorarten von Fundorten aus dem Bayreutischen u. Burggrafenthum Nürnberg, die in dem Straf-Arbeitshaus in St. Georgen am See / Baireuth, gesägt und poliert worden sind. Kupfertafeln 1765. Zur ...

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  • Marmor in Sammlungen
  • In alten Mineralien- bzw. Naturaliensammlungen gehörten kleine und größere, polierte Muster, von den verschiedensten Fundorten zu dem Bestand vieler Sammlungen. Heute werden diese Muster kaum noch beachtet, obwohl zum Teil sehr seltene Fundorte, von lange geschlossen Steinbrüchen, darin zu finden sind oder aber sie werden von dem heutigen Sammler nicht mehr in ihre Sammlung gelegt. Um diese damalige Sammelleidenschaft nicht in Vergessenheit geraten zu lassen stelle ich hier einen Auszug aus dem im Jahre 1777 erschienen Verzeichnis der Naturalien-Sammlung von dem Hochfürstlich Anhalt-Dessauischen Hofrath Peter Pasquay, aus Frankfurt am Main, ein, welches Zolltäfelchen von verschiedenen Bayreutischen Marmor betreffen.
Verzeichnisausschnitt, Hofrath Peter Pasquay
Verzeichnisausschnitt, Hofrath Peter Pasquay

Verzeichnisausschnitt von 1777 zu der Sammlung von dem Hochfürstlich Anhalt-Dessauischen Hofrath Peter Pasquay, Frankfurt am Main, zu Bayreutischen Marmortäfelchen. Zur besseren Betrachtung bitte a...

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Bergbautraditionsartikel

  • Silberbecher

    • von Grube Schwarzer Mohr in Geroldsgrün-Dürrenwaid

      • 1817 und im März 1863 wird wie folgt berichtet: Zwei ehemals im "markgräflichen Naturalienkabinet zu Bayreuth" aufbewahrte "silberne Pocale" wurden von der Ausbeute des "Dürrenwaider Silbergwerkes" gefertigt. Einer davon "wieget 16 Mark" und trägt die Aufschrift: "Von dem ersten Silber im Burggrafthum Nürnberg zu Lichtenberg erfunden und gemacht 1538. - Am Fuße desselben, der einen gewundenen Baum vorstellet, stehen die Worte: Klettert ein Bauer einen Baum hinan, so eine Holzaxt auf dem Rücken im Leibgurt stecken hat, durch deren Herabfallung der Gang des Silbererzes, aus welchem dieser Becher gemacht, entblößt worden sein soll."

        • Hinweis dazu: 1770 schenkte Markgraf Christian Friedrich Karl Alexander von Brandenburg-Ansbach, Naturalien und Kuriositäten des Naturalienkabinetts aus Bayreuth an die Universität in Erlangen ... ob die o.g. Pokale mit dabei waren, ist in keiner Literaturquelle vermerkt und von daher muss der Verbleib der beiden Silberpokale offen bleiben.

  • Kupferstich Erzstufe

    • von Grube Prinz Georg Wilhelm in Issigau-Griesbach
  • Abhandlung über Ausstellungsstücke

    • im Gymnasium in Hof

      • 1768 wurde in einem Gymnasium in Hof eine Feier zu ehren der Geburt des Kindes vom damaligen Landefürsten ausgerichtet, in welchem sich eine beträchtliche Sammlung unterirdischer Schätze, die seit vielen Jahren, nicht ohne Mühe und Kosten zusammengetragen wurde, zu sehen war. Zu dieser Sammlung bekamen die Gäste eine gedruckte Abhandlung von den Fundorten der um Hof und seiner Nachbarschaft entdeckten Ausstellungsstücke und in dieser Sammlung befand sich eine Erzstufe von Grube Prinz Georg Wilhelm die wie folgt beschrieben wird: "Gelbes drusigtes Kupfererz mit schöner Kupfergrüne und Eisenocher". Diese Stufe ist wegen ihrer Schönheit und Seltenheit auf Veranlassung durch Herrn Hofrat Schmiedels in Kupfer gestochen und anschließend illuminiert (farblich ausgemalt) worden.

        • Hinweis dazu: Bisher konnte ich weder ein Bild/Foto von dem Kupferstich noch eines von dem Katalog ausfindig machen. Ob diese überhaupt noch vorhanden sind muss daher an dieser Stelle offen bleiben. Die o.g. Sammlung hat sich 1768 vermutlich in dem Jean-Paul-Gymnasium in Hof befunden.
        • Stufen von Grube Prinz Georg Wilhelm waren wegen ihrer Schönheit sehr begehrt und so konnte ich unter den Kupferstichen eine ähnliche bzw. gleichwertige Stufe ausfindig machen, die 1749/50 in der Grube geborgen wurde. Siehe dazu unter Issigau-Griesbach.

  • Ausbeutemünze/Bergbaugepräge

    • von der Friedensgrube in Lichtenberg

      • 1768, am 20. December, berichtet Johan Jakob Spies, Aufseher über das herschaftliche Münzkabinet, zu der Ausbeutemünze wie folgt (Beschreibung stark gekürzt):
      • Die Bergwerksmünzen geben einem jeden Münzkabinet eine besondere Zierde, man samlet sie dahero mit vielem Fleise, und achtet sich um so viel glüklicher viele derselben zu besizzen, je seltener man sie gemeiniglich findet, und je eine angenemere Augenweide sie, wegen ihrer verschiedenen Vorstellungen sind. Wir gedenken dahero auch unsern Lesern nicht zu mißfallen, wenn wir ihnen unter den verschiedenen Abwechslungen deren wir uns bishero bedienet, auch heute einmal eine brandenburgische Ausbeutmünze vorlegen.
      • Es ist besonders anzumerken, daß obgleich das vorhandene Original von dieser Münze in Silber ist abgepräget worden, dieses gleichwol in sehr geringer Anzal geschehen, und die meisten Stücke aus eben demienigen Kupfer verfertiget sind, welches das Bergwerk verschaffet.
      • Hat inzwischen besagtes Bergwerk gleich noch keine Silber gegeben, so hat es doch wegen seiner besonderen Ergiebigkeit denienigen schon ein merkliches von Gold und Silber zugewendet, welches selbiges bishero gebauet, und im Besitz gehabt.

        • Hinweis dazu: In der Literatur sind zu der Ausbeutemünze verschiedene Hinweise zu finden, die teils unterschiedlich und aufgrund des Alters der Literatur von mir nicht zu überprüfen sind. Sowohl im Privatbestand als auch im Bestand von mehreren Museen sind sowohl äußerst seltene Silbermünzen als auch häufigere Kupfermünzen zu finden.

Friedensgrubener Ausbeutemünze 1758
Friedensgrubener Ausbeutemünze 1758

Informationen zu der Friedensgrubener Ausbeutemünze von 1758. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken.

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Flußspatbergbau im Frankenwald

  • Zwischen Quart. Crucis 1748 bis Schluß Quart. Luciae 1782 incl., wurden bereits 667 Cntr. und 50 ℔ (Pfund) Flußspat gefördert und abgesetzt.
  • 1780 gab es im Amte Lauenstein 4 Hammerwerke, davon wurde ein Hammerwerk 1780 in eine Glashütte umgebaut und der oben aufgeführte Flußspat vermutlich an diese Glashütte geliefert und verkauft.

    • Hinweis dazu: Erklärung alte bergbauliche Begriffe:

      • 1. Quartal - Reminiscere - St. Luciae (13. Dezember) bis Fastnacht
      • 2. Quartal - Trinitatis - Aschermittwoch bis Pfingsten
      • 3. Quartal - Crucis - Pfingsten bis Kreuzerhöhung (14. September)
      • 4. Quartal - Luciae - Kreuzerhöhung bis St. Luciae (13. Dezember)
  • 1854/55 Gewinnung von 84 Zentner Flußspath im Wert von 37 Gulden 30 Kreuzer auf einer von 6 landesherrlich geführten Eisensteingruben.
  • 1855/56 Gewinnung von 932 Zentner Flußspath im Wert von 186 Gulden 24 Kreuzer auf einer von 5 landesherrlich geführten Eisensteingruben.
  • 1856/57 Gewinnung von 752 Zentner Flußspath im Wert von 150 Gulden 24 Kreuzer auf einer von 5 landesherrlich geführten Eisensteingruben.
  • 1857 werden die landesherrlichen Eisensteingruben verkauft und die Flußspatförderung wird eingestellt.

    • Hinweis dazu: Die Grube wo der Flußspat gewonnen wird, wird nicht genannt, aber von den 6-5 landesherrlich geführten Gruben kam nur Flußspat auf der Friedensgrube vor. Zum Verkauf der Gruben siehe unter Vorspann, Beginn der 5. Periode, "1857 sollten auf Befehl der Bergwerksdirektion München, wegen ...".
  • Ein großes wirtschaftliches Interesse besitzt der Flußspat. Sämtliche Vorkommen des Frankenwaldes liegen auf Spateisensteingängen.
  • An die Frankenwälder Querzone sind Mineralgänge gebunden, die in den Jahren 1936—1969 bergbaulich neu erschlossen wurden. Es konnte eine ältere Mineralabfolge mit Siderit, Calcit, Fluorit und eine jüngere Abfolge mit Baryt, Fluorit, Siderit und Quarz ausgeschieden werden.
  • Ab 1936 beginnt im Frankenwald die Phase der Flußspatgewinnung, mit folgenden Gruben:

  • Untersuchungsbetriebe auf Flußspat waren:

    • Erdmann - Issigau

      • der ehemalige Betriebsort in Issigau ist unbekannt.
      • 1953 Verleihung von Bergwerkseigentum; Fundbesichtigung der Grube "Erdmann" bei Issigau. Die Grube wird von die Firma "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Stulln untersucht, ein Abbau wird allerdings nicht aufgenommen.
    • Prinz Georg Wilhelm - Issigau-Griesbach

      • 1953 Verleihung von Bergwerkseigentum; Fundbesichtigung der Grube "Griesbach" bei Issigau. Die Grube wird von die Firma "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Stulln untersucht, ein Abbau wird allerdings nicht aufgenommen.
    • alter Stollen - östlich Issigau-Griesbach

      • 1957 wird ein alter Stollen gegenüber dem Löwelhof durch die Firma "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Stulln kurzzeitig zugänglich gemacht um in der Lagerstätte Untersuchungen vorzunehmen.
    • Rebecca-Stollen - Issigau-Eichenstein

      • 1955-1967, während der Abbauperiode in der Grube Issigau hatte der Betriebsleiter Oskar Braun auch den Rebecca-Stollen untersucht, dort jedoch keine größeren abbauwürdigen Flussspatvorkommen gefunden. Die Abbaurechte daran verblieben aber bei der VFG Stulln (später VAW Stulln).
    • Kemlas - Issigau-Kemlas

      • Laut Dr. GERHARD v. HORSTIG, München (1962), wurde der Kemlaser Bereich 1955-1956 bergmännisch (nur auf Flußspat ?) untersucht. Im Jahre 1958 wurde dann eine weitere Mutung durch die Firma "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Stulln auf Blei und Zinkerz eingelegt. Weitere Daten hierzu siehe oben unter dem Ort Issigau-Kemlas, Kemlas, Grubenfeld Liselotte (Pb-Zn).
    • Stöckaten - Köditz-Siebenhitz

      • Auffahrung eines Untersuchungsstollens durch die Firma "Flußspatwerke GmbH", Frankfurt am Main. Es wurden bis 1,70 Meter mächtige Trümer von sehr reinem, zum Teil wasserklarem Flußspat erschürft.
      • Der an die obersten Teufen gebundene Flußspat keilt am Südostrand der Waldspitze bei Stöckaten aus, danach folgt ein reiner Quarzgang, indem noch vereinzelt Flußspat zu finden ist. Der Gang findet sein Ende am Göstrabach, circa 1500 Meter nördlich Köditz.
      • 2011 wird im Zuge von Bergsicherungsmaßnahmen der Stollen mit Beton auf Dauer verschlossen.
  • somit gab es in Bayern drei Reviere in denen Flußspatbergbau betrieben worden ist und zwar im

  • In allen drei Revieren haben ab den 20iger und 30iger Jahren des 21. Jahrhunderts kapitalkräftige Unternehmen Geld investiert.
  • 1958 wird zum Flußspat allgemein wie folgt berichtet: "Von dem westdeutschen Flußspatbergbau wurden im Jahre 1958 wieder umfangreiche Untersuchungsarbeiten durchgeführt, die zum Teil recht erfolgreich waren. Die dabei festgestellten Vorräte können den Jahresbedarf der westdeutschen Verbraucher (an erster Stelle die Eisen- und Stahlindustrie, die chemische Industrie, die Emaille- und Glasindustrie sowie die Zement- und Kalkstickstoffwerke) mehrere Jahre decken. Einschließlich der sowjetisch besetzten Zone (ehemalige DDR) werden die wahrscheinlichen Vorräte auf etwa 1,5 Mill. t geschätzt. Die Einfuhr von Flußspat zu verhältnismäßig niedrigen Preisen wirkte sich auf den westdeutschen Flußspatbergbau weiter ungünstig aus."
  • Im Zuge der Rohstoffsicherung kann in Zukunft davon ausgegangen werden, dass infolge vermehrter Auslandsnachfrage, die gangförmigen Flußspatvorkommen im Frankenwald, nach näheren und weiteren Untersuchungen, wieder in Betrieb genommen werden.

Mineralogie

  • Auskristallisierter Fluorit

    • In fast allen Gruben die in ihren Gängen Fluorit geführt haben, sind auch auskristallisierte Fluoritstufen gefunden worden. In der jüngsten Vergangenheit wird von mehreren Autoren in der Literatur das Gegenteil berichtet, aber in sehr alten Sammlungen ist entsprechendes Material wie folgt, zwei Beispiele, zu finden ... wobei das dritte Beispiel in der Betriebsperiode des Flußspatbergbaues gefunden worden ist:

      • Friedensgrube mit Friedrich Wilhelm Stollen in Lichtenberg

        • 1855 werden Olivenite beschrieben, die in kleine nadelförmige, zu Drusen vereinigte Krystalle zusammen mit Fluss vorkommen, dieser theils in grünlichen Oktaedern, Quarz und Amribit. Sehr selten auf der Friedensgrube Gang Nr. 5.
      • Neuer Eisenknoden in Berg-Schnarchenreuth

        • 1804/05 wie folgt erwähnt: Man fand unter dem Eisenstein drusigte Magnesia mit krystallisirtem Flußspathe auf Schwefelkies im bläulichten Letten.
      • Neu-Beschert Glück in Lichtenberg

        • 1966/67 wurde eine bis zu circa 2 Meter hohe und mehrere Meter lange Kluft angefahren, in der bis zu 10 cm große Kristalle auskristallisiert waren.
Fluorit
Fluorit

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Lichtenberg/Grube Neu-Beschert Glück. Fluorit, Stufenbreite circa 22 cm.

Kh. Gerl
  • weitere Erz - Gruben mit Flußspatführung die NICHT unter der Betriebsperiode des Flußspatbergbaues aufgeführt sind:

    • Friedensschild - Naila
    • Siebenstern - Schwarzenbach am Wald-Schmölz
    • Zeche Schafleiten - Bad Steben-Untersteben
    • Johann Georgen Zeche - Bad Steben Mordlau
    • Friedelbühl - Bad Steben Mordlau
    • Großer Carl - Lichtenberg
    • Schönes Bauernmädel - Lichtenberg
    • Alt-Beschert Glück - Lichtenberg
    • Beschert Glück - Lichtenberg
    • Rükersbergfundgrube - Lichtenberg
    • Friedensgrube - Lichtenberg
    • Großer Christoph - Lichtenberg
    • Neuen Streckenberg - Lichtenberg-Höllental
    • Blauer Löwe - Lichtenberg-Kesselholz
    • Haus Brandenburg - Lichtenberg-Kesselholz
    • Kupferbühl - Issigau-Kupferbühl
    • Gabe Gottes - Issigau-Kemlas
    • Treue Freundschaft - Issigau-Kemlas
    • Das Gebe Gott - Issigau-Kemlas
    • Geduld - Issigau-Kemlas
    • Christians-Zeche - Berg-Schnarchenreuth

Übersichtskarte zum Flußspatbergbau

Gesamtkarte
Gesamtkarte

Gesamtkarte zum Flußspatbergbau im Frankenwald. Für eine größere Darstellung bitte auf die Karte und dann auf Originalgröße klicken !

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  • Legende zur Übersichtskarte
Legende zur Gesamtkarte
Legende zur Gesamtkarte

Legende zur Gesamtkarte zum Flußspatbergbau im Frankenwald.

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Schieferbergbau im Frankenwald

  • Der Schieferbergbau gehörte wie der Erz- und Flußspatbergbau zum Frankenwald und soll an dieser Stelle ebenfalls Erwähnung finden.
  • "Der Abbau im thüringischen Dachschiefer geht bis ins 12. und 13. Jahrhundert zurück. Dieser Zeitpunkt des Beginns kann auch für den nordbayerischen Ableger dieses Bergbaus angenommen werden."
  • Nur an wenigen Stellen ist es möglich im Frankenwald Schieferabbau zu betrieben, wobei die Hauptdachschieferformation das Karbon ist. Die Hauptabbaugebiete im Karbon waren bei Geroldsgrün-Dürrenwaid und bei Berg-Eisenbühl.
  • 2015 ist nur noch das Schieferbergwerk Lotharheil in Betrieb.
  • 1782 sind im Bergamtsrevier Naila folgende Schieferbrüche gelegentlich in Betrieb (#) bzw. in Betrieb (+)
    • Obere Eisenpühler Schieferbruch aufm Eisenpühl (+)
    • Untere Eisenpühler Schieferbruch aufm Eisenpühl (#)
    • Schieferbruch bey Moos an der Saale (+)
    • Schieferbruch auf der Lohwiesen (#)
    • Schieferbruch in der Dürrenweyde (+)
    • Schieferbruch auf der Gemeinreuth bey Bernstein (#)

      • Abbau von Schiefer im Karbon.
      • 1877 noch durch die Firma Höpfel & Co. Schieferplattenbruch Gesellschaft Bavaria in Betrieb.
    • Schieferbruch aufm hintern Leupoldsberg (#)

      • Abbau von Schiefer im Karbon.
  • 1868 werden u.a folgende Dach-, Tafel-, Griffel- und Wetz-Schieferbrüche im Bergrevier Steben in dem von mir betrachteten Gebiet genannt
    • 01) Tiefengrüner Bruch bei Tiefengrün, Bergamt Hof

      • 1924 ist der "große Tiefengrüner Schieferbruch im Saaletal in schwachem Betrieb".
      • 1946 bis 1959 durch die Firma Hierling & Co. Schiefergruben, Oberkotzau, Untagebetrieb.
    • 02) Zapfenschieferbruch bei Eisenbühl, Bergamt Hof
    • 03) Bergmannschieferbruch bei Eisenbühl, Bergamt Hof
    • 04) Schusterschieferbruch bei Eisenbühl, Bergamt Hof
    • 05) Kochbruch bei Eisenbühl, Bergamt Hof
    • 06) Bruch bei Kesselrangen, Lippertsgrün, Bergamt Naila
    • 07) Hollerbruch bei Issigau, Bergamt Naila
    • 08) Krögelsmühlbruch bei Heinersberg (Nodhalben), Bergamt Teuschnitz, Landkreis Kronach
    • 09) Bruch im Leitenfeld bei Kemlas, Bergamt Naila
    • 10) Griffelschieferbruch bei Kemlas, Bergamt Naila
    • 11) Höhebruch bei Eisenbühl, Bergamt Hof
    • 12) Catharinenbruch bei Eisenbühl, Bergamt Hof
    • 13) Bruch an der Holzleithe bei Eisenbühl, Bergamt Hof
    • 14) Dürrenweider Schieferbruch bei Dürrenweide, Bergamt Teuschnitz

      • 1762 bereits in Betrieb. Soll den besten Schiefer in Frankenwald geliefert haben.
      • 1816 wie folgt noch mal erwähnt: "… ausgezeichnetes Lager von Tafelschiefer, auf welchem, oberhalb des Stahlhammers in der Dürrenweide, ein sehr ergiebiger Schieferbruch betrieben wird. Der Tafelschiefer zeichnet sich durch seine Leichtigkeit und Haltbarkeit aus, und ist der beste im Lande."
    • 15) Gödelsbruch im Hühnernest bei Rudolfstein, Bergamt Hof
    • 16) Lotharheil bei Johannssegen im Lamitzthal bei Geroldsgrün, Bergamt Naila
    • 17) Wilhelmsglück bei Schwarzenbach am Wald, Bergamt Naila
    • 18) Gutes Glück bei Reitzenstein, Bergamt Naila
    • 19) Wetzschieferbruch am Rötherberg bei Lipperts, Bergamt Hof
    • 20) Leuchtholz bei Töpen-Isaar, Bergamt Hof

      • Bei Eisenbühl betrieb die Firma Hierling & Co. Schiefergruben, Oberkotzau, zwiwschen 1946 und 1953 noch einen Abbau.
  • Geroldsgrün-Lotharheil:
  • Lotharheil
Schieferbruch Lothar Heil
Schieferbruch Lothar Heil

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Lotharheil/Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum. Alte Ansicht Schieferbruch Lothar Heil von 1906. Archiv...

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  • Im 18. Jahrhundert bereits Abbau von Schiefer im Tagebau. Die Halde über dem alten Stollen stammt noch aus dieser Zeit.
  • 1792/1793 soll Alexander von Humboldt bereits die Qualität der Schiefers bei einer Befahrung zur Erkundung der Lagerstätten für den preußischen Staat erkannt haben.
  • 1857 erwirbt Reichsrat Lothar Freiherr von Faber (12. Juni 1817, Unterspitzgarten/Stein - 26. Juli 1896, Stein) das Abbaurecht. Daraufhin wird ein Stollen (der alte Stollen) neben der alten Tagebauschieferhalde bergmännisch aufgefahren und die Grube wird fortan Lotharheil genannt. Laut Lehensbrief des bayerischen Staates hat das Grubenfeld eine Größe von 100 Massen (34,85 ha). Das Lager streicht von Nordost nach Südwest und fällt mit einer Mächtigkeit von circa 15 Meter mit etwa 45 Grad ein.
  • 1861, zum 100. Firmenjubiläum, wurde ein Zweigwerk der Firma Faber (Castell-Nürnberg-Stein) in Geroldsgrün eröffnet, wo zunächst Schiefertafelf hergestellt worden sind.
  • 1895 Verkauf des Bergwerks durch Lothar Freiherr von Faber, weil der geförderte Schiefer für die Produktion von Schiefertafeln zu hart war.
  • 1896 übernimmt Ottilie Freiin von Faber, Tochter des Bleistiftfabrikanten Wilhelm Freiherr von Faber, Nachfahre des Unternehmensgründers Kaspar Faber die Firma.
  • 1898 heiratet sie Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen, wodurch der Name der Firma Faber-Castell entstanden ist.
  • 1904 wird die Grube durch Christian und Henriette Teichmann erworben und ist heute in 4. Generation noch immer im Familienbesitz.
  • Ende 1960 Einstellung der Dachschieferproduktion.
  • 1981 ist das Vorkommen über einen 380 Meter langen, söhligen Stollen erschlossen. Schrägeinfallender Blindschacht wird genannt. Die Förderung erfolgt im Blindschacht mit Seilwinde, im Stollen mit Plattformwagen. Zwischen 1950 und 1980 wurden circa 100.000 Tonnen abgebaut, wovon circa 23.000 Tonnen verwertbar waren.
  • 2006 Verschmelzung der beiden Firmen Schieferwerk Lotharheil und Teichmann SchieferZentrum.
  • 2015 ist der alte Stollen, der mit Feldbahnloks, Spurweite 600mm, befahren wurde circa 500 Meter lang und 1,70 Meter hoch. Ein neuer Stollen wurde angelegt der mit LKW’s befahren werden kann.
  • Mineralbestand des "Lotharheiler Schiefers": "Der dunkelgraublaue Tonschiefer besteht aus einem besonderen Muskovit, dem Serizit (ein feinschuppiger Muskovit), Chlorit, Albit und einem hohen Quarzanteil. Diese Minerale und die in diesem Gestein in wechselnden Anteilen vorkommenden kohligen Bestandteile bestimmen seine Farbe."
Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum
Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Lotharheil/Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum. Betriebsgelände am 11.07.2015.

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Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum
Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Lotharheil/Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum. Stollenmundloch neuer Stollen am 11.07.2015.

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Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum
Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Lotharheil/Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum. Stollenmundloch neuer Stollen am 11.07.2015.

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Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum
Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Lotharheil/Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum. Hinweistafel oberhalb des Schieferwerkes am 11.07.2015.

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Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum
Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Lotharheil/Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum. Übersichtskarte.

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Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum
Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum

Deutschland/Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Frankenwald/Geroldsgrün/Lotharheil/Schieferwerk Lotharheil & Teichmann SchieferZentrum. Betriebsgelände, rechts im Bild alte Tagebauschieferhal...

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Bergbauliches Portrait/Oberfränkisches Revier [ Vorherige: Weitere Gruben | Nächste: Literatur und Links ]