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Bergeisen / Eisen

Schlägel und Eisen waren die wohl bedeutensten Werkzeuge der Alten. Zusammen bilden sie das bekannte Symbol des Bergbaus.

Untere einem "Eisen" versteht der Bergmann ein "Berg- oder Spitzeisen", der Laie einen Meißel. Dieses Werkzeug kann keil- oder meißelförmig sein. "Schlägel und Eisen" waren früher die klassischen Werkzeuge des Bergmanns. Diese Handarbeit war über Jahrhunderte hinweg die Technik zum Vortrieb von Stollen, Strecken und Schächten durch das Gestein. Erst im 17. Jahrhundert verdrängte das Schießen mit Schwarzpulver diese Handarbeit. Das Eisen wurde meist mit einem Stiel gehalten. Der Stiel des Eisens war im Loch nicht fest verkeilt, sondern locker eingesteckt. So konn er leicht vom Stiel getrennt und ein neues Eisen aufgesteckt werden. Das war am Tag mehrmals nötig, denn das Spitzeisen wurde schnell stumpf. Für eine Schicht nahm der Bergmann bis zu 15 Bergeisen, an einem Drahtring getragen, mit ins Bergwerk. Die stumpf geschlagenen Bergeisen wurden in der Bergwerks-Schmiede nachgeschmiedet. Ob die Bergeisen gehärtet waren, ist nicht wissenschaftlich erwiesen.

Bergeisen sind, mit einem Stielloch geschmiedet, sehr wiederstandsfähig. Wenn man die oft geringen Querschnitte betrachtet und die Härte des Gesteines bedenkt, so ist die Haltbarkeit schon sehr erstaunlich.

Gefunden wurden Bergeisen von wenigen cm Länge bis zu ca. 25cm Länge. Die hier gezeigten sind um die 10cm lang. Bergeisen in dieser Größe werden am häufigsten gefunden.

In der Praxis wurde mit dem Schlägel (Hammer) das Eisen in's Gestein getrieben. Der Schlägel und das Eisen, als Bergbau-Symbole wurden häufig auf Gebäuden, eigentlich allem, was mit dem Bergbau zu tun hatte, dargestellt. Dabei waren mehrere Abbildungsvarianten üblich: z.B. ein Spalt- oder Treibeisen, ein Werkzeug mit Bahn und Finne (auf die Bahn schlägt man mit dem Hammer, um die Schneide in den Stein zu treiben). Welche Form verwendet wird, hängt vom lokalen Gebirge ab.

Nach Arbeitsende ließ der Bergmann ein Bergeisen und den Schlägel vor Ort liegen. Dies galt als Glücksbringer.

Bergeisen
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Bergeisen

ohne Stielloch; "Fimmel" und "Stücke", Stücke werden die Flach-Keile genannt. Im Vordergrund das Widerlager einer Handhaspel

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Beitrag: der Sauerländer 2006-03-23
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Bergeisen
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Bergeisen

ohne Stielloch; Meißelähnliche Bergeisen ohne Stielloch, s. g. "Fimmel" rechts unten im Bild 2 Kienspanhalterungen

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Beitrag: der Sauerländer 2006-03-23
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Bergeisen
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Bergeisen

kleines Bergeisen

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Beitrag: der Sauerländer 2006-03-23
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Bergeisen
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Bergeisen

Ungelochte, meißelförmige Bergeisen werden "Fimmel" genannt; die im Vordergrund liegenden, flachen, Keile werden "Stücke" genannt

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Beitrag: der Sauerländer 2006-03-22
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Eisen
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Eisen

klassische Form wie aus der Schlägel-und-Eisen-Darstellung bekannt
Fundort: Antimon Caspari-Zeche, Uentrop bei Arnsberg, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
gefunden in der Halde de...

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Beitrag: der Sauerländer 2006-02-12
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