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Berthier, Pierre

Pierre Berthier (* 3. Juli 1782 Nemours; † 24. August 1861 Paris) war ein französischer Geologe und Mineraloge.

Berthier studierte an der École polytechnique mit Promotion 1798. 1801 ging er zur École des Mines und wurde dort Ingenieur. Im Jahr 1821 entdeckte er in der südfranzösischen Ortschaft Les Baux de Provence ein Mineral, das nach dem ersten Fundort Bauxit genannt wurde und ein Aluminium-Erz ist. 1827 fand und beschrieb er ein weiteres, bis dahin nicht bekanntes Mineral, das von Wilhelm Ritter von Haidinger nach ihm Berthierit benannt wurde. Seine Studien zu den Phosphaten waren für die Entwicklung der Landwirtschaft von großer Bedeutung, da diese wichtig als Düngemittel sind.
1826 beschrieb er erstmals das Mineral Halloysit, welches er nach dem belgischen Geologen J. B. J. Baron d’Omalius d’Halloy (1707–1789) benannte.

Im Jahr 1825 wurde Berthier in die Französische Akademie der Wissenschaften und 1829 als korrespondierendes Mitglied in die Preußische Akademie der Wissenschaften gewählt. 1828 wurde er als Ritter der Ehrenlegion ausgezeichnet. Außerdem wurde er als einer von 72 Wissenschaftlern und Ingenieuren namentlich auf dem Eiffelturm verewigt.

Literatur:

  • Berthier, P.(1826). Halloysit. Ann. de Chimie et de Physique, sér.2, 32, S.332-35. (Typ-Publ.)
  • Berthier, P.(1820). Sur la nature du minerai de fer magnetique de Chamoison (Valais). Annales des Mines, series 5, S.393-96. (Typ-Publ.)

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