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Karl Beurlen

Prof. Dr. Karl Theodor Beurlen (* 17.4.1901 Aalen; † 27.12.1985 Tübingen) war ein deutscher Paläontologe.

Er studierte ab 1919 Geologie an der Universität Tübingen, 1923 Promotion ebenso, wo er später auch Assistent war. 1925 wechselte er an die Universität Königsberg, Habilitation dort 1927. 1934 wurde er o. Professor und Vorstand des Geologisch-Paläontologischen Instituts an der Universität Kiel. Beurlen übernahm 1937 den Vorsitz der Deutschen Geologischen Gesellschaft und 1938 auch der Deutschen Paläontologischen Gesellschaft. Von 1937 bis 1945 war Beurlen Leiter der Fachsparte Bodenkunde (Geologie, Mineralogie, Geophysik) im Reichsforschungsrat, 1941 wurde er Professor für Paläontologie und Stratigraphie an der Universität München und Vorstand des dortigen Paläontologischen Instituts.

Mit Ende des Krieges verlor er alle Ämter und musste in den Nachkriegsjahren seine siebenköpfige Familie als Bau-Hilfsarbeiter ernähren. Wegen seiner NS-Vergangenheit ging er 1950 nach Brasilien. Er wurde von der brasilianischen Regierung eingeladen, im Parana-Becken paläontologisch und stratigraphisch zu arbeiten. Dort wurde er bei der Bearbeitung der Gondwana-Fossilienfauna Anhänger der damals meist noch abgelehnten Kontinentalverschiebungstheorie von Wegener. Unter anderem beschrieb er auch die Stratigraphie der kreidezeitlichen, für ihre fossilen Fische bekannten Santana-Formation. Von 1958 an wirkte er am Aufbau des geologisch-paläontologischen Instituts an der neu gegründeten Universität Recife mit. 1969 kehrte er wieder nach Deutschland zurück.

Karl Beurlen publizierte einige viel gelesene und sehr populäre Bücher über Fossilien, so z.B:

  • Welche Versteinerung ist das? (Kosmos-Naturführer, 1. Aufl. 1952, seither mehrere Neuauflagen)
  • Die Alb und ihre Fossilien (mit Horst Gall und Gerhard Schairer, Kosmos-Franckh 1978)

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