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Die Tektonik des Ruschelkeils, aus WILKE 1952

Die Tektonik des Ruschelkeils, aus WILKE 1952

Die Tektonik des Ruschelkeils von Sankt Andreasberg, aus WILKE: Die Erzgänge von Sankt Andreasberg im Rahmen des Mittelharz-Ganggebietes, Hannover 1952, S.28. „Den Ablauf der tektonischen Bewegungen und die Bildung der Gangspalten können wir uns etwa so vorstellen: a) Zuerst entstanden als Auswirkung der Faltung die große Aufschiebung (Faltenabscherung) der Neufang-Richtung mit entsprechenden Scherklüften. Alle Klüfte standen unter Druck, waren also nicht geöffnet. b) Gegen Ende der Faltung, gleichzeitig mit der Granitintrussion, fanden weiter Aufschiebungen, jedoch jetzt in der Edelleuter-Richtung statt. Da auch diese Spalten zunächst noch geschlossen blieben, bestand keine Möglichkeit für die Bildung von Erzgängen. c) Erst nach Erstarrung des Granitplutons senkte sich der durch die Verwerfung zerstückelte Gebirgskeil in Richtung auf den Granit zu und die einzelnen Schollen lockerten sich dabei auf. (Jetzt konnten die hydrothermalen Lösungen aus dem Granit aufsteigen und in den offenen Spalten ihre Minerale absetzen), heute als Erzbringer wissenschaftlich widerlegt! Es handelt sich hier um ein vereinfachtes Schema, natürlich sind diese Vorgänge örtlich viel komplizierter verlaufen, Bewegungen haben sich wiederholt die Gänge sind zeitweise geschlossen und dann erneut aufgerissen worden (Rejuvenation). Da die Mächtigkeit des Deckgebirges über dem Granitpluton z.Z. seiner Intrusion nicht sehr groß gewesen ist (1000 m) haben in dem Gebiet ausgesprochene subvulkanische Verhältnisse geherrscht! Steiles Temperatur- und Druckgefälle, häufige Nachschübe heißer Lösungen (Rejuvenationen) erzeugten die drusige und unregelmäßige Gangfüllung mit örtlichen reichen Erzfällen. Die mächtigen Ruschelflächen mögen dabei als Stauflächen gewirkt und die Zusammenführung der Erzlösungen auf verhältnismäßig kleinen Raum verursacht haben.“ (WILKE 1952)

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ganomatit - 2016-12-30 09:04:14

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