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Brackebusch, Ludwig

Prof. Dr. Ludwig Brackebusch (* 4. März 1849 Northeim; † 2. Juni 1906 Hannover) war ein deutscher Geologe, Mineraloge und Paläontologe.

Brackebusch wuchs in Nordheim am Harz auf, studierte ab 1869 Theologie und Geologie und ab 1871 Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität Göttingen. 1874 promovierte er dort in Geologie. Er wurde Hilfsgeologe bei der Preußischen Geologischen Landesanstalt, bei der er 1873 bis 1875 im Harz kartierte. Ab 1875 war er Nachfolger von Alfred Wilhelm Stelzner Professor für Mineralogie und Direktor des mineralogischen Instituts an der Universität Còrdoba in Argentinien. 1888 kehrte er nach Niedersachsen zurück und arbeitete dort selbständig als beratender Geologe.

Er unternahm viele Forschungsreisen unter anderem in die bis dahin kaum erforschten Hoch-Anden in Nordwest-Argentinien, wo er das Büßereis (Penitentes) beschrieb. Er untersuchte auch die Pässe nach Chile, was für die Regierung Argentiniens von Bedeutung war, und Erdölvorkommen in der Anden-Region. Seine umfangreiche Fossilien-, Gesteins- und Mineraliensammlung ist überwiegend an der Universität Córdoba, ein kleinerer Teil am Naturkundemuseum Berlin.

1891 veröffentlichte er die erste geologische Karte von Argentinien (in deutsch und spanisch).

Das Mineral Brackebuschit wurde nach ihm benannt.

Literatur:

  • Brackebusch, Ludwig (1882). La provincia de Jujuy. República Argentina. Buenos Aires: Stiller y Laass.
  • Brackebusch, Ludwig (1891). Reisen in den Kordilleren der Argentinischen Republik. In: Verhandlungen der Gesellschaft für Erdkunde in Berlin 18:53-79.
  • Brackebusch, Ludwig (1892). Die Cordillerenpässe zwischen der Argentinischen Republik und Chile vom 22.-25. Grad. In: Zeitschrift der Ges. Erdkunde in Berlin 27:249-348.
  • Brackebusch, Ludwig (1893). Die Bergwerksverhältnisse der Argentinischen Republik. In: Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen im Preußischen Staate 41:1-33.
  • Brackebusch, Ludwig (1981). Por los caminos del Norte. Tucumán: Colegio de Graduados en Ciencias Geológicas de Tucumán.

Weblinks:


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