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Brasilianer Zwilling

Quarz-Zwillinge nach dem Zwillingsebenengesetz. Sie werden auch RL-Zwillinge oder Ergänzungszwillinge genannt. In der englischsprachigen Literatur wird auch von optischen Zwillingen gesprochen.

Die Spiegelung liegt an einer Ebene (1120) parallel dem Prisma II.Symmetrie der trigonal-trapezoedrischen KLasse D3d.

Die Verwachsung ist jener der Dauphinéer Zwillinge ähnlich, wobei jedoch in gleicher Stellung stets ein Rechts- und Linkskristall auftritt; d.h. also zwei Individuen mit verschiedenem Drehsinn (R+L). Das heißt, dass die Trapezoederflächen, die in doppelter Anzahl auftreten, sich anders ableiten an der vertikalen Ebene (Zwillingsebene). Die Kristalle weisen eine Spiegelbildsymmetrie auf, wodurch eine höhere Symmetrie vorgetäuscht wird. Die Zwillingsfugen verlaufen mehr oder weniger gerade. Morphologisch anhand der Trapezoederflächen ist die Brasilianerverzwilligung bei alpinen Quarzen sehr selten.

Durch die Komplexität der Durchdringungszwillinge sind Brasilianerzwillinge weder für optische noch für elektrische Zwecke brauchbar.

Diese Verzwilligung kann man durch Ätzen feststellen, aber auch in polarisiertem Licht sehen.

s.a. > Quarz, Zwillingsebene, Zwillinge, Dauphiné Zwilling


Literatur

  • Betechtin, A.G., 1968, Lehrbuch der speziellen Mineralogie ; Leipzig
  • Friedlaender, C., 1948; Morphologische Feststellung von R-L-Verzwilligung an alpinen Quarzkristallen. Schweiz. Min. Petrogr. Mttlg. : 28, 71-83
  • Mason, M., Berry, L.G.; 1967; Elements of Mineralogy
  • Rykart, R., 1977; Bergkristall ISBN:372256249X

Quellangaben


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