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Das Spurenfossil Chirotherium

Chirotherienfährten sind Fußabdrücke der Ichnogattung Chirotherium

Chirotherienfährten treten auf tonigen Schichtflächen im ausgehenden mittleren Buntsandstein (Sollingfolge) und im oberen Buntsandstein auf. Erhalten sind sie meist jedoch als Ausgüsse der eigentlichen Fährten in der überlagernden Sandschicht.

Erstmalig beschrieben wurde die Gattung 1835 von dem Darmstädter Zoologieprofessor Johann Jakob Kaup anhand von Fährten, die 1833 von Friedrich Sickler bei Hildburghausen (Heßberger Steinbrüche) in Thüringen auf einer Sandsteinplatte gefunden wurden. Kurz darauf wurden auch Funde aus England bekannt.

Der Name rührt von der Ähnlichkeit der Fußabdrücke mit menschlichen Händen her.

Bilder

Chirotherium
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Chirotherium

Abdruck aus der Trias von Nordwest-England.

Sammlung: Manchester Museum
Copyright: Wikipedia-User: Mike Peel
Beitrag: oliverOliver 2014-03-04
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Chirotherium storetonense
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Chirotherium storetonense

Spur aus dem “upper footprint bed” des Storeton-Bruches bei Bebington (SW von Liverpool), Cheshire, UK.

Sammlung: Oxford University Museum of Natural History
Copyright: Wikipedia-User: Ballista
Beitrag: oliverOliver 2014-03-04
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Chirotherienfußabdruck
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Chirotherienfußabdruck

Chirotherienfußabdruck, etwa 6cm; Fundort: Ruppen bei Kronach, Oberfranken

Copyright: Erik
Beitrag: Erik 2007-12-15
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Literatur

  • Friedrich C. L. Sickler (1834): Sendschreiben an J. F. Blumenbach über die höchst merkwürdigen, vor einigen Monaten erst entdeckten Reliefs der Fährten urweltlicher, grosser und unbekannter Thiere in den Hessberger Sandsteinbrüchen bei der Stadt Hildburghausen. Hildburghausen, 16 pp.
  • Johann J. Kaup (1835): Mittheilungen, an Professor Bronn gerichtet. Thier-Fährten von Hildburghausen: Chirotherium oder Chirosaurus. Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde, 327-328.
  • Geoffrey Tresise (2003): Chirotherium and the Quarry Men: The 1838 Discoveries at Storeton Quarry, Cheshire, U.K. Ichnos: An International Journal for Plant and Animal Traces. 10: 77-90. doi:10.1080/10420940390257897
  • H. Haubold (2006): Die Saurierfährten Chirotherium barthii Kaup, 1835 - das Typusmaterial aus dem Buntsandstein bei Hildburghausen/Thüringen und das „Chirotherium-Monument“. Veröffentlichungen des Naturhist. Mus. Schleusingen. 21: 3-31.

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