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Badloch am Badberg

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Baden-Württemberg / Freiburg, Bezirk / Breisgau-Hochschwarzwald, Landkreis / Vogtsburg im Kaiserstuhl / Oberbergen / Alt-Vogtsberg / Badloch am Badberg

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Breisach Richtung Sasbach, dann ab der Abzweigung nach Vogtsburg die L115 über Niederrotweil, Oberrotweil und Oberbergen. In Oberbergen der L115 Richtung Bötzingen/Oberschaffhausen folgen. Ca. 1 km nach der Abzweigung liegt nördlich (links) der Straße ein kleiner Wanderparkplatz, der als solcher an der Straße ausgeschildert ist. Leider ist die Einfahrt nicht leicht zu erkennen, daher beim ersten Mal langsamer fahren.

Man kann auch von Freiburg oder Riegel nach Oberschaffhausen fahren und dann über Bötzingen nach Vogtsburg.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Auflässiger Steinbruch; steht unter Naturschutz!!

Fund­s­tel­len­typ

Tagebau/Steinbruch (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

Karbonatit am Südhang des Badberges. Karbonatit (Sövit), untergeordnet Phonolith, vulkanische Brekzie und Kalksilikatgesteine. Ledmorit: melanitreicher Orthoklas-Nephelinsyenit (Bohrung). Schlotbrekzien.

Die Quelle hat eine Temperatur von 21 Grad und ist sehr leicht radioaktiv.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Betreten verboten!! Naturschutzgebiet!!

Letz­ter Be­such

2006

GPS-Ko­or­di­na­ten

Badloch (N 48°05'34";O 7°40'23")



Badloch

WGS 84: 
Lat.: 48,09277778° N, 
Long: 7,67305556° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 5' 34" N,
   Long: 7° 40' 23" E
Gauß-Krüger: 
R: 3401231,
 H: 5329154
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK 25 Bl. 7911 Breisach am Rhein/ 7912 Freiburg i. Brsg. NW

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=4882
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

Badloch am Badberg, Freiburg, Baden-Württemberg, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (4 Bilder gesamt)

alter Steinbruch Badloch
Aufrufe (Bild: 1502862378): 1208
alter Steinbruch Badloch

Kaiserstuhl, Badloch am unteren Teil des Badbergs: Aufgelassener Steinbruch, untere Sohle noch zugänglich, oberer Teil nur für Kletterer. Sonst völlig zugewachsen und nicht zugänglich.

Sammlung: HBreuer
Copyright: HBreuer
Beitrag: HBreuer 2017-08-16
Alter Steinbruch am Badberg
Aufrufe (Bild: 1442243995): 1768
Alter Steinbruch am Badberg

Alt-Vogtsberg; Oberbergen, Vogtsburg, Breisgau-Hochschwarzwald, Landkreis; Freiburg, Bezirk; Baden-Württemb. 9.2015.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2015-09-14
Badestelle am Badloch
Aufrufe (Bild: 1297793020): 3375
Badestelle am Badloch

Links davon liegt die Fundstelle. Badberg, Kaiserstuhl, Baden-Württemb. 8.2001.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-02-15

Ausführliche Beschreibung

Der Steinbruch am Badloch liegt am Südhang des Badberges. Er ist von der Straße Oberbergen - Altvogtsburg (L 115) aus über die Zufahrt zu einem Wanderparkplatz erreichbar (siehe Anfahrtsbeschreibung). Man geht vom Parkplatz den gepflasterten Weg hinauf, der einem kleinen Tälchen folgt. Nur wenige Meter oberhalb des Parkplatzes zweigt nach links ein Trampelpfad ab, der ins Gebüsch führt. Eine Hinweistafel weist auf die Besonderheiten, insbesondere die Mörtelbienen (einziges Vorkommen in Deutschland im Kaiserstuhl) hin. Ein weißes Schild vor dem Trampfelpfad weist auf das Verbot des Betretens des Steinbruches hin. Wenn man es wagen will, wovon aufgrund der derzeitigen Fundmöglichkeiten dringend abzuraten ist, gelangt man auf dem Trampelpfad in den Bruch, wo noch genügend Karbonatite, allerdings meist mineralogisch völlig uninteressant, zu finden sind.

Interessant ist auch noch die Quelle des Badloches (früher: warme Quelle, die dem ganzen Gebiet den Namen gab). Man findet sie wenige Meter oberhalb des Steinbruches, wenn man dem Hauptweg hangaufwärts folgt. Die Quelle ist direkt am Weg in einem blauen Becken gefasst.

Dies war das erste Vorkommen im Kaiserstuhl und in ganz Deutschland, an dem WIMMENAUER in den 50-er Jahren des 20. Jhd. den Karbonatit als magmatisches Karbonatgestein erkannt hat.

Das Gestein besteht überwiegend Calcit in bis cm-großen weißen bis hell gelblichbraunen (Fe-haltig) Körnern, die häufig ausgezeichnete Zwillingslamellen zeigen. Untergeordnert kommt in Schlieren grünlichbrauner Hydrobiotit (Vermiculit) in cm-großen Blättchen vor. In einem saiger stehenden Gang kommt noch Baryt als farblose bis weiße xx in Rosetten vor.

Interessant sind die Akzessorien, vor allem der schwarze würfelige Dysanalyt, der bereits im 19. Jhd. beschrieben wurde und das Vorkommen bekannt machte. Es handelt sich dabei um einen Niob-haltigen Perowskit. Von früheren Autoren wurde die Dysanalytbank beschrieben, eine heute nicht mehr beobachtbare schichtförmige Anreicherung. Auf der oberen Bruchsohle, die heute nicht mehr zugänglich ist, kam Uranpyrochlor als Koppit vor.

Mineralien (Anzahl: 19)

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ZurücksetzenAlBaCCaCeClFFeHKMgNaNbOPPbSSiSrTaTiUYZr
Barytr
Spürgin, S. & S. Graeser (2019). Erstfund von Gips in einem mafischen Gestein: Überlegungen zur Genese von Sulfaten im Kaiserstuhl. Aufschluss, Jg.70, H.3, S.148-58.
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Breisgau-Hochschwarzwald, Landkreis/Vogtsburg im Kaiserstuhl/Oberbergen/Alt-Vogtsberg/Badloch am Badberg)
M
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Mineralbilder (3 Bilder gesamt)

Dysanalyt (Perowskitvarietät)
Aufrufe (Bild: 1469611557): 1667
Dysanalyt (Perowskitvarietät)

Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Vogtsburg, Badloch am Badberg; x - 0,4 mm;

Sammlung: hkern
Copyright: hkern
Beitrag: hkern 2016-07-27
Mehr   MF 
Melanit
Aufrufe (Bild: 1521571168): 1052
Melanit

Deutschland/Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Breisgau-Hochschwarzwald, Landkreis/Vogtsburg im Kaiserstuhl/Oberbergen/Alt-Vogtsberg/Badloch am Badberg; Großer X ca.2 mm - Fund 5.1974

Sammlung: anatase2
Copyright: Joerg M.
Beitrag: anatase2 2018-03-20
Mehr   MF 
Melanit
Aufrufe (Bild: 1602917190): 110
Melanit (SNr: 4631)

Badloch am Badberg, Freiburg, Bildbreite 5 mm

Sammlung: Reinhold
Copyright: Reinhold
Beitrag: Reinhold 2020-10-17
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 10)

Essexitr
Nach Osann am S-Fuß des Badberges.
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Breisgau-Hochschwarzwald, Landkreis/Vogtsburg im Kaiserstuhl/Oberbergen/Alt-Vogtsberg/Badloch am Badberg)
G
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Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

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Gesteinsbilder (1 Bilder gesamt)

Carbonatit mit Koppit etc.
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Carbonatit mit Koppit etc.

Badberg, Kaiserstuhl, Baden-Württemb. L:6,5cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-21
Mehr   GF 

Fossilien (Anzahl: 1)

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Aktualität: 06. Mar 2021 - 22:14:22

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Osann, Alfred (1927). Die Mineralien Badens. Schweizerbart'sche Verlagsb., Stgt.
  • Leibbrandt, F. (1950). Das Niob-Vorkommen im Kaiserstuhl. Metall. 4, Nr.1,/2. S.32-33.
  • Baranyi, I. (1970). Beiträge zur Petrographie der Gesteine aus den Bohrungen am Badberg, Kaiserstuhl. Mitt. bad. Landesver. Naturkde. Natursch., N. F., 10, S.261-70.
  • Anders, M. (1972). Koppit vom Badberg im Kaiserstuhl. Aufschluss, Jg.23, Nr.11, S.392-93.
  • Fricke, G. (1988). Der Kaiserstuhl und seine Minerale. Aufschluss, Jg.39, Nr.2, S.65-86.
  • Gerber, J. & Groh, K. (1991). Mollusken aus der Badquelle, einer Thermalquelle im Zentral-Kaiserstuhl. Mitt. bad. Landesver. Natkd. Naturschutz, N.F.15, H.2, S.413-14, Freiburg i. Br.
  • Keller, J. & Williams, C.T. (1995). Niocalite and wöhlerite from the alkaline and carbonatite rocks at Kaiserstuhl. Min. Mag., Vol.59, S.561-65.
  • Galvier, J. (1997). Echos de la presse international - Niocalite et Wöhlerite, silicates de luxe du Kaiserstuhl. Règne Minéral, Nr.15, S.42.
  • Schroth, P. (2004). Lapis Aktuell: Zum Steckbrief Phlogopit. Lapis, Jg.29, Nr.1, S.6.
  • Zartner, S.: Der Kaiserstuhl-Karbonatit (2009). http://kanalmusik.de/wordpress%202/?p=1851
  • R. Treiber (2014). Vulkangesteine & Mineralien im Kaiserstuhl. Naturzentrum Kaiserstuhl, Ihringen, 64 S.
  • SCHUMACHER, H.-J. (2017). Der Carbonatit des Kaiserstuhl-Vulkans. Aufschluss, Jg.67, H.3, S.164-87.
  • Spürgin, S. & S. Graeser (2019). Erstfund von Gips in einem mafischen Gestein: Überlegungen zur Genese von Sulfaten im Kaiserstuhl. Aufschluss, Jg.70, H.3, S.148-58.

Weblinks:

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