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Biberach

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Baden-Württemberg / Freiburg, Bezirk / Ortenaukreis / Biberach

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Biberach liegt an der B 33 Offenburg - Villingen-Schwenningen und ist

1. von Karlsruhe/Frankfurt auf der A 5 Ausfahrt Offenburg über die B 33a und B 33 Richtung Villingen Schwenningen, Ausfahrt Biberach,

2. von Tübingen/Stuttgart über die A 81 Ausfahrt Horb am Neckar, dann über Dornstetten nach Freudenstadt und dann auf der und B 294 Freudenstadt - Hausach, dann B 33 bis zur Ausfahrt Lahr/Zell a. Harmersbach, Richtung Zell, dann Biberach,

3. von Freiburg/Basel auf der A 5 Ausfahrt Lahr, dann geradeaus über Reichenbach und Seelbach nach Biberach/Kinzigtal

erreichbar.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

mittelalterliche Pingen und Halden; Lesesteine

Geo­lo­gie

Im Norden Nordracher Granitmassiv mit pneumatolytischen Quarz-Wolframit-Turmalin-Trümern, im Süden hochmetamorphe Gneise der Zentralschwarzwälder Gneismasse, z.T. Leptinite, darin hydrothermale Blei-Zink-Erzgänge. Silberreiche Bleierze.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

keine

Letz­ter Be­such

09.2007

GPS-Ko­or­di­na­ten

Ortsmitte Biberach (N 48° 20' 21" E 8° 01' 39")



Ortsmitte Biberach

WGS 84: 
Lat.: 48,33916667° N, 
Long: 8,0275° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 20' 21" N,
   Long: 8° 1' 39" E
Gauß-Krüger: 
R: 3427980,
 H: 5356157
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK 25 Blatt 7614 Zell a. Harmersbach

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=1749
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Biberach ist eine kleine Stadt im mittleren Teil des unteren Kinzigtales und liegt ca. 20 km östlich von Offenburg. Im Gegensatz zu den benachbarten Städten Gengenbach und Haslach mit ihren mittelalterlichen Altstädten hat Biberach weniger zu bieten. Dennoch ist ein Besuch im Ortskern mit dem Heimatmuseum (altes Holzhaus) durchaus lohnenswert.

Nördlich und südlich der Stadt liegen mehrere Mineralvorkommen. Im Norden ist dies der Bereich Roßgrabeneck-Schwaigwald, wo pneumatolytische Quarztrümer mit Wolframit (Ferberit-reich), Turmalin (Schörl), Scheelit, Kassiterit und Arsenopyrit sowie ged. Wismut das Gneisdach und die Randpartien des Nordracher Granites durchziehen.

Im Süden setzen in mächtigen Zügen hochmetamorphe Gneise der Zentralschwarzwälder Gneismasse auf. Man spricht hier von der Nordracher Formation, die Peak-Bedingungen bis fast 900 °C erfahren hat. Das häufigste Gestein in diesem Bereich ist der Leptinit, ein Gneis, der im wesentlichen aus Quarz, Plagioklas, Biotit und perthitischem Kalifeldspat (Kalifeldspat mit Plagioklas-Entmischungen) besteht. Untergeordnet tritt Granat auf. Derartige Gesteine stehen in dem kleinen Bruch an der Eichhalde an, der oberhalb der B 33 zu sehen ist und den man von der Straße von Biberach nach Prinzbach erreicht, wenn man nach der Unterführung unter der B 33 nach rechts den steilen Schotterweg nimmt (nicht hochfahren, unten parken).

Die Blei-Zink-Gänge des Gebietes führen in Hornsteinquarz und Baryt Sphalerit, Galenit, Chalkopyrit und Tennantit als Erze. Besonders letzterer wurde im Mittelalter als Silberträger geschätzt. Sekundärmineralien sin in den oberflächlichen Abbauen häufig und sehr gut ausgebildet, reichen aber selten über Mikromountformat hinaus.

Die Erzgänge weisen gewisse Beziehungen zu den nur 15 km entfernten Gängen von Reichenbach bei Lahr auf, sind aber im Gegensatz zu diesen frei von ged. Arsen und Zinkarsenaten, deren Auftreten für Lahr typisch ist. Dafür treten in Biberach typischerweise Cu-Minerale auf, die in Lahr selten sind.

Gewisse Beziehungen ergeben sich eher zu den Gängen im Bereich Freiamt-Sexau bei Freiburg.

Mineralien (Anzahl: 65)

Gesteine (Anzahl: 6)

Fossilien (Anzahl: 1)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • BLIEDTNER, M., MARTIN, M.(1986): Erz-und Minerallagerstätten des mittleren Schwarzwaldes. Geol. LA Freiburg.
  • Knausenberger, G. (2005). Bergbauliche Wanderungen - rund ums Kinzigtal.... Ver.Fr.Min.Bergbau, Oberwolfach. S.19-20.
  • Gregor Markl (2017). Schwarzwald. Lagerstätten und Mineralien aus 4 Jahrhunderten. Das Revier Geroldseck. Der Gangzug Prinzbach: Prinzbach-Dorf, die Grube Marianne im Emersbach und die Eichhalde bei Biberach. 3. Mittl. Schwarzw., T.2. S.482. Ed. Krüger-Stiftung. Bode Verlag.
  • erstellt von smoeller

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