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Grube Fortuna

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Baden-Württemberg / Freiburg, Bezirk / Ortenaukreis / Oberwolfach / Gelbachtal / Grube Fortuna

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Etwa 2 km N von Oberwolfach zweigt links eine schmale Straße über die Wolf in das Gelbachtal ab. Nach etwa 4 km Fahrt sieht man dann zwischen dem Schillingershof und dem Bühlhof auf der linken Seite den Tagverhau der Grube Fortuna im Hang liegen. Seitdem dort die Bäume gefällt worden sind, ist der kleine Aufschluss gut von der Straße aus zu sehen.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Stollen (aufgelassen), Anstehendes, Haldenreste.

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

Baryt-Gang mit Fluorit und Pb-Erzen.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Fortuna



Grube Fortuna

WGS 84: 
Lat.: 48,34587727° N, 
Long: 8,19422844° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 20' 45,158" N,
   Long: 8° 11' 39,222" E
Gauß-Krüger: 
R: 3440348,
 H: 5356760
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=253
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Fortuna, Gelbachtal, Oberwolfach, Ortenaukreis, Freiburg, Baden-Württemberg, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (4 Bilder gesamt)

Pseudomorphosen von Baryt nach Fluorit-xx "in situ"
Aufrufe (Bild: 1123878172): 1625
Pseudomorphosen von Baryt nach Fluorit-xx "in situ"
Copyright: TKMineral
Beitrag: TKMineral 2005-08-12
In dieser Wand befindet sich eine Gangzone
Aufrufe (Bild: 1123878048): 1593
In dieser Wand befindet sich eine Gangzone
Copyright: TKMineral
Beitrag: TKMineral 2005-08-12
Der ehemalige Stollen der Grube
Aufrufe (Bild: 1123877924): 1741
Der ehemalige Stollen der Grube
Copyright: TKMineral
Beitrag: TKMineral 2005-08-12

Ausführliche Beschreibung

Die Grube Fortuna förderte bis 1796 vor allem silberhaltigen Galenit, danach wenig Baryt. Die Stollen sind heute nicht mehr zugänglich.

Mineralogisch ist der hier im Tagverhau anstehende Baryt-/Fluoritgang sowie minimale Haldenreste interessant. Vor einigen Jahren wurde die Grube wegen Funden netter Mikromounts mit Pyromorphit-xx, Stolzit-xx und Cerussit-xx bekannt, die heutzutage leider so gut wie nicht mehr zu bergen sind. Dennoch kann man im Schutt unterhalb des Tagebaues und in der Wand selbst noch Fluorit-xx, Baryt-xx und braunen Glaskopf entdecken. Der Fluorit kommt neben den kubischen xx auch in Form kleiner vielflächiger Hexakisoktaeder vor, die stellenweise auch eine zartviolette Färbung aufweisen. Ferner sind auch Pseudomorphosen von Baryt nach ehemaligen Fluoritwürfeln bis 2cm gefunden worden.

Wie oben erwähnt, sind Fundmöglichkeiten nur noch für die Gangartminerale vorhanden; mit Glück auch noch für derbe Galenitbutzen. Das Gelände, auf der sich die Grube befindet, scheint sich aber in Privatbesitz zu befinden, neuerdings wird es als Schafsweide genutzt.

Mineralien (Anzahl: 39)

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Anglesiti
Anglesit ist ein typisches Verwitterungsprodukt des im Gelbachtales häufigen Galenites und kommt meist unmittelbar mit diesem zusammen vor. Auf angewitterten Galenit-xx in Paragenese mit Quarz, Cerussit, Baryt, Fluorit und seltener Sphalerit bildet der Anglesit farblose bis graugelbe, häufiger auch durch Galeniteinschlüsse graue bis gauschwarze prismatische xx. Pseudohexagonale Drillinge sind häufig. Im Gegensatz zum Cerussit ist der Anglesit oft direkt auf Galenit aufgewachsen.
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Ortenaukreis/Oberwolfach/Gelbachtal/Grube Fortuna)
M
Cerussiti
In den letzten Jahren konnte Cerussit immer wieder in gut ausgebildeten prismatischen Kristallen in der gleichen Paragenese wie der Anglesit gefunden werden (Fluorit, Galenit, Baryt, Quarz). Allerdings ist der Cerussit seltener direkt mit Galenit verwachsen als der Anglesit, auf einigen Stüfchen ist im Bereich, der Cerussit führt, überhaupt kein Galenit vorhanden. Cerussit bildet farblose, blassgelbgraue und graue xx, die meist recht langprismatisch sind im Gegensatz zum gedrungeneren Anglesit. Auf einer Stufe kommt champagnerfarbiger Cerussit mit Stolzit und Pyromorphit vor.
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Ortenaukreis/Oberwolfach/Gelbachtal/Grube Fortuna)
M
Leadhillitr
Gregor Markl (2017).
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Ortenaukreis/Oberwolfach/Gelbachtal/Grube Fortuna)
M
Lepidokrokiti
Im Bachbett des Gelbachtales finden sich hin und wieder stark limonitführende Barytstufen. In diesen liegen zwei Eisenhydroxide in kristalliner Form vor: Goethit und Lepidokrokit.
Der Lepidokrokit kommt als stark glänzende rotbraune radialstrahlige Schmitzen und Bänder in braunem Glaskopf vor. Auf diese Bildungen lässt sich die Bezeichnung ´Rubinglimmer´ der alten Mineralogen sehr gut anwenden.
Seltener treten sehr gute braunrote bis fast schwarze tafelige xx in Rosetten und Krusten auf Drusen im Glaskopf auf, die sehr schöne Micromounts ergeben.
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Ortenaukreis/Oberwolfach/Gelbachtal/Grube Fortuna)
M
Manganitr
Gregor Markl (2017).
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Ortenaukreis/Oberwolfach/Gelbachtal/Grube Fortuna)
M
Pyromorphiti
Der Pyromorphit ist eines der auffälligsten Minerale des Gelbachtales.
Heutige Funde im Bachbett reichen bei weitem nicht mehr an die historische Stufe mit bis zu 1 cm großen xx heran.
Es handelt sich meist um grasgrüne bis gelbgrüne, nadelige bis langprismatische xx, die in Büscheln, Igeln oder wirren Aggregaten auf Fluoritdrusen vorkommen. Ein weiteres Begleitmineral ist der Stolzit. Seltener sind noch Cerussit und Segnitit zugegen.
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Ortenaukreis/Oberwolfach/Gelbachtal/Grube Fortuna)
M
Scheelitr
Gregor Markl (2017).
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Ortenaukreis/Oberwolfach/Gelbachtal/Grube Fortuna)
M
Stolziti
Der Stolzit ist eines der interessantesten Minerale, die sich im Bachbett des Gelbaches finden lassen.
Stolzit kommt zusammen mit Pyromorphit, Galenit, Fluorit, Baryt, Quarz und seltener Cerussit vor.
Am Häufigsten sind dicktafelige xx von gelber bis gelboranger Farbe zu finden. Sie ähneln auffallend Wulfeniten, z.B. vom Bleiberg in Kärnten. Daneben gibt es auch orangegelbe bis graugelbe Bipyramiden und briefkuvert-artige xx, die den xx der Grube Clara auffallend ähneln.
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Ortenaukreis/Oberwolfach/Gelbachtal/Grube Fortuna)
M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 22. Jul 2021 - 15:14:49

Mineralbilder (13 Bilder gesamt)

Fluorit
Aufrufe (Bild: 1390305641): 961
Fluorit

Grube Fortuna, Gelbachtal, Oberwolfach, Bildbreite 5 mm

Sammlung: Reinhold
Copyright: Reinhold
Beitrag: Reinhold 2014-01-21
Mehr   MF 
Fluorit auf Baryt
Aufrufe (Bild: 1292061412): 572
Fluorit auf Baryt

kugeliger Fluorit auf Barytkristallen; Größe: 11,5 x 8,0 x 6,0 cm; Fundort: Grube Fortuna, Oberwolfach, Schwarzwald, Baden-Württemberg, Deutschland; Eigenfund von Christian Hartmann im Sommer 2005

Copyright: slugslayer
Beitrag: slugslayer 2010-12-11
Mehr   MF 
Fluorit
Aufrufe (Bild: 1298843766): 449
Fluorit

Größe: 45x41x31 mm; Fundort: Grube Fortuna, Oberwolfach, Schwarzwald, Baden-Württemberg, Deutschland

Copyright: slugslayer
Beitrag: slugslayer 2011-02-27
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 2)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellenangaben


Literatur:

  • METZ, R., RICHTER, M., SCHÜRENBERG, H. (1957): Die Blei-Zink-Erzgänge des Schwarzwaldes. Beih.geol.Jb. 29, S.196, Hannover.
  • Walenta, K. (1985). Neufunde aus dem Schwarzwald (2.F.). Lapis, Jg.10, Nr.11, S.26.
  • Markl, G. (1991). Die Grube Fortuna im Gelbachtal bei Oberwolfach. Erzgräber, Jg.5, Nr.1, S.1-3.
  • Gottschalk, K.H. & Oppenländer, F. (1992). Neues von der Grube Fortuna im Gelbach / Oberwolfach. Erzgräber, Jg.6, Nr.1, S.19-21.
  • Walenta, K. (1994). Über einige neue Mineralfunde aus dem Schwarzwald. Erzgräber, Jg.8, Nr.2, S.33-45.
  • Walenta, K. (1994). Neufunde aus dem Schwarzwald (5.F., 1.T.). Lapis, Jg.19, Nr.1, S.47.
  • Oppenländer, F., Gottschalk, K. & Joachim, H. (1997). Die Grube Fortuna in Gelbach, mittlerer Schwarzwald. Min.-Welt, Jg.8, Nr.5, S.17-26.
  • Julian Gruber & Patrick Kirgus (2009). Bergbau im Kinzigtal. 1.Aufl. Eigenverlag. S.38.
  • Gregor Markl (2017). Schwarzwald. Lagerstätten und Mineralien aus 4 Jahrhunderten. Das Revier Wolfach. Die Grube Fortuna im Gelbach. Bd.3. Mittl. Schwarzw., T.2. S.147ff. Ed. Krüger-Stiftung. Bode Verlag.

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