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Grube Kahlenberg

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Baden-Württemberg / Freiburg, Bezirk / Ortenaukreis / Ringsheim / Grube Kahlenberg

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Auf dem Kahlenberg zwischen Herbolzheim und Ringsheim. Schwarzwald-Vorlande.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Nannte sich "Grube Kahlenberg". Bergwerk: Zuerst Untertage, dann als Tagebau. (aufgelassen). Jetzt Mülldeponie.

Geo­lo­gie

Doggererz. Brauner Jura. Aalenium-Bajocium.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Sammeln verboten, da Landschaftsschutzgebiet.

Letz­ter Be­such

7.2011.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Ringsheim - Deponie



Ringsheim - Deponie

WGS 84: 
Lat.: 48,24759725° N, 
Long: 7,7905941° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 14' 51,35" N,
   Long: 7° 47' 26,139" E
Gauß-Krüger: 
R: 3410257,
 H: 5346225
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=22587
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (7 Bilder gesamt)

Wassermanagement in tieferem Tagebau-Teil
Aufrufe (Bild: 1311090672): 1809
Wassermanagement in tieferem Tagebau-Teil

Ringsheim, Lahr, Schwarzw., Baden-Württemb. 7.11.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-07-19
Abbauwand Ringsheim
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Abbauwand Ringsheim

Ringsheim, Lahr, Schwarzw., Baden-Württemb. 7.11.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-07-19
Stollenmundloch 3
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Stollenmundloch 3

Ringsheim, Lahr, Schwarzw., Baden-Württemb. 7.11.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-07-19

Ausführliche Beschreibung

Geschichte:

Nachdem schon Römischer und Mittelalterlicher Bergbau auf Eisenerz betrieben wurde, begann der industrielle Bergbau mit Untertage- und Übertage Abbau im Jahre 1937, zuletzt waren ca. 100 km Stollen aufgefahren; der Tagebau hatte am Kahlenberg eine Abbaufront bis zu 1,7 km. Die Düsseldorfer Firma Barbara-Erzbergbau betrieb den Abbau. Das Unternehmen förderte rund 12 Mio. t Erz im Tagebau und 3,2 Mio. t untertage. Das Material wurde an der eigens dafür eingerichteten Bahnverladestation gebrochen und mit der Eisenbahn zur Verhüttung im Hochofen ins Ruhrgebiet versandt. Das dunkelrote Eisenerz besteht im Mittel aus 20 % Eisen, 11 % Quarz und 30 % Kalk sowie einigen anderen geogenen Bestandteilen. Im Untergrund entstand ein vernetztes Stollensystem mit einer Gesamtstrecke von rund 30 km. So ist es heute noch möglich, untertage von Ringsheim aus nach Herbolzheim zu gelangen. Verschiedene Abbauverfahren im Tiefbau wurden entwickelt und angewendet. Mit dem sogenannten Kammerbau erzielte das Bergwerk eine hohe Ausbeute, nachdem die Firstsicherung (Hangendes) im klüftigen Erz beherrscht und die Maschinenkombination - Drehbohrwagen, Schaufellader und LKW-Kipper - optimiert werden konnten. Trotz der ansteigenden Tiefbauleistung bis zu 48 t pro Mann und Schicht einschließlich eines 3 km langen Förderweges musste der Untertagebau Anfang 1964 infolge der Abrufkürzungen der Hochofenbetreiber eingestellt werden. Der Tagebau wurde noch 5 Jahre lang weiter betrieben. Nach der Stillegung des Bergwerks 1969 wurde 1973 eine Mülldeponie eingerichtet. Dort gewinnt man aus dem Deponiegas Strom. Beim Abbau des Erzlagers, das nicht fossilführend ist (deshalb sind in den Stollen auch keine Fossilien zu finden), wurde der so genannte Erzkopf abgetragen und in den Abraum gegeben. In dieser Schicht, die sehr fossilreich war, wurden an der Basis hauptsächlich Staufenia staufensis, darüber mehrere Ludwigienarten gefunden.

Was kann man heute noch sehen?

In Herbolzheim befindet sich auf der Bergwerksstraße ein Stolleneingang mit großem Profil (vergittert). Auf dem Gelände der Deponie in Ringsheim (Eintritt jederzeit möglich) befindet sich zum Wassermanagement ein gefluteter tieferer Tagebau-Rest, wenige typische alte Abbauwände, 3 Stolleneingänge (vergittert) mit großem Profil sowie einige wenige alte Maschinen und Geräte. Im Verwaltungsgebäude befindet sich eine kleine Fossiliensammlung, die in den Betriebszeiten besichtigt werden kann. Einige wenige Erzreste sowie Gesteine der Lagerstätte (eisenschüssiger Kalk) sind zu sehen. Aktuell gab es einen größeren Tagesbruch in einem Weinberg.

Eisenerzbergbau fand statt von Herbolzheim bis Ringsheim (siehe auch dort!)

Mineralien (Anzahl: 9)

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Aktualität: 23. Jul 2019 - 14:14:45

Mineralbilder (3 Bilder gesamt)

Oolithisches Eisenerz
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Oolithisches Eisenerz

(Goethit, Limonit, Calcit, Hämatit). Ringsheim, Lahr, Schwarzw., Baden-Württemb. L:17cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-07-19
Calcit-Strukturen in Eisenerz
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Calcit-Strukturen in Eisenerz

Ringsheim, Lahr, Schwarzw., Baden-Württemb. 7.11. BB:16cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-07-19
Oolithisches Eisenerz
Aufrufe (Bild: 1311080222): 1790
Oolithisches Eisenerz

(Goethit, Limonit). Ringsheim, Lahr, Schwarzw., Baden-Württemb. L:18cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-07-19

Gesteine (Anzahl: 7)

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Gesteinsbilder (4 Bilder gesamt)

Kalksandstein
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Kalksandstein

Ringsheim, Lahr, Schwarzw., Baden-Württemb. 7.11.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-07-19
Oolithisches Eisenerz
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Oolithisches Eisenerz

(Goethit, Limonit, Calcit, Hämatit). Ringsheim, Lahr, Schwarzw., Baden-Württemb. L:17cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-07-19
Eisenschüssiger Kalk
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Eisenschüssiger Kalk

Ringsheim, Lahr, Schwarzw., Baden-Württemb.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-07-19

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Aktualität: 23. Jul 2019 - 14:14:45

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Osann, Alfred (1927). Die Mineralien Badens. Schweizerbart'sche Verlagsb., Stgt. S.85.
  • Aldinger, H. & Frank, M. (1944). Vorkommen und Entstehung der südwestdeutschen jurassischen Eisenerze. N. Jb. Min. Geol. Paläont., Abt. A, Beil-Bd., 088, S.293-336.
  • Wagner, J. (1952). Zum süddeutschen Bergbau. - 1. Eisensteingrube Kahlenberg bei Herbolzheim S Lahr. Geogr. Rundschau, 4, S.153 ff.
  • Red. Aufschluss (1966). Aus den Sammlungen unserer Mitglieder: Aragonit. Aufschluss, Jg.17, Nr.11, S.304.
  • Bayer, U. (1970). Das Profil des Erztagebaus Ringsheim (Ober-Aalenium / Unter-Bajocium). N. Jb. Miner. Mh., H.5, S.261-69.
  • Albiez, G. (1979). Eisenerzgrube Kahlenberg bei Ringsheim / Südbaden. Die Ortenau, 58, S.137-64.
  • Ohmert, W. (1981). Fossilfunde aus der Freiburger Umgebung. Aufschluss, Jg.32, Nr.9, S.379-90.
  • Gustav Albiez. Eisenerzbergbau - ein wichtiger Wirtschaftszweig des Industriezeitalters. In: Hans Stuckmann, Volker Dennert & Manfred Baldas (1982). Baden-Württemberg als Bergbauland. Länderdienst Verlag. S.32.
  • Franke, K.-J. (1996). Geschichte des Kahlenberges bei Ringsheim im 20. Jhd. Die Ortenau, 76, S.493-526.
  • Reichenbach, B. et. al. (1998). Der Kahlenberg und seine Schätze. 472 S. Zweckverband Abfallbeseitigung.
  • Thomas Huth & Baldur Junker. Geotouristische Karte von Baden-Württemberg - Schwarzwald mit Umgebung. LA Geol., Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemb. 2004. S.213. ISBN: 3-00-014219-3.
  • Gregor Markl (2017). Schwarzwald. Lagerstätten und Mineralien aus 4 Jahrhunderten. Der Kahlenberg bei Ringsheim und der Kammergraben bei Bleichheim. 3. Mittl. Schwarzw., T.2. S.572. Ed. Krüger-Stiftung. Bode Verlag.

Weblinks:

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