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Grube Sophia

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Baden-Württemberg / Freiburg, Bezirk / Rottweil, Landkreis / Wittichen / Grube Sophia

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Ca. 300 m vom Kloster entfernt im Böckelsbachtal. (N)

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halde

Fund­s­tel­len­typ

Halden

Geo­lo­gie

Baryt-Fluorit Gänge mit Silber, Wismut, Cobalt, Arsen und Uran Mineralisation.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Die Sophiehalde ist Teil eines Bergbaurundwanderweges, daher gibt es keine Zugangsbeschränkung.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Sophia Halde (N 48° 20'03.50°; O 8° 20'34.14°)



Sophia Halde

WGS 84: 
Lat.: 48,33430556° N, 
Long: 8,34281667° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 20' 3,5" N,
   Long: 8° 20' 34,14" E
Gauß-Krüger: 
R: 3451351,
 H: 5355368
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=249
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Die Grube Sophia war wohl der bedeutenste Silberlieferant im Raum Wittichen, da gediegenes Silber das wichtigste Erz war. Stellenweise kam es sogar als reiche Imprägnationen im Granit vor. In den Jahren 1725 - 1856 wurden hier 5,2t reines Silber gefördert. Neben Silber galt der Bergbau auch den Kobalterzen, in erster Linie für die Weiterverarbeitung zu blauer Farbe. Später wurden wie an einigen weiteren Gruben in Wittichen auch noch Prospektionsarbeiten auf Uranerze betrieben, die aber wohl nicht vielversprechend waren.

Mineralogisch gesehen ist die Grube Sophia wegen schöner Silberfunde bekannt geworden. Neben derben Einlagerungen und Blechen konnten auch wunderschöne baumartige Gebilde aus Silber-xx gefunden werden, die einige cm groß waren. Die restlichen in der Liste erscheinenden Silbermineralien waren aber in der Regel klein und oft derb ausgebildet, es wurden aber auch Funde von kleinen Proustit-xx gemeldet. Im Stollen konnten als Neubildungen hübsche Stufen mit weißen oder zartrosa gefärbten Pikropharmakolithnadeln neben Sainfeldit, Lavendulan, Kobaltkoritnigit, u.a. gefunden werden. Weiterhin sind auch schöne rosagefärbte Kobaltsinter (Co-haltiger Aragonit) aufgetreten. An Uranmineralen sind auf der Halde nierige Pechblendeaggregate gefunden worden. Die weiteren Mineralien aus der Liste wurden allerdings z.T. sehr selten oder gar als Einzelfund gemeldet.

Die Suche auf der Halde der Grube Sophia lohnt sich heute nicht mehr. Sie ist wohl mehr durchwühlt als alle anderen Halden in Wittichen. Selbst mit einem Metallsuchgerät lohnt es sich nicht mehr, um eventuell Silber zu finden. Die letzten großen Funde wurden in den 90er Jahren nach schweren Unwettern gemeldet.

Mineralien (Anzahl: 102)

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ZurücksetzenAgAlAsBaBiCCaClCoCuFFeHKMgMnNaNiOPPbSSbSiUYZn
Akanthitr
Slg. thdun5
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Rottweil, Landkreis/Wittichen/Grube Sophia)
BM
Silberr
Slg. thdun5
(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Rottweil, Landkreis/Wittichen/Grube Sophia)
BM
'Turmalin-Supergruppe'r
-Rustemeyer, P. (2019). Schwarzwälder Turmaline. Erzgräber, Jg.34. H.2, 76 S.

(Baden-Württemberg/Freiburg, Bezirk/Rottweil, Landkreis/Wittichen/Grube Sophia)
M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 12. Nov 2019 - 20:08:24

Mineralbilder (39 Bilder gesamt)

Akanthit xx
Aufrufe (Bild: 1232636645): 1838
Akanthit xx

Akanthit xx ; Bildbreite: 2 mm; Fundort: Grube Sophia, Wittichen, Schwarzwald, Deutschland

Sammlung: derhesse
Copyright: derhesse
Beitrag: derhesse 2009-01-22
Mehr   MF 
Silber
Aufrufe (Bild: 1219512867): 1878, Wertung: 8
Silber

Bildbreite: 8 mm; Fundort: "Sophia", Wittichen, Schwarzwald, Baden-Württemberg, Deutschland

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2008-08-23
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Silber
Aufrufe (Bild: 1219512977): 1386
Silber

Bildbreite: 8 mm; Fundort: "Sophia", Wittichen, Schwarzwald, Baden-Württemberg, Deutschland

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2008-08-23
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Aktualität: 12. Nov 2019 - 20:08:24

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur-Liste:

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  • Gross, E.B., Corey, A.S., Mitchell, R.S. & Walenta, K. (1958). Heinrichite and Metaheinrichite, hydrated barium uranyl arsenate minerals. Am. Min., Vol.43, S.1134-1143. (Typ-Publ).
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  • Walenta, K. (1963). Neue Mineralfunde aus dem Schwarzwald. Aufschluss, Jg.14, Nr.10, S.267-274. (Parasymplesit, Heinrichit, Metaheinrichit).
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  • Walenta, K. (1978). Uranospathite and arsenuranospathite. Min. Mag., Vol.42, S.117-28. (Typ-Pub.)
  • Widemann, N. (1987). Silber aus Wittichen, Notizen zu historischen Silberfunden aus der Blütezeit der Grube 'Sophia' bei Wittichen. Lapis, Jg.12, Nr.7, S.58.
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  • Hartmann, F. (1997). Silber (Bem. Eigenfund). Lapis, Jg.22, Nr.11, S.35. (Silber, Begleitminerale: Proustit, Akanthit, Zirkon, Magnetit, Pyromorphit, Kassiterit, Gold, Sperrylith)
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  • Tessmann, C. (1998). Typlokalität - Schwarzwald. Gültige Mineralspezies mit Typlokalitäten aus dem Schwarzwald und die Ableitung ihrer Namen. Erzgräber, Jg.12, Nr.1, S.27-29. (Arsenuranospathit).
  • Tessmann, C. (1999). Typlokalität - Schwarzwald Forts. a. H.1 / 1998. Erzgräber, Jg.13, Nr.1, S.34-40. (Metakahlerit, Metakirchheimerit, Metauranospinit)
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  • Walenta, K. und Theye, T. (2005). Ein neues Kobaltmineral von der Grube Sophia bei Wittichen im mittleren Schwarzwald. Erzgräber, Jg.19, Nr.2, S.51-57.
  • Slotta, C. (2007). Dendritensilber und Proustit aus Wittichen (Bem. Eigenfund). Lapis, Jg.32, Nr.5, S.25-26. (Silber, Proustit, Safflorit, Baryt, Ankerit, Hämatit.)
  • Julian Gruber & Patrick Kirgus (2009). Bergbau im Kinzigtal. 1.Aufl. Eigenverlag. S.26.
  • Markl, G. (2016). Das Revier von Wittichen, Heubach und Schenkenzell. Der Mittlere Schwarzwald, T.1, Schwarzwald. S.120ff. Ed.Freudenstein, Bode Verlag, Salzhemmendorf.

Quellenangaben

Einordnung