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Menzenschwand

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Baden-Württemberg / Freiburg, Bezirk / Waldshut, Landkreis / St. Blasien / Menzenschwand

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Man kann Menzenschwand entweder vom Aha-Schluchsee oder über das Albtal von St.Blasien aus in W Richtung erreichen.

Geo­lo­gie

Die LS liegt im Bärhaldegranit. ca. 100-500m unter seinem Kontakt zu den am Feldberg aufgeschlossenen Migmatiten der Zentralschwarzwälder Gneismasse. Nach SW schließen sich Gesteine der metasedimentären Grauwacken und Tonschiefer an, die der Badenweiler-Lenzkircher-Zone angehören.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Menzenschwand Hinterdorf



Menzenschwand Hinterdorf

WGS 84: 
Lat.: 47,82721669° N, 
Long: 8,07117462° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 49' 37,98" N,
   Long: 8° 4' 16,229" E
Gauß-Krüger: 
R: 3430531,
 H: 5299193
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=227
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Verkürzte Pfadangabe

Menzenschwand, St. Blasien, Waldshut, Freiburg, Baden-Württemberg, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Menzenschwand ist der Oberbegriff für einige Fundstellen in der Umgebung des St. Blasier Ortsteils Menzenschwand, der das gesamte Tal der Menzenschwander Alb mit dem Quellbach Krunkelbach umfasst.

Oft wird die Bezeichnung Menzenschwand für den ehemaligen Uranversuchsabbau der Gewerkschaft "Brunhilde" unterhalb des Rabenfelsens am nördlichen Talhang des Krunkelbaches benutzt. Siehe dazu die Lexikonseite: Krunkelbachtal bei Menzenschwand.

Neben dem im Versuchsbergwerk der Gewerkschaft "Brunhilde", oft auch kurz "Grube Brunhilde" genannt, erschlossenen Hauptgang existierten eine Reihe weiterer Mineralisationen:

  • unterhalb des Rabenfelsens ein alter Schurf auf einen schwach kupferführenden Hämatit-Gang
  • diverse geringmächtige Klüfte und teilweise uranvererzte Paralleltrümchen, die nicht bauwürdig sind
  • zwei Nebentrümer, die in den ersten Schurfgräben am Krunkelbach aufgeschlossen waren, darunter eines, das reich an Cu-Erzen (Chalkopyrit, Chalkosin), Cuprosklodowskit und Torbernit gewesen ist (nicht identisch mit dem späteren Abbau und seinem Hauptgang)
  • Uranocircit-führende Klüfte an der Farnwitte am Osthang des Menzenschwander Tals
  • Steinbruch am Schleifbach beim Menzenschwander Vorderdorf: Miarolithische Drusen mit Fluorapatit, Rauchquarz, Orthoklas und Albit, Uran-und Bleivererzte Klüfte mit Kasolit und Uranophan-Beta.

Mineralien (Anzahl: 176)

Mineralbilder (23 Bilder gesamt)

Uranophan, Lumineszenz unter UV 365 nm
Aufrufe (Bild: 1550339687): 1909, Wertung: 8.2
Uranophan, Lumineszenz unter UV 365 nm

Grün fluoreszierender Uranophan von Menzenschwand bein Anregung mit 365 nm. Olympus Mikroskop mit LWD MS Plan 20x Objektiv, Auflichteinheit für UV und Canon 450D, Stacking mit HeliconFocusPro 50 Bi...

Copyright: Peter H.
Beitrag: Lynx 2019-02-16
Mehr   MF 
Autunit
Aufrufe (Bild: 1350943182): 1479
Autunit (SNr: EM 3217)

Bildbreite: 4,16 mm; Deutschland/Baden-Württemberg/Schwarzwald/Menzenschwand

Sammlung: loparit
Copyright: loparit
Beitrag: loparit 2012-10-22
Mehr   MF 
Ianthinit xx
Aufrufe (Bild: 1516395863): 889
Ianthinit xx (SNr: 5348)  F
Analysiert mit Fluoreszenzspektroskopie

Schon teilweise in Schoepit xx umgewandelt; FO: Menzenschwand/Schwarzwald; Bildbreite ca. 3,2mm

Sammlung: Ferdinand Wagner
Copyright: etalon
Beitrag: etalon 2018-01-19
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 10)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Walenta, K. (1960). Ein Vorkommen von Uranocircit im S Schwarzwald. N. Jb. Miner. Mh., S.115-19.
  • Rein, G. (1960). Ein Pechblendevorkommen bei Menzenschwand im Südschwarzwald. N. Jb. Miner. Abh., 94, S.720-32.
  • Schauer, H. (1962). Die Verteilung von Uran und Thorium im Bärhaldegranit (GBh) unter besonderer Berücksichtigung der Uranerzvorkommen von Menzenschwand (Südschwarzwald). Diss., Univ. Stuttgart.
  • Schauer, H. (1962). Uranerzführende Gänge im Bärhaldegranit (Südschwarzwald). N. Jb. Miner. Mh., S.121-24.
  • Friedrichs, H. (1963). Gedanken über Menzenschwand. Badische Heimat, 43, S.365-69.
  • Amann, A. (1963). Die Lage von Menzenschwand heute. Badische Heimat, 43, S.370-71.
  • Walenta, K. (1963). Über die Barium-Uranylphosphatmineralien Uranocircit I, Uranocircit II, Meta-Uranocircit I und Meta-Uranocircit II von Menzenschwand im S Schwarzwald. Jh. geol. LA Bad.-Württ., 6, S.113-35.
  • Kirchheimer, F. (1964). Die Entdeckungsgeschichte des Uranerzvorkommens bei Menzenschwand im S Schwarzwald. Aufschluss, Jg.15, Nr.10, S.263-66.
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  • Walenta, K. (1965). Beiträge zur Kenntnis seltener Arsenatmineralien unter besonderer Berücksichtigung von Vorkommen des Schwarzwaldes - 2. F. Tschermaks Min. Petr. Mitt., 10, S.252-82.
  • Bültemann, H.-W. (1965). Das Uranerzvorkommen Ellweiler in Rheinland-Pfalz und Menzenschwand im Schwarzwald. Erzmetall, Bd.18, S.79-83.
  • Fricke, G. (1965). Die Uranerzvorkommen von Menzenschwand im S-Schwarzwald. Mineralienfr., Jg.3, Nr.3, S.25-26.
  • Mayer, G. (1966). Karlsruher Liebhaber und Interessenten der Geologie, Mineralogie, Paläontologie und des Bergbaus im 18. und 19. Jhd. Aufschluss, Jg.17, Nr.2, S.42-52.
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  • Schlomann, C. & Steen, H. (1992). Menzenschwand: Das Ende des Uranbergbaus im Schwarzwald. Min.-Welt, Jg.3, Nr.6, S.25-31.
  • Walenta, K. (1993). Mineralbestand der Uranerzlagerstätte von Menzenschwand. Erzgräber, Jg.7, Nr.2, S.63-64.
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  • Döbelin, W. (1996). Uranmineralien von Menzenschwand. Mineralienfr., Jg.34, Nr.3, S.14-22.
  • Markl, G. & S. Wolfsried (2011). Das Uran von Menzenschwand. Weise Verlag, München, 143 S.
  • Müller, H.D. (2012). Bilder. Erzgräber, Jg.26, H.1, S.48, 50-
  • Walenta, K. & T. Theye (2012). Heisenbergit. N.Jb.Min.Abh. 189 (2), 117-23. IMA 2010-076. (Typ-Publ.)
  • Göb, S., Guhring, J.E., Bau, M., Markl, G. (2013): Remobilization of U und REE and the formation of secondary minerals in oxidized U deposits.- Amer. Miner. 98: 850-548.
  • Plášil, J. (2014): Oxidation-hydration weathering of uraninite: the current state-of-knowledge.- Journal of Geosciences, 59, 99-114.
  • Müller, H.D. (2015). Bilder einer Sammlung - Menzenschwand. Erzgräber, Jg.29, H.1, S.1-60.

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