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Heggbach

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Baden-Württemberg / Tübingen, Bezirk / Biberach, Landkreis / Maselheim / Heggbach

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Sand- und Mergel-Grube.

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Miozän, Tertiär. Wirbeltier- und Pfianzenfundstelle aus der Zeit der Oberen Süßwassermolasse

GPS-Ko­or­di­na­ten

Heggbach



Heggbach

WGS 84: 
Lat.: 48,15109763° N, 
Long: 9,89527419° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 9' 3,952" N,
   Long: 9° 53' 42,987" E
Gauß-Krüger: 
R: 3566690,
 H: 5335176
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=18421
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Verkürzte Pfadangabe

Heggbach, Maselheim, Biberach, Tübingen, Baden-Württemberg, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Pfarrer Dr. Probst fand 1857 am Buchhaldenberg Fossilien.

Diese Kiesgrube war eine seiner Hauptbetätigungsfelder. Seine bedeutende Sammlung ist in Biberachs Brait-Mali Museum zu bewundern.

Aus einer linsenförmigen Aufarbeitungslage ("Knauerschicht") konnte er im Sommer 1857 zunächst Wirbeltierreste bergen, darunter Zähne und Knochen von Säugetieren wie Mastodonten, Nashörner, Urpferde und Hirschartige. Die im Jahre 1865 entdeckte Pflanzenfundschicht befand sich im gleichen Aufschluß etwa 2 m bis 3 m unterhalb der Wirbeltierlage. Aus den tonig-mergeligen Ablagerungen dieser Fundschicht konnte PROBST mehrere tausend Pflanzenreste - vor allem Blattabdrücke, aber auch Samen und Fruchtreste - gewinnen. In geringer Anzahl fanden sich sogar Abdrücke von Insekten.

Hier gab es auch Zapfensande.

Gesteine (Anzahl: 6)

Fossilien (Anzahl: 29)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Probst, J. (1868). Tertiäre Pflanzen von Heggbach bei Biberach nebst Nachweis der Lagerungsverhältnisse. Jh.Ver.Vaterl.Naturk. Württ. 24, 172-85, Stuttgart.
  • Probst, J. (1871). Fossile Meeres- und Brackwasser-Conchylien aus der Gegend von Biberach. Jh. Verein vaterl. Naturkunde Württemb. S.111-18.
  • Probst, J. (1882). Beschreibung der fossilen Pflanzenreste aus der Molasse von Heggbach O.A. Biberach und einigen andern oberschwäbischen Localitäten. I. Abth. Dicotyledonen. Jh. Verein vaterl. Naturk. Württemb. S.166.
  • PROBST, J. (1883): Beschreibung der fossilen Pflanzenreste aus der Molasse von Heggbach O.A. Biberach und einigen andern oberschwäbischen Localitäten. Erste Abth.: Dicotyledonen. –Jh. Ver.vaterländ. Naturk. Württ., 39: 166-242, Stuttgart.
  • PROBST, J. (1884): Beschreibung der fossilen Pflanzenreste aus der Molasse von Heggbach O.A. Biberach und einigen andern oberschwäbischen Localitäten. 2. Abth.: Monocotyledonen, Gymnospermen, Cryptogamen. Jh.Ver.vaterländ. Naturk.Württ., 40: 65-95, Stuttgart.
  • Probst, J. (1888). Beschreibung einiger Lokalitäten in der Molasse von Oberschwaben. Jh.vaterl.Naturk.Ver.Württemb. 44, 64-114. Stuttgart.
  • Engel (1897). Die Gesteinsbildung der Schwabenalb von einst und jetzt. 12.Forts. Blätter des Schwäb. Albvereins. 9.Jg., S.42-47, Tübingen.
  • Kick, H. (1973). Pfarrer Dr.Josef Probst ein oberschwäbischer Geologe. Zeit und Heimat. Beiträge zur Geschichte, Kunst und Kultur von Stadt und Kreis Biberach. 31.3.1973.
  • Lichter, G. & T. Liske (1974). Heggbach, eine bvergessene Fundstelle der Oberen Süßwassermolasse. Aufschluss, Jg.25, Nr.6, S.308-12.
  • Elmar P.J. Heizmann (1998). In Ulm und um Ulm herum - der Nordrand des Molassebeckens. In: Erdgeschichte mitteleurop. Regionen (2): Vom Schwarzwald zum Ries. Hrsg. E.P.J. Heizmann, Staatl. Mus.Naturk.Stuttgart. Verlag F.Pfeil, München.
  • Bechly, G. u. V. Sach (2002): An interesting new fossil dragonfly (Anisoptera: Libellulidae: "Brachydiplacini") from the Miocene of Germany, with a discussion on the phylogeny of Tetrathemistinae and a fossil list for the locality Heggbach. Stuttg. Beitr. Naturk. Ser. B., 325: 1-11.
  • Volker J. Sach (2003). Das Tertiär im Landkreis Biberach: ein Wechselspiel zwischen Meer und Land. Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach. 26. 1. S.68-78.
  • Volker J. Sach (2016). Documenta n a t u r a e. Sonderb.70, 2.Aufl., F O S S I L I E N K A T A L O G der Miozän-Molasse in Südwestdeutschland (Obere Süßwassermolasse, Brackwassermolasse, Obere Meeresmolasse, Untere Süßwassermolasse). S.1-115.

Weblinks:

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