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Baltringen

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Baden-Württemberg / Tübingen, Bezirk / Biberach, Landkreis / Mietingen / Baltringen

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Dorf in der Gemeinde Mietingen. 1 km O von Baltringen.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Die Baltringer Schichten waren früher in 3 Steinbrüchen aufgeschlossen. Steinbrüchen „Beizlesberg“, „Kodlesberg“ und „Steingrüble“ (aufgelassen).

Fund­s­tel­len­typ

Tagebau/Steinbruch (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

Die Baltringer Schichten dokumentieren den Beginn des 2. Zyklus der Oberen Meeresmolasse. An ihrer Basis findet man fossilreiche Kalke, die strandnah im Flachwasser entstanden sind. An Fossilien sind Reste von Muscheln, Schnecken, Knochenfischen, Haien, Sägefischen, Rochen, Krokodilen, Delfinen, Seekühe, Zahnwalen und vielen anderen Tieren zu finden. Die fossilreichen Kalke sind als Bausteine verwendet worden. Diese Ablagerungen werden nicht mehr als Baltringer Schichten bezeichnet, sie heißen "Feinsandserie" oder "Deckschichten". Mit ihnen endet der 2. Zyklus und damit die Sedimentation der Oberen Meeresmolasse. Wichtiger Leithorizont, da leicht erkennbar.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Baltringen



Baltringen

WGS 84: 
Lat.: 48,16593275° N, 
Long: 9,86740401° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 9' 57,358" N,
   Long: 9° 52' 2,654" E
Gauß-Krüger: 
R: 3564598,
 H: 5336802
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=18422
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Verkürzte Pfadangabe

Baltringen, Mietingen, Biberach, Tübingen, Baden-Württemberg, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Diese FS ist eine der Hauptbetätigungs-Felder des Fossilien sammelnden Pfarrers Dr.Probst gewesen. Er sammelte von hier 60.000 Hai-Zähne!

Im "Museum am Löwentor" sind zwei fossile Cetaceen-Objekte (Wale) aus Baltringen.

Gesteine (Anzahl: 5)

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Legende

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Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
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 i -> Informationen etc.
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Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 04. Jul 2020 - 09:57:41

Fossilien (Anzahl: 35)

Crocodiliar
Kick, H. (1973).
(Baden-Württemberg/Tübingen, Bezirk/Biberach, Landkreis/Mietingen/Baltringen)
F
Delphinidaer
Kick, H. (1973).
(Baden-Württemberg/Tübingen, Bezirk/Biberach, Landkreis/Mietingen/Baltringen)
F
Elasmobranchiir
Kick, H. (1973).
(Baden-Württemberg/Tübingen, Bezirk/Biberach, Landkreis/Mietingen/Baltringen)
F
Elephantidaer
Kick, H. (1973).
(Baden-Württemberg/Tübingen, Bezirk/Biberach, Landkreis/Mietingen/Baltringen)
F
Mammaliar
Kick, H. (1973).
(Baden-Württemberg/Tübingen, Bezirk/Biberach, Landkreis/Mietingen/Baltringen)
F
Odontocetir
Kick, H. (1973).
(Baden-Württemberg/Tübingen, Bezirk/Biberach, Landkreis/Mietingen/Baltringen)
F
Ostreidaer
Kick, H. (1973).
(Baden-Württemberg/Tübingen, Bezirk/Biberach, Landkreis/Mietingen/Baltringen)
F
Rhinocerotidaer
Kick, H. (1973).
(Baden-Württemberg/Tübingen, Bezirk/Biberach, Landkreis/Mietingen/Baltringen)
F
Turritellar
Kick, H. (1973).
(Baden-Württemberg/Tübingen, Bezirk/Biberach, Landkreis/Mietingen/Baltringen)
F
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Legende

Fossil -> Name des Fossils
Fossil (TL) -> Fossil-Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Fossil in der Region
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 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Fossil ? ->Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 04. Jul 2020 - 09:57:41

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Aktualität: 04. Jul 2020 - 09:57:41

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Probst, J. (1871). Fossile Meeres- und Brackwasser-Conchylien aus der Gegend von Biberach. Jh. Ver. vaterl. Naturk.Württ. S.111-18.
  • Probst, J. (1886). Über die fossilen Reste von Zahnwalen (cetodonten) aus der Molasse von Baltringen, O.A. Laupheim. Jh.Ver.vaterl.Naturk. Württ. 42, 102-45, Stuttgart.
  • Probst, J. (1887). Beiträge zur Kenntnis der fossilen Fische von Baltringen. Jh. vaterl. Naturk. Württ.,
  • Probst, J. (1888). Über die Ohrenknochen fossiler Cetodonten aus der Molasse von Baltringen. Jh. vaterl. Naturk. Württ., S.46.
  • Probst, J. (1888). Beschreibung einiger Lokalitäten in der Molasse von Oberschwaben. Jh. vaterl. Naturk. Württ., S.64
  • Moos, A. (1926). Zur Bildung von Ablagerungen mit Landsäugetier-Resten in der süddeutschen Molasse. Geol. Rundschau, Bd.17, Nr.1, S.8-21.
  • Kick, H. (1973). Pfarrer Dr.Josef Probst ein oberschwäbischer Geologe. Zeit und Heimat. Beiträge zur Geschichte, Kunst und Kultur von Stadt und Kreis Biberach. 31.3.1973.
  • Reif, W.-E. (1978). Morphogenesis and histology of large scales of batoids (Elasmobranchii). Paläont. Zeitschr., Bd.53, Nr.1-2, S.26-37.
  • Elmar P.J. Heizmann (1998). In Ulm und um Ulm herum - der Nordrand des Molassebeckens. In: Erdgeschichte mitteleurop. Regionen (2): Vom Schwarzwald zum Ries. Hrsg. E.P.J. Heizmann, Staatl. Mus.Naturk.Stuttgart. Verlag F. Pfeil, München.
  • Bechly, G. u. V. Sach (2002): An interesting new fossil dragonfly (Anisoptera: Libellulidae: "Brachydiplacini") from the Miocene of Germany, with a discussion on the phylogeny of Tetrathemistinae and a fossil list for the locality Heggbach. Stuttg. Beitr. Naturk. Ser. B., 325: 1-11.
  • Volker J. Sach (2003). Das Tertiär im Landkreis Biberach: ein Wechselspiel zwischen Meer und Land. Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach. 26. 1. S.68-78.
  • Volker J. Sach (2016). Documenta n a t u r a e. Sonderb.70, 2.Aufl., F O S S I L I E N K A T A L O G der Miozän-Molasse in Südwestdeutschland (Obere Süßwassermolasse, Brackwassermolasse, Obere Meeresmolasse, Untere Süßwassermolasse). S.1-115.

Weblinks:

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