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Achthal

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberbayern, Bezirk / Berchtesgadener Land, Landkreis / Teisendorf / Achthal

GPS-Ko­or­di­na­ten

Achthal (N 47,8374°, E 12,7761°)



Achthal
WGS 84: 
Lat.: 47,83735752° N, 
Long: 12,77606964° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 50' 14,487" N,
   Long: 12° 46' 33,851" E
Gauß-Krüger: 
R: 4558203,
 L: 5300193

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von der Autobahn A8 München-Salzburg nimmt man die Abfahrt Neukirchen und fährt von da ab weitere ca. 3 km in NO Richtung. Direkt links von der Durchgangsstraße im Ort. Nicht zu verfehlen.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Stollen.

Geo­lo­gie

Fossilreiche, eisenhaltige Kalksandsteine des Helvetikums, die auch das Interesse der Paläontologen erregte. Gehört zur tertiären Eisenerzlagerstätte von Kressenberg. Das eozän sedimemtär gebildete Erzlager ist etwa 25 km lang und besteht aus 3 bauwürdigen Erzhorizonten, die durch tektonische Vorgänge heute steil aufgerichtet und übereinander geschoben sind:

a) Rotflözhorizont

b) Schwarzflözhorizont

c) Schmalflözhorizont.

Für a) war die Bezeichnung Ferdinand-, Karl- und Josephflöz gebräuchlich.

Für b) Emanuel-, Albrecht-, Max-, Sigmund-, Neues-, Christoph-, Marien-, Knappenhaus- und Ulrichsflöz gebräuchlich.

Das Roterzflöz erreichte eine Mächtigkeit bis zu 2,5 m. Der Eisengehalt schwankte zwischen 20 und 28%. Die Schwarzerzflöze erreichten eine Mächtigkeit von 2,9 bis 3,2 m bei einem Eisengehalt von 30-35%. Die oolithischen Erze enthielten sowohl Kalk wie auch Quarzteilchen und zahlreiche Fossileinschlüsse. Die Vorräte sind auf 32 Mio. t veranschlagt.

Letz­ter Be­such

24.7.08

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=7852
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (9 Bilder gesamt)

Knappenkapelle
Aufrufe (Bild: 1218031971): 1596
Knappenkapelle

Maria im Schnee. Davor eiserner Brunnen. Achthal, Oberbayern.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2008-08-06
Eisenwerk Achthal
Aufrufe (Bild: 1216997340): 1591
Eisenwerk Achthal

Ehemaliges Hütten-Gebäude. Teisendorf, Oberbayern; 24.7.08

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2008-07-25
Bergbaumuseum Achthal
Aufrufe (Bild: 1216997110): 1031
Bergbaumuseum Achthal

Teisendorf, Oberbayern. 24.7.08

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2008-07-25

Ausführliche Beschreibung

Die Lagerstätte wurde seit dem 11.Jhd. abgebaut. Offiziell wird der Bergbau in Achthal von 1537 bis 1924 angegeben. Man erreichte in der letzten Periode bis 150 m Tiefe. In Achthal wurde eine Eisenhütte betrieben, die sich auf Gußeisen spezialisierte. Heute befindet sich hier ein Bergbaumuseum, in dem eine Dokumentation über das oberbayerische Eisenerz ist.

Fossilien: Neben Foraminiferen (meist Nummuliten, Assilinen, Operculinen und Discocyclinen findet man Moostierchen (Bryozoen), Wurmröhren (Serpula, Rotularia), Lamellibranchiaten, darunter die dickschalige Ostrea, Gastropoden, Cephalopoden (Nautilus), Krebse (Rania, Xanthopis) und Seeigel (Prenaster, Echinanthus).


Bergbaumuseum Achthal:

Förderverein Bergbaumuseum Achthal e.V., Kontakt: Allerberg 4, 83317 Teisendorf, www.bergbaumuseum-achthal.de

Bei einem Besuch erfahren Sie über zwei Zeittafeln eine Menge über den Salzburgischen und Bayerischen Bergbau und die wechselvolle Geschichte in dieser Gegend. Das Bergbaumuseum Achthal vermittelt an Hand des Schaustollens aber auch viel Wissen über die Arbeitsweise und die Lebenswelt der Bergknappen in der damaligen Zeit mit all den Nöten und Gefahren. Neben vielen Modellen z. B. über die Lage der Stollen in der Natur und Anordnung im Berg wird an dem Hochofenmodell der Weg vom Erz über die Eisengewinnung bis zum fertigen Gussprodukt anschaulich verfolgt. In der Modellschreinerei wird die mühselige Vorbereitung der Holzform und des Einformkastens aufgezeigt.

Öffnungszeiten:

Mai bis September: Di bis Sa 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr, So 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr,

Anmeldungen für Sonderführungen ganzjährig (im Winter temperiert) Tel: (+49) 08666 / 7149 oder 1029.

Eintrittspreise:

Erwachsene € 3,00; Kinder 6 – 15 Jahre * € 1,50, Gäste mit Ausweis € 2,50, Gruppen ab 10 Personen je € 2,50.

Mineralien (Anzahl: 5)

Gesteine (Anzahl: 4)

Fossilien (Anzahl: 6)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Schmeltzer, H. Mineralfundstellen Bayern. Weise-Verlag, München, 1977. S.188 (8142).
  • Sepp Winkler. 'Der Salzburger Erzbergbau am Teisenberg'. 1. Aufl. Teisendorf : Eigenverl. "Förderverein Heimatstube Achtal", 1990. 34 S.
  • Günther, W. und R. Krauß: Norisches Eisen. Montan- und Wirtschaftsgeschichte des Eisens in Salzburg. Schriftenreihe des Landes Salzburg. 2004, Nr.196. S.16-35.

Weblinks:

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