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Bleibergwerk am Riedbodeneck

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberbayern, Bezirk / Garmisch-Partenkirchen, Landkreis / Mittenwald / Bleibergwerk am Riedbodeneck

GPS-Ko­or­di­na­ten

Mittenwald, Bleibergwerk am Riedbodeneck (N 47° 23' 58,97", E 11° 15' 3,17")



Mittenwald, Bleibergwerk am Riedbodeneck
WGS 84: 
Lat.: 47,3997145° N, 
Long: 11,25087976° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 23' 58,972" N,
   Long: 11° 15' 3,167" E
Gauß-Krüger: 
R: 4443559,
 H: 5251515

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Parkplatz am Grenzübergang Scharnitz, Fussweg bis zur Fundstelle ca. 800 m, ebener Weg am Talboden

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halden

Geo­lo­gie

Blei-Zink-Erzlinsen in Riffkalken der Trias

Zu­gangs­be­schränku­ngen

Naturschutzgebiet, Betreten der Stollen verboten, Warnschilder

Letz­ter Be­such

03.08.2011, geomueller

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=7307
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (3 Bilder gesamt)

Bleibergwerk am Riedbodeneck Mittenwald
Aufrufe (Bild: 1312830019): 1739, Wertung: 7.33
Bleibergwerk am Riedbodeneck Mittenwald

fündige Halde unmittelbar neben dem Stolleneingang

Copyright: geomueller
Beitrag: geomueller 2011-08-08
Bleibergwerk am Riedbodeneck Mittenwald
Aufrufe (Bild: 1312829754): 2565, Wertung: 8.2
Bleibergwerk am Riedbodeneck Mittenwald

Stolleneingang

Copyright: geomueller
Beitrag: geomueller 2011-08-08
Bleibergwerk am Riedbodeneck Mittenwald
Aufrufe (Bild: 1312829690): 2430, Wertung: 8.18
Bleibergwerk am Riedbodeneck Mittenwald

Stolleneingang

Copyright: geomueller
Beitrag: geomueller 2011-08-08

Ausführliche Beschreibung

Der Bergbau in Mittenwald begann im Jahre 1508. Die Zeche gehört zur Reihe der Bergwerke im Wettersteingebirge (Trias), in denen Blei- und Zinkerz abgebaut wurde. Am Ende des 19.Jahrhunderts wurde der Abbau eingestellt.

Das Betreten der (noch) offenen, alten Stollenanlage wurde von der Marktgemeinde Mittenwald strengstens verboten, Verbotsschild!

Das Bergwerk besteht aus drei Sohlen. Das Stollenmundloch (siehe Bild) stellt den Unterbaustollen, also die tiefste Sohle des Bergwerks dar. Der Stollen führt das ganze Jahr über Wasser, da sich am Ende des Stollens eine kleine Quelle befindet. Kurz nach dem Eingang ist rechter Hand eine verschüttete Stollenabzweigung zu sehen.

Nach ca. 80m Tiefe verzweigt sich der Stollen in eine ca. 30m lange Querstrecke. Der interessanteste Teil des Unterbaustollens ist das Stollenende bei der Quelle. Hier sammelt sich das Wasser und über einen ca. 70 m hohen Schacht ist die zweite und dritte Sohle aufgeschlossen.

Weitere Tagesöffnungen zur zweiten und dritten Sohle befinden sich oberhalb der großen Abraumhalden.

Die Fundmöglichkeiten für Mineralien am Riedbodeneck sind eher schlecht, bestenfalls ist Belegmaterial zu finden. Dazu lohnt es sich Kalksteinbrocken mit gelblichbraunen Nestern (Sphalerit) aufzuschlagen. Auf den Halden links und rechts vor dem Hauptstolleneingang finden sich noch Spuren von Zinkblende mit Bleiglanz und Calcit. Mit Glück können kleine Bleiglanz-Micromounts mit Blei/Zink-Sekundärmineralien gefunden werden. Häufiger ist Cerussit mit Hydrozinkit und Smithsonit (reiskornartig) anzutreffen und seltener auch Wulfenit.

Eine weitere Halde befindet sich ca. 100m nordwestlich des Stollens. Dort sind die Fundaussichten ebenfalls gering.

Mineralien (Anzahl: 11)

Mineralbilder (4 Bilder gesamt)

Galenit und Sphalerit in Kalkstein
Aufrufe (Bild: 1312830141): 1810, Wertung: 7.25
Galenit und Sphalerit in Kalkstein

Bleibergwerk am Riedbodeneck Mittenwald

Copyright: geomueller
Beitrag: geomueller 2011-08-08
Galenit und Sphalerit
Aufrufe (Bild: 1312830326): 1877, Wertung: 5.6
Galenit und Sphalerit

innig verwachsen in Kalkstein, Bleibergwerk am Riedbodeneck Mittenwald

Copyright: geomueller
Beitrag: geomueller 2011-08-08
Zinkblende, Bleiglanz
Aufrufe (Bild: 1489944781): 236
Zinkblende, Bleiglanz

Anschnitt eines erzführenden Handstückes (ca. 8 cm lang mit Sphalerit (braun) und Galenit (schwarz-silbrig)). Fundort: Bergbau Riedbodeneck, Mittenwald, Bayern.

Sammlung: stoanklopfer
Copyright: stoanklopfer
Beitrag: stoanklopfer 2017-03-19

Gesteine (Anzahl: 1)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

Einordnung