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Grube Hohes Rad

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberfranken, Bezirk / Hof, Landkreis / Oberfränkisches Revier / Bad Steben / Grube Hohes Rad

An­fahrts­be­sch­rei­bung

siehe Karte unter "Ausführliche Beschreibung"

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Tiefbau, ob mittels Stollen oder Schacht derzeit unbekannt

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Flußspatführender Mineralgang in Diabas-Tuffbrekzie

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Hohes Rad. Die GPS-Koordinaten beziehen sich auf einen Teil des Ganges im Bereich eines Hauptweges.



Grube Hohes Rad

WGS 84: 
Lat.: 50,36668662° N, 
Long: 11,68016555° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 22' 0,072" N,
   Long: 11° 40' 48,596" E
Gauß-Krüger: 
R: 4477349,
 H: 5581241
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK5636

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=31320
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Der Flußspatbergbau im Frankenwald


Übersichtskarte

Gesamtkarte
Gesamtkarte

Gesamtkarte zum Flußspatbergbau im Frankenwald. Für eine größere Darstellung bitte auf die Karte und dann auf Originalgröße klicken !

woelsendorfer
  • Legende zur Übersichtskarte
Legende zur Gesamtkarte
Legende zur Gesamtkarte

Legende zur Gesamtkarte zum Flußspatbergbau im Frankenwald.

woelsendorfer

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Hohes Rad

  • 1956 erstmalige Nennung der Grube Hohes Rad in dem "Jahrbuch des deutschen Bergbaus 1957", welches das Jahr 1956 betrifft, unter dem Kapitel "Flussspat" und hier unter "Weitere Flußspatgruben", Seite 571. Weitere Angaben werden nicht gemacht.
  • 1957 und 1958 wie vor
  • 1959 Betreiber / Eigentümer:Firma "Flußspatwerke GmbH", Nürnberg. Geschäftsführung: Dipl. Ing. Werner Otto Kalthoff, Nürnberg.
  • Die Betriebsleitung für Grube Hohes Rad führt Betriebsleiter Kurt Hudel aus. Mineral und Lagerstätte: Flußspat, Gangvorkommen. Betrieb: Aufschlußgrube - Untersuchungsarbeiten.
  • Flußspatrohförderung: 384 t, absatzfähiger Flußspat: 382 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 2.
  • 1960 Flußspatrohförderung: 750 t, absatzfähiger Flußspat: 738 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 4.
  • 1961 Flußspatrohförderung: 709 t, absatzfähiger Flußspat: 700 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 7.
  • 1962 wird die Verwaltung in Nürnberg aufgrund der vielen Grubenstilllegung im Wölsendorfer und Donaustaufer Revier aufgegeben und wieder von Frankfurt (Main) aus gemacht. Geschäftsführung: Dipl. Ing. Werner Otto Kalthoff, Kronberg (Taunus).

  • Die Flußspatrohförderung beträgt im gleichen Jahr: 392 t, absatzfähiger Flußspat: 385 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 3.
  • 1963 wird die Grube Hohes Rad nicht mehr als Aufschlußgrube - Untersuchungsbetrieb geführt, sondern als normale Flußspatgrube.
  • Flußspatrohförderung: 117 t, absatzfähiger Flußspat: 98 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: 2.
  • 1964 Betreiber / Eigentümer: "Flußspatwerke GmbH", Frankfurt (Main). Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist Dipl. Ing. Werner Otto Kalthoff, Kronberg (Taunus). Grubenverwaltung in Lichtenberg (Oberfranken). Verladung - Stückgut - Wagenladungen in Lichtenberg. Betriebsleitung: Werner Eckardt. Mineral und Lagerstätte: Flußspat. Gangvorkommen. Betrieb: Tiefbau.
  • Flußspatrohförderung: 859 t, absatzfähiger Flußspat: 859 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: 4.
  • Im gleichen Jahr wird der Betrieb der Grube Hohes Rad eingestellt. Die Firma "Flußspatwerke GmbH", Frankfurt (Main) zieht sich mit der Betriebseinstellung aus dem Flußspatbergbau vollständig zurück.

Die Lagerstätte

  • Der Christoph-Gang der Grube Hohes Rad ist ein Spateisen-Calcit-Flußspatgang.

Mineralogie

  • 1972 wird wie folgt berichtet:

    • Hinweis dazu: Der Bericht von Dr. GERHARD v. HORSTIG, München, wurde für die einzelnen Gruben von mir (Michael Kommer) entsprechend aufbereitet.
  • Einleitung:
  • "Dr. GERHARD v. HORSTIG, München, hat in den Jahren 1952—1968 die vom Bayerischen Staat geförderten Untersuchungsarbeiten auf Flußspat im Frankenwald geologisch bearbeitet. Darüber hinaus ermöglichte ihm das Entgegenkommen der Betriebsleitungen (siehe unter Hinweis) die Befahrung der gesamten Grubengebäude und die Spezialaufnähme wichtiger Gangprofile. So ist im Lauf der Jahre einiges Material über die Gänge zusammengekommen. Es ist nicht vollständig, erlaubt aber eine Auswertung über die Gangtektonik, Mineralabfolge und Genese".

    • Hinweis dazu: Herren Nay, Braun und Weiß (Grube Issigau) und den Herren Schwerber und Hudel (Grube Lichtenberg).
    • Flußspat (Fluorit) II:
    • Diese Flußspatgeneration stellt nahezu den ganzen bauwürdigen Flußspat. Die Farbe ist weiß bis bläulich (mit Violettstich), seltener grünlich. Der Flußspat kristallisiert in mm- bis cm-großen, schwer abzugrenzenden, xenomorphen Kristallen. Meist sieht man ihn als nahezu homogene Füllung des Ganginneren. Die älteren Kalkspat-Rhomboeder (cm-groß) werden im Grenzbereich halbseitig bis ganz umschlossen. Mit dem Flußspat II endet die ältere Abfolge in den Mineralgängen des Frankenwaldes".
    • Eisenspat (Siderit) II:
    • "Der jüngere Siderit ist besonders durch die intensive Verwitterung in der Tertiärzeit im Hochflächenbereich weitgehend in Limonit umgewandelt. Die primäre spätige Struktur konnte jedoch an vielen Stellen beobachtet werden. Er kommt meistens in primär teufenmäßig und morphologisch hochgelegenen Gangbereichen vor. Beiden Voraussetzungen entspricht das Auftreten in der Grube „Hohes Rad" bei Hölle und im Lichtenberger Wald (1,5 km nördlich davon)".
    • Quarz II, III:
    • "Zusammen mit Siderit II kommt stets Quarz in größerer Menge vor. An manchen Stellen, z. B. am Kupferbühl bei Issigau lassen sich zwei Generationen unterscheiden, eine ältere graugelbe, fein- bis kleinkörnige Generation, die den älteren Kalkspat und Flußspat korrodiert und eine jüngere weiße Generation. Sie setzt in scharf begrenzten Gängchen durch den älteren Quarz und bildet häufig Drusen".

Mineralien (Anzahl: 4)

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Calcitr
Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 5636 NAILA, München 1962.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Bad Steben/Grube Hohes Rad)
M
Fluoritr
HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: "Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes", in "Geologica Bavarica 65", Seite 160—184, München 1972.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Bad Steben/Grube Hohes Rad)
M
Quarzr
HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: "Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes", in "Geologica Bavarica 65", Seite 160—184, München 1972.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Bad Steben/Grube Hohes Rad)
M
Sideritr
HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: "Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes", in "Geologica Bavarica 65", Seite 160—184, München 1972.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Bad Steben/Grube Hohes Rad)
M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 10. Sep 2019 - 02:44:10

Gesteine (Anzahl: 2)

Diabasr
Geologische Karte von Bayern, 5636 NAILA, München 1962.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Bad Steben/Grube Hohes Rad)
G
Diabastuffr
Geologische Karte von Bayern, 5636 NAILA, München 1962.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Bad Steben/Grube Hohes Rad)
G
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Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 10. Sep 2019 - 02:44:10

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

Flußspatbergbau

  • Freyberg, Bruno von, Erlangen: "Ein neuer Flußspatabbau (Grube Rückersberg bei Lichtenberg im Frankenwald). in "Geologische Blätter für Nordost-Bayern und angrenzende Gebiete", Band I, Seite 107—108, Erlangen 1951.
  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 5636 NAILA, München 1962.
  • HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: "Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes", -Herrn Oberregierungsdirektor Dr. Ernst Otto TEUSCHER zum 65. Geburtstag gewidmet-, in "Geologica Bavarica 65", Seite 160—184, München 1972.
  • Jahrbuch des deutschen Bergbaus: Jahrgänge: 1950, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 64, 65 und 1966.
  • Jahrbuch für Bergbau, Energie, Mineralöl und Chemie: Jahrgänge: 1967, 68, 69, 70, 71, 72 und 1973

Quellenangaben

Einordnung