'._('einklappen').'
 

Grube Lichtenberg

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberfranken, Bezirk / Hof, Landkreis / Oberfränkisches Revier / Lichtenberg / Grube Lichtenberg

An­fahrts­be­sch­rei­bung

siehe Karte unter "Ausführliche Beschreibung"

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

2 Blindschächte, von der 70m Sohle zur 35m Sohle und von der 35 m Sohle zur Stollensohle und hier Abförderung zum Stollenmundloch.

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Der Friedensgrubener und Rückersberger Gang (der mittlere Abstand zwischen beiden Gängen beträgt 22 Meter) sind Flußspatführende Mineralgänge, die in der Hauptsache in Pycodenschichten (tiefordovizischen Phycodenschiefer), die aus hellen, häufig graugrünen, quarzitisch gebänderten Schiefer mit Anhäufungen von Quarzitbänken bestehen, liegen. Örtlich wurde in den Gängen auch epimetamorph überprägter, mittelkörniger Intrusivdiabas (Typ Buttermühle) vorgefunden.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Lichtenberg. Die GPS-Koordinaten beziehen sich auf die Grube Lichtenberg die vor 1952/53 Grube Rückersberg genannt wird.



Grube Lichtenberg

WGS 84: 
Lat.: 50,39295153° N, 
Long: 11,6643206° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 23' 34,626" N,
   Long: 11° 39' 51,554" E
Gauß-Krüger: 
R: 4476235,
 H: 5584168
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK 5635 und TK5636

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=31315
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Der Flußspatbergbau im Frankenwald


Übersichtskarte

Gesamtkarte
Gesamtkarte

Gesamtkarte zum Flußspatbergbau im Frankenwald. Für eine größere Darstellung bitte auf die Karte und dann auf Originalgröße klicken !

woelsendorfer
  • Legende zur Übersichtskarte
Legende zur Gesamtkarte
Legende zur Gesamtkarte

Legende zur Gesamtkarte zum Flußspatbergbau im Frankenwald.

woelsendorfer

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Lichtenberg


  • Hinweis: Warum 1952 aus der Grube Rückersberg die Grube Lichtenberg geworden ist muss hier vorerst offen bleiben.
  • Bereits 1690 war bei Lichtenberg eine Grube auf den Friedensgruber und Rückertsberger Gang in Betrieb. Der Bergbau wurde mit Unterbrechungen bis 1858 betrieben.
  • 1936 wird die Grube Rückersberg durch einen Stollen vom Muschwitz Tal aus aufgeschlossen und später in Betrieb genommen.

    • Hinweis dazu: Ab 1937 bis 1947 liegen derzeit keine Unterlagen vor.
  • 1948 Beginn der Flußspatgewinnung unter Grube Rückersberg und zwar wird absatzfähiger Flußspat aus alten Haldenbeständen gewonnen.
  • 1949 bis 1951 Flußspatgewinnung aus alten Haldenbeständen, ab 1950 Flußspatabbau auch untertägig.

    • Hinweis dau: In dem Jahrbuch des deutschen Bergbaus für die Jahre 1949, 50 und 1951 wird unter dem Kapitel "Flussspat" die Grube Rückersberg genannt und unter Bergaufsicht des Bergamtes Bayreuth aber die Flußspatgrube Lichtenberg bei Naila/Ofr..
  • 1952 wird unter dem Kapitel "Flussspat" in dem Jahrbuch des deutschen Bergbaus für das Jahr 1953, welches das Jahr 1952 betrifft, KEINE Grube Rückersberg mehr genannt, sondern jetzt nur noch die Grube Lichtenberg, allerdings mit den gleichen Angaben für Eigentümer, Betriebsleitung, Hauptmineral, Lagerstätte etc. wie unter Grube Rückersberg.
  • Betreiber / Eigentümer: "Flußspatwerke G.m.b.H.", Frankfurt am Main, Geschäftsführer: Direktor Hermann Müller und Dr. Fr. W. Stauf. Bahnstation für Stückgut / Bahnanschluß für Wagenladungen: Lichtenberg. Betriebsleitung: Betriebsleiter Diplom-Bergingenieur Martin Schwerber. Hauptmineral: Flußspat. Lagerstätte: Flußspat-Gangbergbau, Mächtigkeit der Gänge von wenigen Zentimetern bis 8 m. Betriebsart: Stollenbetrieb. Aufbereitungs- und Veredelungsanlagen: Sieberei mit Wasch- und Klaubeanlage.
  • Flußspatrohförderung: 8.208 t, absatzfähiger Flußspat: 8.147 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 19, Arbeiter über Tage 10, Angestellte 3, zusammen 32.

    • Hinweis dazu: Im absatzfähigen Flußspat ist weiterhin eine Teilmenge aus der Erzeugung von Flußspat aus alten Haldenbeständen enthalten.
  • 1953 Flußspatrohförderung: 6.341 t, absatzfähiger Flußspat: 6.232 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 22, Arbeiter über Tage 6, Angestellte 4 und Frauen (Klaubefrauen) 1, zusammen 33.
  • 1954 Flußspatrohförderung: 7.587 t, absatzfähiger Flußspat: 7.391 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 22, Arbeiter über Tage 7, Angestellte 5 und Frauen (Klaubefrauen) 2, zusammen 36.
  • 1955 Betreiber / Eigentümer: "Flußspatwerke G.m.b.H.", Frankfurt (Main), Geschäftsführer: Direktor Hermann Müller und Dr. Fr. W. Stauf, stellv. Geschäftsführer: Dipl. Ing. Werner Otto Kalthoff.
  • Betriebsart / Betrieb: Tiefbau; Blindschachtförderung, Schachtteufe 35 m. Abförderung des Produkts über Tagesstollen.
  • Flußspatrohförderung: 7.930 t, absatzfähiger Flußspat: 7.752 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 27, Arbeiter über Tage 7, Angestellte 4 und Frauen (Klaubefrauen) 2, zusammen 40.

    • Hinweis dazu: Für 1955 wird letztmalig erwähnt, dass im absatzfähigen Flußspat eine Teilmenge aus der Erzeugung von Flußspat aus alten Haldenbeständen enthalten ist.
  • 1956 Betreiber / Eigentümer: "Flußspatwerke G.m.b.H.", Frankfurt (Main), Geschäftsführer: Dipl. Ing. Werner Otto Kalthoff, Frankfurt ( Main ) und Dr. Friedrich Wilhelm, Leverkusen.
  • Flußspatrohförderung: 11.000 t, absatzfähiger Flußspat: 10.800 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 31, Arbeiter über Tage 9, Angestellte 4 und Frauen (Klaubefrauen) 2, zusammen 46.
  • 1957 Flußspatrohförderung: 8.728 t, absatzfähiger Flußspat: 8.514 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 26, Arbeiter über Tage 8, Angestellte 3 und Frauen (Klaubefrauen) 1, zusammen 38.

    • Hinweis dazu: In diesem Jahr ist letztmalig unter Belegschaft eine Klaubefrau aufgeführt worden.
  • 1958 Blindschachtteufe jetzt bei 70 m.
  • Flußspatrohförderung: 7.426 t, absatzfähiger Flußspat: 7.181 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 23, Arbeiter über Tage 6, Angestellte 3 und Frauen (Klaubefrauen) 0, zusammen 32.
  • 1959 richtet die Firma "Flußspatwerke GmbH" eine Verwaltungsaussenstelle in Nürnberg ein. Geschäftsführung: Dipl. Ing. Werner Otto Kalthoff, Nürnberg.
  • Die Betriebsleitung für Grube Lichtenberg hat Betriebsleiter Kurt Hudel übernommen.
  • Flußspatrohförderung: 6.591 t, absatzfähiger Flußspat: 6.419 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 24, Arbeiter über Tage 7, Angestellte 3, zusammen 34.
  • 1960 Flußspatrohförderung: 5.265 t, absatzfähiger Flußspat: 5.150 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 20, Arbeiter über Tage 6, Angestellte 2, zusammen 28.
  • 1961 Mächtigkeit der Gänge von wenigen Zentimetern bis nur noch 2 m.
  • Flußspatrohförderung: 3.367 t, absatzfähiger Flußspat: 3.590 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Belegschacht: 25.

    • Hinweis dazu: Der absatzfähige Flußspat ist in diesem Jahr wieder höher als die Flußspatrohförderung, demnach ist davon auszugehen, dass aus alten Haldenbeständen noch mal absatzfähiger Flußspat gewonnen wurde.
  • 1962 wird die Verwaltung in Nürnberg aufgrund der vielen Grubenstilllegung im Wölsendorfer und Donaustaufer Revier aufgegeben und wieder von Frankfurt (Main) aus gemacht. Geschäftsführung: Dipl. Ing. Werner Otto Kalthoff, Kronberg (Taunus).

  • Flußspatrohförderung: 4.847 t, absatzfähiger Flußspat: 4.785 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Belegschacht: 26.
  • 1963 Flußspatrohförderung: 3.423 t, absatzfähiger Flußspat: 3.391 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Belegschacht: 24.
  • Im gleichen Jahr Betriebseinstellung der Grube Lichtenberg.

    • Aufgrund der vorliegenden Daten kann hiermit die Aussage getroffen werden das die

      • Grube Rückersberg von 1949 - 1951 eine absatzfähige Flußspatförderung von 9.800 Tonnen erbracht hat und die
      • Grube Lichtenberg von 1952 - 1963 eine absatzfähige Flußspatförderung von 79.352 Tonnen.
      • Mit einer Gesamtförderung von 89.232 Tonnen können sich beide Gruben, die als ein Betriebszweig zu sehen sind, mit vielen Flußspatgruben im Wölsendorfer Revier nicht nur messen, sondern die Förderung übertrifft in vielen Fällen den Gruben im Wölsendorfer Revier.

Lagerstätte


  • Der Rückersberger und Friedensgrubener Gang sind Spateisen-Calcit-Flußspatgänge, die der älteren Spateisen-Calcit-Flußspat-Abfolge angehören, wobei beide Gänge heute als parallele Trümer eines Ganges zu betrachten sind.
  • Die jüngere Ausscheidung ist eine Spateisen-Quarz-Schwerspat-Abfolge.

Gangtektonik und Ausscheidung der Gangminerale

  • 1972 wird in dem Bericht von Dr. GERHARD v. HORSTIG, München, die Lagerstätte nicht unter Grube Lichenberg beschrieben, sondern unter Grube Rückersberg, siehe dort.

Mineralogie


  • 1972 wird wie folgt berichtet:

    • Hinweis dazu: Der Bericht von Dr. GERHARD v. HORSTIG, München, wurde für die einzelnen Gruben von mir (woelsendorfer ) entsprechend aufbereitet.
  • Einleitung:
  • "Dr. GERHARD v. HORSTIG, München, hat in den Jahren 1952—1968 die vom Bayerischen Staat geförderten Untersuchungsarbeiten auf Flußspat im Frankenwald geologisch bearbeitet. Darüber hinaus ermöglichte ihm das Entgegenkommen der Betriebsleitungen (siehe unter Hinweis) die Befahrung der gesamten Grubengebäude und die Spezialaufnähme wichtiger Gangprofile. So ist im Lauf der Jahre einiges Material über die Gänge zusammengekommen. Es ist nicht vollständig, erlaubt aber eine Auswertung über die Gangtektonik, Mineralabfolge und Genese".

    • Hinweis dazu: Herren Nay, Braun und Weiß (Grube Issigau) und den Herren Schwerber und Hudel (Grube Lichtenberg).
    • Flußspat (Fluorit) I:
    • "Der Nachweis mehrerer Flußspat-Generationen konnte durch Gangprofile an der Firste der 35 m-Sohle der Grube Lichtenberg erbracht werden. Hier war an beiden Salbändern ein amorpher, hellvioletter Flußspat in einer maximalen Mächtigkeit bis zu 15 cm zu sehen. In ähnlicher Form und Mächtigkeit hat der Verfasser diesen Flußspat am nordöstlichen Stoß des Abbaues 8 m über der 35 m-Sohle beobachtet".
    • Eisenspat (Siderit) I:
    • Eisenspat gehört zu den wenigen Mineralen, die einen beträchtlichen Anteil an der Gangmasse haben. Er wurde von den Alten meist nur in der Oxydationszone abgebaut, wo es in Form von Limonit zu sekundären Anreicherungen gekommen ist. Der in frischem Zustand bräunliche Siderit nimmt in Mächtigkeiten bis zu einigen Metern die randlichen Bereiche der Gänge ein. Es gibt kaum einen Bezirk, in dem er nicht von dem jüngeren Calcit fein durchtrümert ist".
    • Kalkspat (Calcit) I:
    • "Der grobspätig absondernde, weiße und oft sehr reine Calcit nimmt besonders in der Grube Issigau und Lichtenberg in Mächtigkeiten bis zu mehreren Metern einen beträchtlichen Anteil der mittleren Teufen ein. Nach unten stellt er unter Mächtigkeitsabnahme häufig allein die Gangfüllung. Nach oben zersplittert er sich zugunsten jüngerer Minerale. Er fehlt deshalb weitgehend auf den Gruben, die auf Gängen flacherer Teufen stehen, auf dem Kupferbühl (Schacht I und VI der Grube Issigau) und auf dem Kemlaser Gang".
    • Flußspat (Fluorit) II:
    • "Diese Flußspatgeneration stellt nahezu den ganzen bauwürdigen Flußspat. Die Farbe ist weiß bis bläulich (mit Violettstich), seltener grünlich. Nur in der Grube Lichtenberg (besonders 35 m-Sohle) war ein kräftigeres Preußischblau zu sehen. Der Flußspat kristallisiert in mm- bis cm-großen, schwer abzugrenzenden, xenomorphen Kristallen. Meist sieht man ihn als nahezu homogene Füllung des Ganginneren. Die älteren Kalkspat-Rhomboeder (cm-groß) werden im Grenzbereich halbseitig bis ganz umschlossen. Mit dem Flußspat II endet die ältere Abfolge in den Mineralgängen des Frankenwaldes".
    • Flußspat (Fluorit) III:
    • "Diese jüngste Flußspat-Generation ist farblos bis grünlich und durchwegs sehr rein. Die Mächtigkeit liegt unter 25 cm. Auf der 35 m-Sohle der Grube Lichtenberg bildet diese Generation ein nicht aushaltendes Trum in der Gangmitte mit körniger Struktur." </i>
    • Eisenspat (Siderit) II:
    • "Der jüngere Siderit ist besonders durch die intensive Verwitterung in der Tertiärzeit im Hochflächenbereich weitgehend in Limonit umgewandelt. Die primäre spätige Struktur konnte jedoch an vielen Stellen beobachtet werden. Er kommt meistens in primär teufenmäßig und morphologisch hochgelegenen Gangbereichen vor."
    • Quarz II, III:
    • "Zusammen mit Siderit II kommt stets Quarz in größerer Menge vor. An manchen Stellen, z. B. am Kupferbühl bei Issigau lassen sich zwei Generationen unterscheiden, eine ältere graugelbe, fein- bis kleinkörnige Generation, die den älteren Kalkspat und Flußspat korrodiert und eine jüngere weiße Generation. Sie setzt in scharf begrenzten Gängchen durch den älteren Quarz und bildet häufig Drusen".

Mineralabfolge

  • "In der Erläuterung zu Blatt Naila (v. HORSTIG & STETTNER 1962, S. 121) hat der Verfasser Dr. GERHARD v. HORSTIG, München, eine ältere Abfolge mit Calcit und eine jüngere Abfolge mit Baryt und Quarz als typischen beibrechenden Mineralen unterschieden. Diese beiden Abfolgen konnten jetzt einer Feingliederung unterzogen werden. Die größeren Grubengebäude von „Lichtenberg" und „Issigau" (Schacht IV) liegen in der älteren Abfolge. Die Vorkommen von Fluorit III, Siderit II und Quarz II, III sind hier geringfügig. Die hoch gelegenen Teilbereiche der Grube „Issigau" (Schacht V im Pfarrholz, Schacht I und VI am Kupferbühl) und die gesamte Grube „Kemlas" werden von der jüngeren Abfolge beherrscht. Innerhalb der einzelnen Grubengebäude bleibt die Mineralabfolge im wesentlichen gleich (Teufenunterschied bis 80 m). Es ergaben sich jedoch beträchtliche Veränderungen im quantitativen Aufbau der Gänge. Die Flußspatführung endet nach unten etwa bei 410 m NN. Innerhalb der stark miteinander verzahnten Karbonate verändert sich nach der Tiefe das Mengenverhältnis stark zugunsten von Calcit. Die tiefsten Flußspat-Vorkommen wurden in der Bohrung IV der Grube Issigau festgestellt. Darüber verbreitert sich der Flußspat im Längsprofil zu einer geschlossenen Linse bis zur 49 m-Sohle. Dann spaltet er sich auf und erreicht in der Umgebung vom Förderschacht IV die Oberfläche. Das Auskeilen der Flußspatlinse nach unten und die Verzweigung nach oben erweisen deutlich das jüngere Alter gegenüber den Karbonaten. Ein sehr ähnlicher Flußspat findet sich jedoch auch in den hochgelegenen Bereichen, die von der jüngeren Abfolge beherrscht werden (Kupferbühl und Pfarrholz bei Issigau). Er hat dort größtenteils die Form von Linsen an den Salbändern des Ganges und wird von der jüngeren Siderit II-Quarz-Paragenese korrodiert. Hier ließ sich nicht eindeutig feststellen, ob Fluorit II oder Fluorit III vorliegt. Da es sich im Pfarrholz um einen getrennten, jüngeren Gang handelt, ist die Einstufung als Fluorit III wahrscheinlicher".

Mineralien (Anzahl: 4)

?

Hinweis

- Klicke auf ein oder mehrere Elemente um Mineralien mit Deiner Auswahl anzuzeigen. Die ausgewählten Elemente werden durch einen grünen Hintergrund angezeigt.

- Klicke zweimal auf ein Element um dieses Element auszuschließen. Die Auswahl wird durch grünen Hintergrund mit rot, durchgestrichenem Text angezeigt.

ZurücksetzenCCaFFeOSi
Calcitr
HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: "Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes", in "Geologica Bavarica 65", Seite 160—184, München 1972.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Lichtenberg/Grube Lichtenberg)
M
Fluoritr
HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: "Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes", in "Geologica Bavarica 65", Seite 160—184, München 1972.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Lichtenberg/Grube Lichtenberg)
BM
Quarzr
HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: "Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes", in "Geologica Bavarica 65", Seite 160—184, München 1972.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Lichtenberg/Grube Lichtenberg)
M
Sideritr
HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: "Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes", in "Geologica Bavarica 65", Seite 160—184, München 1972.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Lichtenberg/Grube Lichtenberg)
M
Liste aktualisieren | Legende aufrufen

Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 12. Sep 2019 - 17:50:41

Mineralbilder (1 Bilder gesamt)

Fluorit in Calcit
Aufrufe (Bild: 1292021361): 1049
Fluorit in Calcit

Grube Lichtenberg, Lichtenberg, Oberfränkisches Revier, Landkreis Hof, Oberfranken, Bayern, Deutschland. Größe: 75x60x50 mm

Copyright: slugslayer
Beitrag: slugslayer 2010-12-10
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 3)

Diabasr
HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: \'Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes\', in \'Geologica Bavarica 65\', Seite 160—184, München 1972.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Lichtenberg/Grube Lichtenberg)
G
Quarzitr
Geologische Karten von Bayern, 5635 NORDHALBEN, München 1966 und 5636 NAILA, München 1962.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Lichtenberg/Grube Lichtenberg)
G
Schieferr
Geologische Karten von Bayern, 5635 NORDHALBEN, München 1966 und 5636 NAILA, München 1962.
(Bayern/Oberfranken, Bezirk/Hof, Landkreis/Oberfränkisches Revier/Lichtenberg/Grube Lichtenberg)
G
Liste aktualisieren | Legende aufrufen

Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 12. Sep 2019 - 17:50:41

Untergeordnete Seiten

Liste aktualisieren | Anzeigeebene: 2 - 3 - 4 - 5 - Alles aufklappen

Aktualität: 12. Sep 2019 - 17:50:41

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

Flußspatbergbau

  • Freyberg, Bruno von, Erlangen: "Ein neuer Flußspatabbau (Grube Rückersberg bei Lichtenberg im Frankenwald). in "Geologische Blätter für Nordost-Bayern und angrenzende Gebiete", Band I, Seite 107—108, Erlangen 1951.
  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 5636 NAILA, München 1962.
  • HORSTIG von, Oberregierungsrat Dr. GERHARD, München: "Mineralabfolge und Tektonik in den flußspatführenden Mineralgängen des Frankenwaldes", -Herrn Oberregierungsdirektor Dr. Ernst Otto TEUSCHER zum 65. Geburtstag gewidmet-, in "Geologica Bavarica 65", Seite 160—184, München 1972.
  • Jahrbuch des deutschen Bergbaus: Jahrgänge: 1950, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 64, 65 und 1966.
  • Jahrbuch für Bergbau, Energie, Mineralöl und Chemie: Jahrgänge: 1967, 68, 69, 70, 71, 72 und 1973

Quellenangaben

Einordnung