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Acherwiese

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberfranken, Bezirk / Wunsiedel im Fichtelgebirge, Landkreis / Wunsiedel / Schönbrunn / Acherwiese

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Wunsiedel nach Schönbrunn, im Ort links abbiegen, weiter den Feldweg bis zur ersten Abzweigung die bergauf führt. Hier gehts zu den beiden Fischteichen welche zwischen zwei Wäldchen liegen. In den Äckern rechts und links der beiden Wäldchen sind nach der Erntezeit immer wieder Funde möglich.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Im Gebiet der Aacherwiese treten als Lesesteine drusenreiche Kalksilikatfelsen auf, in ihren Klüften sind schöne Mineralien zu finden.

Geo­lo­gie

Kalksilikatfels

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Bitte nur vor der Aussaat oder nach der Ernte die Äcker betreten, dann haben die Landwirte nichts gegen das Sammeln.

Letz­ter Be­such

1/2012

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=4098
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Blick über die Acherwiese
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Blick über die Acherwiese

Blick über die Acherwiese zum Kösseinedoppelgipfel (Fichtelgebirge)

Copyright: Conny3
Beitrag: Conny3 2010-04-02
Acherwiese-Panorama
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Acherwiese-Panorama

Rechtes Wäldchen im März 2002, mit Zufahrtsweg zu den Fischteichen welche links am Waldrand liegen. Lesesteine am Feldweg und im Acker bringen immer wieder Funde.

Sammlung: Manfred Früchtl
Copyright: Manfred Früchtl
Beitrag: Manfred Früchtl 2008-01-14
Kalksilikat-Lesestein mit Druse von der Acherwiese
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Kalksilikat-Lesestein mit Druse von der Acherwiese

Die zwei Hälften eines Lesesteins mit Grossular in der Druse

Sammlung: Manfred Früchtl
Copyright: Manfred Früchtl
Beitrag: Manfred Früchtl 2007-12-23

Ausführliche Beschreibung

Parallel zum Wunsiedler Marmorzug grenzt ein Kalksilikatband unmittelbar an den Fichtelgebirgsgneis bzw. Granit. Durch Kontaktmetamorphose wurde das ehemalige Kalkgestein umgewandelt. Es verkieselte und aus dem Kalk bildeten sich sogenannte Skarnminerale auch als Erlan bezeichnet. Fe-haltige Bestandteile rosteten aus (Limonit). Der gesamte Karbonatgehalt wurde in Silikate umgewandelt: Epidot, Granat, Prehnit, Diopsid u. a. m. In Klüften und kleinen Drusen treten diese Minerale zur Freude von Forschern und Sammlern in ideal ausgebildeten, meist aber recht kleinen Kristallen auf.Kleine Albitkristalle sind auch immer allgegenwärtig.

Eine dieser als berühmt zu bezeichnenden Fundstelle für diese Mineralien befindet sich zwischen den Orten Schönbrunn und Leupoldsdorf in der Umgebung von zwei Waldstücken. Die flache Mulde zwischen den beiden Waldstücken wird auch als A(a)cherwiese bezeichnet (Flurbezeichnung). Dort wurden einige Teiche angelegt. Besonders unterhalb des kleineren linken Wädchens, sowie auf dem Feldern links neben diesem lassen sich bei Bearbeitung der Feldflur immer wieder interessante Mineralproben auffinden. In der Vergangenheit suchte ich diesen Fundort mit hoher Regelmäßigkeit seit etwa 1992 einmal im Frühjahr oder Herbst auf.

Nach etlichen Exkursionen dorthin war es mir auch schon einmal gelungen zum Beispiel Grossularkristalle bis 6 mm Größe zu finden. In der Literatur werden bis zu 8 mm als Maximum angegeben. Die Neigung der Grundbesitzer in diesem Gebiet Teiche anzulegen begünstigt, dass immer mal wieder die Bachgräben ausgebaggert oder die Teiche entschlammt werden. Dabei können sich die Fundmöglichkeiten kurzzeitig erheblich verbessern. So hatte ich im Jahre 1996 einmal das Glück etwas größere drusige Gesteinsbrocken dort in dem Aushub eines Grabens zu finden.

Bis 2 mm große perfekt ausgebildete Grossular- und Andraditkristalle (sehr dunkelgrün bis fast schwarz) findet man aber fast immer dort. Wenn die Felder bearbeitet sind, sind die Fundmöglichkeiten besser. Aber auch sonst kann man in Lesesteinen oder wie im Herbst 2004 im Bereich des abgeholzten rechten größeren Wädchens einige der Mineralien finden. Nordwestlich der Acherwiese (Feuerberg am Hildenbühl) kann man im Bereich eines kleinen Wäldchens und auf dem benachbartem Feld roten und braunen Jaspis finden (siehe unter Feuerberg). Am Rand des linken Wäldchens sind Honigopal und mit etwas Glück Japaner Quarzzwillinge auffindbar (Stufen unter der Lupe untersuchen). In einer Quarzstufe konnten zumindest einmal ein fragliches Kristall evtl. auch mehrere (?) in der Ausbildung als Japaner Zwillingskristall (nach PASCHER s. Literatur) beobachtet werden.

In der Sammlung Stefan Meier (Marktredwitz) habe ich auch welche gesehen, die an die in der Literatur erwähnten Dimensionen fast heranreichen, außerdem hat er von dort einen fantastischen Prehnit!

Mineralien (Anzahl: 31)

Mineralbilder (47 Bilder gesamt)

Grossular
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Grossular

Bildbreite: 6 mm; Fundort: Acherwiese, Wunsiedel-Schönbrunn, Fichtelgebirge, Bayern, Deutschland

Copyright: Joachim Esche
Beitrag: slugslayer 2009-06-27
Grossular
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Grossular

Grossularkristall bis 6 mm, BB : ca. 10 mm, Fundort: Acherwiese, Wunsiedel-Schönbrunn, Fichtelgebirge, Bayern, Deutschland, Fund 3/2010

Sammlung: Conny3
Copyright: Conny3
Beitrag: Conny3 2010-04-02
Grossular
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Grossular (SNr: 6123)

Rhombendodekaedrische grüne Kristalle, BB = 2,1 mm, optische Bestimmung. Fundort: Acherwiese, Wunsiedel-Schönbrunn, Fichtelgebirge, Bayern, Deutschland.

Sammlung: Manfred Früchtl
Copyright: Manfred Früchtl
Beitrag: Manfred Früchtl 2014-06-21

Gesteine (Anzahl: 1)

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Aktualität: 20. May 2019 - 19:42:29

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Verfasser


Literatur

  • Pöllmann, H. (1950). Aus dem Fichtelgebirge. Aufschluss, Jg.1, Nr.5, S.84-85.
  • Pascher, G. (1984). Die Mineralien der Acherwiese im Fichtelgebirge / Bayern. Lapis, Jg.9, Nr.2, S.21-25.
  • John, W. (1984). Japaner Zwillinge von der Acherwiese im Fichtelgebirge, Bayern (Bemerkensw. Eigenfund). Lapis, Jg.9, Nr.2, S.38.
  • Pascher, G. (1998). Die Formenwelt der Japaner Zwillinge. Lapis, Jg.23, Nr.12, S.13-24.
  • Müller, F. „Bayerns steinreiche Ecke“, Oberfr. Verlagsanstalt und Druckerei GmbH Hof, 1990.
  • Meier, S. Mineralfundstellen im Fichtelgebirge, Eigenverlag, 1995.

Einordnung