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Grube Leonie

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Amberg-Sulzbach, Landkreis / Auerbach in der Oberpfalz / Grube Leonie

An­fahrts­be­sch­rei­bung

1 km N Auerbach.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Bergwerk (aufgelassen).

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

Eisen-und Phosphat Vererzungen.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Naturschutzgebiet

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Leonie



Grube Leonie

WGS 84: 
Lat.: 49,70317289° N, 
Long: 11,63316408° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 42' 11,422" N,
   Long: 11° 37' 59,391" E
Gauß-Krüger: 
R: 4473643,
 H: 5507454
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK 6235

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=5954
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Leonie, Auerbach in der Oberpfalz, Amberg-Sulzbach, Oberpfalz, Bayern, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Grube Leonie - Verladeanlagen
Aufrufe (Bild: 1601883191): 387
Grube Leonie - Verladeanlagen

Aufnahme von 1983

Copyright: prospector56
Beitrag: prospector56 2020-10-05
Grube Leonie - Förderschacht
Aufrufe (Bild: 1601883153): 395
Grube Leonie - Förderschacht

Aufnahme von 1983

Copyright: prospector56
Beitrag: prospector56 2020-10-05

Ausführliche Beschreibung

Eisenerz aus der Grube Leonie

Förderturm Eisenerzbergwerk Grube Leonie
Förderturm Eisenerzbergwerk Grube Leonie

Förderturm Eisenerzbergwerk Grube Leonie

Wikipedia Commons, www.reviersteiger.com

Das Eisenerzbergwerk Leonie war ein Bergwerk in Auerbach in der Oberpfalz. Es wurde 1977 bis 1987 vom oberpfälzischen Stahlwerk Maxhütte betrieben.
Die Grube Leonie baute auf dem gleichnamigen, stockförmigen Kreideerzlager
Weiß- und Brauneisenerz ab.
Mit Fe-Gehalten von ca. 47 % stellte es die reichhaltigste Eisenerzlagerstätte
der Bundesrepublik Deutschland dar.
Nach der Stilllegung verblieben schätzungsweise 20 Mio. Tonnen Eisenerz
in der Lagerstätte.

Gesamtförderung: 5.200.000 t Eisenerz

Jährliche Förderung: 580.000 t (1982)

Abbautechnik: Querbau

Geschichte

Der Aufschluss begann mit dem Teufen des Leonieschachtes am 13. August 1972, die Erzförderung begann im Februar 1977.
Mit dem zunehmenden Preisverfall ausländischer Erze wurde das Leonie-Erz Mitte der 1980er Jahre zu teuer und wanderte von da an fast vollständig auf Halde.
Am 17. April 1987 meldete die Maxhütte Konkurs an. Zur Rettung des Stahlwerks wurde das Prinzip des integrierten Hüttenwerks mit eigener Rohstoffbasis aufgegeben.
Die Grube Leonie sollte deshalb schnellstmöglich liquidiert werden, das aufgehaldete Erz wurde innerhalb kurzer Zeit zur Hütte transportiert.

Grube Leonie
Grube Leonie

Eisenerzbergwerk Grube Leonie, Wetterschacht Reichenbach

Wikipedia Commons, www.reviersteiger.com

Am 8. Mai 1987 fuhr die letzte Förderschicht aus.
Unmittelbar danach begannen die Stilllegungsarbeiten, die am 28. November 1989 um 11 Uhr mit dem Abschalten der Wasserhaltung und dem Verfüllen des Wetterschachtes endeten.
Damit endete nach nur zehnjähriger Produktionszeit das letzte Kapitel des letzten deutschen Erzbergwerkes.

Heute sind die Grubenfelder ein Naturschutzgebiet.
1995 erwarb der Landesbund für Vogelschutz in Bayern einen großen Teil der Fläche, die seit 1996 unter Naturschutz gestellt ist.
Das Gebiet umfasst 87,3 ha Wald- und Offenland und beherbergt etwa 570 Tier- und Pflanzenarten, von denen über 100 Arten auf der Roten Liste Bayerns stehen.

Mineralien (Anzahl: 28)

Mineralbilder (119 Bilder gesamt)

Kakoxen
Aufrufe (Bild: 1543318638): 2674, Wertung: 10
Kakoxen (SNr: A042954)

BB 25mm X- Leonie

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Joerg M.
Beitrag: anatase2 2018-11-27
Mehr   MF 
Churchit
Aufrufe (Bild: 1595229419): 143
Churchit

Auerbach, Grube Leoni, BB 4mm

Sammlung: Georg Prock
Copyright: Georg Prock
Beitrag: Gepro 2020-07-20
Mehr   MF 
Kakoxen
Aufrufe (Bild: 1596363265): 147
Kakoxen

Auerbach, Grube Leoni, BB 3mm

Sammlung: Georg Prock
Copyright: Georg Prock
Beitrag: Gepro 2020-08-02
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 4)

Untergeordnete Seiten

Externe Datenbanken

min­dat.org

https://www.mindat.org/loc-13099.html

Externe Verweise (Links)

Sulzbacher Bergbaupfad
wiki Eisenerzbergwerk Leonie
Eisenerzabbau Grube Leonie

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Pfeufer, J. (1975). Die Eisenerzlagerstätten von Auerbach/Opf. und deren Abbau. Aufschluss, Sonderb.26, S.317-27.
  • Geipel, R. (1982). Neufunde in der Grube Leonie / Auerbach. Min.-Mag., Jg.6, H.5, S.196.
  • Geipel, R. (1982). Neues von Auerbach / Oberpfalz. Min.-Mag., Jg.6, H.9, S.388.
  • Geipel, R. (1982). Sammeln in der Oberpfalz - Die Phosphatmineralien von Auerbach. Min.-Mag., Jg.6, H.12, S.549-54.
  • Stanjek, H. (1983). Auerbach/Oberpfalz - Phosphatmineralien aus der Grube Leonie. Lapis, Jg.8,Nr.3, S.9-18.
  • Graf, A., A. Gerstenberg & S. Kocher (2018). Die Grube Leonie bei Auerbach/Oberpfalz - ein Fundort seltener Phosphate. Min.-Welt, Jg.29, H.3, S.16.-32.
  • Blaß, G. (2018). Cobaltomenit von der Grube Leonie bei Auerbach, Oberpfalz?. Min.-Welt, Jg.29, H.5, S.30.
  • Stötzel, N. (2019). Himbeeren aus deutschen Landen...In: Rhodochrosit, ExtraLapis Nr.56, S.34-67.

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