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Hagendorf-Nord (Grube Meixner)

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Neustadt an der Waldnaab, Landkreis / Waidhaus / Hagendorf / Hagendorf-Nord (Grube Meixner)

GPS-Ko­or­di­na­ten

Hagendorf-Nord - Tagebau - (N 49° 39' 19" E 12° 27' 42")



Hagendorf-Nord - Tagebau

WGS 84: 
Lat.: 49,65527778° N, 
Long: 12,46166667° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 39' 19" N,
   Long: 12° 27' 42" E
Gauß-Krüger: 
R: 4533441,
 H: 5502165
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Bergwerk, Hauptförderschacht: Johannes-Schacht. Tagebau. (aufgelassen)

Geo­lo­gie

Oberflächlich Gneis, darunter Pegmatit. Förderung von Feldspat.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=292
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Der weitgehend abgebaute Pegmatitstock am Ortsrand von Hagendorf enthielt wie das Schwestervorkommen Hagendorf-Süd und der Restpegmatit von Pleystein viele seltene Phosphatmineralien und zeigt Riesen-Wachstum von Quarz- und Feldspatkristallen aus der granitischen Restschmelze.

Da sich die Pegmatite aus besonders mineralstoffreichen granitischen Restschmelzen gebildet haben finden wir hier seltene Mineralbildungen. Im Fall der Meixner-Grube, ebenso auch in dem Pegmatit von Hagendorf-Süd und dem Restpegmatit von Pleystein (Kreuzberg) wurden verstärkt Eisen- und Mangan-haltige Phosphatmineralien (die sog. Primärphosphate) gebildet. Vagabundierende Wässer im Gesteinskörper haben diese Mineralien später teilweise gelöst und es kam in Hohlräumen und auf Spalten im Gestein zur Neubildung von niedrig temperiert kristalisierten Sekundärphospatmineralien. Diese hatten und haben zwar im Pegmatit von Hagendorf-Nord nur wissenschaftliche Bedeutung, lenkten aber sei je her die Aufmerksamkeit von Forschern und Mineraliensammlern auf diese Vorkommen. Verglichen mit dem weltweit wohl mit am besten untersuchten Pegmatit von Hagendorf-Süd ist über das Nord-Vorkommen weit weniger bekannt, oft werden die Mineralisationen der Vorkommen Süd und Nord kurzerhand gleichgesetzt. Relativ sicher aus der Meixnergrube kommen jene ca. 50 Mineralarten, die in der zeitgenössischen Literatur genannt sind. Das sind nur rund 1/3 der von Hagendorf-Süd bestimmten Spezies. Als weitgehend gesichtert gilt, dass der weltweit erste Fund des Minerals Phosphophyllit eben von Hagendorf-Nord kommt (LAUBMANN und STEINMETZ, 1920), womit die Meixner-Grube die Typlokalität für Phosphophyllit darstellt.

Die Grube Hagendorf-Süd zeigte in den oberen Bereichen weit weniger Phosphatmineralien als vergleichsweise das Nord-Vorkommen. MÜLLBAUER (1925) spricht für die Wildenauer-Grube (also Süd) von einer "Armut an akzessorischen Mineralien" und "Reichtum daran" im Hauptbruch (also Nord). Dass der Ruhm einer "Weltfundstelle" nun dem größeren Süd-Vorkommen zuteil wurde lag an den Mineralfunden im Südvorkommen ab ca. 1937 (und in der Tiefe unterhalb ca. 54 Meter) und an den vielfach verbesserten Untersuchungsmethoden sowie dem größeren Interesse an diesen Mineralien in der jüngeren Zeit.


Hagendorf-Nord
Hagendorf-Nord

Hagendorf-Nord

berthold

Situation 2004

Das Grubengelände ist eingezäunt, mit dichtem Gebüsch und Bäumen bewachsen. Der ehemalige Tagebautrichter ist teilweise verfüllt und steht weitgehend unter Wasser. Die Schächte und Stollen sind verfallen/verfüllt und wohl für immer unzugänglich. Die spärlichen Resthalden sind stark überwachsen und kaum noch fündig. Die Begehung des Tagebautrichters ist sehr gefährlich (Steilwand, Steinschlaggefahr).

Mineralien (Anzahl: 22)

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Aktualität: 10. Nov 2018 - 11:16:17

Mineralbilder (5 Bilder gesamt)

Columbit und Uranophan
Aufrufe (Bild: 1284653962): 910
Columbit und Uranophan

Hagendorf Nord, Oberpfalz, Bayern. B:14cm.

Sammlung: Stadtmuseum_Pleystein
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2010-09-16
Triphylin
Aufrufe (Bild: 1299067229): 2076
Triphylin

Graugrünlicher Triphylinkristall (5 cm breit) eingewachsen in mit Vivianit dünn belegter Quarzmatrix. Fundort: Spatgrube Meixner, Hagendorf-Nord, Oberpfalz, Bayern, Deutschland.

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2011-03-02
Purpurit
Aufrufe (Bild: 1325593437): 855
Purpurit

11 cm breites Handstück aus Purpurit und Phosphoferrit sowie untergeordnet Ludlamit ("Lehnerit"). Fundort: Spatgrube Meixner, Hagendorf-Nord, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Mit Originaletikett ca....

Sammlung: ex Andreas Gerstenberg (raritätenjäger)
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2012-01-03

Gesteine (Anzahl: 4)

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Aktualität: 10. Nov 2018 - 11:16:17

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Laubmann, H. & Steinmetz, H. (1920). Phosphophyllit. Zeitschr.Kryst. 55, 566. (Typ-Publ.)
  • Strunz, H. (1948). Scholzit. Fortschr.Mineral., 27, 31. (Typ-Publ.)
  • Kristl, P.E. (1961). Zwei Fundstellen in der Oberpfalz. Aufschluss, Jg.12, Nr.4, S.85-87.
  • Forster, A., Strunz, H & Tennyson, C. (1967). Aufschluss, Sonderb.16, S.137-98.
  • Strunz, H., A. Forster & C. Tennyson (1975). Die Pegmatite in der N Oberpfalz. Aufschluss, Sonderb.26, S.117-89.

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