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Grube Bach

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Regensburg, Landkreis / Donaustaufer Revier / Grube Bach

An­fahrts­be­sch­rei­bung

siehe Karte unter "Ausführliche Beschreibung"

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Stollenbetrieb

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

körnig, stengeliger, radialstrahliger Fluoritgang, im porphyrischen, grobkörnigen Granit (Kristallgranit I)

Letz­ter Be­such

Aug. 2003

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Bach



Grube Bach

WGS 84: 
Lat.: 49,03034761° N, 
Long: 12,2992165° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 1' 49,251" N,
   Long: 12° 17' 57,179" E
Gauß-Krüger: 
R: 4521987,
 H: 5432604
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6939

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=281
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Bach, Donaustaufer Revier, Regensburg, Oberpfalz, Bayern, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Bach


  • 1922 findet sich ein Hinweis in der Literatur, dass ein Herr Schermer im Sandsbachtal, nördlich von Bach, auf dem Grundstück Heuschneider einen Flußspatgang erschlossen hat, der von dem damaligen Bürgermeister von Tegernheim ( Gemeinde westlich von Donaustauf ), einem Wünschelrutengänger, gefunden worden war..
  • 1923 wird im Befahrungsbericht von Dr. Franz Drechsler, Hochschule München, weder der Gang genannt, noch eine Grube in dem Bereich beschrieben.
  • 1933 bis 1935 wird das Regensburger Revier durch Paul Dorn, Tübingen, befahren. Auch in seinen Ausführungen ist kein Hinweis auf einen Gang oder eine Grube im Sandsbachtal zu finden. In der dazu erstellten Karte im Maßstab 1 : 100.000 ist der Gang ebenfalls nicht eingezeichnet.
  • Der nächste Hinweis auf einen Bergbau im Sandsbachtal findet sich dann bei Dr. Ulrich Hauner, München, der von einem Betriebsbeginn im Jahre
  • 1953 spricht, wobei er zu dieser Grube einen Grubenplan für die Betriebszeit 1953 bis 1958 entworfen hat. In diesem Plan ist ein kurzer Schacht vom Berggipfel zur Teil-Sohle auf 430 m NN eingezeichnet. 15 Meter tiefer ist eine Hauptsohle zu finden, die er in seinem Plan "Heuschneider" - Sohle nennt. Bei 371 m NN ist die Grundstrecke zu finden, welche durch zwei Überhaue eine Verbindung zur vorgenannten "Heuschneider" - Sohle hat. Sowohl die Teil - Sohle, als auch die "Heuschneider" - Sohle und auch die Grundstrecke haben in SSO Richtung des Flußspatganges jeweils ein Stollenmundloch. Zwischen der "Heuschneider" - Sohle und der Teil - Sohle wurde der Gang am Hang übertägig ausgebeutet. Dr. Ulrich Hauner nennt für die Betriebsphase von 1953 bis 1958 eine Gesamtfördemenge von 8.700 Tonnen. Wann welche Tätigkeiten wo stattgefunden haben ist in dem Plan nicht vermerkt worden, denn im Jahr 1954 für 1953 und 1955 für 1954 wird die Grube in den Jahrbüchern des deutschen Bergbaus noch nicht genannt. Daher ist davon auszugehen das die Lagestätte in den Jahren 1953 und 1954 für den Abbau vorgerichtet wurde. Ab 1956 ist dann für das Jahr
  • 1955 folgendes in den Jahrbüchern zu finden: Eigentümer "Flußspatwerke G.m.b.H.", Frankfurt am Main. Betriebleiter Willi Lindau; Produktion für die Gruben Sulzbach I, Sulzbach II und Stollenbetrieb Bach: Flußspatrohförderung: 16.548 t, absatzfähiger Flußspat: 14.997 t. Belegschaft am viertletzten Arbeitstag im Dezember: Arbeiter unter Tage 41, Arbeiter über Tage 27, Frauen 23 und Angestellte 6, zusammen 97.
  • 1958 Stillegung des Stollenbetriebes Bach.
  • 1987 wird die Grube Bach, jetzt durch die Firma "Handels- und Finanzierungs-Gesellschaft mbH", mit Sitz in 3380 Goslar wieder in Betrieb genommen. Endgültige Stillegung ist nicht bekannt, muss aber vor der Stillegung der Grube Kittenrain, die zu der gleichen Firma gehörte, im Jahr 1996 gewesen sein. Der geförderte Rohspat wird trockenmechanisch zerkleinert und kann dann ohne weitere Aufbereitung verkauft werden.

    • Hinweis zur Betriebseinstellung: Die Tätigkeiten, ebenso in der Grube Reißbühl wurden aufgrund von Proteste in der Bevölkerung dann eingestellt. Entsprechende Berichte kann ich im Internet leider nicht wiederfinden. Im Jahre 2008 konnte ich ein längeres Telefongespräch mit dem heutigen Besitzer der Grube Bach führen und er berichtete mir, dass die Grube Bach auch wegen einer seltenen Fledermausart, die sich im Grubengebäude aufhielt, geschlossen werden mußte. Demnach ist die Lagerstätte noch nicht erschöpft. An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Grube Bach auch Grube Sandsbachtal genannt wurde, was aufgrund der Örtlichkeit richtiger wäre.

Übersichtskarte

  • Für eine größere Darstellung bitte auf die Karte und dann auf Originalgröße klicken !
Gesamtkarte
Gesamtkarte

Gesamtkarte zum Donaustaufer Flußspatrevier.

woelsendorfer

Die Lagerstätte

  • Für die Grube Bach lassen sich dazu gezielt in der Literatur keine Angaben finden, vielmehr werden Informationen für mehrere Gruben gemacht.

Mineralogie

  • 1969 wurden in einem Nebengang einige Stufen mit bis zu 1,5 cm große Fluoritoktaeder gefunden. Der Kern der Fluorite besteht jeweils aus einem grünen Oktaeder, ihm folgen mehrere dünne violette und weiße Fluoritschichten. Die äußere Schicht besteht aus vielen kleinen blauen Würfeln, die dem Bauprinzip Pyramide entsprechend sind.
  • 1983 wird folgendes geschrieben: "Gut ausgebildete blaue und selten grüne Oktaeder in großen Mengen auf Klüften im älteren Fluorit (F(uorit) I a - d). Sie sind meist orientiert zu größeren Oktaederaggregaten zusammengewachsen und von einer dünnen braunen Quarzschicht überzogen. Auf zahlreichen Schichtflächen zwischen gebändertem Fluorit und Quarz sind auf dem Fluorit lila, blaue, und selten grüne Rhombendodekaeder aufgewachsen. Begleitmineralien sind sehr selten".

Mineralien (Anzahl: 2)

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Fluoritr
Ulrich Hauner: "Das Flußspatrevier von Sulzbach - Bach an der Donau, Bergbau und Mineralfunde", Seite 117 bis Seite 123, in "Oberpfälzer Heimat", 27, 1983.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Regensburg, Landkreis/Donaustaufer Revier/Grube Bach)
BM
Quarzr
Ulrich Hauner: "Das Flußspatrevier von Sulzbach - Bach an der Donau, Bergbau und Mineralfunde", Seite 117 bis Seite 123, in "Oberpfälzer Heimat", 27, 1983.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Regensburg, Landkreis/Donaustaufer Revier/Grube Bach)
M
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Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

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Mineralbilder (2 Bilder gesamt)

Fluorit
Aufrufe (Bild: 1298453808): 1673
Fluorit

Grube Bach, Donaustaufer Revier, Regensburg, Landkreis, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 70x40x40 mm.

Copyright: slugslayer
Beitrag: slugslayer 2011-02-23
Mehr   MF 
Violette Fluorit xx Quarz xx
Aufrufe (Bild: 1570276564): 155
Violette Fluorit xx Quarz xx

Grube Bach - Donaustaufer Revier - Regensburg - Oberpfalz - Bayern; Stüfchen ist 4,2 x 3,1 cm.

Sammlung: pilzpirat
Copyright: pilzpirat
Beitrag: pilzpirat 2019-10-05
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 1)

Granitr
Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6939 Donaustauf; Augsburg 2011.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Regensburg, Landkreis/Donaustaufer Revier/Grube Bach)
G
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Drechsler, Dr. Franz: "Zur Mineralführung und Chemie der Oberpfälzer Flußspatgänge". in "Sonderdr. 17. Bericht f.d. Jahr 1924 des Naturw. Vereins Regensburg E.V"., S.1-48, Regensburg 1925.
  • Dorn, Paul: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark", in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geol. Vereines", Bd.XXV, Jg. 1936.
  • Strunz, Prof. Dr. Hugo: "Die Flußspatgänge bei Donaustauf und Wölsendorf", in "ACTA ALBERTINA RATISBONENSIA Regensburger Naturwissenschaften, Sonderheft, 30. Jahrestagung der Deutschen Min. Ges. 1.-10. August 1952 in Regensburg", Bd.20 - 1951/52 - H.2, S.118-27, Regensburg 1952.
  • Schmeltzer, Hartmut: "Mineral-Fundstellen, Bd.2, Bayern", Weise Verlag/München 1977.
  • Hauner, Dr. Ulrich, München: "Das Flußspatrevier von Sulzbach - Bach an der Donau, Bergbau und Mineralfunde", S.117 bis S.123, in "Oberpfälzer Heimat", 27, 1983.
  • Viernstein, Dr. Margret, München: "Der Bergbau in Bayern", S.95 bis 100, in "Geologica Bavarica", Nr. 91, München 1987.
  • Geipel, Rudolf, Regenstauf und Hauner, Dr. Ulrich, München: "Das Regensburger Flußspatrevier", in "Lapis", Jg. 14, Nr.4, S.11-23, April 1989.
  • Jahrbuch für Bergbau, Energie, Mineralöl und Chemie: Jahrgänge: 1983/84 und 1984/85.
  • private Aufzeichnungen zur Stillegung der Grube

Quellenangaben

Einordnung