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Grube Kittenrain (Schönfärbiges Bergwerk)

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Regensburg, Landkreis / Donaustaufer Revier / Grube Kittenrain (Schönfärbiges Bergwerk)

An­fahrts­be­sch­rei­bung

siehe Karte unter "Ausführliche Beschreibung"

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Stollenbetrieb

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (Besucher)

Geo­lo­gie

körnig, stengeliger, radialstrahliger Fluoritgang, im porphyrischen, grobkörnigen Granit (Kristallgranit I)

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Besucherbergwerk

Letz­ter Be­such

Aug. 2003

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Kittenrain (Schönfärbiges Bergwerk)



Grube Kittenrain (Schönfärbiges Bergwerk)

WGS 84: 
Lat.: 49,0281374° N, 
Long: 12,2965129° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 1' 41,295" N,
   Long: 12° 17' 47,446" E
Gauß-Krüger: 
R: 4521790,
 H: 5432357
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6939

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=283
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Kittenrain, Donaustaufer Revier, Regensburg, Oberpfalz, Bayern, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Schönfärbiges Bergwerk und Grube Kittenrain


  • 1496 verleiht Herzog Albrecht IV. Bergfreiheit an Jörg Valldrer, der den heute noch existierenden „Silberschacht“ anfängt. Die Aufschlüsse in dem Schacht waren extrem metallarm und daher Einstellung der Tätigkeiten.
  • um 1700 bereits der erste Flußspatabbau. Die „Smaragde“ von Bach (und von Donaustauf) machten Schlagzeilen.
  • 1702 Probeschürfe auf den Gang auf Eisen und Silber.
  • 1703 legten erfahrene Bergleute aus Bodenwöhr und vom Rauschenberg das Schönfärbige Bergwerk mit dem "St. Barbarastollen" und dem "Dreifaltigkeitsstollen am Sandspach" (Länge 38,9 m) an, ohne jedoch auf Metallerze zu stoßen.
  • 1704 nach Einmarsch kaiserlicher Truppen brachte diesen staatlichen Bergbau zum Erliegen.
  • Eine Anzahl im Tal verstreut umherliegender Fluoritblöcke stammt noch aus jener Zeit der Suche nach edlen Erzen. Die durch die prächtige Schattierung von Grün und Blau ins Rot ausgezeichneten Bruchstücke wurden auf Veranlassung des Fürsten von Thurn und Taxis zu Tischplatten, Schalen usw. für das Jagdhaus verarbeitet.
  • 1880 bis 1889 wurde mit zahlreichen Unterbrechnungen am Ausbiß des Ganges, der N 350 W fast saiger streicht, in Tagröschen, dieser in einer Länge von circa 100 m auf Flußspat ausgebeutet. Es handelte sich hier um Schürfstellen ("Silbergrube").

    • Hinweis dazu: Der Bergriff "Silbergrube" ist ein umgangssprachlicher Begriff im deutschsprachigen Raum für einen Bergbau auf über Tage Schürfe bzw. für kleinste Gruben die auch unter Tage Gewinnung betrieben haben. Wann dieser Begriff aufgekommen ist, ist nicht überliefert.
  • 1923, im Frühjahr, fängt die fürstliche Verwaltung Thurn und Taxis mit der neu gegründeten Firma "Bayerische Land- und Industrie GmbH", Regensburg, auf eigenem Territorium, auf dem Gang des ehemaligen Schönfärbigen Bergwerks Flußspat abzubauen. Der Gang wurde durch zwei Stollen in Angriff genommen und das "schönfärbige Edelgestein" der Alten wird in reichlicher Menge gefördert.

    • Hinweis: Laut Hinweis von 1933 durch Paul Dorn, Tübingen, lagen die beiden Stollen "am Kittenrain" und er nennt die Grube in seinen Ausführungen "frühere Grube Kittenrain". Demnach wurde die Grube ab 1923 Grube Kittenrain genannt.
  • 1925 wurde die Hammermühle, die bisher als Getreidemühle genutzt wurde, so umgebaut, dass sie jetzt den anfalllenden Spat von die Firma "Bayerische Land- und Industrie GmbH" mahlen konnte. Es war die erste Flußspataufbereitungsanlage dieser Art im ostbayerischen Raum. Ihre Leistung lag mit bis zu 36 Beschäftigte ( vorwiegend Frauen ) bei 50 Tonnen Rohspat am Tag. Von 1923 bis zur Betriebseinstellung 1931 förderte die vorgenannte Firma, mit circa 50 Beschäftigte, jährlich 7.000 bis 9.000 Tonnen Flußspat.

    • Hinweis dazu: Wie lange auf dem Gang des Schönfärbigen Bergwerks der Bergbau betrieben worden ist, ist aus alter Literatur nicht zu entnehmen.
  • 1933 im Juni konnten die beiden Stollen wegen Verbruch schon nicht mehr befahren werden.
  • 1970, nur im Sommer, wurde die Grube durch die Firma "Handels- und Finanzierungs-Gesellschaft mbH", Goslar als Flußspataufsuchungsbetrieb Schönfärbiges Bergwerk wieder in Betrieb genommen.
  • Bei dieser Grube handelte es sich um einen übertägigen Abbau auf den Kittenrainer Gang.
  • Die Betriebsleitung wurde von die Firma "Flußspatwerke Schwarzenfeld GmbH, vorm. Anton Kallmünzer" übernommen und auch der Abbau geschah mit Bergleuten dieser Gesellschaft. Der gewonnene Flußspat wurde täglich, ein LKW pro Tag, zu der Aufbereitung der Grube Cäcilia nach Freiung, im Wölsendorfer Revier, gefahren.
  • 1971 fing die Firma "Handels- und Finanzierungs-Gesellschaft mbH", Goslar dann in Eigenregie mit der Flußspatgrube Kittenrain an. Auf den zuvor übertägig ausgebeuteten Gang wurde dazu ein Tiefbaustollen angelegt. Der geförderte Spat wurde bis
  • 1974 in Stulln, im Wölsendorfer Flußspatrevier, durch die Firma "Vereinigte Aluminium Werke" (VAW) aufgekauft, aufbereitet und der in Stulln vorhandenen Flußsäurefabrik zugeführt. Danach Absatz an die österreichische Zementindustrie.
  • 1986 Belegschaft 4 Mann. Die Gewinnung erfolgt durch modifizierten Firstenstoßbau mit Magazinierung des Hauwerks. Förderung im gleichen Jahr 1.800 Tonnen.
  • 1989 werden Diesel-Schaufellader genannt, die den Rohspat aus dem Tiefbaustollen vor dem Stollenmundloch fahren. Hier wird der Rohspat trockenmechanisch zerkleinert und kann dann ohne weitere Aufbereitung verkauft werden.
  • 1996 endgültige Betriebseinstellung und später Einrichtung eines Besucherbergwerkes.
  • 2013 wurde die Aufbereitung und das Betriebsgebäude gegenüber dem Stolleneingang des Besucherbergwerkes abgerissen. Die Diesel-Schaufellader und alles andere aus Metall wurde verschrottet. Das Gelände wurde anschließend eingeebnet.

Übersichtskarte

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Gesamtkarte
Gesamtkarte

Gesamtkarte zum Donaustaufer Flußspatrevier.

woelsendorfer

Die Lagerstätte


  • 1923 ist der Bacher-Gang noch nicht vollkommen aufgeschlossen, daher läßt sich die Produktion an technischen Flußspat nicht feststellen; jedoch dürfte sich der Abbau dieses Ganges infolge seines zum Teil sehr reinen Materials, seiner Reichhaltigkeit und seiner günstigen Abbaumöglichkeiten noch auf Jahre hinaus produktiv gestalten.
  • 1925 erwähnt E. Böttger, Berlin in seinem Manusskript "Beschreibung der Flußspatlagerstätten im Donaurandgebirge", dass er den Gang am Kittenrain auf eine Erstreckung von 2,0 Kilometer verfolgen konnte.
  • 1928 wurde von M. Graf ( vermutlich ein Markscheider des Bergamtes in Amberg ) ein Gangbild für die Grube Kittenrain erstellt, danach scheint die Verquarzung des Ganges höchst unregelmäßig gewesen sein, muß aber im großen und ganzen nach der Teufe zu doch zugenommen haben.
  • 1933 wird erwähnt, dass sämtliche Gänge im Donaustaufer Revier im grobkörnigem Kristallgranit aufsitzen, der direkt an den Gängen zumeist keine Zersetzungserscheinungen aufweist.
  • Dem Bacher-Gang parallel streichen noch einige schmälere Gänge westlich davon am sogenannten Hirschsprung.
  • 1987 wird die Lagerstätte wie folgt beschrieben: "Der etwa 2 m mächtige Gang von Kittenrain im Donaustaufer Revier hat eine Längserstreckung von circa 450 m und ist bis circa 150 m Teufe abbauwürdig. Die Mächtigkeit nimmt nach Norden ab, im Süden wird der Gang von einer Verwerfung abgeschnitten. Wegen des zunehmenden Quarzgehaltes ist der Gang unter der 150 m Sohle nicht mehr bauwürdig".
  • "Einblick in die Schichtenfolge gewähren noch heute die alten offenen Stollen beim Forsthaus Kittenrain. Im Gegensatz zu den Gruben Reiflding und Reißbühl ist hier und im Sandsbachtal (Grube Bach) der Spat nicht brüchig, sondern kompakt und intensiv violett, blau und grün gefärbt. Farblose bis weiße Lagen betonen die ästhetisch ansprechende Bänderung. Die Spatmasse spaltet oktaedrisch".
  • 1989 wird von einem 2 bis 5 m breiten Gang gesprochen.

Mineralogie


  • 1669 wurde der Flußspat wegen seiner intensiven Farben bekannt und in dem Kur-Büchlein von Dr. phil. et med. Johannes Lehner, wegen seiner intensiven Farbe, als Smaragd beschrieben.
  • 1923 wird wie folgt berichtet: "Wenn auch der Flußspat, die Hauptgangmasse, kristallinisch-stengelige Form besitzt, die in verschieden gefärbten Varietäten, farblos-weiß-grün, rosa, violblau, sich oft wiederholt, und der bandartige Farbenwechsel parallel den Gangwänden verläuft, so finden sich doch auch Stellen, in denen die Farbtöne unregelmäßig ineinander verfließen oder auch rundliche oder zickzackförmige Bildungen aufweisen."
  • "Als zweite Hauptgangmase ist hier die Kieselsäure vertreten, und zwar in zwei Varietäten, entweder kristallisiert, oft in stalaktitischer Form als Bergkristall, Citrin, Eisenkiesel, Morion, derb als Lagen zwischen den Flußspatbändern oder meistens als Hornstein und Chalcedon. Besonders Hornstein bildet 0,2 bis 0,8 m breite Bänder, die dann gegen die Gangwände hin rotbraun gefärbt sind. Diese wohl älteste Quarzbildung zeichnet sich aus durch zahlreiche kleinere und größere Einschlüsse von Feldspat und Granitbrocken, wodurch die ganze Masse ein porphyrisches Aussehen erhällt. Ähnliches Aussehen zeigen auch manche Partien im Flußspat selbst, hier bildet Fluoritkalzium das Bindemittel zwischen Feldspäten und Granittrümmern. Das so eingeschlossene Material ist stark zersetzt, die zahlreichen Risse und Spalten der Feldspäte sind mit Fluorit oder Quarz ausgeheilt. Hornsteinknollen inmitten des Fluorits sind nicht von einheitlicher Masse, sondern sie enthalten im Innern einen Kern von wechselnden Lagen aus Fluorit und Chalcedon, die dann von hornsteinartigen Masse umkrustet sind. Diese Lagen sind deutlich ein Beweis für die gleichzeitige Entstehung von Kieselsäure und Fluorkalzium. Wo Hornsteinbänke fehlen, sind sie ersetzt durch bunten Letten und Tone, die häufig Hornstein und Fluoritsplitter enthalten. Baryt kommt hier nur in geringen Mengen vor. Kristalle dieses Minerals sitzen auf jüngerem Quarz auf. Ebenso selten sind sulfidische Erze, wie Zinkblende und Kupferkies. Eisenkies ist in linsenförmigen Putzen etwas häufiger und ist auch als Einschluß in Flußspatwürfel auskristallisiert in Pentagondodekaedern und Hexaedern beobachtet worden. Etwas häufiger trifft man Roteisenerz an, entweder als kleine Kristalle oder in Rosetten auf und in Quarz oder Flußspatkristallen sitzend. Beim Fluorit bevorzugt dieses Mineral die Rhombendodekaederflächen. Brauneisenerz - schon von v. Gümbel beobachtet (I. c.) - bildet in schmalen Fluorit- und Quarzadern, die das Nebengestein durchziehen, Pseudomorphosen nach Eisenspat."
  • "Der wieder aufgenommene Abbau des Bacher-Ganges mittels zweier Stollen förderte auch einige seltenere rezente Kristallformen von Fluorit zutage. Während bei den Kristallen, die in Hohlräumen von Hornstein aufsitzen, das Hexaeder vorherrscht, oft begleitet von Eisenglanz und Eisenrahm, ist der Habitus der in Hohlräumen von Fluorit aufsitzenden Kristallen das Rhombendodekaeder. Die hexaedrisch ausgebildeten Kristalle sind meist vollkommen wasserklar oder goldgelb durch Eisen gefärbt, die Rhombendodekaedrischen sind ebenfalls klar, aber meist licht gefärbt, neben Rosa-Hellgrün ist Violblau vorherrschend. An den Kristallstufen finden sich oft verschieden gefärbte Kristalle nebeneinander vor, ja sogar solche, die halb und halb verschiedene Farben aufweisen."
  • Der folgende Textabschnitt wurde auf das wesentliche Zusammengefaßt und stark gekürzt: "Kristalle von hellvioletter Farbe finden sich hie und da in den bunten Tonen vollständig ausgebildet, jedoch mit Bergkristall überkrustet; aufgewachsen wurde das Rhombendodekaeder hier noch nicht beobachtet. Oktaeder von farblosem Fluorit, die oft einen blauen Kern enthalten, bilden oft die Unterlage von vollkommen abgerundeten, matten, graublauen Kristallgebilden, die wohl der partiellen Ausbildung des Tetrakishexaeders ihre skalenoedrische Defiguration verdanken. Bei einigen dürfte es sich aber auch um abgerundete Kristalle handeln".
  • Der Bericht endet zum Schluß wie folgt: "v. Gümbel erwähnt in seinen Abhandlungen zwar die Anwesenheit von Stinkfluß bei Bach, doch konnte bei den neuen Aufschlüssen, sowie aus den Halden der Alten trotz Gegenwart einiger etwas dunkelviolblauer Stücke kein freies Fluor festgestellt werden".
  • 1983 wird wie folgt berichtet: "Im Südteil der alten Stollen klare, weiße, zartgrüne und hellblaue meist circa 0,4 cm große Fluoritkristalle (Kombinationen von matten Rhombendodekaeder- und hochglänzenden Würfelflächen; maximale Kantenlänge von 2 cm) im älteren Flußspat. Selten blaue Oktaeder nahe dem Salband, die mit kleinen Bergkristallen überzogen sind und blaue Tetrakishexaeder. An den Salbändern der oberen Stollen und an der Auffahrtstraße zum heutigen Tagebau wurden 1968/69 häufiger Quarzpseudomorphosen nach Fluorit und stalaktitischer Chalcedon entdeckt. Im Nordteil des Ganges Fluoritwürfel (meist 1 mm groß und hellgelb) in hellen Farben und Kombinationen mit Rhombendodekaederflächen in Quarz/Flußspatdrusen. In kleinsten Drusen aus dem neuen Tagebau findet man öfters Bergkristalle und Fluoritwürfel mit irisierender Oberfläche, die ersteren ein citrinartiges Aussehen verleihen. Die meist gelbliche Färbung ist durch einen feinen Belag von Eisenoxiddämpfen bedingt. Ferner wurde bislang vereinzelt gefunden: pseudomorpher Baryt, Rauchquarz, Hämatit, Bleiglanz, Pyrit, Markasit, Kupferkies, Zinkblende und ? Uranglimmer."
  • 1987 findet sich folgender Hinweis: "Der in Kittenrain/Donaustaufer Revier im Abbau befindliche Gang führt nur Flußspat und Quarz (ungefähr im Verhältnis 1 : 1). Der Gang gilt praktisch als schwefelfrei. Baryt ist mit 0,4 % nicht sichtbar. Pyrit, Bleiglanz und Zinkblende treten selten in Queradern oder am Kontakt zum Nebengestein auf. In der Teufe nimmt Quarz zu, auch Eisenhydroxide werden häufiger (4-5 % FeOOH)".
  • weiterhin werden wie folgt noch weitere Mineralien genannt: Ein in der zweiten Kehre der Kittenrainer Grube ( 380 m über NN ) angeschnittener Quarzgang überraschte durch gut kristallisierte Bleiglanzkristalle. Malachit wurde bisher erst einmal auf einem größeren Block in der Nähe der Tagebaue des Kittenrainer Gangs gefunden. Die Größe des Blocks läßt ausschließen, daß es sich hierbei um an die Fundstelle transportiertes Fremdmaterial handelt. Nontronit ist typisch für den Kittenrainer Gang. Pyrit kommt in gut ausgebildeten Kristallen im Fluorit II eingewachsen oder auf Fluorit oder Quarzkristalle aufgewachsen vor. In den 70iger Jahren wurde beim Abbau des oberen Teils der Lagerstätte gelegentlich Siderit in guten Kristallen/-aggregaten von heller, beiger bis dunkelbrauner Farbe gefunden. Selten tritt Rauchquarz und noch seltener leicht violettfarbener Amethyst auf. Die schönsten Barytkristalle stammen u.a. von Grube Kittenrain. Calcit wird genannt. Kaolinit konnte röntgenographisch nachgewiesen werden. Kupferkies ist sehr selten und zum Teil auch nur schwer zu erkennen. In Oxidationszonen finden sich Manganoxide bevorzugt als Überzüge, meist von samtartiger, erdiger Beschaffenheit und von schwarzer Farbe, auf Quarz- und Fluoritkristalle. Sicher bestimmt wurde Markasit.

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Fluorit
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Fluorit

Donaustaufer Revier, Grube Kittenrain, Bildbreite 10mm

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Beitrag: Gepro 2017-10-05
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Fluorit
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Donaustaufer Revier, Grube Kittenrain, Bildbreite 10mm

Sammlung: Georg Prock
Copyright: Georg Prock
Beitrag: Gepro 2017-10-05
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Fluorit

Grube Kittenrain, Donaustaufer Revier, Regensburg, Landkreis, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Bildbreite: 7,3 mm.

Copyright: Joachim Esche
Beitrag: slugslayer 2010-07-29
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Lehner, Dr. phil. et med. Johannes, "Kur-Büchlein" 1669.
  • Priehäußer, Max: "Die Flußspatgänge der Oberpfalz", in "Zeitschrift für praktische Geologie", XVI. Jahrgang, Monatsheft Juli 1908.
  • Priehäußer, Max: "Zeitschrift für praktische Geologie", 32. Jahrgang, 1924.
  • Böttger, E., Berlin: "Beschreibung der Flußspatlagerstätten im Donaurandgebirge", Geologische Meldearbeit. Manusskript Berlin 1925.
  • Drechsler, Dr. Franz: "Zur Mineralführung und Chemie der Oberpfälzer Flußspatgänge". in "Sonderdruck aus dem 17. Bericht für das Jahr 1924 des Naturwissenschaflichen Vereins Regensburg E. V"., Seite 1-48, Regensburg 1925.
  • Dorn, Paul: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark", in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
  • Strunz, Prof. Dr. Hugo: "Die Flußspatgänge bei Donaustauf und Wölsendorf", in "ACTA ALBERTINA RATISBONENSIA Regensburger Naturwissenschaften, Sonderheft, 30. Jahrestagung der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft 1.-10. August 1952 in Regensburg", Band 20 - 1951/52 - Heft 2, Seite 118 - 127, Regensbrug 1952.
  • Schmeltzer, Hartmut: "Mineral-Fundstellen, Band 2, Bayern", Christian Weise Verlag/München 1977.
  • Hauner, Dr. Ulrich, München: "Das Flußspatrevier von Sulzbach - Bach an der Donau, Bergbau und Mineralfunde", Seite 117 bis Seite 123, in "Oberpfälzer Heimat", 27, 1983.
  • Viernstein, Dr. Margret, München: "Der Bergbau in Bayern", Seite 95 bis 100, in "Geologica Bavarica", Nr. 91, München 1987.
  • Geipel, Rudolf, Regenstauf und Hauner, Dr. Ulrich, München: "Das Regensburger Flußspatrevier", in "Lapis, Mineralien Magazin", Jahrgang 14, Nr. 4, Seite 11 - 23, April 1989.
  • Jahrbuch für Bergbau, Energie, Mineralöl und Chemie: Jahrgänge: 1969, 70, 71, 72, 73, 1976/77, 1979/80, 1982/83, 1983/84 und 1984/85.
  • private Aufzeichnungen zum Tagebau
  • Ehemalige Flussspatgrube NW von Kittenrain, https://www.umweltatlas.bayern.de/mapapps/resources/reports/geotope/generateBericht.pdf?additionallayerfieldvalue=375G002

Quellenangaben

Einordnung