'._('einklappen').'
 

Grube Lissat-Kraus

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Regensburg, Landkreis / Donaustaufer Revier / Grube Lissat-Kraus

An­fahrts­be­sch­rei­bung

siehe Karte unter "Ausführliche Beschreibung"

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

kleine Schachtanlage und im weiteren Verlauf Tagröschen

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

körnig, stengeliger, radialstrahliger Fluoritgang, im fein- bis mittelkörnigen, meist gleichkörnigen, selten kleinporphyrischen Granit

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Lissat-Kraus. Die GPS-Koordinaten beziehen sich auf den ehemaligen, ungefähren Betriebsort.



Grube Lissat-Kraus

WGS 84: 
Lat.: 49,03787768° N, 
Long: 12,23336119° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 2' 16,36" N,
   Long: 12° 14' 0,1" E
Gauß-Krüger: 
R: 4517169,
 H: 5433424
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6939

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=2887
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

⚒ Lissat-Kraus, Donaustaufer Revier, Regensburg, Oberpfalz, Bayern, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Einige Daten zur Grube Lissat-Kraus

nach anderen Literaturquellen auch nur Grube Kraus genannt


  • um 1923 wurde der Gang durch die Firma Eduard Lissat mit einem 12 m tiefen Schacht abgebaut und nach kaum 10monatlichem Betrieb wieder aufgelassen, da sich bei zunehmender Tiefe die Abbauverhältnisse infolge des schrägen Fällens des Ganges zu kostspielig und zu gefährlich gestalteten.
  • Die Fortsetzung dieses Ganges in SOS Richtung wurde an mehreren Stellen von Bauern gelegentlich in Tagröschen ausgebeutet.
  • 1924 baut ein gewisser Max Kollmannsberger und im gleichen Jahr die Gewerkschaft Klardorf-Wackersdorf auf dem Gang.

Übersichtskarte

  • Für eine größere Darstellung bitte auf die Karte und dann auf Originalgröße klicken !
Gesamtkarte
Gesamtkarte

Gesamtkarte zum Donaustaufer Flußspatrevier.

woelsendorfer

Die Lagerstätte


  • um 1923 zieht sich der Gang über die Kuppe des Berges in NWN - SOS Richtung und ist 40 m vor seinem Auskehren durch o.g. Schacht aufgeschlossen. Die Breite des Ganges ist stark wechselnd, beträgt 0,5 - 1,2 m und fällt in einem Winkel von circa 70 - 75 Grad nach Osten ein.

Mineralogie


  • um 1923 wird der Gang ausführlich beschrieben: "Der meist violblaue, doch auch grüne, braune und gelbe Fluorit ist stark gebändert. Die einzelnen Bänder sind körnig oder stengelig und teilweis stark zermürbt. Zahlreiche Hornsteinlinsen und kräftige Quarzadern beeinträchtigen den Wert des Spates für die Industrie in hohem Maße. Die östliche Hälfte des Ganges ist charakterisiert durch einen sehr hohen Gehalt an kleinen Granitbrocken, diese sind umgeben von einer schaligen Kieselsäure und so in rostbraunem Flußspat eingebettet. Inmitten des Ganges befindet sich ein schmaler Tonstreifen, der teilweise in reinweißen Kaolin übergeht, andererseits aber auch Brauneisenerz Platz macht, das in Hohlräumen auf Fluoritwürfeln aufsitzt und teils von erdiger, lockerer Beschaffenheit, teils von traubiger kompakter Ausbildung ist".
  • Die wenigen Kristalle sind zum Teil von samtartigen Quarz überzogen. "Am westlichen Salband ist der Flußspat an einer Stelle durch eine Kristallkluft von mehreren Quadratmetern Ausdehnung aufgeschlossen; krummschalige Hornsteinbänder mit violblauem Fluoritzwischenschichten tragen an der Außenfläche bis 3 cm große violblaue Rhombendodekaeder. Das Salband aus Quarz enthält blauen Fluorit eingeschlossen, so dem "purple quarz" ähnlich. Ferner finden sich oktaederähnliche Gebilde von kleinsten würfelförmig, rhombendodekaedrischen, auch pyramidenwürfelförmigen Individuen durch parallele Verwachsung aufgebaut, die häufig Einschlüsse von Schwefelkies enthalten. während sonst keinerlei sulfidische Erze in diesem Gange festgestellt werden konnten".
  • 1983 wird wie folgt berichtet: "Allgemein wenig kristallisierter Fluorit als Würfel, Oktaeder oder Kombinationen von Würfel- und getreppten Rhombendodekaederflächen in blauen, violetten und hellen Farben. Im letzteren Falle sind die Würfelkanten von Quarzkristallen samtartig überzogen. Der Kernkristall ist öfters kräftig gefärbt und hat Oktaederform. Im salbandnahen ältesten Fluorit wurde 1924 eine quadratmetergroße Kluft aufgeschlossen, die violette Rhombendodekaeder bis zu 3 cm Größe barg, welche auf Hornstein aufgewachsen waren. Ferner wurden im jüngeren Fluorit oktaederähnliche Kristalle entdeckt, die aus kleinsten würfelförmigen Flächen durch parallele Verwachsungen aufgebaut waren und Pyriteinschlüsse enthielten."

Mineralien (Anzahl: 5)

Gesteine (Anzahl: 3)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Priehäußer, Max: "Die Flußspatgänge der Oberpfalz", in "Zeitschrift für praktische Geologie", XVI. Jahrgang, Monatsheft Juli 1908.
  • Priehäußer, Max: "Zeitschrift für praktische Geologie", 32. Jahrgang, 1924
  • Drechsler, Dr. Franz: "Zur Mineralführung und Chemie der Oberpfälzer Flußspatgänge". in "Sonderdruck aus dem 17. Bericht für das Jahr 1924 des Naturwissenschaflichen Vereins Regensburg E. V"., Seite 1-48, Regensburg 1925.
  • Dorn, Paul: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark", in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
  • Strunz, Prof. Dr. Hugo: "Die Flußspatgänge bei Donaustauf und Wölsendorf", in "ACTA ALBERTINA RATISBONENSIA Regensburger Naturwissenschaften, Sonderheft, 30. Jahrestagung der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft 1.-10. August 1952 in Regensburg", Band 20 - 1951/52 - Heft 2, Seite 118 - 127, Regensbrug 1952.
  • Schmeltzer, Hartmut: "Mineral-Fundstellen, Band 2, Bayern", Christian Weise Verlag/München 1977.
  • Hauner, Dr. Ulrich, München: "Das Flußspatrevier von Sulzbach - Bach an der Donau, Bergbau und Mineralfunde", Seite 117 bis Seite 123, in "Oberpfälzer Heimat", 27, 1983.
  • Viernstein, Dr. Margret, München: "Der Bergbau in Bayern", Seite 95 bis 100, in "Geologica Bavarica", Nr. 91, München 1987.
  • Geipel, Rudolf, Regenstauf und Hauner, Dr. Ulrich, München: "Das Regensburger Flußspatrevier", in "Lapis, Mineralien Magazin", Jahrgang 14, Nr. 4, Seite 11 - 23, April 1989.

Quellenangaben

Einordnung