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Grube Kallmünzer

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Freiung / Grube Kallmünzer

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

mehrere Tagesschächte

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (alt)

Geo­lo­gie

Mittelkörniger Granit, zum Teil Tertiär.

Letz­ter Be­such

17.08.2012

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Kallmünzer



Grube Kallmünzer

WGS 84: 
Lat.: 49,43758837° N, 
Long: 12,10861041° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 26' 15,318" N,
   Long: 12° 6' 30,998" E
Gauß-Krüger: 
R: 4507983,
 H: 5477857
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6538

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=30703
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Hinweis zum Betrieb

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Kallmünzer

  • 1933 erwirbt Anton Kallmünzer aus Schwarzenfeld die Flußspatgrube Freiung I mit den noch vorhandenen Maschinen und Geräten, samt Ausbeuterechte von dem Gutsbesitzer Georg Reichhart in Freiung. Zu der Grube gehört der Gottessegenschacht als Förderschacht und der Reichhart-Schacht als Wetterschacht und Anton Kallmünzer erwirbt auch die im Osten anschließende Flußspatgrube Freiung II mit dem Marie Schacht und dem Cäcilia Schacht, ebenfalls mit den noch vorhandenen Maschinen und Geräten, samt Ausbeuterechte von dem Darlehnskassenverein Schwarzenfeld.
  • Anschließend teuft Anton Kallmünzer circa 40 m östlich vom Gottessegenschacht entfernt einen neuen Förderschacht bis auf 86 m ab. Dieser Schacht wird Cäcilia II genannt.
Grube Kallmünzer
Grube Kallmünzer

Grube Kallmünzer, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Ausschnitt aus Karte von Paul Dorn, Tübingen, 1933.

woelsendorfer
  • Im gleichen Jahr sind in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, unter VIII "Grube Kallmünzer/Freyung", auf dem Freyunger Hauptgang, zwei in Betrieb befindliche Bergwerke eingezeichnet.
  • 1934/35 wird der Schacht Cäcilia II in Betrieb genommen und an diesem Schacht u. a. eine 49 m Sohle angeschlagen. Über die 49 m Sohle wird über einen Gesteinsberg eine 56 m Sohle aufgefahren und über diese Sohle eine Verbindung zur ehemaligen Grube Freiung I hergestellt und über einen weiteren Gesteinberg die 41 m Sohle der Grube Freiung I an die 56 m Sohle der Grube Kallmünzer angebunden. Der Cäcilia I Schacht der Grube Freiung II und der Gottessegenschacht der Grube Freiung I werden bis 1936 verfüllt. Der Schacht Marie der Grube Freiung II und der Reichhart-Schacht der Grube Freiung I werden als Wetterschächte genutzt.
  • 1935 beginnt Anton Kallmünzer mit dem Bau einer Aufbereitung mit Schubwagen, Waschtrommeln, 6 Setzmaschinen, Vibrationssiebe und Brecher.
  • 1936 erwirbt die Firma "Saline Ludwigshalle AG", Bad Wimpfen, die Grube Kallmünzer. Daraufhin wurde der Firmenname in "Flußspatwerk Schwarzenfeld GmbH, vorm. Anton Kallmünzer" geändert. Die Flußspatgrube wird von nun an Grube Cäcilia, weiter siehe dort, teils auch Grube Cäcilie, genannt.

Die Lagerstätte

  • 1933 schreibt Paul Dorn, Tübingen, folgendes: "Das Streichen dieses Freyunger Hauptganges schwankt zwischen 1250 und 1420, daß Fallen ist 650 bis 750 SW. Nordöstlich dieses Ganges findet sich nahe der Freyung ( damit ist der Weiler Freyung, später Freiung geschrieben, gemeint ) ein Schwarm ( damit ist das ein Seitentrum gemeint ) kleinerer und größerer Flußspatgänge, die alle mehr oder weniger rheinische Richtung haben".

Gesteine (Anzahl: 1)

Granitr
Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Freiung/Grube Kallmünzer)
G
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Dorn, Paul, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark", in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
  • Riedel, cand. Geol. Horst: "Untersuchungen im Flußspatlagerstättenbereich westlich der Naab in der Oberpfalz", II. Teil, Diplomarbeit, Seite 43 - 96, München 8. April 1952.
  • Weiss, Dipl. Ing. Karl: "Flußspatbergbau von der Gründerzeit bis zum zweiten Weltkrieg im Raum Wölsendorf, Stulln, Lissenthan und Freiung", Seite 57 - 78, in "STULLN 17.6. - 20.6. 1977".
  • Kestel, Linus, Amberg und Wolf, Dr. Helmut, Regensburg: "REICHHART-SCHACHT OBERPFÄLZER BESUCHERBERGWERK"; Juni 1980.
  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, Blatt Nr. 6538 Schmidgaden, München 1982.
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981", die geologischen Aufnahmen zu der Karte wurden von Dr. Wilhelm Bauberger zwischen 1958 und 1960 und ergänzenden Begehungen in 1976 gemacht.
  • Scharl, Rita: "Stulln, Geschichte der Gemeinde von der Landwirtschaft und dem Bergbau zum modernen Wohn- und Industrieort", Schwandorf, 1999.
  • private Aufzeichnungen und im privaten Bestand befindliche Flurkartenauszüge und Rißwerke der Grube Cäcilia.

Quellenangaben

Einordnung