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Reichart-Schacht

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Freiung / Reichart-Schacht

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Tagebau, später Schachtförderung

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (alt)

Geo­lo­gie

Mittelkörniger Granit, zum Teil Tertiär.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Der Stahlförderturm der Grube Hermine wurde zum Besucherbergwerk Reichhart-Schacht in etwas abgeänderter Form umgesetzt. Das Besucherbergwerk Reichhart-Schacht mit Anfahrtstube ist geschlossen worden. Das Bergwerk selber ist vollständig abgesoffen. Zur Zeit ist völlig offen ob zumindest die 8 m Sohle noch mal zugängig gemacht wird. . Die Granitbrocken mit Mineralspuren zwischen Straße und zum Eingang des ehemaligen Besucherbergwerkes stammen von Grube Cäcilia.

Letz­ter Be­such

23.07.2013

GPS-Ko­or­di­na­ten

Reichart-Schacht



Reichart-Schacht

WGS 84: 
Lat.: 49,43837837° N, 
Long: 12,10714787° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 26' 18,162" N,
   Long: 12° 6' 25,732" E
Gauß-Krüger: 
R: 4507877,
 H: 5477945
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6538

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=3813
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Reichart-Schacht
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Reichart-Schacht

Grube Reichart-Schacht, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Ehemaliges Fördergerüst von Grube Hermine über Gottessegenschacht am Besucherbergwerk Reichart-Schacht. Nachdem das Besu...

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-11-17
Reichart-Schacht
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Reichart-Schacht

Grube Reichart-Schacht, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Ehemaliges Fördergerüst von Grube Hermine über Gottessegenschacht am Besucherbergwerk Reichart-Schacht. Nachdem das Besu...

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-11-17
Reichart-Schacht
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Reichart-Schacht

Besucherbergwerk Reichart-Schacht, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Der restaurierte Stahlförderturm der Grube Hermine über dem Gottessegenschacht.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2011-09-09

Ausführliche Beschreibung

Ein geschichtlicher Abriss zum Weiler Freiung

Die Wasenmeister, auch Schinder, Freimänner, Kleemeister, Henker oder Abdecker genannt, befassten sich in erster Linie mit der Beseitigung und Verwertung von Tierleichen. Bis zum 16.09.1794 besaßen sie in Bayern das Recht dazu allein. Der Wasenmeister galt als ein Ausgestoßener der Gesellschaft, ein Verbannter, mit dem kein redlicher Mensch verkehren wollte. Damit läßt sich auch die Abgeschiedenheit, in der der Weiler Freiung entstand, erklären. Sie konnten ihren Beruf nicht in einem Ort ausüben. Die verendeten Tiere wurden, nachdem die Häute und das Fett entfernt waren, in der Nähe des Anwesens vergraben. In der Bayerischen Landesverordnung vom 16.05.1695 wurde sogar bestimmt, dass die vagabundierenden und sonstigen verdächtigen "Freyleut" und Schinder eingefangen und den Venetianern auf die Galeeren übergeben werden sollen. 1768 ging man daran, die unredliche Ächtung mehr und mehr abzuschaffen. Erst nach 1850 hat die Mißachtung der Wasenmeister ganz erheblich nachgelassen. Jetzt verheirateten sich die Wasenmeister mit Bauerstöchtern und nicht wie vorher üblich mit Töchtern anderer Wasenmeister, sie betrieben neben der Wasenmeisterei noch Landwirtschaft und wurden recht reiche Leute.
Seit mindestens 1730 wurde in der Freihung ( Freiung ) eine Abdeckerei betrieben. 1762 wird eine Herdstätte in der Freiung erwähnt, die vom Wasner bewohnt wurde. Hier befand sich eine Abdeckerei mit Stallung und Stadl unter einem Dach. Stephan Aichner war der Wasenmeister und hatte dort mit gnädigster Hofkammer Lizenz eine Wasenstatt errichtet, ohne eigenen Grund. 1772 erstellte er eine neue Fallhütte durch einen Zimmermann. 1792 betrieb Peter Aichner in der Abgeschiedenheit weit von den umgebenden Dörfern entfernt seine Abdeckerei. Am 24. Januar 1833 übernahm Michael Reichhart mit walzenden Besitzungen von der Mutter Anna Reichhart um 1600 fl. FlurNr. 2041. Hierauf befand sich ein Wohnhaus, Stall, Stadel, Schweinestall, Backofen, Schnupfe, Fallhütte und Hofraum. Es gehörten 33 Tagwerk und 16 Dez. dazu. Wasenmeister Michael Reichhart ehelichte am 15.07.1838 die Wasenmeisterstochter Magdalena Platzer. Aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor. In zweiter Ehe verehelichte er sich mit der Wasenmeisterstochter Theresia Platzer aus Moosloh. Sie schenkte ihm noch zwei Töchter. Diesen Besitz übernahm am 29.05.1880 Wilhelm Reichhart und dessen Braut Crescentia Schmal vom Geiselhof um 24 000 M. Neben der Wasenmeisterei betrieb er seine Landwirtschaft mit 36 Tagwerk und 33 Dez. und war auch Jäger, Fischer und Ziegeleibesitzer.Aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor. Georg Reichhart übernahm 1913 das Anwesen und heiratete am 15.07.1919 Maria, geb. Schiessl, Landwirtstochter von Asbach. Er war als Wasenmeister und Landwirt tätig. Außerdem baute er Flußspat ab und widmete sich der Fischerei. Die Abdeckerei dürfte er noch bis circa 1930 betrieben haben.

Ein geschichtlicher Abriss zum Reichart-Schacht

  • um 1890 fand der Gutsbesitzer Wilhelm Reichhart auf PlanNr. 2045, Steuergemeinde Stulln, beim Bau eines Brunnes, in 1,5 m Tiefe, eine Flußspatader. In der Flußspatader wurde ein Spatbruch eingerichtet und im Tagebau versuchte man mit primitivsten Mitteln den Spat abzubauen. Der Tagebau-Spatbruch befand sind westlich des späteren Reichhart-Schachtes. Wenn es die Arbeiten auf dem Feld und im Wald erlaubten, wurde mit denvorhandenen Knechten und den Söhnen nach Spat gegraben. Den geförderten Flußspat verkaufte man als Stückspat. Mit Pferdefuhrwerken ging der Transport zum Bahnhof Schwarzenfeld. Bei den damals schlechten Straßen war es nicht immer einfach, diese 8 Kilometer lange Strecke zu bewältigen. Am Bahnhof wurde schließlich der Spat von Hand in die Waggons umgeladen.
  • 1902 geht aus Frachtbriefe der Familie Reichhart hervor, die noch im Besitz der Familie Reichhart sind, daß Wilhelm Reichhart bereits 600 t Flußspat verkaufte und mit der Eisenbahn verfrachtet hatte. Dabei war allerdings auch Flußspat von anderen Grundeigentümern, so von Rosner aus Schmidgaden und Graf aus Lissenthan, die auch Spatbrüche im Tagebau betrieben. 400 t davon wurden in die Donaumonarchie Österreich und in die Glashütten nach Böhmen geliefert.
Reichart-Schacht
Reichart-Schacht

Grube Reichart-Schacht, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Kartenausschnitt von Max Priehäußer: "Die Flußspatgänge der Oberpfalz", in "Zeitschrift für praktische Geologie", XVI. J...

woelsendorfer
  • 1908 wird darüber berichtet, dass beim Weiler Freihung (Freyung) in einem ausstreichenden Gang täglich ungefähr 1 t Flußspat gefördert wird. Der Flußspat wird nach wie vor in Tagröschen abgebaut.
  • nach 1908 erfolgte schrittweise das Abteufen des Reichhartschachtes bis auf 16 m. Bei 8 und 12 m Teufe wurden Zwischensohlen aufgefahren. Im Rückbau konnte dann der über diesen Zwischensohlen anstehende Flußspat hereingewonnen werden. Ebenso gewann man im Anschluß daran den Spat über der 16 m Sohle herein. Die Restschwebe über der 8 m Sohle blieb nach dem Rückbau als Sicherheitspfeiler zur Tagesoberfläche stehen. Wilhelm Reichhart betrieb bei der Anlage seines Bergwerks mit seinem Örterbau eine kostengünstige Gewinnung. Die Förderung im Schacht bewältigte man zunächst mittels Handhaspel und Kübel, danach wurde das Ganze mechanisiert und zwar durch den Einsatz eines Pferdegöpels, mit dem der Haspel betrieben wurde. Die Aufbereitung war so einfach wie primitiv: Auf einem Holzrost wurden die Kübel ausgekippt und die Flußspatstücke ausgeklaubt. Das taube Gestein und der unreine Spat wurden zum Auffüllen des alten Spatbruches und zum Wegebau verwendet.
  • 1910 erfolgte der Bau eines Sprengstoffraumes. Einen Erlaubnisschein zur Aufbewahrung von höchstens 10 kg Sprengstoff, nebst erforderlicher Anzahl Sprengkapseln, ausgestellt von der kgl. Berginspektion Bayreuth am 4.2.1910, gibt Zeugnis davon.
  • 1912 übergab Wilhelm Reichhart seinen Grundbesitz an seinen Sohn Georg Reichhart. Zu dieser Zeit waren schon 5 Arbeiter auf dem Reichhartschacht beschäftigt. Im gleichen Jahr wurden z.B. auch 240 t Flußspat nach Dresden zu einem Preis von 11 Mark pro Tonne verkauft.
  • 1914/15 ruhte der Betrieb wegen Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
  • 1916 bis 1918 halfen laut einem noch vorhandenen Schichtenbuch vier russische Kriegsgefangene beim Abbau.
  • 1921 gingen die von seinem Vater Wilhelm Reichhart erschlossenen Flußspatvorräte zu Ende, daraufhin verkaufte Georg Reichhart die Grube mit den Ausbeuterechten an die "Süddeutsche Flußspatwerke GmbH", Nabburg. Die "Süddeutsche Flußspatwerke GmbH" begann mit der später so genannten Grube Freiung I.
  • 1921 - 1929: Auffahrung der 32 m Sohle vom Gottessegenschacht der Grube Freiung I bis zum Baufeld der Grube Reichhartschacht. Später Auffahrung der 41 m Sohle vom Gottessegenschacht 50 Meter über den Reichhartschacht hinaus. Der Reichhartschacht wurde bis zu diesem Niveau weiter abgeteuft und als Wetterschacht eingerichtet.
  • 1929 zwang die Weltwirtschaftskrise die "Süddeutsche Flußspatwerke GmbH" dazu, Konkurs anzumelden. Die Grube mußte stillgelegt werden. Georg Reichhart liess daraufhin das Ausbeuterecht und die Maschinen der Grube Freiung I für nicht mehr geleistete Zahlungen pfänden. Damit war Georg Reichhart wieder Bergwerksbesitzer, aber ohne Abbaubetrieb.
  • 1933 erwarb Anton Kallmünzer aus Schwarzenfeld die Flußspatgrube mit den noch vorhandenen Maschinen und Geräten, samt Ausbeuterechte vom Gutsbesitzer Georg Reichhart in Freiung. Zu der Grube gehörte der Gottessegenschacht als Hauptschacht und der Reichhartschacht als Wetterschacht. Anton Kallmünzer erwarb auch die im Osten anschließende Flußspatgrube Freiung II mit den Schächten Marie, Cäcilia I und einem Luftschacht. Die Grube wurde fortan Grube Kallmünzer genannt.
  • 1936 Umbenennung der Grube Kallmünzer in Grube Cäcilia.
  • März/April 1975 wurde die Grube Cäcilia endgültig stillgelegt. Der Reichhart-Schacht diente bis zu diesem Zeitpunkt als Wetterschacht.

Besucherbergwerk Reichhart-Schacht

Reichart-Schacht
Reichart-Schacht

Grube Reichart-Schacht, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Situationsskizzen.

woelsendorfer
  • Vorspann:
  • 1973 waren die Flußspatvorräte in der Grube Cäcilia weitestgehende abgebaut und die Firma "Flußspatwerk Schwarzenfeld GmbH, vorm. Anton Kallmünzer" hatten darufhin den Plan gehabt
  • 1974 auch noch die Restschwebe im Bereich des Reichhart-Schachtes im Tagebau abzubauen. Nach vorsichtigen Schätzungen standen noch circa 1.000 t Flußspat mit Schwerspat an. Die über dem Gang lagernde Überdeckung von circa 2 m hätte erst beseitigt werden müssen, dazu wäre notwendig gewesen, die Zufahrt zum Reichhartanwesen aufzubrechen und im Obstgarten der Familie Reichhart 21 Obstbäume zu fällen. Die Ablösesumme für die Obstbäume und die weiteren, bei dieser Aktion anfallenden Kosten rechtfertigten den Abbau dieser Restschwebe nicht.
  • Ende 1973 wurde der Grundeigentümer Josef Reichhart von der Geschäftsführung der Firma "Flußspatwerk Schwarzenfeld GmbH, vorm. Anton Kallmünzer" darüber informiert, daß der geplante Abbau nicht zustande kommen wird und laut Abschlußbetriebsplan der Schacht verfüllt und verschlossen werden sollte. Herr Josef Reichhart machte geltend, als Grundeigentümer über diesen Flußspat zu verfügen und bei günstiger Absatzlage den Flußspat vom bereits eingebrachten Versatz aus untertägig abzubauen. Er verzichtete auf die Durchführung der Abschlußarbeiten und verlangte die Offenhaltung des Zuganges.
  • 1974 am 26. Januar wurden mit Vertrag die Abbaurechte für dieses Grundstück an den Grundbesitzer Josef Reichhart in eigener Verantwortung zurückgegeben.
  • Besucherbergwerk:
  • Obersteiger Linus Kestel, letzter Betriebsleiter auf Grube Cäcilia war Gedankengeber und Initiator in der Restschwebe ein Besucherbergwerk einzurichten und angagierte sich für dieses Vorhaben.
  • 1979 im Sommer konnte das Schaubergwerk Reichhart Schacht Richtfest feiern und durch das Bergamt Amberg zur Besichtigung freigegeben werden. Als Zugang zum Schaubergwerk wurde eine Anfahrstube geschaffen, in welcher der Besucher seine Schutzbekleidung erhält ( Mantel und Helm ), um von hier aus über einige Treppenstufen zum eigentlichen Schaubergwerk, bis zur 8 m Sohle, einzusteigen oder bergmännisch ausgedrückt zu "befahren".
  • 1987 am 27. Mai stellte die als letzte Grube im Wölsendorfer Flußspatrevier ihre Förderung ein, dadurch wurde der Cäcilia Schacht, der noch als Wasserhaltungsschacht für die Grube Hermine diente, überflüssig. Die Wasserhaltung wurde eingestellt und so kam es, daß der Grundwasserspiel anstieg und das Schaubergwerk mit Grundwasser überflutete. Seitdem wieder gepumpt wurde, konnte Konrad Reichhart die Grube renovieren und er begann zusätzlich damit auf 30 m Tiefe einen alten Gang für Besucher auszubauen.
  • 1988 am 30. September vollzog sich der offizielle Schlußakt im Oberpfälzer Flußspatbergbau. An diesem Tag waren die Schließungsarbeiten auf Grube Hermine beendet, die Schachtanlagen ( Hermine und Cäcilia ) gesichert und die Rekultivierungsarbeiten abgeschlossen.
  • 1996 im Mai waren die Renovierungs- und Ausbauarbeiten durch Konrad Reichhart abgeschlossen, die 30 m Sohle war neu eingerichtet und im gleichen Monat konnte dieser Bereich für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Der Reichhart-Schacht ist ein Kleinbergwerk, ein Beispiel für die zahlreichen gleichartigen Betriebe des Reviers um die Jahrundertwende.
  • 1999 am 19. März konnte ein weiterer Bereich der Öffentlichkeit übergeben werden. In einem weiteren Ausbauschritt wurde ein zweiter Ausgang angelegt. Über dem ehemaligen Gottessegenschacht der Grube Freiung I wurde ein neu geschaffenes Gebäude errichtet indem die Besucher, über Treppen, jetzt ans Tageslicht gelangen konnten.
  • 2005 im Juni/Juli wurde der Stahlförderturm der Grube Hermine zerlegt. Er wurde gereinigt, gesandstrahlt, leichte Veränderungen wurden vorgenommen, bekam einen neuen Anstrich und wurde dann am Besucherbergwerk Reichhart-Schacht, auf dem neu geschaffenen Gebäude über dem Gottessegenschacht wieder aufgestellt und so wandert ein Großteil des ehemaligen Fördergerüstes der Grube Roland von Ort zu Ort. Auch die ehemalige Fördermaschine von Grube Hermine findet hier ihren endgültigen Standort.
  • 2011 im Januar steht das Besucherbergwerk wohl vor dem endgültigen "AUS", denn die Kosten für die Entwässerung des Besucherbergwerkes können durch die Einnahmen der Besucherführungen nicht gedeckt werden. Ab den 80iger Jahren wurden die Pumpkosten teils durch die "TAV", eine Gesellschaft für Fischzucht, übernommen. Nachdem die Fischzucht aufgegeben wurde versuchte Konrad Reichhart die Pumpkosten anderweitig rein zu bekommen. Diesbezüglich wurden mehrere Gespräche geführt, insgesamt kam es aber nicht zu einem Ergebnis und so kam es, dass das Besucherbergwerk ab der 2. Hälfte des Jahres 2010 so langsam aber sicher voller Wasser lief.
  • 2013 ist mittlerweile das gesamte Bergwerk geflutet und für Besucher, vermutlich auf lange Sicht, wenn überhaupt noch mal, nicht mehr zugängig. Bevor das Bergwerk nicht aus Privateigentum der Gemeinde überschrieben wird, wird sich auch vermutlich keine Lösung mehr finden lassen.
Kapelle am Reichart-Schacht
Kapelle am Reichart-Schacht

Grube Reichart-Schacht, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Fotos vom 23.07.2013.

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Kapelle am Reichart-Schacht
Kapelle am Reichart-Schacht

Grube Reichart-Schacht, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Fotos vom 23.07.2013.

woelsendorfer
Kapelle am Reichart-Schacht
Kapelle am Reichart-Schacht

Grube Reichart-Schacht, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Fotos vom 23.07.2013.

woelsendorfer

Kapelle

  • 1954 wurde neben dem Hof der Familie Reichhart, circa 100 Meter nach dem Bergbaumuseum eine kleine Kapelle mit einem Glockenturm errichtet. Im inneren der Kapelle, hinter einer Fatimamadonna aus Holz befinden sich im Mauerwerk eingelassen einige Flußspatstufen, über dem Eingangsportal wurden weitere Spatstufen im Mauerwerk eingesetzt. Die Kapelle wurde aus Dank für die glückliche Heimkehr von Georg Reichhart aus dem 1. Weltkrieg und seiner beiden Söhne, die aus dem 2. Weltkrieg gesund heimkehrten, errichtet.

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Fluoritr
Sammlung Michael Kommer (woelsendorfer)
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Freiung/Reichart-Schacht)
BM
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Fluorit
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Fluorit (SNr: 0255)

Grube Reichart-Schacht, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 39x36x21. Dieses Stüfchen besteht aus bis zu 11 mm großen, speckigfarbenen Fluoritwürfeln, die teils einen ...

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-04-29
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Gesteine (Anzahl: 1)

Granitr
Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Freiung/Reichart-Schacht)
G
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Priehäußer, Max: "Die Flußspatgänge der Oberpfalz", in "Zeitschrift für praktische Geologie", XVI. Jahrgang, Monatsheft Juli 1908.
  • Weiss, Dipl. Ing. Karl: "Flußspatbergbau von der Gründerzeit bis zum zweiten Weltkrieg im Raum Wölsendorf, Stulln, Lissenthan und Freiung", Seite 57-78, in "Stulln 17.6. - 20.6. 1977".
  • Kestel, Linus, Amberg und Wolf, Dr. Helmut, Regensburg: "REICHHART-SCHACHT OBERPFÄLZER BESUCHERBERGWERK"; Juni 1980.
  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, Blatt Nr. 6538 Schmidgaden, München 1982.
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981", die geologischen Aufnahmen zu der Karte wurden von Dr. Wilhelm Bauberger zwischen 1958 und 1960 und ergänzenden Begehungen in 1976 gemacht.
  • Scharl, Rita: "Stulln, Geschichte der Gemeinde von der Landwirtschaft und dem Bergbau zum modernen Wohn- und Industrieort", Schwandorf, 1999.
  • private Aufzeichnungen und im privaten Bestand befindliche Flurkartenauszüge und Rißwerke der Grube Cäcilia.

Quellenangaben

Einordnung