'._('einklappen').'
 

Grube Am Berg

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Krandorf / Grube Am Berg

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Aufschluss mittels Schacht

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Feinkörniger Granit

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

heute landwirtschaftliche Fläche, Keine Spuren vom Bergbau mehr zu finden

Letz­ter Be­such

08.09.2008

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Am Berg



Grube Am Berg

WGS 84: 
Lat.: 49,38424461° N, 
Long: 12,23400593° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 23' 3,281" N,
   Long: 12° 14' 2,421" E
Gauß-Krüger: 
R: 4517096,
 H: 5471945
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6639

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=8311
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

⚒ Am Berg, Krandorf, Wölsendorf, Schwandorf, Oberpfalz, Bayern, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Grube Am Berg
Aufrufe (Bild: 1320338114): 607
Grube Am Berg

Grube Am Berg, Krandorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Ehemaliges Betriebsgelände (das ist der Bereich der grünen Wiese) am 08.09.2008.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2011-11-03

Ausführliche Beschreibung

Allgemein

  • 1470 bis 1570, in der sogenannten Silberbergbauperiode, ist kein Hinweis zu einer Bergbautätigkeit auf diesen Gang in der Literatur zu finden.
  • 1700 bis 1750, in der sogenannten Bleibergbauzeit, ist ebenfalls kein Hinweis zu einer Bergbautätigkeit auf diesen Gang in der Literatur zu finden.

    • Hinweis zum Name der Grube: Da in vielen Fällen die Namen der jeweiligen Gruben nirgendwo überliefert sind habe ich diesen Gruben einen Namen gegeben der sich an den namentlich genannten Flurnummern, Landschaftbenennungen, Gebäuden etc. in diesem Bereich richtet.

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Am Berg

  • um 1916/17, also vor dem Ende des ersten Weltkrieges, wurde der Blei-Quarz-Gang nordöstlich Krandorf, mittels eines Schachtes, neu aufgewältigt.

    • Hinweis dazu: 1957/58 spricht Heinz-Richard Bosse, Hannover, davon, dass der Gang "neu aufgewältigt" worden ist, demnach muss auf dem Gang in früheren Zeiten "wohl" schon mal gebaut worden sein.
  • 1920 mußte man dieses Vorhaben wegen Wassereinbruchs wieder aufgeben, anschließend wurde der Gang östlich von Krandorf, mittels Stollen, untersucht.
  • 1957/58 ist in der Geologischen Übersichtskarte von Heinz-Richard Bosse, Hannover, ein Zeichen für einen stillgelegten Schacht eingezeichnet.
  • 1968 lagern von der Grube Am Berg, an der neuen Straße Krandorf nach Unterauerbach, noch alte Bleierzhalden.

Die Lagerstätte

  • 1933 ist in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, ein circa 475 m langer Gang mit stärkerer Bleiglanz-Führung und mit dem Hinweis "Pb" eingezeichnet. Laut Karte verläuft der Gang NW – SE und liegt im Gneis.
Grube Am Berg
Grube Am Berg

Grube Am Berg, Krandorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Ausschnitt aus Karte 1:50000 von Paul Dorn 1933-1935.

woelsendorfer
  • Hinweis zur Übersichtskarte: In der abgebildeten Übersichtskarte habe ich aus der Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6639 Wackersdorf, München 1993, die beiden Gangquarzzonen mal übertragen und beide Zonen ergeben die gleiche Länge die auch Paul Dorn in seiner Karte von 1933 eingezeichnet hat. Die Streichrichtung stimmt ebenfalls. Von dem weiter nordwestlicheren Quarzgang mit Bleiglanzführung, beide haben untereinander keine Verbindung, es sind Einzelgänge(-zonen), liegen mir keine bergbaulichen Versuche vor.
Grube Am Berg
Grube Am Berg

Grube Am Berg, Krandorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte in Verbindung zur Karte von Paul Dorn.

woelsendorfer
  • 1957/58 ist in der Geologischen Übersichtskarte von Heinz-Richard Bosse, Hannover, ein circa 160 m langer Quarzgang mit dem Hinweis "Pb" ( mit Bleiglanz- und Pyromorphitführung ) eingezeichnet, wozu er folgendes schreibt: "In der Bergehalde, in der Nähe des Schachtes nordöstlich Krandorf, wurde auch roter Cordierit-Gneis angetroffen. Inwieweit dieser als Nebengestein in Frage kommt, kann nicht entschieden werden".

Mineralogie

  • 1957/58 konnte aus den Halden für die Gänge ( damit sind die Gänge der Grube Am Berg und der Grube Krandorf mit gemeint ) folgender Mineralbestand ermittelt werden: Ein fettiger, blaugrauer Hornstein ist stellenweise als Salband erhalten. Meist ist er jedoch in spindelförmiger, porösen Aggregaten in das feinmylonitisierte Nebengestein eingeknetet. Hier bildet ein weißer, parallelstengeliger Palisadenquarz das Salband, der dann in rosettenförmige Ausbildung übergeht. Das Ganginnere füllt ein wenig beanspruchter Bleiglanz aus. Er erreicht in den aufgelesenen Gangquarzstücken maximal 3 - 5 cm Mächtigkeit. Im gesamten Gangbereich treten Beschläge von Pyromorphit und kleine Brauneisenkrusten auf.
  • Im Mineralbestand stimmen die beiden Quarzgänge nordöstlich und östlich Krandorf miteinander überein. Die Lesesteinkartierung konnte nicht klären, ob sie zusammenhängen oder an getrennte Aufweitungen gebunden sind.
  • 1975 wird für die Grube Quarz, Pyromorphit und reichlich Bleiglanz mit Cerussit erwähnt. Da Pyromorphite radioaktiv sein können, wurden sie mit einem Szintillometer auf ihre Beta- und Gammaaktivität untersucht, es wurde jedoch nur eine geringe Aktivität gemessen.
Grube Am Berg
Grube Am Berg

Grube Am Berg, Krandorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte.

woelsendorfer
  • Hinweis zur letzten Karte: Die Karte wurde von mir etwas grossflächiger dargestellt, weil in der bisher erschienen Literatur und auch im Internet die Grube Am Berg ihren Betriebsort im "Butzwinkel" gehabt haben soll. Derartige Fehlinformationen lassen sich immer wieder in der Literatur finden und werden dann oftmals von einer zur anderen Literaturquelle, ohne weitere Überprüfung, übernommen. Tendenziell kann bei derartigen Falschinformationen davon ausgegangen werden, dass in solchen Fällen keine Landschaftbegehungen stattgefunden haben und sich nicht mit der Materie auseinandergesetzt worden ist, denn der "Butzwinkel" bei Unterauerbach ist ein markanter Landschaftseinschnitt.

Mineralien (Anzahl: 5)

Gesteine (Anzahl: 4)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Dorn, Paul, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark"; mit Begehungen im wesentlichen im Sommer 1933 und Ergänzungen durch einige Begehungen in den beiden darauffolgenden Jahren; mit Karte 1:50000 über die im Juni 1933 verbreiteten Gänge; in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
  • Bosse, Heinz-Richard, Hannover: "Die Flußspatgänge im Südostteil des Nabburg - Wölsendorfer Reviers", mit Befahrungen in den Jahren 1957 und 1958, mit Geologische Übersichtskarte und mit 2 großformatigen Karten der Flußspatgrube Max. Grundlage dieses Buches ist die Diplomarbeit von Bosse, die am 17.12.1959 von der Uni München angenommen wurde; in "Geologisches Jahrbuch", Band 82, Seite 869-908, Hannover/5. Dezember 1965.
  • Ziehr, Dr. Heinz, Bonn: "Das Wölsendorfer Fluorit-Revier", Seite 207 - 242; Strunz, Prof. Dr. Hugo, Berlin und Tennyson, Prof. Dr. Ch., Berlin: "Die Oxydationsmineralien der Erze von Wölsendorf ( ohne Uran )", Seite 243 - 250, in "DER AUFSCHLUSS", Sonderband 26, 1975.
  • Weiss, Karl Dipl. Ing.: "Bergbau im Raum Nabburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart", Seite 47 - 56; "Auf Agricolas Spuren im Nabburger Flußspatgebiet", Seite 79 -85; in "STULLN 17.6. - 20.6. 1977".
  • Meyer, Dr. Rolf K. F. und Mielke, Dr. Hubert, München: 7. Bodenschätze - 7.3. Mineralgänge; Ziehr, Dr. Heinz: "7.3.1. Silberhaltiger Bleiglanz in Quarzgängen bei Krandorf", Seite 153; Bauberger, Dr. Wilhelm, Dipl.-Geologe, München: "7.3.2. Flußspat-, Schwerspat-Gänge - 7.3.2.1. Die Gänge im nördlichen Teil des Kartenblatts", Seite 154 - 159; Bauberger, Dr. Wilhelm, München und Endlicher, Dr. Gernot, Regensburg: "7.3.2.3. Alter und Genese der Flußspat-, Schwerspatgänge", Seite 161 - 163; in "Erläuterungen zum Blatt Nr. 6639 Wackersdorf", München, 1993.
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6639 Wackersdorf", die geologischen Aufnahmen zu der Karte wurden von Rolf K. F. Meyer und Hubert Mielke im Jahre 1987/88, daß Kristallin unter Verwendung der Arbeit von Heinz-Richard Bosse aus dem Jahre 1968, gemacht.

Quellenangaben

Einordnung