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Grube Dennoch Glückauf

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Lissenthan / Grube Dennoch Glückauf

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

1 Untersucnungsschacht, später 1 Schleppschacht

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Mittelkörniger Granit

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Im Zuge der Bergsicherung wird der Gesamtbereich der Grube Hermine "wohl" vollständig gesichert und neu, mit Waldwege, gestaltet.

Letz­ter Be­such

17.08.2012

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Dennoch Glückauf



Grube Dennoch Glückauf

WGS 84: 
Lat.: 49,4399883° N, 
Long: 12,11320235° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 26' 23,958" N,
   Long: 12° 6' 47,529" E
Gauß-Krüger: 
R: 4508316,
 H: 5478124
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6538

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=28495
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Grube Dennoch Glückauf
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Grube Dennoch Glückauf

Grube Dennoch Glückauf, Lissenthan, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Neu angelegter Weg über dem Gustav I Gang. Linker Hand, im Bereich Mutterbodenhügels, befand sich der ehemalige Schac...

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-12-15

Ausführliche Beschreibung

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Dennoch Glückauf

  • 1933 beginnt Josef Häusler auf PlanNr. 571, Nebelberg, mit der Untersuchungsgrube Dennoch Glückauf, die auf den später so genannten Gustav I Gang gebaut hat.
  • im gleichen Jahr ist in der Karte von Paul Dorn ein in Betrieb befindliches Bergwerk eingezeichnet.
  • 1934 legt Josef Häusler die Grube bereits wieder still. Noch im gleichen Jahr baut Josef Häusler die freigewordenen Maschinen von Grube Dennoch Glückauf ab und nutzt diese für die Grube Glückauf, PlanNr. 572, Nebelberg, und untersucht auch diesen Flußspatgang.
  • 1935 kauft die Firma "Horbach und Schmitz" in Köln die Grube Schramm, von Hermann Schramm, da der Flußspatabsatz im allgemeinen zurück geht, dadurch die Preise fallen und Hermann Schramm in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Die Firma betreibt die Grube Schramm unter dem Name Grube Gisela weiter und gründet die Firma "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Lissenthan ( VFG - Lissenthan ).
  • Anfang 1936 erwerben die "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Lissenthan, die beiden Untersuchungsbetriebe "Glückauf" (Dennoch Glückauf und Grube Glückauf) auf den PlanNrn. 571 und 572 am Nebelberg, von Josef Häusler, Technischer Leiter in Nabburg. Auf PlanNr. 571 (Dennoch Glückauf) werden die Maschinen der bereits stillgelegten Grube Joachim (Stillegung im Jahre 1936) wieder aufgebaut, ein Schleppschacht bis auf 58 Meter abgeteuft und mit der Flußspatförderung begonnen. Der gewonnene Flußspat wird mit Pferdefuhrwerken zur Grube Gisela transportiert und auf Grube Gisela in der Wäsche aufbereitet.
  • 1937 ist auf einem Briefkopf der VFG Lissenthan folgendes aufgedruckt:

    • VEREINIGTE FLUSSSPATGRUBEN LISSENTHAN G.M.B.H.
    • SCHACHTANLAGEN: CENTA LUDWIG, GISELA, HANS JOACHIM, GLÜCKAUF
  • Ende 1937 ist das begrenzte Flußspatvorkommen der Grube Dennoch Glückauf bereits ausgebeutet und der Betrieb wird eingestellt. Verwertbare Förderung für 1936 und 1937 circa 4.000 Tonnen. Die auf Grube Dennoch Glückauf stehenden Maschinen und Anlagen werden abmontiert und auf Grube Glückauf, Plan-Nr. 572 Nebelberg, wieder aufgebaut.
Grube Dennoch Glückauf
Grube Dennoch Glückauf

Grube Dennoch Glückauf, Lissenthan, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte zum Bereich der Grube Dennoch Glückauf.

woelsendorfer
  • 1940 wird die Firma Riedel de Haen in Hannover von der Reichsregierung beauftragt die Flußspatgruben im Raum Wölsendorf, Stulln und Lissenthan zu erwerben, um damit eine Grundlage für eine Flußsäurefabrik zu erstellen. Dazu wird Anfang 1940 die "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Köln-Lissenthan, u.a. mit dem Ausbeuterecht der Grube Dennoch Glückauf, erworben und in Firma "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Nabburg, umbenannt.
  • 1942/43 wird auf PlanNr. 585 die Tagesanlagen der Grube Hermine errichtet.
  • Anfang 1944 wird die Firma "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Nabburg, aufgelöst und in die Firma "Vereinigte Flußspatgruben GmbH", Stulln (VFG-Stulln) eingegliedert. Geschäftsführer der "VFG Stulln" wird Dipl. Ing. Ernst Grüter in Nabburg. Betriebsleiter des Grubenbetriebes wird Dipl. Ing. Robert Kocher. Die Grube Dennoch Glückauf bleibt weiterhin außer Betrieb.

    • Hinweis zu den Gängen: 1944/45 müssen die Flußspatgänge am Nebelberg folgende Bezeichnungen bekommen haben: Gustav I und Gustav II, Getraud I und II, Hermine Nord-Süd, Hermine West, Hermine Ost und Hermine Ost-West Gang.
  • Nach 1945 wird der Gustav I - Gang, auf PlanNr. 571, von der Grube Hermine ausgebeutet.

Mineralien (Anzahl: 1)

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Fluoritr
Abbau des Gustav I Flußspatganges. Info durch Michael Kommer (woelsendorfer).
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Lissenthan/Grube Dennoch Glückauf)
M
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Gesteine (Anzahl: 1)

Granitr
Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Lissenthan/Grube Dennoch Glückauf)
G
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Dorn, Paul, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark", in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
  • Weiss, Dipl. Ing. Karl: "Flußspatbergbau von der Gründerzeit bis zum zweiten Weltkrieg im Raum Wölsendorf, Stulln, Lissenthan und Freiung", Seite 57 - 78, in "STULLN 17.6. - 20.6. 1977".
  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, Blatt Nr. 6538 Schmidgaden, München 1982.
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981", die geologischen Aufnahmen zu der Karte wurden von Dr. Wilhelm Bauberger zwischen 1958 und 1960 und ergänzenden Begehungen in 1976 gemacht.
  • Weiss, Dipl. Ing. Karl: "Bergbau auf Flußspat im Bereich der Alt-Gemeinde Brudersdorf, insbesondere in der Gemarkung Lissenthan", Seite 64-73, in "Festschrift - Freiwillige Feuerwehr Brudersdorf - 125jähriges Gründungsfest, 1997".
  • private Aufzeichnungen und im privaten Bestand befindliche Flurkartenauszüge und Rißwerke der Grube Hermine.

Quellenangaben

Einordnung