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Grube Lissenthan

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Lissenthan / Grube Lissenthan

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Schacht

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Feinkörniger Granit

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Wenn sich ein Flußspatgang auf einem (heutigen) Feldareal befindet, wie das bei dieser Grube der Fall war, dann sollte man immer die angrenzenden Waldränder ablaufen, denn hier lagern die Bauern die Steine ab, die bei der Kartoffell- bzw. Maisernte in den Erntemaschinen landen. Diese Gesteinshaufen nehmen im Laufe von Jahre eine erhebliche Größe in Punkto Höhe und Längserstreckung an. Um die angefallenen Gesteinhaufen durchzusehen ermpfehle ich genügend Wasser mitzunehmen. In solchen Gesteinshaufen findet man folgende Mineralien: Flußspatxx, Barytxx, Quarzxx, Calcitxx, Chalcedon und Achate.

Letz­ter Be­such

Der ehemalige Betriebsort ist heute, am 11.08.2013, eine landwirtschafliche Fläche.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Lissenthan



Grube Lissenthan

WGS 84: 
Lat.: 49,44820691° N, 
Long: 12,12762254° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 26' 53,545" N,
   Long: 12° 7' 39,441" E
Gauß-Krüger: 
R: 4509360,
 H: 5479040
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6538

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=28376
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Hinweis zum Betrieb

  • 1959 als Versuchsbergbau durch die Firma "Flußspatwerke GmbH", Frankfurt/Nürnberg auf PlanNr. 458/463 Lugbichel, mit einem circa 20 Meter tiefen Schacht, begonnen.

    • Hinweis dazu: In einer älteren Literaturquelle wird als Betreiber die Firma Bayer genannt. Ob die Firma "Flußspatwerke GmbH", Frankfurt/Nürnberg ein Tochterunternehmen der Bayer AG war muss hier mal offen bleiben.
  • Der geförderte Flußspat wird der Aufbereitung der Grube Johannesschacht in Wölsendorf zugeführt.
  • 1960 werden für die Grube Lissenthan Einzelangaben im Jahrbuch gemacht: Aufschlußbetrieb Lissenthan bei Brudersdorf ( Der Ort Lissenthan gehörte zu dieser Zeit noch zur Gemeinde Brudersdorf ). Die Verwaltung wird von der Grube Johannesschacht aus gemacht. Die Betriebsleitung macht Betriebsleiter Karl-Heinz Holl. Für den viertletzten Arbeitstag im Monat Dezember 1960 werden 4 Arbeiter als unter Tage Beschäftigte angegeben. Förderangaben werden nicht gemacht.
  • Im gleichen Jahr betreiben die "Flußspatwerke GmbH", Frankfurt/Nürnberg im Wölsendorfer Revier jetzt vier Betriebe: Grube Johannesschacht, Grube Hanns, Grube Max und den Aufschlußbetrieb Lissenthan.
  • 1961 am 30.06. wird die Grube Lissenthan zusammen mit der Grube Johannesschacht stillgelegt.

Grube Lissenthan
Grube Lissenthan

Grube Lissenthan, Lissenthan, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Im Foto zu sehen mehrere Gesteinshaufen nach der Kartoffelernte die noch nicht im Wald geschoben wurden. Foto am 08.09.2007.

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Grube Lissenthan
Grube Lissenthan

Grube Lissenthan, Lissenthan, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte.

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Grube Lissenthan
Grube Lissenthan

Grube Lissenthan, Lissenthan, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Örtlichkeit Bildmitte rechts neben dem Wäldchen auf dem Feld. Foto vom 27.06.2009.

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Mineralogie

  • Bekannt ist mir eine Fluoritstufe mit hellgrünliche, teils klare, scharfkantig, kleinstufig bis treppenförmig ausgebildete Fluoritwürfel. Ein Teil der Fluorite ist mit einem rostbraunen bis hellrötlichen Überzug überzogen.

Übersichtskarte

  • In der Übersichtskarte, siehe oben, ist ein Bereich gelb markiert der zu einem ehemaligen Bodenaushub führt. Bei dem gelb markierten Bereich handelt es sich um eine schmale Gesteinsaufschüttung im Wald, die zu einer kleinen Halde führt. Die Halde entstammt aus dem Bodenaushub. Der Bodenaushub ist im laufe der Jahre teils mit Schutt und Grünabfälle aufgefüllt worden. Bisher habe ich noch keine Informationen darüber erhalten können wozu dieses Anlage diente. Vielleicht ein Relikt aus dem II. Weltkrieg, da die Anhöhe einen weiten Blick ins Umland zuläßt. Eine große Granathülse die ich hier vor Jahre gefunden habe würde dem ganzen Sinn geben. Sowohl im Bodenaushub, als auch in der kleinen Halde konnte ich derben, violetten Fluorit finden.

Grube Lissenthan
Grube Lissenthan

Grube Lissenthan, Lissenthan, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Kleine Halde am 11.08.2013 in einem Wäldchen gelegen.

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Grube Lissenthan
Grube Lissenthan

Grube Lissenthan, Lissenthan, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Betriebsort der Grube Lissenthan im Bereich des abgemähten Feldes. Das Haus gehört zu dem Dorf Lissenthan. Foto vom 11.08.2...

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Grube Lissenthan
Grube Lissenthan

Grube Lissenthan, Lissenthan, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Schmale Gesteinsaufschüttung vom / zum Lissenthaner Flußspatgang zur kleinen Halde. Foto vom 11.08.2013.

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Mineralien (Anzahl: 6)

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Achat (Var.: Chalcedon)r
am 08.09.2007 durch Michael Kommer in Gesteinshaufen gesichtet
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Lissenthan/Grube Lissenthan)
M
Barytr
am 08.09.2007 durch Michael Kommer in Gesteinshaufen gesichtet
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Lissenthan/Grube Lissenthan)
M
Calcitr
am 08.09.2007 durch Michael Kommer in Gesteinshaufen gesichtet
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Lissenthan/Grube Lissenthan)
M
Chalcedon (Var.: Quarz, Mogánit)r
am 08.09.2007 durch Michael Kommer in Gesteinshaufen gesichtet
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Lissenthan/Grube Lissenthan)
M
Fluoritr
am 08.09.2007 durch Michael Kommer in Gesteinshaufen gesichtet
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Lissenthan/Grube Lissenthan)
M
Quarzr
am 08.09.2007 durch Michael Kommer in Gesteinshaufen gesichtet
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Lissenthan/Grube Lissenthan)
M
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Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

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Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Weiss, Dipl. Ing. Karl: "Flußspatbergbau von der Gründerzeit bis zum zweiten Weltkrieg im Raum Wölsendorf, Stulln, Lissenthan und Freiung", Seite 57 - 78, in "STULLN 17.6. - 20.6. 1977".
  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, Blatt Nr. 6538 Schmidgaden, München 1982.
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981", die geologischen Aufnahmen zu der Karte wurden von Dr. Wilhelm Bauberger zwischen 1958 und 1960 und ergänzenden Begehungen in 1976 gemacht.
  • Weiss, Dipl. Ing. Karl: "Bergbau auf Flußspat im Bereich der Alt-Gemeinde Brudersdorf, insbesondere in der Gemarkung Lissenthan", Seite 64-73, in "Festschrift - Freiwillige Feuerwehr Brudersdorf - 125jähriges Gründungsfest, 1997".
  • Jahrbuch des deutschen Bergbaus: 1959, 60, 61 und 1962.
  • private Aufzeichnungen.

Quellenangaben:

Einordnung