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Grube Richt

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Schwarzach bei Nabburg / Richt / Grube Richt

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

über Tage Abbau

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Cordieritgneis

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

keine Fundmöglichkeiten mehr, heute landwitschaftliche Fläche

Letz­ter Be­such

30.08.2007

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Richt



Grube Richt

WGS 84: 
Lat.: 49,38818587° N, 
Long: 12,20890458° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 23' 17,469" N,
   Long: 12° 12' 32,057" E
Gauß-Krüger: 
R: 4515273,
 H: 5472378
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6639

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=31455
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Richt, Richt, Schwarzach bei Nabburg, Wölsendorf, Schwandorf, Oberpfalz, Bayern, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Grube Richt
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Grube Richt

Grube Richt, Richt, Schwarzach bei Nabburg, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Ehemaliger Betriebsort am 30.08.2007. Hinten rechts der Wastelberg bei Weiding.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-12-05

Ausführliche Beschreibung

Vorwort

Grube Richt
Grube Richt

Grube Richt, Richt, Schwarzach bei Nabburg, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Gesamtübersichtskarte.

woelsendorfer
  • Dieses Spatvorkommen ist und war bergwirtschaftlich ohne Bedeutung. Es wurde bergmännisch untersucht und einige Jahre sporadisch abgebaut und ist daher von historischem Interesse.
  • In den 50er Jahren hatten östlich von Altfalter, Schurf Fürstenbügel, und südöstlich von Richt zwei Schwerspatgänge im Cordierit-Gneis ein stärkeres Interesse gefunden.
  • Die Schwerspatgänge treten nur in der Umgebung von Altfalter auf und ein Vorkommen war bei Hartenricht zu finden.

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Richt

  • 1959/60 wurde südöstlich der Ortschaft Richt, auf einer Länge von 8 Meter, ein 30 cm mächtiger Barytgang erschürft.

    • Hinweis dazu: Nach Auskunft von Anwohner aus der Ortschaft Richt ist es bei diesen 8 Metern nicht geblieben und auf den Gang wäre einige Zeit sporadisch auch Spat abgebaut worden. Dieser Hinweis deckt sich mit den Angaben in den mir vorliegenden Jahrbüchern, wo die (Grube) Richt ebenfalls über drei Jahre aufgeführt ist.
  • 1960 und 1961 werden in den Jahrbüchern folgende Angaben unter Bayerisches Oberbergamt, 3. Bergamt Amberg, unter "Sonstige Mineralien" Schwerspat gemacht: Richt ( Lkr. Nabburg / Opf. ).

    • Hinweis dazu: Der Hinweis in den Jahrbüchern bedeutet, dass die Grube Richt in Betrieb war, u.U. 1959 im Aufschluß war.
  • 1962 wird die Grube nicht mehr genannt.
  • 1987/88 (1968) ist in der Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6639 Wackersdorf, kein Zeichen für eine Bergbautätigkeit eingezeichnet worden.

Die Lagerstätte

Grube Richt
Grube Richt

Grube Richt, Richt, Schwarzach bei Nabburg, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte.

woelsendorfer
  • 1959/60 ist in der Geologischen Übersichtskarte von Heinz-Richard Bosse, Hannover, ein 75 m langer Schwerspatgang mit dem Hinweis "Ba" ( Baryt ) eingezeichnet, wozu er folgendes schreibt: "Der Barytgang ist beiderseits durch ein 2 cm starkes Flußspatsalband gegen den Cordierit-Gneis begrenzt. Die Normalstreichrichtung N 1050 E lässt auf einen Zusammenhang der Gangspalte mit dem Flußspatvorkommen am Wastelberg schließen".

  • 1987/88 (1968) ist in der Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6639 Wackersdorf, eine Bayrtlinse, ich nenne es mal so, mit dem Hinweis "Ba" ( Baryt ) eingezeichnet.

Mineralogie

  • 1959/60 ist der Flußspat violett und dunkelgrün gefärbt und der Baryt ist weiß und grobkristallin.

Mineralien (Anzahl: 2)

Gesteine (Anzahl: 1)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Dorn, Paul, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark", in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
  • Teuscher, Dr. Ernst Otto, München: "I. Geologischer Teil - Neuere Untersuchungen auf Bayerischen Flußspatvorkommen", Seite 5 - 20 und 26 - 38, darin "F. Erläuterungen zur Lagerstättenkarte", Seite 31 - 38; mit Lagerstättenkarte 1 : 25000, von Ernst Otto Teuscher. Diese Lagerstättenkarte ist entstanden durch eine im Besitz des Bayer.Geol.Landesamtes befindliche Lagerstättenkarte im Maßstab 1:5000. Diese Lagerstättenkarte wiederum basiert auf Unterlagen des Bergamtes Amberg, wobei der Markscheider H. Müller die markscheiderischen Gangaufnahmen machte UND unter Verwendung des Manuskriptes und der Gangaufnahmen für den Raum Wölsendorf von Dr. Heinz Ziehr "Die Flußspatgänge von Wölsendorf und deren Nebengesteine", Diss. Univ. München 1954, das ganze wurde wiederum ergänzt und weitergeführt, durch eigene Aufnahmen, von Ernst Otto Teuscher. Das Ergebnis ist die beste Lagerstättenkarte für das Wölsendorfer Flußspatrevier mit dem Stand von 1957. In dieser Karte befindet sich ein Verzeichnis der Vorkommen bzw. Gruben mit Flußspat, durchnummeriert von lfd. Nummer 1 bis 59. Bei der Darstellung in der Lagerstättenkarte wurden gewisse Normen angewendet, die der gemeinsame Lagerstättenausschuß der Geologischen Ämter in der Bundesrepublik erarbeitet hat, in "Geologica Bavarica", Nr. 35, München 1957.
  • Bosse, Heinz-Richard, Hannover: "Die Flußspatgänge im Südostteil des Nabburg - Wölsendorfer Reviers", mit Befahrungen in den Jahren 1957 und 1958, mit Geologische Übersichtskarte und mit 2 großformatigen Karten der Flußspatgrube Max. Grundlage dieses Buches ist die Diplomarbeit von Bosse, die am 17.12.1959 von der Uni München angenommen wurde; in "Geologisches Jahrbuch", Band 82, Seite 869-908, Hannover/5. Dezember 1965.
  • Bauberger, Dipl.-Geologe Dr. Wilhelm, München: "C. Gesteinsfolge - IV. Eruptivgesteine - e. Mineralgänge", Seite 68 - 83 und "VI. Tertiär", Seite 84; Regierungsdirektor Dr. Ernst Otto Teuscher: "E. Geophysik und Geochemie", Seite 96 - 115 und "G. Nutzbare Ablagerungen - a. Flußspatvorkommen", Seite 116 - 119; in "Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern", 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg, München 1967.
  • Bauberger, Dipl.-Geologe Dr. Wilhelm, München: "7.3.2.1. Die Gänge im nördlichen Teil des Kartenblatts", Seite 154 - 159, in "Erläuterungen zum Blatt Nr. 6639 Wackersdorf", München 1993.
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6639 Wackersdorf", die geologischen Aufnahmen zu der Karte wurden von Rolf K. F. Meyer und Hubert Mielke im Jahre 1987/88, daß Kristallin unter Verwendung der Arbeit von Heinz-Richard Bosse aus dem Jahre 1968, gemacht.
  • Jahrbuch des deutschen Bergbaus: Jahrgänge: 1957, 58, 59, 60, 61, 62, 63 und 1964.
  • private Gespräche und Aufzeichnungen mit Anwohner der Ortschaft Richt.

Quellenangaben:

Einordnung