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Grube Augusta

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Schwarzach / Grube Augusta

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

über Tage Schurf, später Schacht

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Mittelkörniger Granit

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

derbe Lesesteinfunde sind noch möglich

Letz­ter Be­such

12.09.2010

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Augusta



Grube Augusta

WGS 84: 
Lat.: 49,40982208° N, 
Long: 12,21817642° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 24' 35,36" N,
   Long: 12° 13' 5,435" E
Gauß-Krüger: 
R: 4515939,
 H: 5474786
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6539

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1890
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Schwandorf, Oberpfalz, Bayern, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (4 Bilder gesamt)

Grube Augusta
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Grube Augusta

Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Ehemaliges Betriebsgelände am 12.09.2010.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2013-10-20
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Grube Augusta

Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Zugangsweg zum ehemaligen Betriebsgelände am 12.09.2010.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2013-10-20
Grube Augusta
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Grube Augusta

Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Reste der Pinge am Hang des Hasen Berges. Foto vom 28.08.2007.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2013-10-20

Ausführliche Beschreibung

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Altfalter

  • 1902, Herbst und 1903, Oktober, wurde der Flußspatgang beim Bau der Lokalbahnstrecke Nabburg - Oberviechtach aufgefunden.
  • zwischen 1904 und 1921 wurde dieses Vorkommen einige Male versuchsweise bearbeitet, es kam aber zu keiner effektiven Produktion.
  • 1922 wurde der Gang dann schließlich durch die Grube Augusta erschlossen.
  • 1925 hatte die Grube Augusta ein größeres Betriebsgebäude. Der Betrieb beschäftigte 7 Bergleute und eine Spatfrau, dazu kommt noch der Besitzer der Grube.
  • 1925/26 teufen eines Schachtes bis auf 30 Meter.
Grube Augusta
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Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Grubenbesitzer mit Belegschaft 1926. Foto Archiv woelsendorfer.

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  • Hinweis zum Foto: Ganz links ist noch eine Strebe vom Schacht kläglich zu erkennen. Interessant bei solch alten Fotos ist die Arbeitskleidung der Bergleute, vor allem die Schuhe fallen immer wieder auf und Holzclogs waren oft die Regel, wie eben in der Oberpfalz im Bergbau vieles aus Holz gemacht / gebaut wurde.
  • 1927 wurde der Betrieb wegen Unwirtschaftlichkeit wieder stillgelegt.

    • Hinweis dazu: Nach Auskunft eines Bergmann's wurde die Grube Augusta aufgegeben, weil die Kolbenpumpen den hohen Wasserzulauf, vermutlich durch die Nähe des Flusses Schwarzach, nicht aus der Grube bekamen und die Grube dadurch Unwirtschaftlich wurde.
  • 1933 ist in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, ein Zeichen für ein stillgelegtes Bergwerk eingezeichnet.
  • 1957 wird in dem "Verzeichnis der Vorkommen bzw. Gruben mit Flußspat" in der Lagerstättenkarte von Dr. Ernst Otto Teuscher, München, unter Nr. 41) folgendes angegeben: "Augusta bei Schwarzach - Grube außer Betrieb".
  • 1962-64 (1954) ist in Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg, München 1967, ein Zeichen für ein "Bergwerk aufgelassen" vorzufinden. Im gleichen Zeitraum war auch noch ein Pingenzug zu erkennen, der direkt an der Kreuzung Straße/Bahnlinie beginnt und sich von dort parallel zum Weg in einem flachen Bogen hangauf zieht.

Die Lagerstätte

  • 1933 sind in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, zwei Flußspatgänge eingezeichnet, wobei der N-S verlaufende Gang mit einer Länge von 245 m und der seitlich darunter NW-SO verlaufende Gang mit einer Länge von 45 m dargestellt wird. Der N-S Gang hat laut Karte ein westliches Einfallen mit durchschnittlich 650 und ein Streichen von 650.
Grube Augusta
Grube Augusta

Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Ausschnitt aus Karte 1:50000 von Paul Dorn 1933-1935.

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  • 1962-64 (1954) ist in Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg, München 1967, ein 152 langer Flußspatgang mit dem Hinweis "F" (Fluorit) eingezeichnet, wozu geschrieben wird, dass der Gang Südost-Nordwest streicht und steil nach Südwesten einfällt.
  • 1977 wird der Südost-Nordwest streichende Gang mit einer Länge von 120 m angegeben.
  • 1979 wird erwähnt, daß das Vorkommen Augusta bei Schwarzach auf einem absetzenden Gang, der außerhalb des Hauptstreichens des Reviers liegt, baute.

Mineralogie

  • Besonderheiten aus dem Wölsendorfer Flußspatrevier
  • Fluoritstufe

    • Die Stufe stammt aus einer alten oberfränkischen Sammlung die Ende der 1940iger bis Anfang der 1960iger Jahre zusammengetragen worden ist. Die Stufe wurde Ende 1950 gefunden, quasi zu einem Zeitpunkt als noch eine Pinge am Berghang zu finden war.
Fluorit
Fluorit (SNr: 0779)

Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 38x37x32mm. Zart violette Würfel bis 10 mm auf Quarz. Fund Ende 50iger Jahre.

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Fluorit
Fluorit (SNr: 0779)

Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 38x37x32mm. Zart violette Würfel bis 10mm. Fund Ende 50iger Jahre.

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  • Stufenbeschreibung: Der Stufenkern besteht aus einem Gemisch aus derben weißlichen Quarz und derben grünlichen und Spuren von violetten Fluorit. Auf der Ansichtseite ist der Quarz in kleinen klaren Kristallen auskristallisiert, worauf bis zu 10 mm große, zart violette, hochtransparente Fluoritwürfel ausgebildet sind. Das Innenleben der Würfel ist teils völlig klar, trüb und lebhaft, wobei eine feinste Zonarstruktur auszumachen ist. Interessant ist, dass keine einheitliche Würfelausbildung mit sechs Flächen vorhanden ist, sondern eher ein Mix ineinanderverschachtelter Würfelkomponeten die kreuz und quer ineinander gewachsen sind. Die Oberflächen sind spiegelglatt und die Kanten sind meist scharfkantig, in sich versetzt und in einem Fall abgerundet. Überstäubt werden die Würfelaggregate zum Teil von weißem Mikroquarz und einem wenige Millimeter hohen Quarzskalenoeder.
  • 1926 wurde im Haldenmaterial mehrfach Uranglimmer gefunden.
  • 1962/64 wurden vereinzelt noch Bruchstücke von violettem, hellem Flußspat und rotem Schwerspat gefunden, Stinkspat konnte nicht aufgefunden werde.
  • 1977 wird hellvioletter Fluorit, Baryt und etwas Uranglimmer genannt.
Grube Augusta
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Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte.

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Mineralien (Anzahl: 4)

Mineralbilder (3 Bilder gesamt)

Fluorit
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Fluorit (SNr: 0551)

Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Größe: 40x30x25mm. Violetter Fluorit. Lesesteinfund.

Sammlung: ex.woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2011-09-28
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Baryt
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Baryt (SNr: 0552)

Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Größe: 52x39x20mm. Fleischfarbener Baryt. Lesesteinfund.

Sammlung: ex.woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2011-09-28
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Fluorit
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Fluorit (SNr: 0779)

Grube Augusta, Schwarzach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 38x37x32mm. Zart violette Würfel bis 10 mm auf Quarz. Fund Ende 50iger Jahre.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2013-03-13
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Gesteine (Anzahl: 1)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Drechsler, Dr. Franz, Hochschule München: "Zur Mineralführung und Chemie der Oberpfälzer Flußspatgänge". Die Befahrung des Reviers hat im Jahre 1923 stattgefunden; in "Sonderdruck aus dem 17. Bericht für das Jahr 1924 des Naturwissenschaflichen Vereins Regensburg E. V"., Seite 1 - 48, Regensburg 1925.
  • Rehwald, G.: "Die Flußspatgänge des Wölsenberges bei Nabburg", Lagerstättenkundliche Meldearbeit, Manuskript, Bergakademie Clausthal, 1926.
  • Dorn, Paul, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark"; mit Begehungen im wesentlichen im Sommer 1933 und Ergänzungen durch einige Begehungen in den beiden darauffolgenden Jahren; mit Karte 1:50000 über die im Juni 1933 verbreiteten Gänge; in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
  • Ziehr, Dr. Heinz, Schwandorf : "Das Vorkommen von Uran in der Oberpfalz", Seite 76 - 85; in "DER AUFSCHLUSS", Sonderheft 6, 1957.
  • Teuscher, Dr. Ernst Otto, München: "I. Geologischer Teil - Neuere Untersuchungen auf Bayerischen Flußspatvorkommen", Seite 5 - 20 und 26 - 38, darin "F. Erläuterungen zur Lagerstättenkarte", Seite 31 - 38; mit Lagerstättenkarte 1 : 25000, von Ernst Otto Teuscher. Diese Lagerstättenkarte ist entstanden durch eine im Besitz des Bayer.Geol.Landesamtes befindliche Lagerstättenkarte im Maßstab 1:5000. Diese Lagerstättenkarte wiederum basiert auf Unterlagen des Bergamtes Amberg, wobei der Markscheider H. Müller die markscheiderischen Gangaufnahmen machte UND unter Verwendung des Manuskriptes und der Gangaufnahmen für den Raum Wölsendorf von Dr. Heinz Ziehr "Die Flußspatgänge von Wölsendorf und deren Nebengesteine", Diss. Univ. München 1954, das ganze wurde wiederum ergänzt und weitergeführt, durch eigene Aufnahmen, von Ernst Otto Teuscher. Das Ergebnis ist die beste Lagerstättenkarte für das Wölsendorfer Flußspatrevier mit dem Stand von 1957. In dieser Karte befindet sich ein Verzeichnis der Vorkommen bzw. Gruben mit Flußspat, durchnummeriert von lfd. Nummer 1 bis 59. Bei der Darstellung in der Lagerstättenkarte wurden gewisse Normen angewendet, die der gemeinsame Lagerstättenausschuß der Geologischen Ämter in der Bundesrepublik erarbeitet hat, in "Geologica Bavarica", Nr. 35, München 1957.
  • Bauberger, Dr. Wilhelm, Dipl.-Geologe, München: "C. Gesteinsfolge - IV. Eruptivgesteine - e. Mineralgänge", Seite 68 - 83 und "VI. Tertiär", Seite 84; Teuscher, Regierungsdirektor Dr. Ernst Otto: "E. Geophysik und Geochemie", Seite 96 - 115 und "G. Nutzbare Ablagerungen - a. Flußspatvorkommen", Seite 116 - 119, in "Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern", 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg, München 1967,
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg; München 1967", die von Dr. Wilhelm Bauberger zwischen 1962 bis 1964, unter Verwendung des Manuskriptes von Dr. Heinz Ziehr "Die Flußspatgänge von Wölsendorf und deren Nebengesteine", Diss. Univ. München 1954 und eine im Besitz des Bayer. Geol. Landesamtes befindliche Lagerstättenkarte (Maßstab 1:5000) aufgenommen wurde. Diese Lagerstättenkarte basiert wiederum auf Unterlagen des Bergamtes Amberg und ist ergänzt und weitergeführt worden durch Dr. Ernst Otto Teuscher. Die Benennung der Gänge erfolgt in Anlehung an die Lagerstättenkarte von Dr. Ernst Otto Teuscher 1957. Zu beachten ist, daß in der Lagestättenkarte nur sichere Vorkommen eingetragen wurden.
  • Schmeltzer, Hartmut: "Mineral-Fundstellen, Band 2, Bayern", Christian Weise Verlag/München 1977
  • Weiss, Dipl. Ing. Karl: "Der Oberpfälzer Flußspatbergbau Teil I + II, Sonderdruck aus "bergbau", April und Mai 1979.
  • Bierler, Michael: "4. Über die Eisenbahn", Seite 321 - 368; in "Wölsendorf - 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr", 22. Juli bis 25. Juli 1988.
  • und private Aufzeichnungen

Quellenangaben

Einordnung