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Grube Am heissen Stein

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Stulln / Grube Am heissen Stein

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Schacht

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Mittelkörniger Granit

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Am heissen Stein



Grube Am heissen Stein

WGS 84: 
Lat.: 49,43059653° N, 
Long: 12,13539196° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 25' 50,148" N,
   Long: 12° 8' 7,411" E
Gauß-Krüger: 
R: 4509927,
 H: 5477083
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6538

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=28476
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Am heissen Stein

  • In den 20iger Jahren untersuchte die Firma Bachmann mehrere Gänge auf Fluß- und Schwerspat im Bereich um Unter- und Oberwarnbach, Schwarzach, Altfalter und im Stullner Bereich.
  • Um den bekannten Flußspatgang "Am heissen Stein" zu untersuchen wurde auf den Gang ein Schacht niedergebracht.
  • 1933 ist in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, ein stillgelegtes Bergwerk eingezeichnet, wozu er folgendes schreibt: "Dieser Gang wurde zeitweise abgebaut" und weiter "Von diesem Schacht bis zum Mühlberg ( spätere Grube Roland ) fehlt, wie auch in umgekehrter Richtung auf je 1 km Erstreckung, jeglicher oberflächliche Hinweise auf das Vorkommen von Flußspat".
Grube Am heissen Stein
Grube Am heissen Stein

Grube Am heissen Stein, Stulln, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Ausschnitt aus Karte 1:50000 von Paul Dorn 1933-1935.

woelsendorfer
  • 1952, nach Abteufen des Schachtes Grube Heißer Stein, soll der Schacht bis zum Ausbau der Staatsstraße 2040 Amberg - Nabburg als Wetter- Fluchtschacht genutzt worden sein. Der Schacht verschwand dann unter der neuen Trasse der Staatstraße 2040 und die Grube Heißer Stein legte ein Wetter- Fluchtüberhau nördlich der Siedlung "Am Berg", der Gemeinde Stulln, an.
  • 1957 wird in der Lagerstättenkarte von Dr. Ernst Otto Teuscher, München, unter Nr. 17) folgendes angegeben: "Heißer Stein, NS-Gang - alter bergm. Aufschluß".

Die Lagerstätte

Grube Am heissen Stein
Grube Am heissen Stein

Grube Am heissen Stein, Stulln, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte der Grube Heißer Stein mit Darstellung aller Gänge Am heissen Stein.

woelsendorfer
  • 1933 ist in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, ein circa 255 m langer Flußspatgang, der NW - SO verläuft, ohne weitere Angaben eingezeichnet. Dazu schreibt Paul Dorn: "Seine ( damit ist der Wölsendorfer Gang gemeint ) nordwestliche Fortsetzung sehe ich in einem nördlich Stulln im Walde gelegenen Gang."
  • 1957 ist in der Lagerstättenkarte von Dr. Ernst Otto Teuscher, München, unter Nr. 17) "Heißer Stein, NS-Gang" ein 90 m langer Flußspatgang eingezeichnet, wozu er schreibt: "Im Süden des NO-Ganges ( der Grube Heißer Stein ) vereinigt sich dieser Gang offenbar mit einem schmalen Trum (17), das N–S streicht und das dunkelvioletten Flußspat führt ( unter 2 dm mächtig, z.T. nur wenige cm ); dieser ist in der Nähe der Scharungsstelle radioaktiv ( Stinkspat! )".

    • Hinweis zu den Gängen "Am heissen Stein"

      • Am heissen Stein wird von verschiedenen Autoren mehr oder weniger ein Gangwirrwarr beschrieben:
      • Paul Dorn, Tübingen, erwähnt einen NW - SO verlaufenden Gang, Dr. Ernst Otto Teuscher, München, erwähnt einen NO-Gang der sich mit einem NS-Gang schart und in der Geol. Karte 6538, Schmidgaden, ist ein NO - SW verlaufender Gang eingezeichnet und in einem Saigerriß vom Bergamt Amberg ist ein Nord - Süd - Gang dargestellt.

        • Der NW - SO verlaufende Gang von Paul Dorn und der NS-Gang von Dr. Ernst Otto Teuscher sind identisch, in den Karten nur unterschiedlich dargestellt, wobei die Darstellung von Dr. Ernst Otto Teusche "wohl" die Richtige ist.
        • Weiterhin ist der NO - SW verlaufende Gang in der Geol. Karte 6538, der NO-Gang von Dr. Ernst Otto Teuscher und der Nord - Süd - Gang im Saigerriß ebenfalls identisch, der Gang ist aber von Dr. Ernst Otto Teuscher und in den Bergamtsunterlagen in der Streichrichtung falsch beschriftet, denn es handelt sich hier um einen NO - SW verlaufenden Gang wie in der Geol. Karte 6538 dargestellt und auch Dr. Ernst Otto Teuscher hat in seiner Lagerstättenkarte einen NO - SW verlaufenden Gang eingezeichnet.
      • Ergebnis: Es hat einen NS-Gang gegeben der hier mit Grube Am heissen Stein beschrieben wird und auf dem vor 1933 ein Schacht geteuft wurde und es hat einen NO - SW verlaufenden Gang gegeben auf den die Grube Heißer Stein gebaut hat.

Mineralogie

  • 1933 wird berichtet das der Gang dunkelvioletten Flußspat mit Kupferuranglimmer enthielt.
  • 1957 ist im Scharungsbereich des NS - Ganges und des NO - SW - Ganges Stinkspat mit intensiver dunkelvioletter Färbung nachgewiesen.

Mineralien (Anzahl: 3)

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Antozonit (Var.: Fluorit)r
Dr. Ernst Otto Teuscher: "Emanationsmessungen im Nabburger Flußspatrevier" in "Geologica Bavarica", Nr. 35, München 1957.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Stulln/Grube Am heissen Stein)
M
Fluoritr
Paul Dorn, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark", in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Stulln/Grube Am heissen Stein)
M
Torbernitr
Paul Dorn, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark", in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Stulln/Grube Am heissen Stein)
M
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Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

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Mineralbilder (1 Bilder gesamt)

Fluorit
Aufrufe (Bild: 1458836546): 508
Fluorit

Fluoritwürfel mit Eisenkiesel an den Kanten; Gr. Heisser Stein,Stulln,Wölsendorfer Revier,; Ostbayern; BB: 14 cm

Sammlung: Rockhounder
Copyright: Rockhounder
Beitrag: Rockhounder 2016-03-24
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 1)

Granitr
Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Stulln/Grube Am heissen Stein)
G
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Dorn, Paul, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark"; mit Begehungen im wesentlichen im Sommer 1933 und Ergänzungen durch einige Begehungen in den beiden darauffolgenden Jahren; mit Karte 1:50000 über die im Juni 1933 verbreiteten Gänge, in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.

    • Hinweis hierzu: Die Daten und Fakten die unter "Ausführliche Beschreibung" genannt wurden basieren auf den vollständigen o.g. Quelltext.
  • Teuscher, Dr. Ernst Otto, München: "I. Geologischer Teil - Neuere Untersuchungen auf Bayerischen Flußspatvorkommen", Seite 5 - 20 und 26 - 38, darin "F. Erläuterungen zur Lagerstättenkarte", Seite 31 - 38; mit Lagerstättenkarte 1 : 25000, von Ernst Otto Teuscher. Diese Lagerstättenkarte ist entstanden durch eine im Besitz des Bayer.Geol.Landesamtes befindliche Lagerstättenkarte im Maßstab 1:5000. Diese Lagerstättenkarte wiederum basiert auf Unterlagen des Bergamtes Amberg, wobei der Markscheider H. Müller die markscheiderischen Gangaufnahmen machte UND unter Verwendung des Manuskriptes und der Gangaufnahmen für den Raum Wölsendorf von Dr. Heinz Ziehr "Die Flußspatgänge von Wölsendorf und deren Nebengesteine", Diss. Univ. München 1954, das ganze wurde wiederum ergänzt und weitergeführt, durch eigene Aufnahmen, von Ernst Otto Teuscher. Das Ergebnis ist die beste Lagerstättenkarte für das Wölsendorfer Flußspatrevier mit dem Stand von 1957. In dieser Karte befindet sich ein Verzeichnis der Vorkommen bzw. Gruben mit Flußspat, durchnummeriert von lfd. Nummer 1 bis 59. Bei der Darstellung in der Lagerstättenkarte wurden gewisse Normen angewendet, die der gemeinsame Lagerstättenausschuß der Geologischen Ämter in der Bundesrepublik erarbeitet hat, in "Geologica Bavarica", Nr. 35, München 1957.

    • Hinweis hierzu: Die Daten und Fakten die unter "Ausführliche Beschreibung" genannt wurden basieren auf den vollständigen o.g. Quelltext.
  • Bauberger, Dipl.-Geologe Dr. Wilhelm, München, 1958-60: "2.2.3. Pegmatit", Seite 40; "2.2.4.1. Mineralgänge -Flußspat-, Schwerspat - Gänge, F/Ba", Seite 40-45 und "2.2.4.2. Quarzgänge, Q", Seite 45; Dr. Reinhard Streit, München, 1971-73: "3.3.1.2.2. Einzelbeschreibung tertiärer Rinnen- und Beckenfüllungen", Seite 84+85; "Das Tertiär nordöstlich von Schmidgaden am Lanzenweiher", Seite 89-93 und "7.1. Erzvorkommen", Seite 137, in "Erläuterungen zum Blatt Nr. 6638 Schmidgaden", München 1982.
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981", die geologischen Aufnahmen zu der Karte wurden von Wilhelm Bauberger zwischen 1958 und 1960 und ergänzenden Begehungen in 1976 gemacht. Dipl. Ing. Karl Weiss, (VAW Flußspat-Chemie GmbH, Stulln), 1981: "Auflistung über die erbrachten oder nachgewiesenen Flußspatmengen der "Flußspat-, Schwerspat-Gänge" - der "Vorkommen und Bergwerke", mit lfd. Nummer von 1 bis 31, die in der geologischen Karte wiederzufinden sind.

    • Hinweis hierzu: Die Daten und Fakten die unter "Ausführliche Beschreibung" genannt wurden basieren auf den vollständigen o.g. Quelltext.
  • Scharl, Rita: "Stulln, Geschichte der Gemeinde von der Landwirtschaft und dem Bergbau zum modernen Wohn- und Industrieort", Schwandorf, 1999.
  • private Aufzeichnungen und im privaten Bestand befindliche Flurkartenauszüge und Rißwerke der Grube Heißer Stein

Quellenangaben

Einordnung