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Stollen Unterwarnbach

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Unterwarnbach / Stollen Unterwarnbach

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Stollenbetrieb und vermutlich über Tage Abbau

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Mittelkörniger Granit

GPS-Ko­or­di­na­ten

Stollen Unterwarnbach



Stollen Unterwarnbach

WGS 84: 
Lat.: 49,4036598° N, 
Long: 12,19995126° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 24' 13,175" N,
   Long: 12° 11' 59,825" E
Gauß-Krüger: 
R: 4514618,
 H: 5474097
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6539

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=24488
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Ein geschichtlicher Abriss zum Stollen Unterwarnbach

  • um 1920, vermutlich aber sogar vor dem I Weltkrieg, Anlegung eines Stollens.

    • Hinweis dazu: Auf den südlicheren Gang wurde ein Stollen und auf den nördlicheren Gang gab es einen über Tage Abbau ... oder aber auch umgekehrt. Ohne Archivarbeit bei dem Bergamt Bayreuth ist das nicht zu klären, wobei fraglich ist, ob das Bergamt dazu überhaupt Unterlagen vorrätig hat.
  • 1933 ist in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, kein Zeichen für ein stillgelegtes Bergwerk in diesem Bereich eingezeichnet worden.
  • 1957 wird in dem "Verzeichnis der Vorkommen bzw. Gruben mit Flußspat" in der Lagerstättenkarte von Dr. Ernst Otto Teuscher, München, unter Nr. 40) folgendes angegeben: "Warnbacher Gang - alter bergm. Aufschluß".

    • Hinweis dazu: Das ist der erste Hinweis das es die Gänge in Unterwarnbach gegeben hat und das darauf auch Bergbau betrieben worden ist. Dr. Ernst Otto Teuscher bezeichnet die Gänge als "Warnbacher Gang". Die Gänge sind nicht mit dem Warnbachergang in Schwarzach - Altfalter zu verwechseln.
  • Ende der 50iger, Anfang der 60iger Jahre standen Bestrebungen durch die Firma "Gewerkschacht Wölsendorf", Eigentümer Riedel-de Haen A.G., Seelze bei Hannover, an, den Gangbereich mittels Stollen Richtung Grube Marienschacht zu untersuchen.
  • 1962-64 (1954) ist in Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg, München 1967, kein Zeichen für eine Bergbautätigkeit eingezeichnet worden.
Stollen Unterwarnbach
Stollen Unterwarnbach

Stollen Unterwarnbach, Unterwarnbach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte.

woelsendorfer

Die Lagerstätte

  • 1933 sind in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, keine Flußspatgänge eingezeichnet worden.
  • 1957 sind in dem "Verzeichnis der Vorkommen bzw. Gruben mit Flußspat" für die Lagerstättenkarte von Dr. Ernst Otto Teuscher, München, unter Nr. 40) "Warnbacher Gang", zwei Flußspatgänge eingezeichnet worden. Der obere NW – SO verlaufende Gang wird mit einer Länge von circa 75 Meter und der untere Gang, der ebenfalls NW – SO verläuft, wird mit einer Länge von circa 72,5 Meter dargestellt. Die Gänge werden in dem dazugehörigen Buch "Geologica Bavarica", Nr. 35, zur Lagerstättenkarte nicht beschrieben.
  • 1962-64 (1954) wurden in der Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg, keine Flußspatgänge eingezeichnet.

    • Hinweis hierzu: "Im gesamten Flußspatgebiet wurden seit Beginn des Bergbaus intensive Sucharbeiten durchgeführt. Es wurden auf Grund aller möglichen Indikationen Schürfe, Schurfschächte und Bohrungen angelegt. Sehr oft waren diese Arbeiten völlig negativ. Da es heute nicht mehr möglich ist festzustellen, wo überall und mit welchem Erfolg geschürft wurde, wurden in der Karte nur sichere Vorkommen eingetragen. Folgende unbedeutende, bei anderen Autoren angeführte Vorkommen, von denen keine oder kaum noch Spuren zu erkennen sind, wurden nicht in der Karte angegeben; ihre Rechts- und Höchstwerte sind grobe Nährungswerte, da sie bei dem kleinen Maßstab der meisten Lagerstättenkarten nicht näher bestimmbar sind".
    • Die Vorkommen liegen: u.a. knapp westlich Unterwarnbach ( unbedeutende Quarztrümchen ) bei RW 45 14,36 / HW 54 74,18 und bei RW 45 14,54 / HW 54 74,10 (Dr. Ernst Otto Teuscher 1957).
    • Hinweis zu diesen Kommentar von Dr. Ernst Otto Teuscher in eigener Sache: Durch folgenden Hinweis "Da es heute nicht mehr möglich ist festzustellen, wo überall und mit welchem Erfolg geschürft wurde" bekam ich in den letzten Jahren oft die Aussage zu hören "hat es nicht gegeben, habe ich noch nie von gehört" und aufgrund dieser Tatsache wurde vieles in der Geschichtsschreibung des Wölsendorfer Flußspatreviers nicht aufgeführt oder aufgearbeitet, es wurde verdreht, anderen Gruben zugeordnet, gar nicht zugeordnet und dann einfach weggelassen. "Mit welchem Erfolg geschürft wurde" bedeutet nichts anderes, dass wenn ein Schurf Erfolg hatte, dass auf den Flußspatgang dann auch Bergbau umgegangen ist. Die geförderte Menge spielt dabei keine Rolle. Wichtig dabei ist auch die Aussage von ihm "bei anderen Autoren angeführte Vorkommen". Haben diese Autoren kein Vorkommen, Gang oder ein Zeichen für eine Bergbautätigkeit in ihren kleinen Karten dargestellt, dann gab es sie einfach nicht. Ein Trugschluss, denn ich hatte es schon an anderer Stelle erwähnt, Geld war in der Oberpfalz sehr knapp und wenn ein Gundbesitzer, meist waren es arme Bauern mit irgendwas Geld machen konnten, dann taten sie das. Die Bergbehörde oder Gemeinde waren mit ihrem Papierkram da nur hinderlich. In diesem Zusammenhang verweise ich auf die Unmengen von Kleinstgruben, auch "Zeche Eimerweise" genannt, im Ruhrgebiet nach dem II Weltkrieg, von denen es in vielen Fällen ebenfalls keine Aufzeichnungen gibt.

Mineralogie

  • Besonderheiten aus dem Wölsendorfer Flußspatrevier

    • Fluorit - Baryt - Stufe

      • Die vorliegende Stufe stammt aus einer uralten Naturfreundesammlung in der sich noch weitere sehr alte Stufen aus dem Wölsendorfer Revier, aus der Kolonie Deutsch-Südwestafrika, vom Eisenbahnbau im Fichtelgebirge und den Arzberger Gruben befunden haben. Auf der hier beschriebenen Stufe war auf der Rückseite ein alter Klebezettel mit folgendem Hinweis aufgeklebt: "Flußspat mit Baryt Warnbach Oberpfalz". Bei einem Umzug des Erwerbers der Stufe ging dieser dann leider verloren.
      • Stufenbeschreibung: Die Stufe ist 111 x 57 x 44 mm groß und besteht aus kompakten, derben, grünlichen Fluorit, indem vermutlich Quarz mit eingeschlossen ist. Auf der Stufenoberseite haben sich mehrere grünliche, im Kern teils dunkelgrünliche, an den Ecken teils transparente, ineinander gewachsene, flach aufliegende Fluoritwürfel auskristallisiert, wovon der größte Würfel eine Kantenlänge von 46 mm hat. Die Oberflächen sind feinporösig oder haben einen Hauch einer Parkettstruktur, wobei die Kanten überwiegend einen angefressenen Charakter haben. Das Innenleben macht einen lebhaften Eindruck, dass durch die Verschiedenfarbigkeit der Fluoritwürfel herrührt. In einigen Bereichen ist eine feine, schwärzliche Zonarstruktur auszumachen. Auf den Fluoritwürfeln sind Beschädigungen auszumachen, die aber mit der Lupe betrachtet alle verheilt sind. Begleiter ist speckigfarbener Baryt, der in zwei Aggregaten schuppenartig nach oben auskristallisiert ist. Darüber hinaus ist feinster Mikroquarz oder -baryt in der sehr feinen Parkettstruktur der Fluoritwürfel zu finden.
Fluorit
Fluorit (SNr: 0070)

Stollen Unterwarnbach, Unterwarnbach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 111x57x44mm. Grünliche Würfel bis 46 mm Kantenlänge mit grau-gelblich-weißem Baryt. Fund um 1920.

woelsendorfer
  • Eine weitere Stufe aus diesen Gängen ist in der mineralogisch-geologische Gesteinssammlung im Rathaus Schwarzenfeld zu finden. Die Stufe ist circa 150 x 150 mm groß und wurde wie folgt beschriftet: "Unterwarnbacher Gang". Aufgrund der sehr schlechten Beleuchtung in den Glasvitrinen lässt sich die Farbe sehr schwer bestimmen, tendenziell würde ich von einem grünlichen, derben Fluoritunterbau ausgehen, auf dem zart gelblichweiße, bis circa 10 bis 12 mm große Fluoritwürfel, die als Rasen vorliegen, auskristallisiert sind.
  • Wichtig ... da die Vitrinen hin und wieder neu bestückt werden kann es vorkommen das Stücke eine gewisse Zeit für andere weichen müssen.
  • In der gesamten Fachliteratur wird über Mineralien zu den Gängen ansonsten nicht berichtet.

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Fluorit
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Fluorit (SNr: 0070)

Stollen Unterwarnbach, Unterwarnbach, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 111x57x44mm. Grünliche Würfel bis 46 mm Kantenlänge mit grau-gelblich-weißem Baryt. Fund um 1920.

Sammlung: ex.woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-04-18
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Gesteine (Anzahl: 1)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Dorn, Paul, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark"; mit Begehungen im wesentlichen im Sommer 1933 und Ergänzungen durch einige Begehungen in den beiden darauffolgenden Jahren; mit Karte 1:50000 über die im Juni 1933 verbreiteten Gänge; in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
  • Teuscher, Dr. Ernst Otto, München: "I. Geologischer Teil - Neuere Untersuchungen auf Bayerischen Flußspatvorkommen", Seite 5 - 20 und 26 - 38, darin "F. Erläuterungen zur Lagerstättenkarte", Seite 31 - 38; mit Lagerstättenkarte 1 : 25000, von Ernst Otto Teuscher. Diese Lagerstättenkarte ist entstanden durch eine im Besitz des Bayer.Geol.Landesamtes befindliche Lagerstättenkarte im Maßstab 1:5000. Diese Lagerstättenkarte wiederum basiert auf Unterlagen des Bergamtes Amberg, wobei der Markscheider H. Müller die markscheiderischen Gangaufnahmen machte UND unter Verwendung des Manuskriptes und der Gangaufnahmen für den Raum Wölsendorf von Dr. Heinz Ziehr "Die Flußspatgänge von Wölsendorf und deren Nebengesteine", Diss. Univ. München 1954, das ganze wurde wiederum ergänzt und weitergeführt, durch eigene Aufnahmen, von Ernst Otto Teuscher. Das Ergebnis ist die beste Lagerstättenkarte für das Wölsendorfer Flußspatrevier mit dem Stand von 1957. In dieser Karte befindet sich ein Verzeichnis der Vorkommen bzw. Gruben mit Flußspat, durchnummeriert von lfd. Nummer 1 bis 59. Bei der Darstellung in der Lagerstättenkarte wurden gewisse Normen angewendet, die der gemeinsame Lagerstättenausschuß der Geologischen Ämter in der Bundesrepublik erarbeitet hat, in "Geologica Bavarica", Nr. 35, München 1957.
  • Bauberger, Dipl.-Geologe Dr. Wilhelm, München: "C. Gesteinsfolge - IV. Eruptivgesteine - e. Mineralgänge", Seite 68 - 83 und "VI. Tertiär", Seite 84; Regierungsdirektor Dr. Ernst Otto Teuscher: "E. Geophysik und Geochemie", Seite 96 - 115 und "G. Nutzbare Ablagerungen - a. Flußspatvorkommen", Seite 116 - 119; in "Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern", 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg, München 1967,
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg; München 1967", die von Dr. Wilhelm Bauberger zwischen 1962 bis 1964, unter Verwendung des Manuskriptes von Dr. Heinz Ziehr "Die Flußspatgänge von Wölsendorf und deren Nebengesteine", Diss.Univ.München 1954 und eine im Besitz des Bayer.Geol.Landesamtes befindliche Lagerstättenkarte (*)(Maßstab 1:5000) aufgenommen wurde. Diese (*) Lagerstättenkarte basiert wiederum auf Unterlagen des Bergamtes Amberg und ist ergänzt und weitergeführt worden durch Dr. Ernst Otto Teuscher. Die Benennung der Gänge erfolgt in Anlehung an die Lagerstättenkarte von Dr. Ernst Otto Teuscher 1957. Zu beachten ist, daß in der Lagestättenkarte nur sichere Vorkommen eingetragen wurden.
  • private Aufzeichnungen

Quellenangaben

Einordnung