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Tagebau

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Wölsendorf / Grube Marienschacht / Tagebau

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Tagebau

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Quartär: Terrassensand und -kies in Wechsellagerung 2 bis 35 m über heutigem Talboden der Naab
Tertiär: Sand-, Kies und Tonlagen des Hangendtertiärs unter quartärer Überlagerung

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Der Tagebau wurde vollständig verfüllt. Fundmöglichkeiten bestehen nicht mehr.

Letz­ter Be­such

29.05.2011

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Marienschacht / Tagebau



Grube Marienschacht / Tagebau

WGS 84: 
Lat.: 49,41176148° N, 
Long: 12,1750453° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 24' 42,341" N,
   Long: 12° 10' 30,163" E
Gauß-Krüger: 
R: 4512808,
 H: 5474994
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6539

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=26604
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Geschichtlicher Abriss zum Tagebau der Grube Marienschacht

  • 1959 Herbst bis 1960 September wurde Flußspat auch im Tagebau, dem NW-Feld der Grube Marienschacht, auf rund 100 m Länge gewonnen. Es handelt sich hier um das südöstliche Ende des Johannesgangs, der circa 700 m nordöstlich von Wölsendorf, zu Tage ausstreicht.
  • Nur 80 cm brauchten der Humus und das lockere Gestein abgetragen werden, um den Spatgang mit seiner Mächtigkeit von ungefähr 11 m zu erreichen. Zwischen 45 und 60 % der geförderten Menge war Spat. Die Tagesförderung betrug teilweise bis zu 200 t.
Grube Marienschacht/Tagebau
Grube Marienschacht/Tagebau

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte.

woelsendorfer
  • Nach der Entfernung des Abraums wurde eine Schicht (Scheibe) von 3,5 m Stärke, also 3,5 m tief und 11 m Breite angesprengt. 2 - 3 Sprengungen wurden täglich gemacht. Ein Bagger hat das so gewonnene Material auf 2 eingesetzte Lkw verladen, die den Transport zum Marienschacht durchführten. 3 solcher Scheiben wurden auf eine Länge von 80 m herausgearbeitet, sodass der Tagebau zum Schluss die Abmessungen von ungefähr 11 m Breite und 80 m Länge, zusätzlich der Ausfahrrampe für Lkw hatte; die Tiefe war ungefähr 3 x 3,5 m (3,5 m ist die Stärke der Scheiben) zuzüglich 80 cm Abraum, zusammen also etwas mehr als 11 m.
  • Eine weitere Ausbeute im Tagebau war unrentabel, weil die seitlichen Abstützungen zu kostspielig waren. Der Abbau erfolgte nun unterirdisch, von Grube Marienschacht aus.
Grube Marienschacht/Tagebau
Grube Marienschacht/Tagebau

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Tagebauansicht, im Hintergrund Bildmitte Halde von Grube Marienschacht, links daneben der Förderstandort. Foto Archiv woelse...

woelsendorfer

Mineralogie

  • In dem Tagebau sind lediglich Fluoritkristalle in verschiedensten Violetttönen, immer in Verbindung mit Quarzkrusten, vorgekommen, die allesamt in einer Lehmschicht aufgetreten sind. Würfelausbildungen waren selten und traten oft dem Anschein nach angelöst auf.

Foto 01
Foto 01 (SNr: 0606)

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 129x83x70 mm.

woelsendorfer
Foto 02
Foto 02 (SNr: 0606)

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 129x83x70 mm.

woelsendorfer
Foto 03
Foto 03 (SNr: 0606)

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 129x83x70 mm.

woelsendorfer
Foto 04
Foto 04 (SNr: 0606)

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 129x83x70 mm.

woelsendorfer
Foto 05
Foto 05 (SNr: 0606)

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 129x83x70 mm.

woelsendorfer
Foto 06
Foto 06 (SNr: 0606)

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 129x83x70 mm.

woelsendorfer
  • Besonderheiten aus dem Wölsendorfer Flußspatrevier

    • Fluorit (Foto 01 bis 06):
    • Die vorliegende Stufe stammt von einem Bergmann der in dem Tagebau tätig war. Nach Auskunft von ihm lagen die Fluorit - Quarzstufen lose in einer festen Lehmschicht.
    • Stufenbeschreibung: Die Stufe hat insgesamt einen sehr eigentümlichen, gebogenen (Quarz)Aufbau, auf dem lediglich ein vollständig auskristallisierter Würfel zu finden ist. Von den anderen Würfeln sind meist nur eine, maximal zwei bis drei Flächen vorhanden, der Rest weist eine wellige, plattige, zusammengedrückte, angefressene, dem Anschein weggelöste Struktur auf. Die Farben variieren zwischen einem dunklen und einem pastellfarbenen Violett. Der vollständig auskristallisierte Würfel, der in einem wunderschönen, violetten Farbton vorliegt, erreicht eine Größe von bis zu 24x22x18 mm. Die Oberflächen spiegeln, sind dabei leicht parkettartig und an den Seiten rauh bis uneben ausgebildet. Begleiter und das ist typisch für Stufen aus dem Tagebau, ist in verschiedenen Braun- und Ockertönen auskristallisierter Mikroquarz, der, nachdem er von seinen losen Bestandteilen und vom Lehm gereinigt wurde, einen zerklüfteten Charakter aufweist.

Mineralien (Anzahl: 2)

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Fluoritr
Sammlung Michael Kommer (woelsendorfer)
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Wölsendorf/Grube Marienschacht/Tagebau)
BM
Quarzr
Sammlung Michael Kommer (woelsendorfer)
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Wölsendorf/Grube Marienschacht/Tagebau)
M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
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Mineral -> micht anerkanntes Mineral
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 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 16. Nov 2019 - 18:40:53

Mineralbilder (5 Bilder gesamt)

Fluorit
Aufrufe (Bild: 1334960151): 313
Fluorit (SNr: 0395)

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 212x160x106mm. Leicht rötlichviolette Fluoritwürfel, Fluoritfragmente und einem 25x24x20mm großen Zepterwürfel....

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-04-21
Mehr   MF 
Fluorit
Aufrufe (Bild: 1353175318): 351
Fluorit (SNr: 0037)

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 212x160x106mm. Tief- bis hellviolette, 18 mm große, Fluoritwürfel in auf Quarzschaummatrix.

Sammlung: ex.woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-11-17
Mehr   MF 
Fluorit
Aufrufe (Bild: 1353175836): 401
Fluorit (SNr: 0381)

Grube Marienschacht/Tagebau, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 104x51x41mm. Verschiedenfarbig Violette, bis 24x19mm große, Fluoritwürfelgruppe.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-11-17
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 3)

Nicht-klastische Silikat-reiche Sedimente und Sedimentäre Gesteiner
Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg; München 1967.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Wölsendorf/Grube Marienschacht/Tagebau)
G
Sandr
Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg; München 1967.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Wölsendorf/Grube Marienschacht/Tagebau)
G
Tonsteinr
Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg; München 1967.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Wölsendorf/Grube Marienschacht/Tagebau)
G
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Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
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 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 16. Nov 2019 - 18:40:53

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Aktualität: 16. Nov 2019 - 18:40:53

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg, München 1967,
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6539 Nabburg; München 1967", die von Dr. Wilhelm Bauberger zwischen 1962 bis 1964, unter Verwendung des Manuskriptes von Dr. Heinz Ziehr "Die Flußspatgänge von Wölsendorf und deren Nebengesteine", Diss. Univ. München 1954 und eine im Besitz des Bayer. Geol. Landesamtes befindliche Lagerstättenkarte (Maßstab 1:5000) aufgenommen wurde.
  • Bierler, Michael: "5. Über den Bergbau", Seite 369 - 407, in "Wölsendorf - 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr 22. Juli bis 25. Juli 1988.
  • private Aufzeichnungen.

Quellenangaben

Einordnung