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Steinbruch Im Berg

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Brudersdorf / Steinbruch Im Berg

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Helene



Grube Helene

WGS 84: 
Lat.: 49,45749162° N, 
Long: 12,11021655° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 27' 26,97" N,
   Long: 12° 6' 36,78" E
Gauß-Krüger: 
R: 4508096,
 H: 5480071
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6538

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

kleinster Steinbruch, aufgegeben

Fund­s­tel­len­typ

Steinbruch (alt)

Geo­lo­gie

Feinkörniger Granit

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Zugangsweg stark zugewuchert und Steinbruch so ziemlich zugewachsen.

Letz­ter Be­such

28.08.2007

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=24627
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Steinbruch Im Berg
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Steinbruch Im Berg

Steinbruch Im Berg, Brudersdorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Steinbruchwand im Sept. 2003. In dieser Steinbruchwand wurden die sogenannten "Freitagoktaeder" gefunden.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2011-09-10
Steinbruch Im Berg
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Steinbruch Im Berg

teinbruch Im Berg, Brudersdorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Mehrere kleinste Fluoritäderchen in der Steinbruchwand. Foto Sept. 2003.

Sammlung: woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2011-09-10

Ausführliche Beschreibung

Hinweis zum Steinbruch:

Wann dieser Steinbruch seinen Betrieb aufnahm ist nicht überliefert.

  • 1933 ist in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, ein Begbauzeichen für ein stillgelegtes Bergwerk zu finden, wobei davon auszugehen ist, dass im Steinbruch um oder vor 1933 sich hier kein Bergwerk befunden hat.
  • In diesem Steinbruch wurde um 1960 von Paul Freitag die Grube Helene mittels eines Schrägstollens mit anschließendem Gesenk eröffnet.

Die Lagerstätte:

  • 1933 ist in der Karte von Paul Dorn, Tübingen, ein circa 200 m langer, Saiger ( S ) stehender, Flußspatgang eingezeichnet.
  • 1957 sind in der Lagerstättenkarte von Dr. Ernst Otto Teuscher, München unter lfd. Nr. 1) zwei Flußspatgänge eingezeichnet wozu er folgendes schreibt: "Bei Brudersdorf verlaufen zwei N–S streichende Gänge, die nur einige cm bis zu 1 dm Mächtigkeit besitzen ( Abstand 10 bis 20 m ) und die an einer kleinen Gneisscholle im Süden zum Teil in mm–mächtige Flußspat-Kluftbeläge auftrümern".

Mineralogie:

Der Fundort im Steinbruch ist als eigener Fundort zu betrachten, da dieser mit der im Steinbruch betriebenen Grube Helene nichts zu tun hat, auch wenn es sich hier um die gleichen Flußspatgänge handelt.

  • 1933 wird von Paul Dorn, Tübingen, aber folgendes erwähnt: "Überaus feinkörnig erwies sich der Flußspat in einem kleinen Gang bei Brudersdorf. Dieser Gang war auch deswegen interessant, weil sich in ihm achatartig gebänderte, zum Teil mandelförmige, überaus buntfarbige, feinstrahlige Ausscheidungen fanden, die in der Hauptsache aus Flußspat, teilweise auch verschieden gefärbten Hornsteinlagen bestanden."
  • 1977 werden von Hartmut Schmeltzer, in dem Buch: ""Mineral-Fundstellen, Band 2, Bayern", Christian Weise Verlag/München, kleine, hellblaue Rhombendodekaeder in Quarz-Drusen erwähnt.
  • Hinweis hierzu: Die Rhombendodekaeder sind nicht hellblau, sondern violett. Die in der Literatur beschriebene Stufe konnte ich erwerben und ist unter der SammlungsNr. 0562 hier eingestellt.
  • 2000 wird zu den Mineralien aus dem Steinbruch folgendes geschrieben: Violette Oktaeder auf Granit werden als bemerkenswert erwähnt. Das Rhombendodekaeder (110) tritt flächenbestimmend nur in kleinen Kristallen auf.

Bergungshinweis:

Steinbruch Im Berg
Steinbruch Im Berg

Steinbruch Im Berg, Brudersdorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Übersichtskarte.

woelsendorfer
  • 1966 im Sommer wird folgendes dazu erwähnt und dieser Hinweis ist bis heute gültig:
  • Die Steilwand im Steinbruch war durch den Regen sauber gewaschen. Mehrere Oktaeder-Inseln am massiven Gestein waren sichtbar geworden. Sie zu bergen, ist leider unmöglich. Ehe Hammer und Meißel ein brauchbares Stück zu lösen vermögen, sind die begehrten Kristalle unter der Wucht des Aufschlags längst zerstört.
  • Der Grund dafür ist das extrem harte Gestein.
  • 2000 im Frühjahr wird die Fundstelle im Steinbruch bei Brudersdorf wie folgt beschrieben ( gekürzter und leicht veränderter Bericht ): Nach reichlichem Literaturstudium stand fest: Oktaedersuche war angesagt. Auf einem verwachsenen Pfad ging es durch Mischwald dem Ziel entgegen, im dichten Unterholz plätscherte vergnügt ein klares Bächlein. Im Steinbruch angekommen ein kleines verfallenes Gebäude. Alte Stützpfeiler standen scheinbar sinnlos im Wald herum. In der Mitte Reste einer alten Halde an der auflässigen Grube. Quer zur Bruchfläche der Abbruchwand zog sich weiter oben eine schmale violette Fluoritader durch den anstehenden harten Granit. Eine Kohlmeise, ein Grasfrosch und ein Feuersalamander hatten im Steinbruch ihr Refugium gefunden. Am rechten Teil der Bruchwand entdeckte der Sammler eine sehr schmale blauviolette Fluoritader, die sich durch kernigen, quaderförmig spaltenden Granit wand. Darunter war der Granit stark zerschert und tektonisch arg gebeutelt. Mit der Brechstange konnten zwei größere Granitpakete, die schon schwach von der Wand abgespalten waren, entfernt werden. Der Block mit der Fiederspalte war verkeilt mit den übrigen Blöcken bis er schließlich in der Mitte einen Riß zeigte. Der obere Teil konnte mit Mühe abgehoben werden und beim umdrehen waren da tatsächlich Fluoritoktaeder auf Quarzrasen. Bei weiteren Besuchen konnte noch eine zweite Fiederspalte in Angriff genommen werden, dabei fanden sich schöne treppenförmig aufgebaute Oktaeder. Die Ausbeute war nicht groß, aber schön. Die Fluoritkristalle kommen als Oktaeder und Würfel und in Kombination beider Formen vor. Interessant, allerdings die Ausnahme, sind Oktaederkristalle, auf deren Spitzen Würfel sitzen. Viele Stücke zeigen Skelettwachstum mit einer Vielzahl von Würfeln und treppenförmigen Kristallflächen. Auch rundliche Aggregate sind zu beobachten. Seltener gibt es kleine Rhombendodekaeder. Die Farbe variiert von hell- bis dunkelviolett mit grünem Kern. Drei Stücke zeigen gelbliche Würfel. In den Fluoriten sind teilweise rundliche Hohlräume vorhanden, wahrscheinlich von ehemaligen Sideritkugeln. Kleine weißliche Quarzkristalle bilden die Unterlage der Stufen.

Mineralien (Anzahl: 2)

Mineralbilder (4 Bilder gesamt)

Fluorit
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Fluorit (SNr: 0654)

Steinbruch Im Berg, Brudersdorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 58x36x23mm. Zart violette Fluoritwürfel bis 11 mm.

Sammlung: ex.woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-11-22
Fluorit
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Fluorit (SNr: 0249)

Steinbruch Im Berg, Brudersdorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 100x83x38mm. Violettfarbene Fluoritoktaeder mit grünlichem Kern bis 11mm Kantenlänge. Ex Sammlung Dr. A. Le...

Sammlung: ex.woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-11-22
Fluorit
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Fluorit (SNr: 0208)

Steinbruch Im Berg, Brudersdorf, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 90x64x40mm. 8mm große Oktaeder mit zweifache Pyramidenausbildung.

Sammlung: ex.woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2012-11-22

Gesteine (Anzahl: 1)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Paul Dorn, Tübingen: Abhandlung über die "Geologie der Flußspat-Lagerstätten der Bayerischen Ostmark", in "Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines", Band XXV, Jahrgang 1936.
  • Dr. Ernst Otto Teuscher: "Emanationsmessungen im Nabburger Flußspatrevier" in "Geologica Bavarica", Nr. 35, München 1957.
  • Peter Erhard Kristl: "Mineraliensommer 1966 in Ostbayern" - "3. Die Flußspat-Oktaeder von Brudersdorf / Kreis Nabburg / Opf.:", in "DER AUFSCHLUSS", Jg. 17, Heft 12, Seite 324, Heidelberg Dezember 1966.
  • Hartmut Schmeltzer: "Mineral-Fundstellen, Band 2, Bayern", Christian Weise Verlag/München 1977.
  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, Blatt Nr. 6638 Schmidgaden, München 1982.
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden, München 1981".
  • Norbert Müller: "Beryll und Fluorit: Drei Fundberichte aus Oberpfalz und Fichtelgebirge", dabei: "Brudersdorf: Von Freitagsoktaedern", Seite 31 und 32, in Lapis Jg. 25, Nr. 8, September 2000.
  • Gerhard Bald, Fürth: "Wölsendorfer Flußspatrevier", Seite 38 - 48, in "AUFSCHLÜSSE ZUR ERDGESCHICHTE BAYERNS"; VFMG-Sommertagung 2000 vom 15. bis 18. September 2000 in Amberg/Oberpfalz, 50 Jahre VFMG.
  • und private Aufzeichnungen.

Quellenangaben:

Einordnung