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Grube Freiung II

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Bayern / Oberpfalz, Bezirk / Schwandorf, Landkreis / Wölsendorf, Revier / Freiung / Grube Freiung II

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

1 tonnl. Förderschacht Cäcilia I, 1 weiterer Schacht Marie und 1 Luftschacht.

Fund­s­tel­len­typ

Erloschen

Geo­lo­gie

Mittelkörniger Granit, zum Teil Tertiär.

Letz­ter Be­such

17.08.2012

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Freiung II



Grube Freiung II

WGS 84: 
Lat.: 49,43792325° N, 
Long: 12,10916831° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 26' 16,524" N,
   Long: 12° 6' 33,006" E
Gauß-Krüger: 
R: 4508024,
 H: 5477894
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK6538

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=28382
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Freiung II, Freiung, Wölsendorf, Schwandorf, Oberpfalz, Bayern, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Ein geschichtlicher Abriss zur Grube Freiung II

  • 1925 kauft die neu gegründete Firma "Hochscheidt" mit Sitz in Schwarzenfeld die Flußspatgrube Lanzenholz auf PlanNr. 1970 1/5, Lanzenholz, von Franz Blöth und Eduard Lissat, die ihre Flußspatgrube wegen Geldmangel nicht mehr weiterbetreiben konnten. Hauptaktionär der Firma "Hochscheidt" war Dr. Otto Peters, Notar und Rechtsanwalt in Calbe, Teilhaber waren Dr. Laubenheimer und Dr. Esdorf.

    • Hinweis dazu: Laut Unterlagen die noch in Vierbruckmühle (Schmidgaden) vorhanden sind, hatte die Firma Hochscheidt ihren Sitz ursprünglich in Siegen.
Grube Freiung II
Grube Freiung II

Grube Freiung II, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Schacht Marie 1929/30. Rechts im Bild ist Carl Fischer, Betreiber des Fischerbruches in Wölsendorf, zu sehen. Foto im Archiv w...

woelsendorfer
  • Betriebsleiter auf Grube Freiung II war Dipl.-Ing. Günther Hollweg. Auf der Grube wurden zwei Dieselmotoren mit 30 PS aufgestellt um damit einen Gleichstromgenerator für den Kompressor und den Förderhaspel anzutreiben. Sie teufen den von Franz Blöth und Eduard Lissat angefangenen Schleppschacht, der ab jetzt Cäcilia I genannt wird, bis auf 45 m ab und errichten eine Aufbereitung mit Schubwagen, Waschtrommel, Lesetisch, Lesebänder und Backenbrecher. Außerdem wurde auch eine Mineralmühle aufgebaut.
  • 1926 wird ein weiterer Schacht, der Schacht Marie genannt wird, abgeteuft. Im 3. Quartal hat der Schacht eine Teufe von 10 m, die mit 15 Mann erreicht wurden.
  • 1927 wird ein Luftschacht bis zur 40 m Sohle niedergebracht.
  • 1928 wird in der Statistik folgendes angegeben: Grube Freiung II, Besitzer Hochscheidt, verwertbare Förderung 4.526 Tonnen, Belegschaft 26 Beschäftigte.
Grube Freiung II
Grube Freiung II

Grube Freiung II, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Grundriß der Grube Freiung II und Grundriß der Grube Cäcilia Ausschnitt nach Riedel 1952.

woelsendorfer
  • 1930 wurden laut Frachtbriefe 3872,98 t Fluß- und Schwerspat abgebaut und verkauft. Im gleichen Jahr wurde die Grube Freiung II stillgelegt und Konkurs angemeldet, weil Dr. Otto Peters aus die Firma ausscheidet, der Flußspatabsatz geht zurück und die Firma kommt dadurch in Zahlungsschwierigkeiten. Die Ausbeuterechte der Firma mit den Gebäuden und Maschinen sowie der noch auf Halde liegende Flußspat gingen in den Besitz der Raiffeisenkasse Schwarzenfeld ( Leiter Georg Söldner ) über. Die Raiffeisenkasse verkaufte die Maschinen und den Flußspat und zahlte den Arbeitern ihren rückständigen Lohn aus.
  • 1933 erwarb Anton Kallmünzer aus Schwarzenfeld die Flußspatgrube Freiung II mit den Schächten Cäcilia I und Marie und den Ausbeuterechten von dem Darlehnskassenverein Schwarzenfeld. Kallmünzer erwirbt auch die im Westen anschließende Flußspatgrube Freiung I mit den Schächten Gottessegenschacht und Reichhart-Schacht. Die Grube wird fortan Grube Kallmünzer genannt.

Mineralogie

  • Besonderheiten aus dem Wölsendorfer Flußspatrevier

    • Fluorit - kugelige Ausbildung
    • Die vorliegende Stufe stammt aus der Sammlung von dem ehemaligen Betriebsleiter der Grube Cäcilia, Linus Kestel aus Amberg, die er von einem Bergmann der Grube Cäcilia geschenkt bekommen hat. Ursprünlich war die Stufe auf einem Grubenriß der Grube Freiung II aufgeklebt, der im Werkstattbereich, im Butterraum, aufgehängt war. Die Stufe ist daher auf der Rückseite gesägt. Laut Aufzeichnungen von Linus Kestel ist sie auf der 40 m Sohle gefunden worden und müßte um 1928 gefunden worden sein.
Fluorit kugelig
Fluorit kugelig (SNr: 0707)

Grube Freiung II, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 100x45x40mm.

woelsendorfer
Fluorit kugelig
Fluorit kugelig (SNr: 0707)

Grube Freiung II, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 100x45x40mm.

woelsendorfer
Fluorit kugelig
Fluorit kugelig (SNr: 0707)

Grube Freiung II, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 100x45x40mm.

woelsendorfer
  • Stufenbeschreibung: Die Stufe besteht vollständig aus verschiedenfarbig grünlichen Fluorit. Auf der Ansichtseite erreichen die leicht bläulichgrünen Fluoritkugeln eine Größe von bis zu 20 x 15 mm.

Mineralien (Anzahl: 1)

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Fluoritr
In Fremdsammlung durch Michael Kommer Kugelfluorit bekannt geworden.
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Freiung/Grube Freiung II)
BM
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Mineral -> micht anerkanntes Mineral
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 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
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Fluorit
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Fluorit (SNr: 0707)

Grube Freiung II, Freiung, Wölsendorf, Oberpfalz, Bayern, Deutschland. Stufengröße: 100x45x40mm. Bläulichgrüne Fluoritkugeln bis 20x15mm. Exsammlung Betriebsleiter Grube Cäcilia. Fund um 1928.

Sammlung: ex.woelsendorfer
Copyright: woelsendorfer
Beitrag: woelsendorfer 2013-02-19
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Gesteine (Anzahl: 1)

Granitr
Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981
(Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Schwandorf, Landkreis/Wölsendorf, Revier/Freiung/Grube Freiung II)
G
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Riedel, cand. Geol. Horst: "Untersuchungen im Flußspatlagerstättenbereich westlich der Naab in der Oberpfalz", II. Teil, Diplomarbeit, Seite 43 - 96, München 8. April 1952.
  • Weiss, Dipl. Ing. Karl: "Bergbau", Seite 191-221, in "Stulln, Geschichte der Gemeinde von der Landwirtschaft und dem Bergbau zum modernen Wohn- und Industrieort, Rita, Scharl, Schwandorf, 1999".
  • Weiss, Dipl. Ing. Karl: "Flußspatbergbau von der Gründerzeit bis zum zweiten Weltkrieg im Raum Wölsendorf, Stulln, Lissenthan und Freiung", Seite 57-78, in "Stulln 17.6. - 20.6. 1977".
  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, 1:25000, Blatt Nr. 6538 Schmidgaden, München 1982.
  • dazu "Geologische Karte von Bayern, 1:25000, BlattNr. 6538 Schmidgaden; München 1981", die geologischen Aufnahmen zu der Karte wurden von Dr. Wilhelm Bauberger zwischen 1958 und 1960 und ergänzenden Begehungen in 1976 gemacht.
  • Kestel, Linus, Amberg und Wolf, Dr. Helmut, Regensburg: "REICHHART-SCHACHT OBERPFÄLZER BESUCHERBERGWERK"; Juni 1980.
  • private Aufzeichnungen und im privaten Bestand befindliche Flurkartenauszüge und Rißwerke der Grube Cäcilia.

Quellenangaben

Einordnung