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Burgberg

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Schwaben, Bezirk / Oberallgäu, Landkreis / Grünten / Burgberg

GPS-Ko­or­di­na­ten

Museumsdorf



Museumsdorf

WGS 84: 
Lat.: 47,53889775° N, 
Long: 10,32182693° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 32' 20,032" N,
   Long: 10° 19' 18,577" E
Gauß-Krüger: 
R: 3599593,
 H: 5267567

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Burgberg aus sind es knapp 2km in O Richtung bis zum Museumsdorf. Es fährt auch ein Bähnchen. (selten). Am besten fährt man den Berg hoch bis zum "Alpenblick". Dort sind 2 Parkplätze (gebührenpflichtig). Dann geht es von hier 20 min. recht eben bis zum Museumsdorf.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Verhaue, Pingen, Stollen. (aufgelassen; Besucherbergwerk).

Geo­lo­gie

Der Burgberg besteht größtenteils aus steil stehenden Kalk- und Sandsteinen des Helvetikums, die auch im Steinbruch anstehen. Das Eisenerz findet man in geringerer Konzentration als vererzter Nummulithenkalk; das Reicherz jedoch, mit einem Fe-Gehalt von 20-35%, besteht jedoch hauptsächlich aus Hämatit, Limonit und Chamosit und kommt oolithisch in den sandsteinartigen rotbraunen bis violetten Kalken vor. Die erzführenden Schichten stehen meist senkrecht und sind zwischen 0,5 und 1,5 m, seltener 2m stark.

Zu­gangs­be­schränku­ngen

Nur zugänglich im Rahmen einer Führung.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=18144
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (8 Bilder gesamt)

Rennofen
Aufrufe (Bild: 1317926640): 883
Rennofen

Erzgruben-Museum Burgberg, Grünten, Allgäu, Bayern. 3.10.11

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-06
Erzgruben-Museum
Aufrufe (Bild: 1317926521): 818
Erzgruben-Museum

Bergbaudorf, Burgberg, Grünten, Allgäu, Bayern. 3.10.11

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-06
Modelle Erosion und Geschiebe
Aufrufe (Bild: 1317926324): 777
Modelle Erosion und Geschiebe

Erzgruben-Museum Burgberg, Grünten, Allgäu, Bayern. 3.10.11

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-06

Ausführliche Beschreibung

Der Beginn des Erzabbaus am Grünten ist unbekannt. Ein urkundlicher Fixpunkt ist das Jahr 1471, wo Kaiser Friedrich III. den Grafen von Montfort die Schürfrechte auf Eisen übertrug. Man hatte an der Starzlach Reste von Hochöfen und ein Hammerwerk gefunden. Man kann evtl. davon ausgehen, daß schon die Römer hier Eisen schmolzen. Das Eisen war stark schwefel- und phosphorhaltig, d.h. es war brüchig und daher nur zum Giessen geeignet. Mittelalterliche Heere deckten sich hier mit Helebarden und Rüstungen ein; für Schwerter und Messer war es nicht geeignet. Firmen der Umgebung sind seit dem Mittelalter die Lieferanten der Schweizergarde des Vatikans. Die Knappen und ihre Nachfahren stellten in der arbeitsarmen Zeit in Heimarbeit Nägel aus dem Eisen her. Seit der Verwendung von Koks zur Eisengewinnung und des Eisenbahnanschlusses (1853) spielte der Eisenabbau am Grünten keine Rolle mehr. 1863 wurde der letzte Schmelzofen ausgeblasen. 1946/47 wurden die Erzlöcher aus Sicherheitsgründen zugesprengt.

Ab 1992 wurden die ersten Aufwältigungsarbeiten von freiwilligen Helfern begonnen (Karl-Ludwig-Grube, Theresiengrube, Neue Anna Grube, Wassergrube, Martinsgrube. Tagebau: Andreasstollen); 1998 ist der Verein "Historischer Bergbau Allgäu e.V." gegründet worden. Um die Stollen, Verhaue und Gruben etwas zu bereichern, hat man im Zugangsbereich ein museales Grubendorf gebaut. Es besteht aus einem Knappenhock, einer Museums-, Bergbau- und Geologie-Hütte, einer Knappenhütte und 2 Schmiedehütten. Man hat Großmodelle von Schmelzöfen aufgebaut. In der Museumshütte kann man die umfassende Sammlung vom Alex Müller bewundern. Der geologisch-geschichtliche Teil trägt starke Züge von Prof. Scholz aus München. Die ganze museale Darstellung ist recht anschaulich, fachlich versiert und gekonnt professionell gestaltet.

Mineralien (Anzahl: 8)

Gesteine (Anzahl: 5)

Gesteinsbilder (1 Bilder gesamt)

Oolithisches Eisenerz (Reicherz)
Aufrufe (Bild: 1318176023): 1189
Oolithisches Eisenerz (Reicherz)

Burgberg, Grünten, Allgäu, Bayern. L:8cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-09

Fossilien (Anzahl: 15)

Fossilbilder (3 Bilder gesamt)

Brachiopoden
Aufrufe (Bild: 1317918447): 526
Brachiopoden

in vererztem Nummulithenkalk. Grünten, Allgäu, Bayern. L:12cm.

Sammlung: Erzgruben-Museum Burgberg
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-06
Schnecke
Aufrufe (Bild: 1317918721): 357
Schnecke

in vererztem Nummulithenkalk, Burgberg, Grünten, Allgäu, Bayern. L:8cm.

Sammlung: Erzgruben-Museum Burgberg
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-06
Ammoniten
Aufrufe (Bild: 1317922402): 1662
Ammoniten

Eisenbergbau Grünten, Allgäu, Bayern. L:4 - 5,5cm.

Sammlung: Erzgruben-Museum Burgberg
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-06

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Richter, M. (1966). Allgäuer Alpen. Sammlung Geol. Führer. Verl. Gebr.Bornträger, Berlin. S.106 und 14.
  • Fehr, T. (1980). Die Grünten im Allgäu. Lapis, Jg.5, Nr.11, S.12-13.
  • Dieter Richter (1984). Allgäuer Alpen. Slg. Geol. Führer. Gebr.Bornträger Berlin, Stuttgart. 253 S. S.163.
  • Josef Merbeler (1988). Das Untereozän am Fuße des Grünten. In: Werner K. Weidert: Klassische Fundstellen der Paläontologie. Bd.1. Goldschneck Verlag. S.136-44.
  • Weiss, S. (1990). Mineralfundstellen Atlas Deutschland West. Weise Verlag, München, S.221.
  • Gemeinde Burgberg, M.Wagner & A. Müller (1997). Wald, Moos und Eisenerz. Wanderführer. Eigenverlag Gemeinde Burgberg.
  • Hofmann, W. (2008). Der Eisenbergbau bei Burgberg am Grünten (Sonthofen). EGMA-Newsm (ISSN 1865-5637), Jg.2008, H.2; S.31-34.
  • Hofmann, W. (2009). Die Bergbau-Erlebniswelt bei Burgberg am Grünten (Sonthofen)II. EGMA-News (ISSN 1865-5637), Jg.2009, H.1.; S.32-33.

Weblinks:

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